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EMMA, Luise Pusch und Flug U49525

Der Absturz der Germanwings-Maschine U49525 in Frankreich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hat viele Menschen schockiert. Natürlich gab es schnell Spekulationen zur Absturzursache, eine seriöse und halbwegs zutreffende Angabe ist aber erfahrungsgemäß erst nach Wochen oder Monaten möglich, wenn alle Flugschreiber, der Voice-Rekorder, Radar-Aufzeichnungen und die Wrackteile untersucht wurden.

Die Medien haben in ihrer Sensationsgier natürlich bereits alle Namen und Details zu den Piloten samt entsprechenden Spekulationen online wie offline verschmiert. Blöd dürfte es nur dann werden, wenn am Ende eine Ursache herauskommt, die allen bisherigen Spekulationen zuwiderläuft. Es wäre schön, wenn in diesem Fall unsere Jurisprudenz einmal extrem hohe Schadenersatzforderungen von Betroffenen und Angehörigen durchwinken würde, denn die Pressefreiheit umfasst bekanntlich weder eine Narrenfreiheit noch eine Kunstfreiheit beim Erzählen von Märchen durch Journalisten, wenn man sich irgendwelche halbseidenen Geschichten zusammenpfriemelt, damit man bloß noch eine reißerische Schlagzeile und vielleicht ein paar verkaufte Exemplare mehr hat.

Ganz neu ist jetzt aber, dass sich selbst bei der EMMA jemand fand, der meinte den Absturz des Germanwings-Fliegers kommentieren zu müssen. Luise Pusch traute sich an dieses Thema heran, sprang und landete als äußerst lächerlicher und peinlicher Bettvorleger. Warum? Nun, hier eine Kostprobe der Feministin Luise Pusch, die man nun bei EMMA bewundern kann:

Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten „Schüler“ sind Schülerinnen und die zwei „Lehrer“ sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.

Da erfahren wir also, dass Amoktrips selbstverständlich Männersache seien. Es gibt nämlich in der feministisch heilen Welt von Luise Pusch keine Frauen, die ihre Partner vergiften oder ihre Neugeborenen töten und in Tiefkühltruhen oder Blumentöpfen endlagern. Auch total ungerecht ist ihrer Ansicht nach ja, dass ganze 94 Prozent der Piloten doch tatsächlich Männer sind. Einen Schritt weiter zu denken, wieviel Prozent der Männer denn Piloten (oder Aufsichtsratsmitglieder) sind, gelingt ihr selbstredend nicht. Als gute Feministin weiß sie nämlich die Realität und Fakten, die ihrem infantil-monolithischen Schwarzweiß-Weltbild gefährlich werden könnten, komplett auszublenden. Dafür versucht sie sich in feministischer Mathematik. Denn immerhin weiß sie zu berichten, dass 14 der 16 Schüler doch glatt Schülerinnen und die beiden Lehrer sogar auch Lehrerinnen waren! Sapperlot, am Ende klärt die den Absturz noch ganz alleine auf! Wäre da nicht der Rückfall in alte Schemata, wenn sie konstatiert, dass die Opfer überwiegend Frauen seien, die Täter – natürlich – männlich. Nun ist es natürlich leidlich seriös, nur die Verstorbenen der Schulklasse als Referenz zu benutzen, denn insgesamt sollen ja um die 70 Deutsche im Flugzeug gewesen sein. Wie groß ist dann wohl der Anteil der Männer? Und wie groß wird der Anteil der Männer unter den Opfern, wenn man alle Passagiere unabhängig ihrer Nationalität betrachtet? Das werden wir von Luise Pusch wohl nie erfahren, denn unter dem Gewicht der Realität würde wohl ihr feministisches Wolkenkuckucksheim rasch zusammenbrechen.

Wer bis hierhin noch nicht mit dem Strahlkotzen angefangen hat, wird es vielleicht gleich tun. Schauen wir uns die Ergüsse der Luise Pusch weiter an:

Die Selbstmordquote, so hörte ich bei meinem Radio- und TV-Marathon seit der Katastrophe in den französischen Alpen, ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren.

Oho, die „Selbstmordquote“ von Männern ist also viermal so hoch wie bei Frauen. Da sollten die Frauen dann aber rasch aufschließen, oder? Gleichstellung jetzt! Wie man weiß, unternehmen Frauen ja eher Versuche und da nicht nur viele, sondern vor allem auch untaugliche Versuche, um damit ganz fix Aufmerksamkeit und Unterstützung in allen Lebenslagen zu bekommen, wenn Tränen alleine gerade nicht ausreichen. Männer sind hingegen bei ihrem Tun auch hier erfolgreich und landen auf dem Friedhof oder sie überleben es und werden z.B. zwangseingewiesen anstatt dass ihnen auch nur ein feuchter Furz tatsächliche Unterstützung in ihrer Krise entgegengebracht würde. Schließlich spricht da ja nicht nur die frappierende Asymmetrie in der Hilfsindustrie ganze Regalmeter von Bänden. Feministinnen lichten sich besonders gerne mit Tassen und T-Shirts mit dem Aufdruck „Male Tears“ ab und verhöhnen so permanent tatsächliche Probleme und Krisen von Männern. Betrachtet man in dem Zusammenhang, dass viele Stellen in sozialen Berufen mit (solchen) Frauen besetzt sind, die Männern nur als Kinder, Jugendliche, Homo- oder Transsexuelle wirklich zu helfen bereit sind, schließt sich hier der Kreis.

Nun, man könnte jedenfalls einmal hinterfragen, warum die Selbstmordquote bei Männern vier Mal höher ist und dagegen etwas unternehmen. Ebenso könnte man bei Jobs, die mit einer großen Verantwortung für Dritte verbunden sind, regelmäßig gesundheitliche und psychische Tests zur Pflicht machen und einmal lernen, auch auf die – meistens eher stummen – Hilfeschreie der Männer zu achten.

Machen wir uns nichts vor, heute ist es doch so, dass Männer immer noch als austauschbare Funktionseinheit betrachtet werden, die erst dann rudimentär Aufmerksamkeit erfahren, wenn sie ihre (berufliche) Funktion nicht mehr erfüllen. Danach können sie obdachlos, suchtkrank oder was auch immer werden, es interessiert unsere gynozentrische Gesellschaft einfach nicht. Und während es für Frauen spezialisierte Hilfen vom Frauenarzt über Frauenberatungsstellen bis hin zu speziellen – öffentlichen, öffentlich geförderten und privaten – Frauenhilfsorganisationen gibt und es Frauen oftmals zusätzlich über eine Beziehung oder Ehe mit einem sie unterstützenden und sich aufopferndem Mann gelingt, zurück in ein normales Leben zu finden, wird die Asche des von der Gesellschaft im Stich gelassenen Mannes auf dem anonymen Gräberfeld des Friedhofs verstreut. DAS, werte Luise Pusch, ist die gesellschaftliche Realität von Männern in Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern und ich könnte nicht reinen Gewissens behaupten, dass der heutige Feminismus daran nicht mindestens mitschuldig, vielleicht gar hauptverantwotlich ist!

Aber nehmen wir mal an, wir wollten wirklich Frauen zu Piloten ausbilden. Wie viele Frauen wären denn überhaupt als Pilot geeignet? Und damit meine ich nicht nur Noten aus Schule und ggf. Studium, sondern auch in Sachen Körpergröße, Fitness, Nervenstärke, Technikverständnis und dergleichen mehr? Bei Sciencefiles wird nach Daten des LBA der Anteil der Frauen unter den Piloten mit um die 4-5 % angegeben. Wie sollte man diesen Anteil – unabhängig von der großen Fragwürdigkeit der von Ihnen unterstellten Auswirkung auf männliche Piloten – nun mittelfristig so hoch bekommen, dass immer auch eine Frau mit im Cockpit ist? Vermutlich so, dass dann zwei Männer als Piloten fliegen, also die Arbeit machen, und eine Frau dumm rumsitzt, etwas schwafelt und das gleiche Gehalt kassiert wie die Piloten? Seien wir mal ehrlich, genau so sehen viele feministische „Lösungen“ und Quoten-Vorschläge doch aus, überall.

Ein Schmankerl von Luise Pusch habe ich allerdings noch:

Für Amokflüge, die offenbar häufiger vorkommen, als der Öffentlichkeit bewusst ist, gilt dasselbe.

Das übliche feministische Geschwafel: selbst seltene Einzelfälle werden als epidemisch, mindestens aber „häufiger“ deklariert und auf angeblich fehlendes Bewusstsein geschoben, wenn man sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht an vergleichbare Fälle erinnern kann. Fakt ist nämlich, dass in den vergangenen knapp 40 Jahren gerade einmal – inklusive Germanwings – acht Fälle des sogenannten Pilotenselbstmords dokumentiert sind, bei denen außer dem Piloten noch mindestens eine weitere Person umgekommen ist. Eine wahrhafte Epidemie, Frau Pusch, die wir tatsächlich sofort mit Frauenquoten bekämpfen müssen!

Kurzum, der Kommentar von Luise Pusch in der EMMA ist ein äußerst widerliches Beispiel für feministische Ideologie-Beweihräucherung ohne Rücksicht auf Verluste und Befindlichkeiten Dritter. Alles wird solange zurechtgebogen, verdreht und faktenwidrig vergewaltigt, bis es in das irrationale Weltbild dieser rückständigen, sexistischen und rassistischen Ideologie des Feminismus passt, die offenbar im weißen heterosexuellen Mann (WHM) bis heute krankhafterweise „Nazi“ und Sündenbock für alles Übel der Welt zugleich sieht.

Ich danke Luise Pusch jedenfalls für ihr feministisches Meisterstück des intellektuellen Sturzflugs, das vielen Menschen noch einmal vor Augen geführt hat, warum DIESEN Feminismus heute kein Mensch mehr braucht, im Gegenteil, er sich gar schädlich auf jede soziale und gleichberechtigte Gesellschaft auswirkt. Zeit, dass dieser Feminismus endlich seinen Weg auf den Müllhaufen der Geschichte findet – und seine Anhängerschaft den Weg in eine angemessene medizinische Behandlung.

PS: Auch die Behauptung von Luise Pusch, ihr Text sei angeblich als Glosse gedacht, macht die Lage nicht besser. Denn ich finde in dem Text nichts, was den Charakter einer Glosse belegen könnte. Sämtliche Punkte und Forderungen in dem Text werden so oder vergleichbar von Feministen seit Jahren in voller Ernsthaftgkeit veröffentlicht. Davon abgesehen wäre selbst eine tatsächliche Glosse so wenige Tage nach einem solchen Vorfall nicht minder ekelhaft, gefühlskalt und empathielos.

PPS: Gefühlskälte und Empathielosigkeit sind übrigens zwei herausragende Merkmale von Psychopathen.

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Feministischer „Qualitätsjournalismus“ bei der Ostthüringer Zeitung mit Katja Dörn

Der heutige Journalismus, der sich gerne als „Qualitätsjournalismus“ bezeichnet, obwohl er nicht mehr sonderlich durch Objektivität (Trennung von Fakten und Meinung etc.) und Qualität (sorgfältige Recherche, ausgewogene Berichterstattung etc.) glänzt, so dass es eher eine Qual ist, diesen ideologiegetränkten Müll zu lesen, treibt dieser Tage wieder besonders bizarre Blüten. Mir ist aufgefallen, dass die Feministen aktuell erneut eine reichlich widerwärtige Diffamierungskampagne gegen Männerrechtler fahren, bei der diese wieder mal mit Rechtsextremen, Amokläufern und dergleichen in eine Ecke gestellt werden, ohne dass diese Verleumdungen durch Fakten auch nur annähernd belegbar wären.

Einen besonders offensichtlich durch die feministische Hass-Ideologie getränkten Text fand ich bei der Ostthüringer Zeitung, die Verfasserin ist Katja Dörn:

Aufschrei: Maskulisten sehen sich durch Frauen unterdrückt

Schon die Überschrift des Artikels ist falsch, denn unterdrückt fühlt sich wohl kaum ein Mann von irgendwelchen Frauen, benachteiligt jedoch schon. Zutreffend ist nämlich, dass Männer in einer solchen Vielzahl von Situationen und insbesondere Krisen diskriminiert werden, dass immer mehr Männer davor nicht mehr die Augen verschließen können. Und das macht den Feministen Angst, denn bislang sind sie ja ganz gut damit gefahren, Männer einseitig in bester Goebbels-Manier zu dämonisieren, um sich selbst besondere Privilegien und Schutzrechte alleine auf Grund des Geschlechts zu verschaffen. Dazu reicht es beispielsweise aus sich zu fragen, wo eine Frau hingehen kann, wenn sie Opfer häuslicher Gewalt wird, und wo ein Mann hingehen kann, wenn ihm gleiches widerfährt. Neuere Statistiken und Studien belegen ja, dass sich bei häuslicher Gewalt Männer und Frauen als Opfer und Täter nicht viel geben, vereinzelt werden gar Frauen häufiger auf der Täterseite gesehen als Männer. Alleine dieser Umstand ist für Feministen natürlich schon nicht hinzunehmen. Wie kann die Realität nur so vollkommen anders sein als ihre einseitige und jegliche Männlichkeit verachtende Ideologie?

Die Antwort auf obige Frage lautet jedenfalls, dass eine Frau bei häuslicher Gewalt nicht nur zu Familie und Freunden gehen kann, sondern auch in ein Frauenhaus, wo sie erstmal ein halbwegs erträgliches Dach über dem Kopf hat, versorgt, beraten und betreut wird. Alternativ oder zusätzlich kann sie mittels Polizei und Gericht eine Wohnungsverweisung gegen den gewalttätigen Partner erwirken. Für den Mann hingegen ist die Situation weniger rosig. Wenn er nicht bei Familie oder Freunden unterkommen kann, weil er z.B. wegen der Partnerin weit weg von seinem sozialen Umfeld gezogen ist, dann gibt es für ihn eben kein Männerhaus und keine schützende Unterkunft. Standardmäßig wird dem Mann von der Polizei dann empfohlen in die nächste Obdachlosenunterkunft zu gehen, wo er als Gewaltopfer auf Alkoholiker und Junkies, psychisch Kranke, Kriminelle und so nette Krankheiten wie Krätze trifft. Hat er einen tiefen Schlaf, wird er vielleicht auch noch seiner letzten Habseligkeiten samt Geldbeutel beklaut und muss am nächsten Morgen ohne Frühstück wieder vor die Tür. Dies alles sind Fakten, die Feministen gerne komplett ignorieren, denn das allzeitige Opferabo der Frauen ist in einer gynozentrischen Gesellschaft wie Deutschland bares Geld, wenn nicht gar Gold wert. Genau deshalb sind Feministen in diesem Kampf so verbissen und mit so viel männerfeindlicher Propaganda unterwegs, auch wenn sie oft genug vor Lügen und Tatsachenverdrehungen nur so strotzt.

Weiter geht es im Text von Katja Dörn:

Als Reaktion auf Feminismus und die Emanzipation von Frauen hat sich in den 1970er Jahren die Männerrechtsbewegung in Deutschland formiert. Die Akteure sehen ihr Geschlecht benachteiligt.

Aha? Komisch, meines Wissens ist die Männerrechtsbewegung neueren Datums, die ersten beiden Wellen des Feminismus mit dem Ziel der Gleichberechtigung kritisiert auch kaum ein Mann ernsthaft. Was jedoch auf Kritik und Widerstand trifft, dass ist die heutige dritte Welle des Feminismus, die mit der Gleichstellung statt Gleichberechtigung Ergebnisgleichheit ohne Berücksichtigung sonstiger Faktoren will, z.B. mittels Frauenquoten. So gibt es heute zahlreiche feministisch durchtränkte Vereine, die alle nur zum Ziel haben, Frauen ausschließlich auf Grund ihres Geschlechts in lukrative und exponierte Positionen zu hieven. So gibt es da beispielsweise ProQuote, wo sich Feministen zusammenrotten, die mehr Frauen als Chefredakteure haben wollen. Eine fachliche oder charakterliche Legitimation braucht es nicht, es reicht der Besitz zweiter X-Chromosomen und eine Tätigkeit als Journalist. So oder ähnlich geht es auch bei den anderen feministischen Vereinen dieser Art zu, z.B. dem Journalistinnenbund, Ärztinnenbund, Juristinnenbund und dergleichen mehr. Selbstredend fehlen jegliche feministische Vereinigungen, die beispielsweise eine Quote bei Müllwerkern, Kanalarbeitern oder Kläranlagentauchern fordern.

Natürlich hat der Bezug auf den frühen Feminismus ein Ziel: er soll die Männerrechtler als ganz besonders üble Gestalten dastehen lassen, die der Frau angeblich schon einen eigenen Job, ein eigenes Bankkonto oder gar das Wahlrecht nicht zugestehen würden. Dies ist – siehe oben – totaler Quatsch, aber wenn es um die Dämonisierung von Männerrechtlern und die weitere Privilegierung von Feministen geht, dann muss die Wahrheit eben schonmal auf der Strecke bleiben – wie so häufig.

Weiter führt Katja Dörn aus:

Die Akteure sehen ihr Geschlecht benachteiligt: Sie stürben früher, müssten häufiger als Frauen an Kriegen teilnehmen und härtere Arbeiten verrichten. Die auch als Maskulisten bezeichneten Unterstützer glauben, dass das Bildungssystem Jungs benachteilige, Frauen bei Sorgerechtsstreits bevorteilt werden und erzählen Einzelschicksale, in denen Männer von Frauen geschlagen wurden.

Männer sterben in der Tat früher, obwohl sie meistens länger arbeiten als Frauen. Wo also widerspricht das der faktischen Realität? In allen Kriegen der vergangenen 200 Jahre sind vorrangig Männer an der Front und als Zivilisten gestorben, Frauen nur als Zivilisten und sie wurden von Besatzern gar vielfach noch verschont, während Männer hingerichtet wurden. Wo also widerspricht das der faktischen Realität? Ich habe auch noch keinen feministischen oder sonstigen Frauenverein gesehen, der sich für eine Frauenquote in Berg- und Stahlwerken, bei der Müllabfuhr oder beim Kampfmittelräumdienst einsetzt. Wo also widerspricht das der faktischen Realität?

Es ist in zahlreichen Bildungsstudien mittlerweile ein klarer Fakt, dass Jungen im heutigen Bildungssystem vom Kindergarten bis zum Schulabschluss diskriminiert werden, weil sie wissbegierig, ungestüm und körperlich aktiv sind. Da die Lehrerschaft heute, insbesondere in den Grundschulen, aber auch schon das Personal in Kindergärten, fast ausschließlich weiblich ist, ecken Jungen natürlich an, die nicht einfach nur still dasitzen und ruhig alles auswendig lernen, sondern – auch mal unbequeme – Fragen stellen und einen natürlichen Bewegungsdrang haben, der heute vielfach zu kurz kommt und lieber mit ADHS-Medikamenten ruhiggestellt wird anstatt den Bedürfnissen von Jungen im Bildungssystem gerecht zu werden. Dass in Sorgerechtsstreitigkeiten fast immer die Frauen bevorzugt das volle Sorge- und Aufenthaltsrecht für die Kinder bekommen, während die Männer auf ihre Funktionen als Arbeitstiere, (Unterhalts-)Zahlesel und Wochenend-Daddys reduziert werden, muss natürlich eine Einbildung der Väter sein, anders kann es ja gar nicht sein. Und auch bei den vielen Fällen, wo Mütter willkürlich Termine zur Abholung des Kindes absagen, um mehr Unterhalt oder eine neue Glotze vom Ex zu erpressen, können natürlich nur Einzelfälle sein – zumindest in der feministisch durchtränkten und schwarzweißen Welt von Katja Dörn.

Die größte Frechheit ist allerdings, nach Studien, die eine ungefähr hälftige Verteilung von Männern und Frauen als Opfer und Täter bei häuslicher Gewalt belegen, von „Einzelschicksalen, in denen Männer von Frauen geschlagen wurden“ zu sprechen. Man stelle sich vor, ein Mann würde davon sprechen, dass die Fälle, wo Frauen von Männern geschlagen würden, lediglich „Einzelschicksale“ seien. Dann wäre der nächste aufmerksamkeitsheischende, empörungsgeile und nicht minder verlogene #aufschrei der feministischen Szene gleich vorprogrammiert. Es wäre die Rede von DEN armen Frauen und DEN bösen Männern, kombiniert mit feministischen Hirngespinsten wie dem Patriarchat und irgendwelchen angeblich unterdrückenden Strukturen – das Standard-Argument von Feministen, wenn konkrete Fakten nicht existieren oder nicht zu ihrem eigenen Vorteil ausfallen. Diese angeblichen Strukturen sind dann irgendwie sowas wie die dunkle Seite der Macht in Star Wars – ein diffuses Etwas, für das es dann aber keine Beweise braucht, weil ein Feminist es sagt.

Vor allem über das Internet werden die Inhalte transportiert, wobei die Schreiber oftmals einen aggressiven Tonfall wählen.

Gemerkt? Auf die Inhalte wird nicht weiter eingegangen bzw. sie werden einfach mal eben falsifiziert, wenn der sogenannten Journalistin der Tonfall nicht gefällt. Aber wie wir ja von feministischen Grüppchen wie Femen wissen, haben Frauen ja nie einen aggressiven Tonfall. Ganz zu schweigen von der Bildsprache dieser Gruppe, die z.B. schonmal mit einer barbusigen Dame mit Sichel in der einen und einem blutigen Hodensack in der anderen Hand daherkommt. Wer könnte angesichts dieses liebreizenden Tonfalls die Inhalte dieser Gruppe ignorieren, die letztes Jahr an Weihnachten im Kölner Dom aus nichts anderem als „I am God“ und damit dem letzten Beleg für feministischen Größenwahn bestanden? Nein, Inhalte, Form und Tonfall von Feministen sind natürlich immer nur total sachlich, faktenbezogen,  unaufgeregt und niemals verletzend für Dritte. Zumindest dann, wenn man unter feministischer Realitätsverzerrung leidet.

Das Bundesforum Männer, ein Interessenverband für Jungen, Männer und Väter, kritisiert Männerrechtsaktivisten scharf und distanzierte sich 2012 in einem Offenen Brief von ihnen.

Haha, daher weht also der Wind! Das Bundesforum Männer wird von Männerrechtlern jeglicher Couleur als feministische Alibi-Veranstaltung eingeordnet, die verhindern soll, dass irgendeine Organisation entsteht, die sich tatsächlich für die Belange der Männer einsetzt. Zumindest habe ich faktenbasiert und lösungsorientiert vom Bundesforum Männer bislang noch nichts vernommen, das auch nur einen Hauch von Substanz hätte. Die allzeitige Anbiederung an den Feminismus fällt einem jedoch immer wieder ins Auge. Man stelle sich vor, man würde Flüchtlinge von einer Unterorganisation der NPD vertreten lassen. Das Geschrei wäre groß. Aber da es ja „nur um Männer“ geht, reicht den Feministen dieses feministisch ausgerichtete Bundesforum Männer vollkommen aus.

Ich gehe nicht weiter auf den sonstigen Quatsch ein, den Katja Dörn absondert, nur noch das Finale des Artikels, worauf sie ja mit der ganzen Diffamierung und Dämonisierung zuvor hingearbeitet hat:

Rechtskonservative Vertreter würden den Nationalsozialismus verharmlosen, um ihre These zu stützen, dass vaterlose Kinder zu Verbrechen neigen.

Dafür brauchte es zwei reichlich fakten- und argumentleere Absätze als Vorspiel. Wo und wie diese vermeintlich „rechtskonservativen Vertreter“ angeblich „den Nationalsozialismus verharmlosen“, erfährt der so aufgehetzte Leser natürlich nicht. Eigentlich ist das kaum mehr als die journalistische Variante der Nazi-Keule aus dem linken Lager, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn man inhaltlich und argumentativ ohne Kleider dasteht, aber dennoch so tun will als sei man überlegen und im Recht. Gerne kann Katja Dörn einmal diverse Studien zum Thema Jugendkriminalität lesen, aus denen sehr eindeutig hervorgeht, dass Jungen und Mädchen, die ohne Vater aufwachsen, überproportional häufig zu Delinquenz neigen. Aber was sind schon Fakten und Realität, wenn es um Feminismus oder Genderismus geht? Alles nur soziale Konstrukte!

Zum Kontrast hier einmal ein Artikel, den Katja Dörn sozusagen als „Werbung“ für ein Buch der Feministin Anke Domscheit-Berg und den unsäglichen Quoten- und Gleichstellungsfeminismus bei der Thüringischen Landeszeitung veröffentlicht hat:

Anke Domscheit-Berg: „Die Frauenquote ist ein Meilenstein“

Es ist schon auffällig, wie sehr sich Katja Dörn in diesem Artikel mit der Sache Feminismus gemein macht. Ein Merkmal eines guten Journalisten ist eben, dass er genau das nicht tut. Insofern wären sowohl die Ostthüringer Zeitung als auch die Thüringische Landeszeitung wohl gut beraten, entweder zukünftig die Artikel von Katja Dörn auf einen angemessen professionellen Abstand zum Thema zu überprüfen, das im Artikel besprochen wird, oder sich Artikel besser von Journalisten anliefern zu lassen, die zu einer objektiveren und faktisch korrekten Arbeit in der Lage sind. Feministische Lobhudeleien und männerfeindliche Pamphlete unterster Schublade sind jedenfalls nicht das, wofür Leser zu zahlen bereit sind. Da liest man doch lieber einen „Artikel“ im Playboy.

Zwischenzeitlich könnte sich Katja Dörn ja einmal mit der Studie „Die Teilhabe von Frauen und Männern am Geschlechterdiskurs und an der Neugestaltung der Geschlechterrollen – Entstehung und Einfluss von Feminismus und Maskulismus“ (kurz / lang) von Johannes Meiners und Christine Bauer-Jelinek auseinandersetzen. Dann hätte sie zumindest für einen möglichen weiteren Artikel zur Abwechslung mal belastbare und wissenschaftliche Fakten zur Hand, wenn es um die Beurteilung von Männern im Allgemeinen und Männerrechtlern im Besonderen und geht. Ich höre da schon jetzt eine feministische Filterbubble platzen… 😀

Die Wahrheit über den #Aufschrei

Die Massenmedien haben die organisierte Kampagne, die hinter dem Twitter-Hashtag #Aufschrei steht, ja kritik- und widerspruchslos geschluckt, obwohl es vom ersten Tag an immer wieder kritische Stimmen gab, die entweder an eine Kampagne für den feministischen Valentinstag namens vday glaubten oder schlicht darauf hinwiesen, dass es sich dabei nur um einen Abklatsch des Hashtags #outcry handelt.

Hier zwei statistische Auswertungen, die sich auch mit den Inhalten der Tweets befasst haben, die mit dem Hashtag #aufschrei getwittert wurden. Das Ergebnis überrascht wohl die wenigsten Menschen mit klarem Verstand:

Natürlich sind das Fakten, die die Initatorinnen dieser Kampagne, allen voran Anne Wizorek, gerne verschweigen würden und auch für die Medien wäre es peinlich, wenn der angebliche Twitter-Rekord in Zusammenhang mit #Aufschrei gar keiner war. Noch peinlicher wäre es nur, wenn noch weitere Verdrehungen und Manipulationen rund um diese Storytelling-Kampagne bekannt würden.