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EMMA, Luise Pusch und Flug U49525

Der Absturz der Germanwings-Maschine U49525 in Frankreich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hat viele Menschen schockiert. Natürlich gab es schnell Spekulationen zur Absturzursache, eine seriöse und halbwegs zutreffende Angabe ist aber erfahrungsgemäß erst nach Wochen oder Monaten möglich, wenn alle Flugschreiber, der Voice-Rekorder, Radar-Aufzeichnungen und die Wrackteile untersucht wurden.

Die Medien haben in ihrer Sensationsgier natürlich bereits alle Namen und Details zu den Piloten samt entsprechenden Spekulationen online wie offline verschmiert. Blöd dürfte es nur dann werden, wenn am Ende eine Ursache herauskommt, die allen bisherigen Spekulationen zuwiderläuft. Es wäre schön, wenn in diesem Fall unsere Jurisprudenz einmal extrem hohe Schadenersatzforderungen von Betroffenen und Angehörigen durchwinken würde, denn die Pressefreiheit umfasst bekanntlich weder eine Narrenfreiheit noch eine Kunstfreiheit beim Erzählen von Märchen durch Journalisten, wenn man sich irgendwelche halbseidenen Geschichten zusammenpfriemelt, damit man bloß noch eine reißerische Schlagzeile und vielleicht ein paar verkaufte Exemplare mehr hat.

Ganz neu ist jetzt aber, dass sich selbst bei der EMMA jemand fand, der meinte den Absturz des Germanwings-Fliegers kommentieren zu müssen. Luise Pusch traute sich an dieses Thema heran, sprang und landete als äußerst lächerlicher und peinlicher Bettvorleger. Warum? Nun, hier eine Kostprobe der Feministin Luise Pusch, die man nun bei EMMA bewundern kann:

Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten „Schüler“ sind Schülerinnen und die zwei „Lehrer“ sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.

Da erfahren wir also, dass Amoktrips selbstverständlich Männersache seien. Es gibt nämlich in der feministisch heilen Welt von Luise Pusch keine Frauen, die ihre Partner vergiften oder ihre Neugeborenen töten und in Tiefkühltruhen oder Blumentöpfen endlagern. Auch total ungerecht ist ihrer Ansicht nach ja, dass ganze 94 Prozent der Piloten doch tatsächlich Männer sind. Einen Schritt weiter zu denken, wieviel Prozent der Männer denn Piloten (oder Aufsichtsratsmitglieder) sind, gelingt ihr selbstredend nicht. Als gute Feministin weiß sie nämlich die Realität und Fakten, die ihrem infantil-monolithischen Schwarzweiß-Weltbild gefährlich werden könnten, komplett auszublenden. Dafür versucht sie sich in feministischer Mathematik. Denn immerhin weiß sie zu berichten, dass 14 der 16 Schüler doch glatt Schülerinnen und die beiden Lehrer sogar auch Lehrerinnen waren! Sapperlot, am Ende klärt die den Absturz noch ganz alleine auf! Wäre da nicht der Rückfall in alte Schemata, wenn sie konstatiert, dass die Opfer überwiegend Frauen seien, die Täter – natürlich – männlich. Nun ist es natürlich leidlich seriös, nur die Verstorbenen der Schulklasse als Referenz zu benutzen, denn insgesamt sollen ja um die 70 Deutsche im Flugzeug gewesen sein. Wie groß ist dann wohl der Anteil der Männer? Und wie groß wird der Anteil der Männer unter den Opfern, wenn man alle Passagiere unabhängig ihrer Nationalität betrachtet? Das werden wir von Luise Pusch wohl nie erfahren, denn unter dem Gewicht der Realität würde wohl ihr feministisches Wolkenkuckucksheim rasch zusammenbrechen.

Wer bis hierhin noch nicht mit dem Strahlkotzen angefangen hat, wird es vielleicht gleich tun. Schauen wir uns die Ergüsse der Luise Pusch weiter an:

Die Selbstmordquote, so hörte ich bei meinem Radio- und TV-Marathon seit der Katastrophe in den französischen Alpen, ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren.

Oho, die „Selbstmordquote“ von Männern ist also viermal so hoch wie bei Frauen. Da sollten die Frauen dann aber rasch aufschließen, oder? Gleichstellung jetzt! Wie man weiß, unternehmen Frauen ja eher Versuche und da nicht nur viele, sondern vor allem auch untaugliche Versuche, um damit ganz fix Aufmerksamkeit und Unterstützung in allen Lebenslagen zu bekommen, wenn Tränen alleine gerade nicht ausreichen. Männer sind hingegen bei ihrem Tun auch hier erfolgreich und landen auf dem Friedhof oder sie überleben es und werden z.B. zwangseingewiesen anstatt dass ihnen auch nur ein feuchter Furz tatsächliche Unterstützung in ihrer Krise entgegengebracht würde. Schließlich spricht da ja nicht nur die frappierende Asymmetrie in der Hilfsindustrie ganze Regalmeter von Bänden. Feministinnen lichten sich besonders gerne mit Tassen und T-Shirts mit dem Aufdruck „Male Tears“ ab und verhöhnen so permanent tatsächliche Probleme und Krisen von Männern. Betrachtet man in dem Zusammenhang, dass viele Stellen in sozialen Berufen mit (solchen) Frauen besetzt sind, die Männern nur als Kinder, Jugendliche, Homo- oder Transsexuelle wirklich zu helfen bereit sind, schließt sich hier der Kreis.

Nun, man könnte jedenfalls einmal hinterfragen, warum die Selbstmordquote bei Männern vier Mal höher ist und dagegen etwas unternehmen. Ebenso könnte man bei Jobs, die mit einer großen Verantwortung für Dritte verbunden sind, regelmäßig gesundheitliche und psychische Tests zur Pflicht machen und einmal lernen, auch auf die – meistens eher stummen – Hilfeschreie der Männer zu achten.

Machen wir uns nichts vor, heute ist es doch so, dass Männer immer noch als austauschbare Funktionseinheit betrachtet werden, die erst dann rudimentär Aufmerksamkeit erfahren, wenn sie ihre (berufliche) Funktion nicht mehr erfüllen. Danach können sie obdachlos, suchtkrank oder was auch immer werden, es interessiert unsere gynozentrische Gesellschaft einfach nicht. Und während es für Frauen spezialisierte Hilfen vom Frauenarzt über Frauenberatungsstellen bis hin zu speziellen – öffentlichen, öffentlich geförderten und privaten – Frauenhilfsorganisationen gibt und es Frauen oftmals zusätzlich über eine Beziehung oder Ehe mit einem sie unterstützenden und sich aufopferndem Mann gelingt, zurück in ein normales Leben zu finden, wird die Asche des von der Gesellschaft im Stich gelassenen Mannes auf dem anonymen Gräberfeld des Friedhofs verstreut. DAS, werte Luise Pusch, ist die gesellschaftliche Realität von Männern in Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern und ich könnte nicht reinen Gewissens behaupten, dass der heutige Feminismus daran nicht mindestens mitschuldig, vielleicht gar hauptverantwotlich ist!

Aber nehmen wir mal an, wir wollten wirklich Frauen zu Piloten ausbilden. Wie viele Frauen wären denn überhaupt als Pilot geeignet? Und damit meine ich nicht nur Noten aus Schule und ggf. Studium, sondern auch in Sachen Körpergröße, Fitness, Nervenstärke, Technikverständnis und dergleichen mehr? Bei Sciencefiles wird nach Daten des LBA der Anteil der Frauen unter den Piloten mit um die 4-5 % angegeben. Wie sollte man diesen Anteil – unabhängig von der großen Fragwürdigkeit der von Ihnen unterstellten Auswirkung auf männliche Piloten – nun mittelfristig so hoch bekommen, dass immer auch eine Frau mit im Cockpit ist? Vermutlich so, dass dann zwei Männer als Piloten fliegen, also die Arbeit machen, und eine Frau dumm rumsitzt, etwas schwafelt und das gleiche Gehalt kassiert wie die Piloten? Seien wir mal ehrlich, genau so sehen viele feministische „Lösungen“ und Quoten-Vorschläge doch aus, überall.

Ein Schmankerl von Luise Pusch habe ich allerdings noch:

Für Amokflüge, die offenbar häufiger vorkommen, als der Öffentlichkeit bewusst ist, gilt dasselbe.

Das übliche feministische Geschwafel: selbst seltene Einzelfälle werden als epidemisch, mindestens aber „häufiger“ deklariert und auf angeblich fehlendes Bewusstsein geschoben, wenn man sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht an vergleichbare Fälle erinnern kann. Fakt ist nämlich, dass in den vergangenen knapp 40 Jahren gerade einmal – inklusive Germanwings – acht Fälle des sogenannten Pilotenselbstmords dokumentiert sind, bei denen außer dem Piloten noch mindestens eine weitere Person umgekommen ist. Eine wahrhafte Epidemie, Frau Pusch, die wir tatsächlich sofort mit Frauenquoten bekämpfen müssen!

Kurzum, der Kommentar von Luise Pusch in der EMMA ist ein äußerst widerliches Beispiel für feministische Ideologie-Beweihräucherung ohne Rücksicht auf Verluste und Befindlichkeiten Dritter. Alles wird solange zurechtgebogen, verdreht und faktenwidrig vergewaltigt, bis es in das irrationale Weltbild dieser rückständigen, sexistischen und rassistischen Ideologie des Feminismus passt, die offenbar im weißen heterosexuellen Mann (WHM) bis heute krankhafterweise „Nazi“ und Sündenbock für alles Übel der Welt zugleich sieht.

Ich danke Luise Pusch jedenfalls für ihr feministisches Meisterstück des intellektuellen Sturzflugs, das vielen Menschen noch einmal vor Augen geführt hat, warum DIESEN Feminismus heute kein Mensch mehr braucht, im Gegenteil, er sich gar schädlich auf jede soziale und gleichberechtigte Gesellschaft auswirkt. Zeit, dass dieser Feminismus endlich seinen Weg auf den Müllhaufen der Geschichte findet – und seine Anhängerschaft den Weg in eine angemessene medizinische Behandlung.

PS: Auch die Behauptung von Luise Pusch, ihr Text sei angeblich als Glosse gedacht, macht die Lage nicht besser. Denn ich finde in dem Text nichts, was den Charakter einer Glosse belegen könnte. Sämtliche Punkte und Forderungen in dem Text werden so oder vergleichbar von Feministen seit Jahren in voller Ernsthaftgkeit veröffentlicht. Davon abgesehen wäre selbst eine tatsächliche Glosse so wenige Tage nach einem solchen Vorfall nicht minder ekelhaft, gefühlskalt und empathielos.

PPS: Gefühlskälte und Empathielosigkeit sind übrigens zwei herausragende Merkmale von Psychopathen.

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