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Anne Wizorek, der #aufschrei und sein Buch

Nun ist es also passiert: Als im Juni 2013 die ersten #aufschrei-Hupfdohlen im Quartett  mit einer einschlägig bekannten Piratin und weiteren wenig geistreichen Kreisch-Feministinnen einen albernes Buch – immerhin knapp 100 Seiten haben sie mit Ich bin kein Sexist, aber… insgesamt geschafft – mit Sexismus-Hysterie als Inhalt vorstellten, da ahnte ich bereits, dass dies nicht das letzte männerfeindliche Pamphlet dieser Möchtegern-Nachfolgerinnen von Alice Schwarzer sein würde. Schließlich hatte in dem Buch Es reicht! von Schwarzer auch die zweifelhafte #aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek ihren Senf abgegeben, es fehlte also noch ein Buch, das die abgebrochene Studentin der Literaturwissenschaften alleine vollkleistert. Nun war es also vor kurzem soweit und unter dem Titel Weil ein #Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute serviert sie – auf den Punkt gebracht – der Leserschaft alten und uralten Wein in neuen Schläuchen, nämlich größtenteils den abgehalfterten Feminismus der 70er bis 90er Jahre plus soziale Netzwerke – natürlich vor allem Twitter – als Agenda eines angeblich neuen Feminismus.

Arne Hoffmann hat sich die Ergüsse von Anne Wizorek einmal angetan und bei Amazon umfassend rezensiert. Das Ergebnis ist faktisch vernichtend:

Schon sein Untertitel betreibt einen Etikettenschwindel. Um einen Feminismus „von heute“ handelt es sich nicht – zumindest nicht in dem positiven Sinne, in dem dieser Untertitel verstanden werden soll. Tatsächlich verpackt Wizorek eine grauenvoll altbackene Ideologie aus einer Zeit von vor ihrer Geburt – die ulkige These, dass man eine Gleichberechtigung der Geschlechter am besten erreicht, indem man sich auf die Anliegen eines Geschlechtes konzentriert – in eine moderne, „hippe“ Sprache.

Schon zu Beginn ihres Buches, es muss ihr also offenbar besonders wichtig sein, erklärt Wizorek, warum sie gerade keine Bewegung für beide Geschlechter wolle, die man statt als „Feminismus“ als „Humanismus“ oder ähnlich betiteln könne. Um ihre Auffassung zu untermauern, fährt Wizorek im Verlauf ihres Buches eine ganze Reihe von Falschbehauptungen auf, von denen die folgenden Absätze nur einige schlaglichtartig behandeln sollen.

Besonders erhellend fand ich, wie Wizorek sich dazu äußerte, wie Feministinnen mit Männern und da vor allem mit kritischen Stimmen umgehen sollen:

„Wir wollen radikale Veränderungen. Das muss Leute anpissen.“ und „Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben.“ Die Art, wie heute auf Männerrechtler eingeprügelt wird, beschreiben diese Passagen gut.

Da fragt man sich doch, woher all der Hass gegen Männer kommt, den Wizorek und die nicht minder sonderbaren Gestalten in ihrer Filterbubble und Fankurve in sich tragen? Dies wäre aber wohl eher in einer Aktion mit einem Slogan wie Therapie statt Ideologie zu ergründen. Es ist schließlich nichts Neues, dass schon in der bisherigen Geschichte ein großer Teil der radikalen Feministinnen gleichzeitig psychisch schwer bis schwerst gestört waren, z.B. Valerie Solanas oder Kate Millett.

So bleibt dann letztlich auch nur der Schluss, zu dem Arne Hoffmann gelangt:

In Anne Wizoreks Buch hingegen werden Männer entweder dämonisiert – wenn sie der feministischen Ideologie widersprechen – oder huldvoll als Helfer akzeptiert, wenn sie sich ganz und gar dieser Ideologie beugen. Wenn das der „Feminismus von heute“ ist, braucht man sich über seinen schlechten Ruf nicht mehr zu wundern.

Dazu hätte es allerdings nicht erst Wizoreks Buch gebraucht. Wer auf Twitter diverse Feministinnen aus ihrem Dunstkreis mitlas, der konnte beoachten, wie Hashtags der Sorte #killallmen, #killmostmen oder auch #maletears die Runde machten, die oftmals – wie vieles andere – einfach aus dem englischsprachigen Raum übernommen worden waren. Darunter zu finden sind ein – meistens bereits nur noch als psychopathologisch zu bezeichnender – Hass gegen Männer einschließlich oftmals aggressiver Vernichtungsfantasien von Genozid-Format und eine entmenschlichende Verächtlichmachung derjenigen, gegen die sich dieser Hass richtet.

So etwas war mir bereits von jemandem berichtet worden, der seinerzeit eine neutrale Statistik über die #aufschrei-Kampagne erstellt hatte, bei der das Ergebnis letztlich war, dass lediglich um die 1,5% der Tweets tatsächlich irgendwelche möglicherweise sexistischen Erfahrungen enthielten, der Rest bestand aus Nonsense, Retweets, Links auf Artikel über den vollkommen überbewerteten #aufschrei-Quatsch und gut einem Drittel Kritik, Widerspruch, Sprüche, Scherze und Witze. Der Ersteller wurde nach der Veröffentlichung seiner Statistik online wie offline angefeindet, bedroht und verleumdet – wie so manche andere Kritiker auch. Das muss wohl die große Empathie der Feministinnen sein, die sie angeblich besser macht als Männer.

Das hinderte entsprechende Journalisten – meistens weiblichen Geschlechts und einschlägig feministisch bekannt – nicht daran, das Pamphlet von Anne Wizorek eifrig zu bewerben, z.B. im Spiegel, in der Zeit, im Stern und in der taz. Nur im Freitag ist eine halbwegs differenzierte Rezension erschienen.

Da das aber an Werbung wohl nicht reichte, forderte Anne Wizorek auf Twitter ihre Follower noch zu positiven Rezensionen auf:

Anne Wizorek, Rezensionen, Bettelei, Twitter

 

 

 

 

Ich bin mir nicht sicher, ob dies vor oder nach der vernichtenden Rezension von Arne Hoffmann war, es zeigt aber einmal mehr, dass diese Feministin vor keiner Manipulation zurückschreckt, solange sie den eigenen Interessen nützt. Das sollte man auch im Kontext zur #aufschrei-Kampagne einmal angemessen kritisch überprüfen und bewerten. Hinweise gab es seinerzeit mehr als genug. Hier einer mehr bezüglich der Aufforderung zu positiven Rezensionen:

Anne Wizorek, Amazon, Rezensionen, Fakes

Das soll es bis hierhin auch erstmal gewesen sein. Es bilde sich jeder selbst seine Meinung dazu. Vielleicht werde ich diese Rezension noch ergänzen, wenn ich die Leseprobe durchgearbeitet habe.

 

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Männertränen

Über das neue interessante Blog Wortschrank bin ich auf das Thema Male Tears aka Männertränen aufmerksam gemacht worden. Wir erinnern uns alle an die über Jahrzehnte an uns Männer herangetragenen Forderungen der Frauen, wir Männer sollten doch häufiger Gefühle zeigen, auch mal öffentlich weinen und wie der ganze Sermon damals noch ging. Dem Mann wurde geradezu die komplette Abwesenheit eines Gefühlslebens unterstellt, bloß weil er nicht bei jeder noch so schlechten Schnulze oder – was viele Frauen heute optimal beherrschen – ganz ohne Grund zu Manipulationszwecken wie ein Schlosshund heulte. Dass ein heulender Mann zudem niemanden manipulieren kann, da er keine Beschützerinstinkte weckt, steht auf einem anderen Blatt.

Heute ist es für die meisten Männer kein Problem, sich auch mal ein paar oder ein paar mehr Tränen durchs Knopfloch zu drücken, allerdings muss es dann einen echten, tatsächlich schmerzenden Grund dafür geben und nicht bloß, dass bei Zalando irgendein soooo toller Stöckelschuh für das kommende Party-Wochenende nicht in der eigenen Größe verfügbar ist. Letztlich könnte man sagen, dass die heutigen Männer die obigen Forderungen, mehr Gefühle zu zeigen durchaus erfüllen. Und was passiert dann? Genau, dann kommen männerhassende oder zumindest männerverachtende Feministinnen aus ihren Löchern gekrochen. Wenn dann pars pro toto die unter dem Nick Faserpiratin twitternde Piratin Jasna Strick Sprüche wie

Männertränen sind mein Gummibärensaft.

absondert, möchte man ungläubig mit dem Kopf schütteln. Die Männer sollten also mehr Gefühle zeigen und öffentlich weinen, damit sie von feministischen Hasspredigerinnen öffentlich lächerlich gemacht werden können, die offenbar meinen, Männertränen würden ihnen selbst besondere Kräfte oder schon nur ein besonders Wohlfühlerlebnis bescheren? Wie krank ist es eigentlich, sich – unabhängig vom Geschlecht – am Leid anderer Menschen zu ergötzen? Man stelle sich das Gezeter und Geschrei im umgekehrten Fall vor, wenn ein Mann eine Frau als Heulsuse bezeichnen würde. Dann wären in dem obligatorischen Shitstorm aus der feministischen Ecke gleich wieder alle Männer die gefühllosen und kalten Monster von vorgestern, Arschlöcher ja sowieso. Diese Konnotation haben wir in den Augen solcher Feministinnen sowieso nie verloren.

Wer den Kontext nicht verstehen sollte: Gummibärensaft ist ein Zaubertrank in der Zeichentrick-Serie „Disneys Gummibärenbande“, der die in einer Märchenwelt lebenden Gummibären besonders gut auf ihren Hinterteilen durch die Gegend springen läßt, damit sie zum Beispiel Verfolgern entkommen oder Gefangene befreien konnten. Nun weiß man ja, dass sich manche Berliner Szene-Feministinnen in ihrem Wahn immer und überall verfolgt oder gefangen sehen. Verfolgt von Männern, die ihnen beispielsweise angeblich täglich in den Schritt fassen oder sie beinahe täglich vergewaltigen wollen, wenn man deren Erzählungen glauben mag. Gefangen, weil außerhalb der Wohnung überall penistragende Männer auf sie lauern wie blutrünstige Werwölfe bei Vollmond auf Frischfleisch. Ich habe hier bewußt den Vergleich mit Fantasiewesen gezogen, denn normalerweise würde man solche Wahnwelten schlicht als behandlungsbedürftig bezeichen. Bei den Berliner Szene-Feministinnen gehören die offenbar täglich gegenseitig erzählten oder getwitterten Belästigungs- oder Vergewaltigungsstories aber zum guten Ton. Komisch nur, dass sich solche Vorfälle dann ausgerechnet überproportional häufig in Berlin und dort bei diesen Feministinnen ereignen, während das Gros der Frauen offenbar nur selten oder gar nie betroffen ist.

Auch in meinem Bekanntenkreis, der sich über fast ganz Deutschland und Teile Österreichs und der Schweiz erstreckt, gibt es kaum Frauen, die von vergleichbaren Erlebnissen berichten können. Darunter auch solche in der Gastronomie, wo die Zahl der möglichen Vorfälle ja wegen der vielen Gäste und der nächtlichen Arbeitszeiten besonders hoch sein müßte. Sprüche  im Karneval oder auf dem Oktoberfest mal einen Klaps auf den Hintern, klar. Aber so eindeutig und intim tiefergehende Erlebnisse wie bei den Szene-Feministinnen eben nicht. Und ich behaupte mal, dass die Frauen aus meinem Bekanntenkreis zum größeren Teil von Männern als wesentlich attraktiver befunden werden dürften als beispielsweise das #aufschrei-Kommitee beim Grimme-Preis. Oder sehen zufällig alle anderen Berliner Feministinnen mindestens wie Playmates aus, so dass sie laufend die erotischen Begierden der Männer wecken? Ich glaube nicht.

Männer sind aber keine Hunde. Sie laufen nicht jedem „Stück Fleisch“ hinterher, es muss ihnen auch noch gefallen, bevor sie überhaupt den Kopf erheben und schauen, geschweige denn Interesse bekommen und aufstehen. Und selbst dann vergewaltigt ein Mann noch lange nicht, er spricht an, flirtet und so weiter. Männer funktionieren nicht so wie die testosterongesteuerten Automaten, wie sie dieser Schlag Feministinnen gerne hätte, um sich generell als Opfer fühlen zu können, bloß weil sie Brüste haben, aber selbst auf der Ü30-Party nach Mitternacht noch nicht beachtet oder gar angesprochen würden.

Es wäre meines Erachtens einmal dringend an der Zeit, die vielen Stories und falschen Tränen der Berliner Szene-Feministinnen zu hinterfragen. Mir ist klar, dass das vermutlich entweder in einem weiteren Shitstorm oder neuen falschen Tränen dieser Feministinnen münden würde. Aber wie lange wollen wir uns noch die ganzen Horror-Stories auftischen und den Graben zwischen den Geschlechtern vertiefen lassen? Ein Anfang könnte bereits darin bestehen, keine dieser Stories mehr zu glauben, die nicht zumindest zur Anzeige gebracht werden. Ich frage mich eh, wie weltfremd man sein muss, in einer angeblich bedrohlichen Situation lieber zu twittern als einfach die Polizei anzurufen und solange Menschen in  der Umgebung anzusprechen, die sich solidarisieren. Da würde wohl selbst der Weiße Ring eine Merkbefreiung aussprechen. Es ist nämlich eine Sache, Opfer zu werden. Eine andere Sache ist es, Opfer zu bleiben. Und eine ganz andere, besonders schäbige Sache ist es, sich ohne tatsächlichen Vorfall laufend in einer erfundenen Opferrolle zu suhlen. Damit nimmt man nämlich auch tatsächlichen Opfern die Glaubwürdigkeit. Aber wie man ja am Beispiel der Male Tears sieht, interessieren sich solche Feministinnen sowieso nicht für andere Menschen und schon gar nicht für das Leid anderer Menschen – es sei denn, es sind Mitstreiterinnen aus der eigenen Filterbubble. Es wird Zeit zu erkennen, dass schon lange nicht mehr die Männer die Monster sind, sondern eben solche Feministinnen, die ihre Verachtung und ihren Hass auf Männer – aus welchen Gründen auch immer – unwidersprochen offen zur Schau tragen. Und in mancherlei Hinsicht gebärden sie sich schamloser, erbärmlicher und grausamer als es der durchschnittliche Mann je könnte. Der Anteil von Jasna Strick am #om13gate sei an dieser Stelle nur exemplarisch erwähnt.