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Ach Magda…

…beim Freitag beklagst Du Dich über angeblichen Hass gegen Feminismus und Gender-„Forschung“ und entsprechende Ressentiments, beschwörst gar bedrohliche Formen und willst damit wahrscheinlich durch die Blume die bei Feministinnen beliebte Breivik- oder Nazikeule schwingen. So kurz, so unredlich.

Ich kann dich aber beruhigen, die meisten Männerrechtler und Kritiker von Blödsinnstheorien wie Feminismus und Gender sind weder bedrohlich noch gewaltbereit oder sonstwas. Wenn man den ganzen Quatsch zum ersten Mal hört, will man natürlich prüfen, inwiefern da sinnvolle Aussagen enthalten sein könnten, beispielsweise beim Feminismus. Nach und nach klopft man die Schlüsselbegriffe und Konstruktionen des Feminismus ab und bemerkt relativ schnell, dass die Kaiserin splitterfasernackt ist – natürlich bis auf die im feministischen Lager als total empowernden Fetisch begehrte Achsel-, Bein- und ggf. Gesichtsbehaarung. Eine gewisse Nähe zu diesbezüglicher Vorlieben gewisser lesbischer Kreise ist jedoch ganz sicher nur Zufall. Aber zurück zum Thema. Man prüft also zum Beispiel das von Feministinnen postulierte Patriarchat und landet ganz schnell bei der Erkenntnis, dass dieses bestenfalls eine vereinfachte und verkürzte Variante der besitzenden und regierenden Oberschicht darstellt. Mit dem Geschlecht der dortigen Akteure hat das alles aber nichts zu tun, da geht es eher um Herkunft, Vermögen / Besitztümer und Einfluß. Ich behaupte gar, dass eine Tochter aus bürgerlichem Hause bis heute wesentlich bessere Chancen in unserer Gesellschaft hat als ein Sohn aus einem Arbeiterhaushalt. Da spielen viele Dinge eine Rolle, beispielsweise der Habitus, der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und Förderungen oder auch informelle Netzwerke, wie sie in Sportvereinen und Brauchtumsorganisationen seit jeher existieren. Das alles ist aber vollkommen unabhängig davon, ob man einen Penis hat und im Stehen pinkeln kann oder ob man Brüste hat und die Tür aufgehalten bekommt. Kurzum, das Patriarchat ist vor allem ein feministisches Hirngespinst, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Gerne beklagen westliche Feministinnen auch die angeblich existierenden gläsernen Decken, die ach so toll qualifizierte Frauen von einem weiteren beruflichen Aufstieg abhalten sollen. Komischerweise beklagen so etwas häufig Frauen, die in vielen Fällen bereits ein Studium absolviert und teilweise gar bereits promoviert haben, also jenseits irgendwelcher Praktika, Studentenjobs oder Gastspielen als Werksstudenten noch gar keine Ahnung davon haben dürften, wie der Hase mit den Hierarchien und Beförderungen in den Unternehmen eigentlich läuft. Woher kommt da also die vermeintliche Erkenntnis, dass es da überall diese gläsernen Decken gebe? Nun, diese Erkenntnis ist gar keine, die gläsernen Decken sind vor allem ein Werkzeug, konkret ein Propagandinstrument, um im nächsten Atemzug Frauenquoten an besonders komfortablen und lukrativen Positionen einzufordern, hier seien vor allem Führungspositionen und insbesondere Aufsichtsräte genannt, auf die es die Feministinnen offenbar abgesehen haben.

Es ist außerdem müßig darauf hinzuweisen, dass die Scheuklappen der Feministinnen keinen Blick in die andere Richtung zulassen. Sonst müßten sie nämlich zur Kenntnis nehmen, dass man ebenso von gläsernen Fußböden sprechen müßte, wenn man sich vor Augen führt, dass Männer zum größten Teil auch die gefährlichsten, schmutzigsten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen, beim Empfang von Sozialleistungen häufiger sanktioniert werden und nicht zuletzt den größten Teil der Obdachlosen ausmachen. Frauen sind auf unterschiedlichstem Wege davor geschützt, die soziale Skala bis ganz nach unten durchzurutschen. Sei es durch die Familie, welche an sie geringere Anforderungen stellt als an die Männer im Hause, durch den Partner, der häufig Haupt- oder Alleinverdiener ist und sie ganz selbstverständlich mitfinanziert, oder eben auch durch ein engmaschigeres soziales Netz, welches durch die Existenz von zahlreichen Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und sonstigen Hilfsorganisationen, die sich ausschließlich an Mädchen und Frauen richten, einfach früher und mehr Hilfen anbietet als Männer sie vorfinden. Man kann hier durchaus davon sprechen, dass um die soziale Gerechtigkeit für Männer wesentlich schlechter bestellt ist.

Kommen wir zum letzten Begriff der Feministinnen, der die ganze Lächerlichkeit des Feminismus an sich vor Augen zu führen imstande ist: die berühmt-berüchtigte rape culture. Feministinnen meinen nämlich, dass unsere Gesellschaften seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Jahrtausenden oder Jahrmillionen, darauf basieren, dass Frauen Opfer von Vergewaltigungen oder anderen Formen sexueller Gewalt werden – und die Gesellschaften das angeblich dulden. Wer einen Blick in die Geschichtsbücher wirft, wird nur leider von diesem feministischen Hirngespinst nichts finden. Da ist von Paaren und Familien die Rede, die z.B. zusammen der Landwirtschaft nachgehen, wobei die Männer ganz selbstverständlich die körperlich schweren Arbeiten übernehmen, während Frauen eher haushaltsnahe und körperlich weniger belastende Arbeiten ausführen. Oder mit der Industrialisierung eben die neue Rollenaufteilung, bei der die Männer das Haus verlassen um den ganzen Tag in Fabriken zu schuften, während die Frauen sich um Haushalt und Kinder kümmerten. Gaaaanz sicher hatten die so erschöpften Männer abends noch jede Menge Zeit und Kraft, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie ihre Frauen am besten unterdrücken, vergewaltigen oder auf anderem Wege sexueller Gewalt aussetzen konnten. Damit löst sich ein weiterer feministischer Kampfbegriff in einer Wanne von purem Schwachsinn auf. Fakt ist, dass Männer ihre Frauen seit jeher geliebt und sie deshalb besonders geschont und unterstützt haben, sofern sie die Mittel und Möglichkeit dazu hatten.

Allerdings möchte ich nicht verschweigen, was hiesige Feministinnen im Jahre 2014 als rape culture bezeichnet wissen wollen:

  • Wenn ein Mann eine Frau längere Zeit anschaut (stare rape).
  • Wenn ein Mann abends oder nachts hinter einer Frau auf dem Bürgersteig geht und er es für unsinnig hält, die Straßenseite zu wechseln, damit die Frau sich nicht verfolgt oder bedroht fühlt.
  • Wenn ein heterosexueller Mann versehentlich eine homosexuelle Frau (Lesbe) anspricht, der man – ausnahmsweise – ihre sexuelle Orientierung nicht sofort ansieht.
  • Oder wie manche Ikonen des Feminismus gerne sag(t)en: Jegliche Art von heterosexuellem Geschlechtsverkehr.

Kommen wir zurück zu Magda vom Freitag. Natürlich weist sie im ersten Schritt auf das lächerliche Elaborat von Robert Claus für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hin. Um es kurz zu machen: Robert Claus fasst eigentlich primär die übelriechende Grütze zusammen, die andere Auftragsschreiberlinge der feministisch gepolten Böll- und der Friedrich-Ebert-Stiftung bereits zur Diskreditierung der Männerrechtler ausgekippt haben. Für eine vermeintlich wissenschaftliche Arbeit also eher sehr schwach und jenseits der äußeren Form auch nicht wert als eine solche bezeichnet zu werden.

Selbstredend kommt die liebe Magda auch auf Akif Pirincci zu sprechen, nennt ihn in einem Atemzug mit Sarrazin und empört sich nachfolgend gleich darüber, dass Akif Pirincci es doch tatsächlich gewagt hat, seine Kritik an Elisabeth Tuiders befremdlichen Vorschlägen für den Sexualkundeunterricht für Schüler ab 12 Jahren in seiner gewohnt markanten Sprache öffentlich zu machen. Auch unterschlägt sie dabei, dass er den größten Teil seines Kommentars aus dem Artikel einer Zeitung zitiert hat, welche die Pläne von Tuider zusammengefasst hatte. Nun kann man zum sprachlichen Stil von Pirincci stehen wie man möchte, ich denke aber, dass man relativ einfach Stil und Inhalt trennen und über den Inhalt problemlos diskutieren könnte – wenn man es denn überhaupt wollte. Das ist im Feminismus- und Gender-Lager aber regelmäßig nicht der Fall, wie ja auch die zahlreichen Hetzschriften parteinahner Stiftungen belegen, die immer in übelster Art und Weise über Männerrechtler – leidlich akademisch kaschiert – die infamsten Schmähungen auskippen anstatt auch nur einmal mit ihnen zu reden oder eben gar zu diskutieren, ob da nicht doch berechtigte Anliegen existieren.

Unredlich wie der ganze Beitrag von Magda meines Erachtens ist, scheut sie natürlich auch nicht davor zurück, mögliche Entgleisungen von Kommentatoren einfach Pirincci anzulasten. Leider ist sie nicht in der Lage zu begreifen, dass einerseits der Feminismus heute einfach einen überflüssigen Anachronismus darstellt, der sich zwecks Selbsterhalt immer stärker radikalisiert, und andererseits die gesamte Gender-Ideologie eigentlich vorrangig für Leute hilfreich ist, die Probleme mit ihrem sexuellen Selbstbild und / oder ihrer sexuellen Orientierung haben, also beispielsweise einige Tausend Transsexuelle oder einige wenige Prozent Homoseuelle in Deutschland.

Wenn man sich vor Augen führt, dass Feministinnen und Genderisten dafür unsere Sprache mit Gender Gaps, Gender Sternchen, Gender X oder A und ähnlichem Mist verunstalten wollen, damit auch bloß diese paar Tausend Leute sich mitgemeint fühlen, dann sollte es nachvollziehbar sein, wenn der durchschnittliche Bürger fragt, was dieser Schwachsinn überhaupt soll. Hier schließt sich der Kreis zu Pirincci, denn der hat aus dem Stand eine große Leserschaft mit dem Gender-Thema erreicht und da sollte es verständlich sein, wenn unter diesen vielen Lesern auch einige sind, denen dieser Quatsch schon lange auf die Nerven geht – die dann meinen, hier ein Ventil gefunden zu haben, wo sie ordentlich rumbolzen können.

Ob es angemessen ist, wenn Pirincci den der werten Elisabeth Truider zur Seite springenden Heinz-Jürgen Voß als „geisteskranken Schwulen“ bezeichnet, so ist das sicher ein Thema für sich. Es sollte aber erlaubt sein zu fragen, wie sich dieser Herr Professor beispielsweise das Ende des Sex vorstellt oder ob er mit dem Claim Biologisches Geschlecht ist gemacht nicht eigentlich sagen will, dass das biolgische Geschlecht angeblich ähnlich sozial konstruiert sei wie das soziale Geschlecht. Andererseits finde ich es vollkommen legitim, wenn man kritisch hinterfragt, dass auf den Hinweis, dass Frauen Kinder bekommen können und Männer eben nicht, folgende Antwort zumindest als fragwürdig bis sonderbar zu bezeichnen ist:

Gegen dieses beliebte Argument der Gebärfähigkeit von Frauen sprechen mehrere Punkte. Fortpflanzung ist zwar zur Arterhaltung des Menschen nötig, aber deshalb muss nicht jede oder jeder Einzelne auf klassischem Weg Kinder bekommen können. Es hat sich gezeigt, dass Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen nicht so verbreitet ist, wie oft angenommen. So hat das Bundesland Sachsen die Erstattungsfähigkeit von Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung wieder eingeführt, weil Studien ergaben, dass mindestens 15 Prozent der heterosexuellen, fortpflanzungswilligen Paare über einen längeren Zeitraum nicht in der Lage waren, Kinder zu bekommen. Wäre Fortpflanzung also wichtig zur Festlegung des biologischen Geschlechts, wären diese 15 Prozent nicht typisch männlich oder weiblich. Über diese organisch orientierte Frage hinaus ist in der Analyse auch der Wunsch von Menschen zu berücksichtigen, Kinder zu haben oder nicht.

Übersetzt: Wenn 15% der heterosexuellen Paare das eine oder andere Problem bei der natürlichen Fortpflanzung haben, ist das also ein Grund deren Geschlechtszugehörigkeit in Zweifel zu ziehen? Obwohl bekannt ist, dass Umweltgifte, die vor allem in allerlei Kunststoffen enthalten sind, die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen negativ beeinflussen können? Auch macht das Männer noch lange nicht gebährfähig, wenn Mann oder Frau in einer heterosexuellen Paarbeziehung ein Problem bei der Fortpflanzung haben. Diesen Nonsense zu kritisieren, ist vollauf legitim, auch wenn mancher dabei wohl über das Ziel hinausgeschossen sein könnte.

Was Professor Voß dann in seiner Solidaritätsbekundung zu seiner Kollegin Tuider fordert, ist genau das, was durchschnittliche und normale Menschen bei Diskussionen mit Feministinnen und Genderisten nie erleben:

Kommen wir Menschen zu Hilfe, die angegriffen werden! Wenn sich viele Menschen solidarisieren, funktionieren Angriffe und Mobbing nicht. Damit funktioniert es dann auch nicht, dass gesellschaftliche Richtungsfragen individualisiert und Andersdenkende eine_r nach der_dem anderen angegriffen werden.

Schaffen wir in den Wissenschaften Strukturen, um uns solidarisieren zu können! Angriffe gegen soziologische, sexologische und gesellschaftswissenschaftliche Beiträge werden immer häufiger. Wir haben noch keine Struktur, um solche Angriffe gemeinsam zurückzuweisen und vernünftige gesellschaftliche Diskussion einzufordern. Daher müssen wir in gesellschaftlichen Organisationen und in allen wissenschaftlichen Fachorganisationen Strukturen etablieren, mit denen Angriffe, Schmähungen und Hass rasch zurückgewiesen werden können.

– Neben dem solidarischen Miteinander, auch über inhaltliche Streifragen hinweg, sollten wir Konzepte erarbeiten, wie wir eine offene und positive Diskussions- und Streitkultur stärken können, in der fachwissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten so geführt werden, dass die Persönlichkeitsrechte des_der Diskussionspartner_in gewahrt bleiben.

Ich kenne es von Twitter und anderen sozialen Medien, aber auch von Diskussionen offline nur so, dass Feministinnen und Genderisten meinen, sie hätten die ewiglich allgemeingültige Wahrheit mit dem Löffel gefressen, alle anderen seien ja nur zu dämlich und rückständig, so dass sie selbst es eigentlich gar nicht nötig hätten zu diskutieren. Shitstorms und Hetzkampagnen in Piratinnen-Manier sind hier noch das kleinere Übel, bei der Anhängerschaft von #aufschrei & Co. war das genauso an der Tagesordnung, wenn man Kritik übte oder sich mit den meistens überaus dürftigen Antworten nicht zufriedengeben wollte. Wenn also somit eher Diskussionsunfähige die ach so böse Diskussionskultur bemängeln, weil andere nicht unreflektiert und kritiklos ihre Ansichten annehmen wollen, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Die Fachgesellschaft Gender sitzt leider auch einem Irrtum auf, wenn sie meint, es sei das Ziel von Pirincci und anderen Kritikern, die geschlechtsspezifischer Forschung zu diskreditieren und als unwissenschaftlich zu denunzieren. Vielmehr muss die geschlechterspezifische Forschung schlicht einmal damit anfangen, handfeste und gegebenenfalls gar naturwissenschaftlich, zumindest aber mit gesundem Menschenverstand überprüfbare Belege für ihre abenteuerlichen bis merkwürdigen Konstruktionen und Behauptungen abzuliefern. Genauso muss es gestattet sein zu zweifeln, zu kritisieren und Antithesen in den Raum zu stellen, sofern diese wissenschaftlichen Grundanforderungen genügen. Wenn die sogenannte geschlechterspezifische Forschung damit nicht klarkommt oder nicht gewillt ist, wissenschaftlichen Mindestanforderungen zu genügen, dann hat dieser ganze Gender-Budenzauber an öffentlichen Hochschulen ebenso nichts zu suchen wie die Lehren von Scientology und sollten folgerichtig von dort verschwinden.

Gleichzeitig müßten dann allerdings auch Gestalten wie Tuider und Voß von gutdotierten Pöstchen an den Hochschulen entfernt werden, sofern sie nicht anderweitig einsetzbar sein sollten. Genau das ist es ja, was die Genderisten um jeden Preis vermeiden wollen, denn außerhalb des Elfenbeinturms sind diese Gestalten trotz akademischer Titel in den meisten Fällen wohl zu nichts zu gebrauchen, was man in irgendeiner Form auch nur annähernd als wertschöpfend bezeichnen könnte. Ignoranz bis hin zum glühenden Hass habe ich übrigens von Feministinnen und Genderisten schon oft geerntet, wenn ich nach Belegen für deren fragwürdige Konstruktionen fragte oder es wagte selbige zu kritisieren. Außer hysterisches Gezicke und geheuchelte Empörung kommt dann meistens nichts.

Hadmut Danisch spricht für sich selbst, genauso wie ich und jeder andere, der sich nicht für einen großen tollen Anführer irgendeines Flügels irgendeiner Bewegung hält, aber man kann ihm sicher nicht vorwerfen, er würde unwissenschaftlich arbeiten. Im Gegenteil, er versucht ja beispielsweise mit Klagen gegen die Berliner Humboldt-Universität und andere feministisch überfrachtete Institutionen der Öffentlichkeit ganz real vor Augen zu führen, dass Feminismus und Genderismus auf falschen Grundannahmen beruhen, nicht sonderlich wissenschaftlich sind und eigentlich an den Hochschulen nichts verloren haben. Dafür erntet er natürlich Widerstand, gepaart mit Ignoranz und Hass, weil er es als böser weißer Hetero-Mann wagt, die kruden Ideologien der selbsternannten neuen Bessermenschen der Feminismus- und Gender-Szene zu kritisieren und deren mangelnde Wisenschaftlichkeit aufzuzeigen.

Es erstaunt mich nicht, dass die liebe Magda das Bundesforum Männer ganz toll findet, denn das tut wohl die meiste Zeit entweder nichts oder kümmert sich in erster Linie um Feminismus- und Frauenthemen, so dass es schlichtweg verzichtbar wäre, wenn es nicht als verlogenes  Feigenblatt dafür dienen müßte, dass angeblich auch für Männer etwas getan würde. Das würde ich dann allerdings nicht als lila Piudel bezeichnen, sondern eher als Luftnummer oder eben als Feigenblatt.

Den Abschluss des Beitrags von Magda bildet der obligatorische Vorwurf von Rassismus, Homo- und Transphobie und noch diverse andere Keulen und Signalwörter, mit denen man um sich schmeißt, wenn man selbst keine Argumente hat und einfach nur das Gegenüber mit Dreck bewerfen will. Genauso könnte man aber auch gegen den Feminismus und Genderismus argumentieren, denn dieser ist vielfach sehr stark mit der linksextremen Szene verflochten, die in Sachen Ideologie, Radikalität und Methodik dem durchschnittlichen Neonazi nicht nachsteht.

Chapeau! 😀

Zum Abschluß noch Harald Eia und das Gleichstellungsparadox mit deutschen Untertiteln:

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Blogstöckchen – Ich werde aber trotzdem niemals Feminist

Elmar hat mir das aktuell kursierende Blogstöckchen zugeworfen und ich greife es mal auf, auch wenn er vielfach schon meine Antworten vorweggenommen hat.

Welche große Errungenschaft der letzten Welle des Feminismus empfindest Du als wichtig? Welche als überzogen?

Es gibt keine „großen Errungenschaften“ der letzten Welle des Feminismus. Alles, was zur Gleichberechtigung von Mann und Frau notwendig war, ist im Laufe der 80er und 90er Jahre erreicht worden. Seitdem ist Feminismus vor allem ein Instrument zur Spaltung der Geschlechter, zur Auflösung der traditionellen Partnerschaft und Familie und zur einseitigen Forderung nach Privilegien für (lesbische) Frauen.

Überzogen ist vor allem der starke Männerhass im aktuellen feministischen Lager, der im Feindbild des angeblich ach so privilegierten weißen Hetero-Mannes sowohl in sexistischer als auch in rassistischer Form gipfelt. Komisch nur, dass die angeblich „privilegierten“ Männer eine erheblich kürzere Lebenserwartung haben als die angeblich unterdrückten Frauen.

Welche feministische Forderung (z. B. einer politischen Partei) der letzten 10 Jahre hättest Du auch noch aus heutiger Sicht voll und ganz unterstützen können?

Vielleicht die nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, da aber für beide Geschlechter und nicht nur für Frauen. Wenn Frauen sich beklagen, dass es zu wenige Teilzeitstellen gäbe, dann sollten sie sich einmal mit den Antworten der Arbeitgeber auseinandersetzen, die ein Mann erhält, wenn er nach Teilzeit fragt. Ich denke, hier tut Gleichberechtigung wirklich Not und es sollte einfach möglich sein, dass man eine Familie mit zwei Kindern auch mit zwei Teilzeitstellen auf einem zumindest durchschnittlichen Niveau gut versorgen kann. Esther Vilar hat mit der Fünf-Stunden-Gesellschaft schon in grauer Vorzeit ein Modell vorgeschlagen, das funktionieren könnte – wenn es die Politiker forcieren und die Arbeitgeber ermöglichen würden.

Welche aktuellen feministischen Forderungen findest Du richtig?

Keine einzige, da Gleichberechtigung schon lange erreicht ist und das Ziel der Gleichberechtigung durch einen Austausch der Begriffe nun dem Ziel der Gleichstellung gewichen ist. Ein Recht auf Gleichstellung haben aber meiner Meinung nach nur wirklich benachteiligte Gruppen wie Schwerbehinderte, nicht aber irgendwelche Diplomlesben oder Gender-Bacheloretten, die einfach das falsche Fach studiert oder die falsche Einstellung zu Menschen und insbesondere Männern haben, um jemals in einen Aufsichtsrat oder in sonstige Führungspositionen zu kommen. Die meisten Männer arbeiten übrigens auch nicht als Aufsichtsräte oder in Führungspositionen. Wo bleiben da die Quoten?

Gibt es etwas das der Feminismus Deiner Meinung nach noch für Frauen fordern sollte/könnte und was natürlich für Dich gerechtfertigt ist?

Nein, da fällt mir absolut nichts ein. Frauen werden schon heute offiziell und inoffiziell in einer solch überbordenden Art und Weise gepampert, dass ich mich frage, warum wir nicht mindestens jedes Jahr ein paar Nobelpreisträgerinnen auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Gebieten haben. Wirksame Medikamente gegen Krebs und AIDS und der Weltfrieden sollten doch da mindestens drin sein, oder nicht? Die Antwort auf diese Frage könnte allerdings so ausfallen, dass sie Feministinnen nicht gefällt.

Mit welcher bekannten Feministin glaubst Du, könntest Du ein Bier trinken gehen und Dich mit ihr zivilisiert über Männerpolitik zu unterhalten?

Hier müßte man erstmal definieren, wer als „bekannte Feministin“ gilt. Jenseits des Internets fiele mir da nur Alice Schwarzer ein und die ist für mich ein Dinosaurier, der zwar noch immer blökt und brüllt, aber ideologisch schon lange keine Daseinsberechtigung mehr hat. Und unter den Netzfeministinnen, z.B. den #aufschrei- und #killallmen-Fraktionen, fiele mir auch keine einzige ein. Nicht zuletzt: Was wäre daran zivilisiert oder anderweitig toll mit Leuten zu diskutieren, die offenbar unter mehr oder weniger schweren Wahnvorstellungen wie „Patriarchat“ und „gläserne Decken“ leiden? Mit solchen Leuten, die schon die Realität nicht zutreffend erfassen können, ist jede Diskussion über jedes Thema sinnlos.

Mit welcher Feministin könntest Du das garantiert nicht? Ein Beispiel reicht, gerne aber auch mehr.

Solange Feministinnen noch immer ihrer Verschwörungstheorie vom weltumspannenden „Patriarchat“ nachhängen, dem angeblich alle Männer vom Müllwerker bis zum Manager angehören, und die Gesellschaft angeblich auf der Ausbeutung und Vergewaltigung von Frauen („rape culture“) aufgebaut sei, sehe ich darin keinen Sinn. Auch die Entmenschlichung und Dämonisierung aller Männer als Unterdrücker, Vergewaltiger und Sündenböcke für alles Übel auf der Welt im Feminismus halte ich für unverschämt und beleidigend. Das ist keine Grundlage für eine inhaltliche Diskussion.

Gibt es feministische Gruppe die Du, evtl. auch nur in Teilen, unterstützen könntest?

Nein. Es gibt nur Ideen, die allen Menschen zugutekommen, die ich unterstützen könnte. Ich lehne die Bevorzugung von Gruppen anhand willkürlicher Merkmale generell ab. Die engagierten Frauengruppen, die sich gegen Alice Schwarzers Verteufelung der Prostitution richten, sind nicht feministisch, oder?

Was ist Deiner Meinung nach der größte Fehler des Feminismus gewesen?

Seine Existenz 😀 Scherz beiseite, der Feminismus hat sich überlebt und es wurde versäumt dies rechtzeitig zu erkennen und zu einer humanistischen Ebene ohne Geschlechterapartheid zu gelangen. Es haben sich aber auf Kosten der Allgemeinheit diverse feministische Grüppchen mit fetten Fördergelder-Budgets unter dem Schlagwort „Feminismus“ ein bequemes Leben eingerichtet – nicht zuletzt Alice Schwarzer mit ihrer EMMA im Kölner Bayenturm zur Billigstpacht und ihren Millionen in der Schweiz – und diese Grüppchen und Leute müßte man erstmal von staatlichen Geldtrögen abschneiden. Wenn es mit menschenverachtender Hetze und Idiotie der Marke Feminismus nichts mehr abzugreifen gibt, hören sie auch auf zu existieren.

Welche Änderungen im Feminismus würdest Du vornehmen, damit er für Dich „akzeptabler“ erscheint?

Seine bedingungslose Abschaffung samt Abschaffung aller Privilegien, die Frauen gegenüber Männer übervorteilen. Ich kann keine im Kern dermaßen menschenverachtende Ideologie wie den Feminismus akzeptieren, keinen Fussbreit. Es gilt in einer modernen humanistischen Gesellschaft die Talente aller zu fördern und die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Aktuell geschieht dies nicht, weil beispielsweise Jungen und Männer im Bildungssystem vom Kindergarten an diskriminiert und öffentlich in jeglicher Form diffamiert werden. Dass der Großteil der Obdachlosen männlich ist, lässt ebenfalls vermuten, dass die Allokation von Ressourcen durch den Feminismius zum Nachteil der Männer erheblich manipuliert wird.

Keine Popkultur:

Die Logik der Feministinnen

Über Twitter fand ich neulich einen Flickr-Photostream zum Slutwalk in Berlin. Dass es an dieser Veranstaltung zahlreiche Kritikpunkte gibt, will ich heute mal unbeachtet lassen und mich mit einigen dieser Fotos befassen, um einmal die „Logik“ der Feministinnen vorzuführen.

Starten wir mit diesem Foto von einem Plakat, das offenbar eine Aktivistin von Terre des Femmes gemacht. Tenor:

Vergewaltigung ist ein Verbrechen – immer!
Gleichberechtigt, selbstbestimmt & frei

Nun, Vergewaltigung ist kein Verbrechen? Komisch, ich habe das aus meinen Jura-Semestern anders in Erinnerung, auch Wikipedia weiß:

Nahezu alle gegenwärtigen Gesellschaften kennen einen Straftatbestand der Vergewaltigung und ächten diese als eine der schwersten Straftaten.

Ist schon eine komische rape culture, die die Feministinnen da postulieren. Die gibt es wahrscheinlich genauso wie das Patriarchat, gläserne Decken und anderen Blödsinn nur in mehr oder weniger feministisch verwirrten Köpfen oder in rückständigeren Gesellschaften, wo aber doch gleichzeitig manches Mal nicht-weiße heterosexuelle Männer leben, die nach feministischer Logik doch zumindest schonmal ein Drittel weniger böse und sexistisch sein müßten als deren Lieblingsfeindbild vom weißen, heterosexuellen Mann (WHM).

Aber gucken wir doch mal, wie der Fall Vergewaltigung in Deutschland gelagert ist. Schauen wir dazu erstmal nach, was ein Verbrechen ist. Denn wie bekannt ist, unterscheidet das deutsche Strafrecht nach Vergehen und Verbrechen. Dies ist in §12 StGB definiert:

Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.

Okay, mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe ist die Grenze. Nun also auf zu § 177 StGB Abs. 1:

(1) Wer eine andere Person
1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,

nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

Gut, in Deutschland ist Vergewaltigung also ein Verbrechen und das immer, solange sie tatsächlich stattgefunden hat. Die Aktivistin steht da also ziemlich sinnlos in der Gegend herum. Es ist nämlich keineswegs Angelegenheit unseres Staates, anderen Staaten in deren Rechtsordnung reinzufunken, auch wenn dort vielleicht Dinge unter Strafe stehen, die bei uns straffrei sind und umgekehrt. Ich erinnere nur an den Fall der Norwegerin Marte Deborah Dalelv in Dubai. Ob es in diesem Fall tatsächlich eine Vergewaltigung gab oder ob es sich lediglich um ebenso in Dubai strafbaren außerehelichen Sex handelte, bei dem beide vom Hotel-Personal ertappt wurden, ist bis heute unklar.

Wenn ich mir daneben die weiteren Fotos in dem Photostream – beispielsweise eine „Schlampe“ mit Haaren auf der Brust und Nippelhütchen oder diverse DemonstrantInnen mit und ohne Bart, die man wohl dem Gros der Männer auf den Bauch binden könnte und sie hätten trotzdem keine Lust – so anschaue, dann gewinne ich den Eindruck, dass dieser „Slutwalk“ keineswegs irgendwas mit realen Anliegen von Frauen zu tun haben, sondern nur eine Art Karneval und Party für Feministinnen samt ihrer Unterstützer aus der Lobby der Homo- und Transsexuellen sein könnte, garniert mit einigen für Berlin üblichen Freaks und Linksextremisten, die ja auch schon die Piratenpartei erfolgreich zerlegt haben.

Grotesk mutet es trotz allem an, dass beim Slutwalk offenbar gefordert wird, dass Frauen tragen oder eben nicht tragen können sollen, was sie wollen, also auch absolut nichts. Bei einem Mann wäre das schonmal direkt eine Erregung eines öffentlichen Ärgernisses (§ 183a StGB) oder eine exhibitionistische Handlung (§ 183 Abs. 1 StGB).

Ja, die Logik der Feministinnen ist schon ganz besonders herzig. Das wird auch in solchen Plakaten mit dem Slogan

Menschenrechte für die Frau

gut deutlich. Ein geistig gesunder Mensch würde nämlich schlicht „Menschenrechte für alle“ auf sein Plakat schreiben. Aber darum geht es ja bei den meisten feministischen Aktionen nicht, da geht es nur um Privilegien und Extrawürstchen für Frauen. Diese unter dem Deckmantel der Menschenrechte verkaufen zu wollen, ist schon eine außerordentliche Frechheit, die man aber von Feministinnen bereits gewöhnt ist.