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Zitat des Tages

Wenn Feministinnen davon reden, dass sie einen “safe space” haben wollen, dann meinen sie in Wirklichkeit diesen gelobten #Uterus – den ultimativen #safe-space. Der einzige Ort, an dem kein Mann Zugang hat, an dem sie völlig entkoppelt sind von aller Realität & Männlichkeit. Dieses wohlig warme Gefühl der absoluten #Sicherheit und einer völlig eigen-ständigen (aber nicht eigen-verantwortlichen) Existenz. #Selbstfindung unter Ausschluss der #Realität.

Entstammt dieser #Mythologie vielleicht auch das Parasitäre am Feminismus? Schließlich wollen Femistinnen ständig alles haben ohne irgend etwas dafür zu leisten: Unterhalt, Alimente, freie Gesundheitsversorgung, freie Pillen, Quoten, Gehalt ohne Arbeit, Staatsversorgung ohne Eigenleistung, freies dies, kostenloses das
#Männer sollen alle Arbeiten und Pflichten übernehmen, #Frauen alles Geld & allen Einfluss bekommen und alle #Rechte, aber keinerlei #Pflichten oder Verantwortung. Sie wollen wieder Ungeboren sein: Zurück zum Stadium des perfekten #Parasiten, der von #Außen (Realität/Männer) versorgt wird ohne je irgendetwas zu tun – außer zu treten, wenn sie unzufrieden sind.

Nerdpol: Feministinnen wollen „ungeboren“ sein

Kommentar: Ich finde diesen Vergleich gewagt. Wollten Feministinnen ausschließlich parasitär sein, wäre es ja noch harmlos, aber sie wollen parasitär und totalitär sein sowie die absolute Macht von Diktatoren und Tyrannen haben. Und genau deshalb ist der Feminismus samt seiner Hassprediger heute ein übles Problem!

Bemerkenswerte Männer

Ich hatte vor einiger Zeit einen ähnlichen Artikel über bemerkenswerte und erwähnenswerte Männer bereits angekündigt gehabt, aber da war ich zeitlich ziemlich eingespannt, weshalb er auf der Halde landete. Deshalb nun die zweite Version.

Da ich selbst seit ungefähr 18 Jahren Vegetarier bin und in den letzten 1-2 Jahren immer mehr in Richtung Veganismus gekommen bin, sind mir auch in diesem Bereich vor allem Männer positiv aufgefallen. Da wäre zum Beispiel Jan Gerdes, der Inhaber des Kuhaltersheims Hof Butenland in Butjadingen, wo Nutztieren ein tierwürdiges Leben zugestanden wird, darunter viele Rinder, einige Schweine, diverse Gänse, Hühner und Enten, Kaninchen und noch so einige mehr. Gleichzeitig tritt Jan Gerdes zusammen mit Stiftungsmitgründerin Karin Mück für die vegane Lebensweise ein und sie haben kürzlich ein Kochbuch veröffentlicht, das ich wesentlich sympathischer finde als das letzte Buch von Pop-Veganer Attila Hildmann. Mir ist übrigens aufgefallen, dass seit meiner Jugend diverse ehemalige Kameradinnen, ehemalige Kommilitoninnen, Kolleginnen und Ex-Partnerinnen temporär vegetarisch / vegan gelebt haben, aber der größere Teil von ihnen nach wenigen Monaten oder Jahren wieder zum Allesfresser geworden sind. Vielleicht lag es aber auch einfach an so etwas wie „flexibleren“ Moralvorstellungen, wer weiß.

Die beiden Dads von Schweinedame Esther aus Kanada habe ich ja bereits kürzlich in einem eigenen Artikel vorgestellt, deshalb entfällt an dieser Stelle die ausführliche Beschreibung. Allerdings kann natürlich noch immer jeder gerne für dieses Projekt per Indiegogo spenden, damit dieser Gnadenhof tatsächlich Realität werden kann 😉

Als Vertreter der jungen Generation sei an dieser Selle noch Boyan Slat erwähnt, der eine ausgeklügelte Methode entwickelt hat, mit der man zu überschaubaren Kosten große Teil des freischwebenden Plastikmülls aus dem Weltmeeren fischen könnte. Auch hierzu läuft eine entsprechende Crowdfunding-Kampagne, an der man sich beteiligen kann.

Hinzuzufügen wäre noch Stephen Sutton, der selbst unheilbar an Krebs erkrankte, aber gleichzeitig anderen Menschen Hoffnung gab und – aktueller Stand – über 4 Millionen Britische Pfund an Spenden für die Krebsforschung sammelte. Stephen starb am 14. Mai 2014, doch seine Geschichte und sein Spirit bewegen die Menschen bis heute.

Die oben genannten Männer sind nur ein ganz kleiner Ausschnitt aus der Palette bemerkens- und bewundernswerter Männer, die ich natürlich nach meiner perönlichen Vorliebe ausgewählt habe. Wer aber einmal ideologiefrei auf die Welt schaut, der erkennt, dass Männer zwar in der Tat für einiges an Übel auf dieser Welt verantwortlich sind, es aber zum großen Teil vor allem Herrscher und sonstige Mächtige waren, die diese Übel verbrochen und / oder in Auftrag gegeben haben.

Bei der männerfeindlichen Hetze der Feministinnen fallen nämlich immer all die Männer unter den Tisch, die beispielsweise die medizinischen Methoden und Substanzen entwickelt haben, um Krankheiten, Unfallfolgen, Stich- und Schussverletzung zu heilen. Genauso wird Männern vorgeworfen, dass sie beispielsweise die Flüße für den Schiffsverkehr begradigten, gleichzeitig entwickelten sie aber auch Vorrichtungen für den Hochwasserschutz und bei den vergangenen Hochwasser-Katastrophen waren es vor allem auch die Männer von Organisationen wie den freiwilligen Feuerwehren oder dem Technischen Hilfswerk, die vor Ort rund um die Uhr bis zur totalen Erschöpfung Hilfe geleistet haben und die Rückkehr zur Normalität ermöglichten. Vergessen wir auch nicht, dass die Güter, die auf diesen Flüßen transportiert werden, auch anteilig – in manchen Fällen gar zum größeren Teil – von Frauen konsumiert werden, so dass diese ebenso mitverantwortlich sind.

Und auch wenn es Männer sind, die in Entwicklungs- und Schwellenländern Kinder als Soldaten einspannen, denen üble Verletzungen zugefügt werden, so sind es mit Chirurgen aus Europa und auch Deutschland wiederum Männer, die diese Kinder ausfliegen, die Wunden dieser Kinder heilen, deren Augenlicht retten oder ihnen mit Prothesen ein halbwegs normales Leben ermöglichen. Ich könnte hier noch zahlreiche Beispiele aufführen, die die misandrischen Märchen der Feministinnen vom „Monster Mann“ widerlegen, aber da jeder seine eigenen Präferenzen hat, fordere ich jeden meiner Leser auf, einmal selbst zu diesem Thema zu recherchieren und ggf. darüber zu bloggen, gerne auch mit Backlink, damit die Artikel in einer Liste gesammelt werden können.

Die weiblichen Leser dieses Blogs fordere ich hingegen auf, einmal zu reflektieren, inwiefern die systematische Verteufelung von Männern und Männlichkeit durch den Feminismus sowohl Männern als auch Frauen schadet. Denkt einmal nach, inwiefern Ihr Euch ohne sachlichen Grund ein negatives Bild von Männer eintrichtern laßt, das Eure privaten und beruflichen Beziehungen zu Männer massiv belasten kann. Und wenn in Eurem Umfeld dann mal wieder eine Feministin meint, dass sie sich mal wieder an ihrem Feindbild Mann abarbeiten muss, dann haltet ihr doch einfach mal zur Abwechslung die Namen und Taten bemerkenswerter Männer unter die Nase und laßt sie erklären, was sie ohne diese Errungenschaften tun würde. Ich wette, dann fehlten ihr ganz schnell erst einmal die Worte 😉

Ein paar Begrifflichkeiten zu Maskulisten und deren Unterteilung

Früher war ja grundsätzlich alles besser. Wie ich schon einmal in einem früheren Artikel ausgeführt habe, gab es früher nur Maskulisten als die legitimen Gegenspieler des Feminismus und eine übersteigerte Variante, die mit dem Begriff des Maskulinisten bezeichnet wurde und sich auf Leute bezog, die anstelle der Gleichberechtigung die männliche Überlegenheit und eine übersteigerte Männlichkeit postulierten. Üblicherweise wurden unter den Maskulinisten auch die rechten und rechtsextremen Subjekte zusammengefasst, die sich an das Männerthema rangewanzt hatten. Damit waren die Verhältnisse und Fronten klar und überschaubar.

Inzwischen haben sich die Begrifflichkeiten offenbar gewandelt, deshalb sind einige Erklärungen notwendig. Allerdings haben die Männerrechtler  diese Veränderungen nur bedingt selbst zu verantworten, teilweise wurden auch einfach von der Gegenseite und ihren propagandistischen akademischen Mietmäulern bei überwiegend feministischen Organisationen wie der Böll-Stiftung einfach Maskulisten und Maskulinisten in einen Sack gesteckt, um einfach alle Männerrechtler als potentielle Neonazis, Breiviks und dergleichen verleumden zu können.

Nun geschah es vor einigen Wochen, dass sich auch der Begriff des Maskulisten weiter auffächerte. Hintergrund waren einige Leute, die sich bis dahin wohl als Maskulisten bezeichnet hatten, aber nun meinten, dass es doch besonders toll und innovativ sei, sich mit einer Handvoll Feministinnen zu unterhalten, die ihrerseits lediglich rotzfrech, provokativ und rechthaberisch daherkommen und ihr naives Gegenüber wahrscheinlich primär auslachen.  Jeder Maskulist mit gesundem Menschenverstand würde sich diesen Quatsch sparen, aber manche der sich als „gemäßigte Maskulisten“ bezeichnenden Leute finden daran offenbar Gefallen.

Aber sei es drum, ich habe in den letzten Wochen einige Überlegungen angestellt um diese Veränderungen angemessen einzuordnen, ohne gleich von einer Spaltung zu reden, wie es mancherorts geschah. Denn wenn wir erst einmal anfangen von Spaltung zu reden und uns von diesen „gemäßigten“ Witzfiguren in deren Richtung verbiegen lassen, können wir auch gleich als Bettvorleger der Feministinnen und lila Pudel enden und den Kampf für echte Gleichberechtigung einstellen.  Das ist aber nicht der Sinn der Sache, deshalb habe ich grob folgende Unterteilung vorgenommen:

  • Radikale Maskulisten (ultra masculists)
    Siehe oben, früher unter dem Begriff Maskulinisten zusammengefasst, verfolgen anstelle der Gleichberechtigung die männliche Überlegenheit (male supremacy) und postulieren eine übersteigerte Männlichkeit. Hier sind u.a. auch rechte und rechtsextreme Figuren anzutreffen.
  • Zielgerichtete Maskulisten (straight masculists)
    Dazu dürfte der Großteil der bisherigen Maskulisten gehören, die sich im demokratischen und humanistischen Rahmen für Männer- und Väterrechte einsetzen. Sie sind nicht nur die legitimen Gegenspieler der Feministinnen, sondern in der Regel auch daran interessiert, die durch dem Feminismus verursachte Spaltung zwischen Männern und Frauen in der öffentlichen und privaten Sphäre zu überwinden.
  • Gemäßigte Maskulisten (moderate masculists)
    Siehe oben, darunter fallen jene, die sich gerne in sinnlose und einseitige Diskussionen mit vermeintlich ebenso gemäßigten Feministinnen begeben, ohne dass es für Männerrechte und echte Gleichberechtigung wirklich ein Gewinn wäre. Manche davon sollen gerüchteweise auch auf irgendwelche Pöstchen bei in Entstehung befindlichen Institutionen scharf sein.

Ich denke, diese Differenzierung war dringend notwendig, denn ich hatte in den letzten Wochen streckenweise Bauchschmerzen mich noch als Maskulist zu bezeichnen. Mit der Bezeichnung straight masculist kann ich nun hingegen sehr gut leben.

Von Gemeinschaftsblogs, Gastbeiträgen und mehr

Es gibt inzwischen ein sogenanntes „maskulistisches“ Gemeinschaftsblog, allerdings habe ich dort bisher kaum Beiträge zu Männerrechten bzw. echter Gleichberechtigung finden können. Teilweise wurden Themen aus den vergangenen 6 Monaten aufgewärmt, gelegentlich klang es so als hätten Teilnehmer aus urkomischenzeitlichen Männerseminaren, in denen man vermutlich vorrangig lernt sich auf die Brust zu trommeln, ein Feuer zu machen und sich rülpsend am Gehänge zu kratzen, um seine „Männlichkeit“ zu definieren und sich deshalb ganz toll zu finden, eigene Beiträge geschrieben. Nun, ich habe für mich entschieden, für dieses Gemeinschaftsblog nicht zu schreiben, da es derzeit IMHO einfach noch keine klare Kontur und Position hat, mir vielfach einfach zu Wischwaschi wirkt. Immer nach dem Motto: Wir ertränken uns jetzt alle in Konsens-Sosse, Hauptsache nicht anecken. Das schreckte allerdings einen der anonymen / pseudonymen Blogger des Gemeinschaftsblogs nicht davon ab, erstmal Themen wie Männerstreik und MGTOW für überflüssig zu erklären. Vermutlich wollte man aber nur einmal die entsprechenden Begriffe verwenden, damit man bei diesen Themen überhaupt gefunden wird, denn der schlau gewählte Name des Gemeinschaftsblogs ist nur wenig eingängig und IMHO Synonym für „alles und nichts, vielleicht aber auch ein bisschen, wir legen uns da nicht fest“ – der Knaller. Ich kenne inzwischen per Facebook und Skype zahlreiche Leute der MGTOW-Bewegung und kann nur sagen, dass manch Einzelner davon mehr Profil, Themen und Argumente in Sachen Maskulismus hat als man in diesem komischen Gemeinschaftsblog bisher lesen konnte. Aber vielleicht haben die Gemeinschaftsblogger ja bisher auch nur mögliche Impulse für neue Debatten innerhalb der Männerrechtsbewegung mühsam zurückgehalten…

Daneben finde ich es nicht zweckmäßig, anonym oder pseudonym zu schreiben, die Feministinnen sind sicher auch nicht deshalb mit ihren Aktionen erfolgreich geworden, weil z.B. Alice Schwarzer unter einem Pseudonym wie „EMMA42“ geschrieben hätte, sondern weil sie transparent, d.h. mit ihrem Namen und größtenteils auch Gesicht aufgetreten sind. Ob vor allem letzteres immer sinnvoll war, ist natürlich ein anderes Thema 😉

Ich finde, die Anliegen der Männerbewegung sind seriös und wichtig genug, dass man sie unter seinem Namen und in aufrechter Haltung online wie offline auch vertreten kann, ohne sich zu verstecken. Die dann manchmal vorkommenden Anfeindungen kann man relativ einfach mit einigen Argumenten und Zahlen unschädlich machen, z.B. bei Themen wie Lebenserwartung, Krebsvorsorge, Bildung, Quoten oder sonstigen Diskriminierungen von Männern heutzutage.

Im hiesigen Blog gibt es übrigens vom ersten Tag an eine Kategorie Gastbeiträge, wo man als am Thema Interessierter seine Beiträge veröffentlichen kann. Allerdings muss man dazu dann auch mit seinem Namen stehen, zumindest mir gegenüber. Mancher mag dabei – aus welchen Gründen auch immer – Heulkrämpfe bekommen, allerdings frage ich mich, wie es solche Leute dann schaffen, z.B. mit eingeschaltetem Smartphone durch einen kameraüberwachten Bahnhof zu laufen 😀

An mancher Stelle wurde mir recht hirnrissig vorgeworfen, es würden hier „nur noch frauenfeindliche Zitate“ veröffentlicht. In der Tat habe ich eine Zeitlang diverse Zitate aus  „Der dressierte Mann“ von Esther Vilar hier veröffentlicht, als ich das Buch gelesen hatte. Einige Zeit später folgte auch eine Rezension, in der ich noch extra darauf hingewiesen habe, dass man Vilars Ansichten und Äußerungen im historischen Kontext einordnen und bewerten müsse. Ich kann in Vilars Äußerungen auch keine Frauenfeindlichkeit entdecken, sondern vielmehr, dass ihr offenbar die Verlogenheit, Hinterhältigkeit und Aggressivität vieler Feministinnen schon damals gehörig auf die Nerven ging. Nicht umsonst erhält sie für ihre feminismuskritischen Schriften bis heute Morddrohungen.

Wer aber auch weitere Titel Vilars liest wie „Das polygame Geschlecht“, „Das Ende der Dressur“ oder „Der betörende Glanz der Dummheit“, der kann sich denken, warum seit jeher der Schwarzer-Flügel der Frauenbewegung vom Mainstream hofiert wurde und nicht der Flügel von Vilar: sie wirkt politisch eher links und wollte wohl eigentlich – nach einem reinigenden Gewitter – konstruktive Diskussionen führen und anstelle einer Spaltung der Geschlechter eine gleiche Augenhöhe von Mann und Frau bewirken. Dagegen wirkt Alice Schwarzer politisch eher konservativ bis rechts und was sie vielen Männern, Frauen, den Beziehungen zwischen Männern und Frauen und insbesondere Familien samt zahlreichen Scheidungskindern mit ihrer radikalen Ideologie angetan hat, das ist Geschichte und kann daneben tagtäglich in den Medien, auf den Straßen und Schulhöfen „bewundert“ werden. Wer spaltet statt vereint, ist dem System und Regime eben dienlicher als jemand, der vereinen, versöhnen und faire Verhältnisse herstellen will.

PS: Ich habe bisher in meinen Beiträgen keine „Popkultur“ gebraucht und werde das auch zukünftig nicht ändern. Wen es aber – aus welchen Gründen auch immer – interessieren sollte, welche Musik ich bevorzuge, der kann sich hier ein Video anschauen. Ich habe extra eines mit Frau ausgewählt, damit sich bloß niemand diskriminiert fühlt… 😉

PPS: In Zeiten, wo ich wenig bis gar nicht blogge oder nur Zitate veröffentliche, sorge ich übrigens u.a. dafür, dass Artikel von Genderama, Manndat und anderen Medien zum Thema bei Facebook weiterverbreitet werden – gelegentlich zumindest mit Kommentar meinerseits.

Interview mit Männerarzt Dr. Georg Pfau zu Männlichkeit und Männergesundheit

Dr. Georg Pfau ist als Männerarzt und Sexualmediziner in Linz (Österreich) tätig und beschäftigt sich dabei umfassend mit Themen wie Männlichkeit, Männergesundheit und Sexualität. Auf seiner Website finden sich zahlreiche Artikel zu Themen rund um Männlichkeit und Männergesundheit.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihre alltägliche Tätigkeit als Männerarzt und inwiefern Sie sich von der Tätigkeit der in Deutschland üblichen Urologen unterscheidet.

Der Männerarzt ist der Sexualmediziner für den Mann. Sexualmediziner haben gelernt, das Phänomen Sexualität ganzheitlich  – also in allen drei Dimensionen – zu behandeln, denn die allermeisten sexuellen Störungen sind nicht biologisch bedingt, sondern psychosozial.
Meine Tätigkeit ist so vielseitig wie die Sexualität selbst.

Auf Ihrer Website finden sich eine Vielzahl von männerspezifischen Themen, neben Sport, Ernährung und Sexualität auch Themen wie Männer im Bildungssystem. Welches sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Männerthemen in den nächsten 12 Monaten?

Ich denke die Themen in den nächsten 12 Monaten werden sich kaum von den Themen der letzten 12 Monate unterscheiden. Meist geht es um das Erscheinungsbild als Mann („wie wirke ich als Mann auf die Frauen“, zu kleiner Penis, Körperarchitektur, zu viele, zu wenige Haare), um das breite Spektrum der sexuellen Störungen (vorzeitiger Orgasmus, Erektionsstörung), Probleme mit der sexuellen Orientierung, Störungen der sexuellen Präferenz (Fetischismen, Pädophilie) und schließlich sexuelle Unzufriedenheit innerhalb von Beziehungen.

Wie beurteilen Sie die medizinische und vor allem ganzheitliche medizinische Versorgung von Männern im Vergleich zu Frauen? Welche Defizite fallen Ihnen beim Thema Männergesundheit am häufigsten auf?

Das wesentliche ist ganz sicher, dass viele Männer nicht wissen an welchen Arzt sie sich wenden sollen. Das ist das Hauptproblem, das immer wieder an mich herangetragen wird. Es gibt zu wenig Männerärzte, die in der Form zur Verfügung stehen, wie Männer dies wollen. Männer wollen pünktlich drankommen, brauchen ausreichend Zeit und wünschen sich einen Arzt, der gleichermaßen für alle Belange zu Verfügung steht. Aus vielen Anfragen weiß ich, dass Männerärzte schwer zu finden sind.
Bei den Frauen ist das anders. Der Frauenarzt hat sich zu einem Kompetenzzentrum entwickelt, in dem die Belange der Frauen meist sehr umfassend wahrgenommen werden.

Wie beurteilen Sie die Stellung des Mannes in westlichen Gesellschaften wie Österreich oder Deutschland?  Inwiefern werden Ihrer Ansicht nach eher Männer oder eher Frauen benachteiligt?

Es  gibt einen gesellschaftlichen Konsens, die Frau im Nachteil zu sehen. Schon die Frage nach einer eventuellen Benachteiligung von Männern wird als anstößig empfunden und meist ins Lächerliche gezogen.
In Wirklichkeit gibt es Bereiche in denen die Frauen benachteiligt werden und solche in denen Männer benachteiligt werden. Die Anliegen beider Geschlechter sollen ernst genommen und einer Lösung zugeführt werden.
Die Stellung der Männer hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Zum Teil ist das positiv zu werden, schließlich sind wir alle froh dass heute – wenigstens in Europa – keine Kriege mehr geführt werden müssen. Andererseits kam es zu einer Veränderung der Werte in unserer Gesellschaft, die vielen Männern sehr zu schaffen macht.

In Deutschland immer wieder ein kontrovers und heißblütig diskutiertes Thema: Was halten Sie von der Beschneidung von Jungen und Männern ohne medizinische Indikation? Welche Auswirkungen hat diese nach Ihren Erfahrungen auf das Erleben und die Sexualität der Beschnittenen?

Die Beschneidung ohne medizinische Indikation ist grundsätzlich ab zu lehnen. Leider kann darüber nicht sachlich diskutiert werden, weil religiöse Gefühle mitspielen, die sich rationalen Argumenten entziehen. Ich versuche immer wieder darauf hin zu weisen, dass das alttestamentarische Gebot zur Beschneidung der Jungen überholt ist und schließlich auch viele andere Vorschriften des Alten Testamentes nicht mehr befolgt werden. Wer das nicht glaubt, möge doch selbst im Buch Levitikus nachlesen, dort werden Ehebrecherinnen gesteinigt und Diebe durch Abhacken der Hand bestraft.
Die Vorhaut ist ein sehr sensibles Organ. Sie schützt die Eichel und ist  mit vielen Nervenendigungen ausgestattet ist. Sie zu entfernen kann eine Veränderung des sexuellen Erlebens bedeuten, längerfristig auch eine Verminderung der Sensibilität der Eichel.

Welche Ratschläge geben Sie Männern für das Jahr 2014, worauf sollten sie beruflich, privat und gesundheitlich den Fokus legen?

Männergesundheit besteht aus der Umsetzung einfacher Regeln, deren lebenslange Befolgung unumgänglich ist. Der gesunde (und potente) Mann ist schlank, betreibt regelmäßig Sport, raucht nicht, trinkt nur wenig Alkohol, sorgt für ausreichend Eigenzeit und trägt seine Frau auf Händen. Gesunde Männer sind zufriedener mit sich selbst und ihrem Leben.

Was möchten Sie den Lesern sonst noch mit auf den Weg geben?

Es ist mir ein ganz besonderes Bedürfnis Männer dahin zu beraten, sich dem Gendermainstream zu widersetzen, wonach das Geschlecht ein rein soziales Konstrukt sei und „Männlichkeit“ eine Erfindung vergangener Zeiten. In der Sexualität gilt, dass Gegensätze sich anziehen, nicht Gleichheit, die Akzentuierung Ihrer femininen Seite ist ganz bestimmt kontraproduktiv.
Frauen lieben „starke“ Männer, wie auch immer „Stärke“ definiert werden mag. Der „ganze“ Mann war immer gefragt: pflegen Sie ihre Männlichkeit, seien Sie ein ganzer Kerl, denn damit beeindrucken Sie Ihre Partnerin ganz besonders.

Herr Dr. Pfau, vielen Dank für das Interview!

2014 – Das Jahr des Mannes

Über Genderama bin ich auf den in Großbritannien bekannten Männerrechtler Glen Poole aufmerksam geworden, der das Jahr 2014 zum Jahr des Mannes erklärt hat:

We may have different views on why we need a Year of the Male, but we broadly agree that there’s been a huge shift in men and women’s roles in the past 50 years. We’ve signed this charter because we believe the time has come for us to ask the big questions about what it means to be a man in the UK today and what changes we need to make to create a fair and flourishing society that works for everyone.

Ich denke ebenfalls, dass die Zeit überfällig ist für eine klare Bestandsaufnahme, wie sich die Rollen von Mann und Frau in den vergangenen 50 Jahren verändert haben, was es heute bedeutet ein Mann zu sein und wo Männer inzwischen ganz klar diskriminiert, verachtet und respektlos behandelt werden. Dabei sollte auch die vom heutigen Feminismus und insbesondere vom Netz- und Neofeminismus kolportierte Männerfeindlichkeit auf den Tisch kommen, ebenso gehört das feministische Lügengebäude durchleuchtet und zerschlagen, dass Männer ja angeblich nicht Opfer von Sexismus und Diskriminierung sein können, obwohl gerade die heutigen Feministinnen mit ihren allzeitigen Hassreden gegen Jungen, Männer und jede Art von Männlichkeit tagtäglich das Gegenteil demonstrieren.

Deshalb erkläre ich an dieser Stelle ebenfalls 2014 zum Jahr des Mannes und werde entsprechende Beiträge mit „Jahr des Mannes“, bei Facebook und Twitter mit #JahrDesMannes taggen. Ich werde dabei monatlich ein Thema festlegen, welches ich gezielt in Form von Artikeln, der Analyse von Statistiken und Studien sowie Interviews mit relevanten Gesprächspartnern behandeln werde. Passend zum Jahresanfang, der ja häufig von zahlreichen guten Vorsätzen begleitet wird, starte ich für Januar mit dem Thema Männergesundheit, männerspezifische Krankheiten, Männergesundheit im Beruf und im Alter.

Nachfolgend weitere Blogs, die sich der Aktion „2014 – Jahr des Mannes“ ebenfalls angeschlossen haben:

PS: Neue Beiträge erscheinen unterhalb dieses Beitrags.

Das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix

Ich sitze im Moment u.a. noch an Artikeln zu der unsäglichen Femen-Aktion im Kölner Dom und der frohen vaterlosen Weihnacht mit Nivea, habe aber nun das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix dazwischengeschoben. Lest selbst…

1. DEN Maskulismus gibts ja eigentlich gar nicht… oder? Wie würdest du (deinen) Maskulismus definieren?

Für mich ist der Maskulismus die notwendige Gegenbewegung zu einem zu groß, zu gierig, zu rücksichtlos und zu einseitig gewordenen Feminismus. Er wirkt dort regulierend (oder sollte es zumindest), wo FeministInnen längst jedes gesunde Maß verloren haben. Zudem soll der Maskulismus auch die vielfältigen Diskriminierungen von Männern auf Grund ihres Geschlechts thematisieren. Final geht es aber darum, den ganzen trennenden Geschlechterkampf zu beenden und zu einem die Geschlechter wieder verbindenden Humanismus zurückzufinden.

2. Was war dein erster Berührungspunkt mit Maskulismus? Wann hast du zum ersten Mal was davon gehört und wann und warum hast du dich evtl. zum ersten mal selbst so bezeichnet?

Ich denke, mein tatsächlicher Einstieg war damals das Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ von Arne Hoffmann.  Davor war ich seinerzeit in einer Newsgroup zum Thema Gleichberechtigung aktiv und ich las dort bereits über ähnliche Aspekte zu Männerthemen, die mich später – nach der Lektüre von Hoffmanns hervorragendem Buch – immer mehr beschäftigten. Einerseits sah ich, dass Frauen in der Gesellschaft vielfach tatsächlich gegenüber Männern privilegiert sind und gleichzeitig andauernd über angebliche Diskriminierungen jammerten, andererseits Männer aber häufig rücksichtlos diskriminiert und ausgebeutet werden, ohne dass danach auch nur ein Schwein pfeift oder sie selbst dagegen protestierten. Im Internet fand ich dann weitere Informationen und Begriffe wie Maskulismus und Maskulinismus, auch und insbesondere im Umkreis der Leser von Hoffmanns Buch und in diversen Foren, wo dieses diskutiert wurde.

Damals wurde als Maskulismus noch einfach die vollkommen legitime Gegenbewegung zum Feminismus verstanden, während der Begriff Maskulinismus einen übersteigerten Männlichkeitsbegriff meinte, wie er den Rechten nachgesagt wird. Ich kann im zeitlichen Verlauf nicht mehr nachvollziehen, wann die beiden Begriffe zu einem vermengt wurden, könnte mir aber vorstellen, dass daran so diverse lila Pudel mancher parteinaher Stiftungen beteiligt waren, die vorgeben so etwas wie Wissenschaft zu betreiben, wenn sie irgendwelche verleumderischen Pamphlete herausgeben, in denen sie alle Männerrechtler pauschal in die rechte bzw. rechtsextreme Ecke stellen.

3. Gibt es maskulistische/männerrechtliche Bereiche, von denen du persönlich besonders betroffen bist?

Mir ist es vorrangig im Beziehungsalltag aufgefallen, wie selbstverständlich Frauen alles Mögliche fordern oder uns Männer auch ganz selbstverständlich emotional erpressen oder manipulieren um ihren Willen oder irgendwelche materiellen Dinge zu bekommen. Ich habe den Eindruck, dass Kompromissbereitschaft und das Aufeinanderzugehen in Beziehungen nur noch vom Mann erwartet wird, während die Frauen häufig wie Prinzesschen herumsitzen und auf den Vollzug ihrer Wünsche durch den Mann warten. Gleichzeitig bieten viele Frauen in Beziehungen auch immer weniger als früher. Viele können heute weder kochen noch auch nur annähernd einen Haushalt führen oder nur sowas wie Ordnung halten. Und leider kommt man sich auch manches Mal vor als hätte man lediglich eine Prostituierte auf Abo gebucht, wenn sie nichts oder nicht nennenswert mehr bieten als profanen Sex und das sonderbarerweise für eine funktionierende Partnerschaft halten.

Ehe und Vaterschaft sind mir bislang erspart geblieben, wobei ich aber denke, dass dies mit einer Frau, die noch zu Partnerschaft im eigentliche Wortsinne fähig ist, auch kein Problem wäre.

4. Rein hypothetisch: Der Maskulismus wird plötzlich unglaublich einflussreich und Deutschland wird ein komplett maskulistischer Staat. Was würde sich aus deiner Sicht geändert haben?

Nichts, nur das Vorzeichen würde sich ändern. So wie heute Frauen überall hofiert, in Quotensänften gesetzt und zu Pöstchen getragen werden, so wäre es dann bei Männern der Fall. Das Geschlecht ist aber keine Qualifikation, sondern eine persönliche Eigenschaft. Jeder kennt irgendwo Frauen, die eher burschikos wirken, und Männer, die gerne mal als „weibisch“ bezeichnet werden. Man kann also auch nicht auf Grund des Geschlechts generell auf Perönlichkeitsmerkmale oder Charaktereigenschaften schließen. Das machen Feministinnen ja recht gerne bei positiven Eigenschaften, wenn sie zum Beispiel erst die ach so große Empathie des eigenen Geschlechts betonen und im nächsten Schritt twittern, dass Männertränen ihr Gummibärensaft seien.

Generell bin ich Humanist und Vertreter von Gleichberechtigung, lehne aber die männerdiskriminierenden Gleichstellungsforderungen des Feminismus ab. Zudem denke ich, dass die Familie und in ihr die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter eine ganz andere Bewertung benötigt, nämlich eine massive Aufwertung. Heute werden Mütter und Hausfrauen ja insbesondere aus der feministischen Ecke angegriffen und so dargestellt als seien sie hirn- und willenlose Sklavinnen der Männerwelt. Bei einer Szene wie dem Feminismus, die zu einem großen Teil wohl eh von Diplom- und Berufslesben dominiert wird, erstaunt mich aber nicht wirklich, dass dort das sich gegenseitig ergänzende Zusammenwirken von Mann und Frau in der Beziehung und in der Familie ignoriert, ja geradezu angefeindet wird. Dafür läuft ja die feministische Propagandamühle für die sogenannten Regenbogen-Familien schon heiß. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Mit fällt schon seit längerer Zeit auf, dass das Toleranz-Prinzip „Leben und leben lassen“ offenbar von einigen Minderheiten – darunter FeministInnen – aufgekündigt wurde und einer offenen Feindseligkeit gegen die Mehrheit gewichen ist. Das sind bedenkliche Tendenzen und denen sollte die Mehrheit auch entschieden entgegentreten. Auch die Mehrheit und die sogenannten Normalos haben einen Anspruch auf Toleranz und darauf, nicht permanent angefeindet zu werden, bloß weil sie zufällig weiss, heterosexuell oder männlich sind oder das traditionelle Familienbild bevorzugen.

5. What about the Womenz? Ist für Frauen die Welt schon rosarot (haha, Wortspiel) oder gibt es aus deiner Sicht noch Dinge, die sich für Frauen verbessern sollten. Was für eine Rolle spielt da aus deiner Sicht der Maskulismus?

Sicher gibt es für Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. Allerdings sind die Probleme und deren Ursachen zu komplex als dass man das in ein paar Sätzen abhandeln könnte. Und unter dem Strich denke ich sowieso, dass sich die Lebensbedingungen aller Menschen in ihren Ländern verbessern sollten. Die Möglichkeiten dazu existieren bereits seit langem, die Renditen der Wirtschaft belegen das Jahr für Jahr – der DAX hat beispielsweise im vergangenen Jahr um 25% zugelegt. Wie groß war im gleichen Zeitraum das Wachstum bei den Einkommen der Arbeitnehmer, Rentner und Hartz IV-Empfänger, einmal vollkommen unabhängig vom Geschlecht?

Für mich ist der Feminismus – ebenso wie der Rassismus – ein Stellvertreter-Kampf für den eigentlich zu führenden Klassenkampf. Da dieser aber wesentlich komplexer und schwierger ist, bieten Rassismus und Feminismus einfache Ursachenbeschreibungen, verfügbare Sündenböcke und angebliche Lösungen an.

Die größten Unterschiede, Diskriminierungen und Probleme haben in den meisten Gesellschaften ihre Ursachen in der sozialen Struktur und lassen sich gerade nicht oder bestenfalls peripher am Geschlecht festmachen. So werden beispielsweise in diversen islamischen Gesellschaften die Jungen beschnitten, die Mädchen bekommen ein Kopftuch und werden als junge Frauen unter Umständen unterdrückt und zwangsverheiratet. Gleichzeitig unterliegen die Männer einem ziemlich rückständigen Männerbild, so dass sie als Homosexuelle aus der Familie verstoßen oder gesteinigt würden – ebenso wie Frauen, die ihrem Mann fremdgehen. Wie man sieht, ist das vom Feminismus beanspruchte Opferabo eher Teil eines einseitigen Zerrbildes als der Realität.

Der Maskulismus sollte also das schaffen, was in der Geschichte vor dem Feminismus schon immer der Fall war: dass Mann und Frau wieder vereint gegen die tatsächlichen Probleme kämpfen, also gegen (z.B. soziales) Unrecht statt vollkomen sinnlos gegeneinander. Das haben sie früher auch immer getan und zueinander gestanden. Erst der Feminismus hat diesen Keil zwischen die Geschlechter getrieben und im Geschlechterkampf die Saat von Gier, Hass und Verblendung verbreitet.

6. Was stört dich am Maskulismus? Welche Themen, Meinungen oder Maskulisten gehen dir auf die Nerven, bzw. mit wem möchtest du nicht in einen Topf geworfen werden?

Mich stört, dass der Maskulismus teils Rechten und Rechtsextremen nachgesagt wird, weil diese ein traditionelles Familienbild favorisieren, um dann im gleichen Atemzug alle Maskulisten als Rechtsextreme oder Neonazis zu verunglimpfen. Das ist ebenso widerlich wie stillos und wird vor allem von Feministinnen und deren pseudo-wissenschaftlichen Handlangern betrieben.

Ansonsten nervt mich bei bei den Maskulisten und insbesondere bei der MGTOW-Bewegung, dass teils eine offene Feindseligkeit pauschal gegen Frauen herrscht und vor allem Leute aus dem konservativen und teilweise auch mehr oder weniger rechtem Lager das Thema für ihre politische Agenda missbrauchen. Aber im linken Lager ist man ja für das Thema Männerrechte und echte Gleichberechtigung absolut unempfänglich und betet noch immer die platten Phrasen des Feminismus nach. Das ist bedauerlich, denn ich selbst stehe politisch auch links, kann mich aber mit Menschen, die meine politische Gesinnung teilen, nicht zum Thema Maskulismus austauschen. Spricht man nämlich das Thema Männerrechte oder Männerdiskriminierung bei den entsprechenden Parteien an, wird man angeschaut als sei man mindestens verrückt oder ein potentieller Amokläufer. Im linken Lager ist eine absolut unkritische feministische Agenda bis heute Standard und ein Eintreten für Männerrechte undenkbar. Ich halte dies für einen ebenso unsäglichen wie unbefriedigenden Zustand.

7. Welche Erfahrungen hast du allgemein gemacht, wenn du über das Thema Maskulismus diskutiert hast?

Man wird gerne wahlweise als Rechter / Rechtsextremer verleumdet oder wie ein Verrückter angeschaut. Viele Frauen sind für das Thema gar nicht zugänglich, da sie selbst noch immer die feministischen Wehklagen von den angeblich tagtäglichen Diskriminierungen und Belästigungen, gläsernen Decken und vergleichbaren Hirngespinsten verinnerlicht haben, die von den pseudo-wissenschaftlichen Gender Studies zwecks Erhalt des weiblichen Opferabos und Abgreifen weiterer Fördergelder wie am Fließband produziert werden.

Aber auch die Männer sind sich vielfach noch nicht bewußt, dass sie häufig benachteiligt oder menschenunwürdig behandelt werden – sei es bei der Lebenserwartung, der Krebsvorsorge oder bei den fehlenden Frauenquoten in den dreckigsten, gefährlichsten und tödlichsten Jobs der Welt. Nur mittels extremen Beispielen fangen die Männer dann mal an nachzudenken und erkennen langsam, dass ihr schlechtes Gefühl zu sich selbst und zu ihrer Männlichkeit häufig genau in dieser allgemeinen Verachtung der Männlichkeit in der heutigen Gesellschaft begründet liegt. Sie fühlen und erleben sich als Arbeitstier oder Soldat beliebig austauschbar, als Samenspender benutzbar und als Zahlvater ausbeutbar, als Vater und Familienmitglied verzichtbar. Das ist eine fatale Entwicklung, denn Männer mit einem solchen Gefühl von sich selbst können weder anderen Männern noch ihren Kindern Vorbild sein, ihnen Halt geben oder in Beziehungen verlässliche Partner sein. Der vom Feminismus in die Gesellschaft getragene Männerhass und die allgemeine Verachtung von Männlichkeit zersetzen exakt diese Gesellschaft geradezu. Wollen wir das wirklich länger zulassen?

Aber bis zu diesem Punkt kommt man in Diskussionen häufig gar nicht, da machen sich viele Frauen dann eher ähnlich lustig wie die vulgär-feminstische Twitteria mit ihrem „What about the menz?“ oder „Mimimi!“ Besonders traurig ist, wenn dann die Männer daneben sitzen, mit den Schultern zucken oder den Frauen zustimmen, weil sie in ihren Beziehungen eh nichts (mehr) zu sagen haben. Offenbar gehört Feminismus – auch in radikalen Ausprägungen – heute noch immer zum guten Ton, aber Maskulismus ist jenseits des Vorwurfs des Rechtsextremismus oder der Lächerlichkeit oft nicht existent.

8. Wenn du die Möglichkeit (Zeit, finanzielle Mittel, Reichweite, Unterstützung) hättest eine maskulistische Aktion zu organisieren, wie würde diese aussehen?

Ich würde eine bundesweite Kampagne mit griffigen Claims fahren, die einmal verdeutlicht, was Männer in Beziehungen, Familien und Gesellschaft alles so ganz selbstverständlich ohne Murren leisten. Die Feministinnen ranten ja bis heute herum, was z.B. die Arbeit im Haushalt alles an unbezahlter Arbeit der Frau – natürlich nur für den Mann und niemanden sonst – sei, blenden dabei aber völlig aus, dass die – oft von Männern erfundene – Technik dafür gesorgt hat, dass der Haushalt eben kein Vollzeit-Job mehr ist, sondern bestenfalls ein Mini- oder Midi-Job. Und natürlich würden die Frauen ja alle lieber in einem chaotischen Dreckstall leben anstatt in einer aufgeräumten und sauberen Wohnung, können es aber nicht wegen der Männer, die sie zum Kochen und Putzen versklaven, oder was?

Gut, mit Kindern mag das in Sachen Zeit und Aufwand anders aussehen, aber wenn man einmal vergleicht, was die Männer nach ihren 8-14 h-Arbeitstagen oftmals noch tun, dann ist das Gerante der Feministinnen absolut deplatziert, da auch die Männer unter einer enormen Mehrfachbelastung leiden.

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