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Warum ich Diskussionen mit Feministinnen meistens für sinnlos halte

Wie die anderen „Fundamentalisten“, halte ich Diskussionen mit Feministinnen in der Regel für sinnlos und Zeitverschwendung. Der feministische Standpunkt ist in den meisten Fällen für sachbezogene Diskussionen nicht als vernünftig zu bezeichnen, weshalb es dann auch keine vernünftige, sachbezogene Diskussion geben kann. Darüber hinaus ist der unsachliche bis unsägliche Diskussionsstil vieler Feministinnen einfach nervtötend und kräftezehrend und ich vermute mal, dass auch genau dies das Ziel dieses schlechten Stils ist. Wenn dann mehrere geifernde Feministinnen gleichzeitig ihren ideologischen Quatsch ablaichen, ohne Belege zu liefern, Quellen anzugeben oder auch nur einmal vorübergehend den Standpunkt des anderen überhaupt zu akzeptieren und darüber nachzudenken (Stichwort: Empathie), verschwendet man einfach nur seine Zeit und Kraft mit diesen Gestalten. Ein sehr gutes Beispiel fand ich neulich in den Kommentaren zu einem Artikel über den Fall Elliot Rodger und solch einen Schrott schalte ich auch deshalb nicht frei, weil er keine Basis für eine sachbezogene Diskussion ist:

Mit Recherche habt ihr es nicht so, oder?

Erstmal die Leute anranzen, das ist der typische Start einer solch feministischen Diskussion.

Das Asperger-Syndrom ist keine Erkrankung und dagegen gibt man üblicherweise auch keine Medikamente.

Eine Behauptung ohne Beleg, super. Im psychischen Bereich spricht man anstelle einer Krankheit häufig eher von einer Störung, z.B. von einer Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung. Diese hat jedoch einen entsprechenden Krankheitswert und für die Betroffenene einen Leidensdruck, deshalb spricht man ja auch von einer psychischen Krankheit. Ob man letztlich von einer Krankheit, einem Syndrom oder einer Störung spricht, ist daher relativ egal. Es gibt logischerweise auch keine Medikamente gegen eine Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung oder gegen so etwas wie das Asperger-Syndrom. Wohl aber können die entsprechenden Symptome behandelt werden, z.B. depressive Verstimmungen mit Antidepressiva oder Unruhe mit entsprechenden Beruhigungsmitteln. Ein Beleg oder zumindest eine Quellenangabe wie ein Link wäre daher eine Mindestanforderung, wenn man haltlose Behauptungen aufstellt, welche dem aktuellen Stand der Wissenschaften widerprechen wollen. Andernfalls macht man sich lächerlich.

Ausserdem ist die Behauptung, Rodger habe das Asperger-Syndrom gehabt, definitiv widerlegt. Dementiert vom Vater selbst.

Auch hier fehlt wieder eine Quellenangabe, mindestens ein Link auf einen neutralen Artikel in seriösen englisch- oder deutschsprachigen Medien. Wieder nichts. Wie soll man auf dieser Basis sachbezogen diskutieren? Es geht nicht und deshalb lasse ich das üblicherweise, wenn sich Feministinnen auf diese Art und Weise ideologisch in meinem Kommentarbereich erbrechen. Es geht diesen Feministinnen nämlich gar nicht um inhaltliche Diskussionen, es geht ihnen darum, mit blanken Behauptungen und Gepöbel einfach Recht zu behalten und bei anhaltender Widerrede das Gegenüber als Masku oder Sexist zu labeln, alternativ auch als Nazi oder was Feministinnen sonst noch so absondern, wenn sie merken, dass sie keine Argumente haben und man sich auch von noch so viel Gezeter nicht von diesem Fakt ablenken läßt.

Dieser schlechte Stil ist mir wiederholt aufgefallen, auch bei solchen Feministinnen, die von den „Gemäßigten“ als angeblich diskutabel verkauft werden. Alternativ werden ellenlange Texte per Copy & Paste gepostet, die eigentlich nichts sagen und ebenfalls keine Quellenangaben enthalten. Ziel dieses Vorgehens ist es, die Zeit und Kraft des Gegenübers zu binden und scheinbar Recht zu behalten. Wer sich konstruktiv für Männerrechte einsetzen will, schert sich deshalb am besten in keinster Weise um solche feministischen Ergüsse und vermeidet sinnlose Diskussionen mit Feministinnen. Man könnte nämlich ebenso mit seit Geburt blinden Menschen über Farbharmonie diskutieren – beides führt zu exakt nichts. Denn Feministinnen akzeptieren nur die Konstruktionen des Feminismus, keine sachlichen Argumente oder die Lebensrealität anderer Menschen, schon gar nicht von Männern.

Andererseits stelle ich mir auch die Frage, wie diese Feministinnen an der Universität ihre Haus- und Abschlussarbeiten geschrieben haben wollen, wenn sie keine einzige ihre Behauptungen angemessen belegen und keine Quellen angeben. Reicht in Gender Studies und vergleichbar ideologisch dominierten Schrottfächern etwa die Eigenschaft „Frau“ der Verfasserin als gültige Quellenangabe? Wundern würde es mich nicht.

Hier noch ein Artikel über den medikamentösen Hintergrund von Elliot Rodger – und so viel zu den ganz alltäglichen Lügen und Manipulationen der Feministinnen.

Warum homosexuelle Männer für Männerrechtler eher belanglos sind

Innerhalb des Szene der Männerrechtler gibt es einige, die meinen, dass es besonders notwendig oder gar sinnvoll sei, homosexuelle Männer in die Bewegung zu integrieren.  Ich halte dies für einen Irrweg und ich werde nachfolgend auch darlegen, warum ich dies so sehe.

Homosexuelle sind üblicherweise bereits in homosexuellen Netzwerken und Lobbys organisiert und vertreten, so dass eine zusätzliche Vertretung dieser Männer durch die Männerrechtler überflüssig ist. Darüber hinaus ist es auch eine Frage der eigenen Definition homosexueller Männer, ob für sie für Männerrechtler von Interesse sind oder nicht. Definieren sie sich zuerst als Männer und erst danach als homosexuell, ist das kein Problem. Definieren sie sich aber zuerst als Homosexuelle und erst danach als Mann, sind sie in den homosexuellen Netzwerken und Lobbys besser aufgehoben. Generell haben die Netzwerke und Lobbys der  Homosexuellen den Vorteil, dass sie bereits vollständig in die Gesellschaft integriert sind, teilweise auch bereits öffentlich gefördert werden und – siehe das Thema Bartwurst beim ESC2014 – einen erheblich größeren Einfluss haben als die Männerrechtler mit ihren paar Autoren, Büchern, Vereinen und versprengten Gruppen, die sich sinnvollerweise auch noch untereinander anzicken, weil einige verwirrte  Spinner meinen, fruchtlose Diskussionen mit Feministinnen könnten zu irgendeinem Ergebnis im Sinne einer Verbesserung der Lage aller Männer führen.

Ein weiteres Problem sehe ich auch darin, dass – ähnlich wie mit den Lesben im Feminismus – die Homosexuellen den Männerrechtlern einen Teil der Agenda ihrer Homo-Lobbys aufdrücken könnten, wovon lediglich diese homosexuellen Männer einen Nutzen hätten. Die Relation aus Aufwand und Ergebnis für alle Männerrechtler ist da einfach zu gering und deshalb denke ich, dass es zwar okay ist, wenn sich homosexuelle Männer als Männerrechtler engagieren, sie sind aber weder zwingend notwendig noch pauschal als gut und nützlich für die Bewegung zu betrachten.

In diesem Sinne: Wenn Ihr wollt, homosexuelle Männer, engagiert Euch in der Männerrechtsbewegung, aber erwartet weder eine Sonderbehandlung noch eine besondere Berücksichtigung der Interessen Homosexueller. In der Männerrechtsbewegung geht es um die Interessen und Rechte aller Männer und eben nicht bloß um irgendeine sexuelle Minderheit.

Mäßiggang ist aller Ende Anfang…

„Entschuldigung“ – oder was?!

Seit einiger Zeit tobt im Hintergrund ein Streit um den Maskulismus an sich, welcher dadurch ausgelöst wurde, dass ein Blogger, der bis dahin als „maskulistisch“ wahrgenommen worden war, sich in einem öffentlichen Blogeintrag bei einer Feministin entschuldigt hat, die der eine oder andere Maskulist bereits als primär negative Figur wahrgenommen hat. Eine bevorzugte Strategie dieser Feministin besteht darin, in Blogbeiträgen und Kommentaren generell nicht das zu lesen, was geschrieben steht, sondern das, was sie verstehen will und ihr so eine Angriffsfläche verschafft, damit sie auch bloß Recht oder zumindest das letzte Wort behält. Zwischendurch vergleicht sie maskulistische Blogger auch gerne mal mit Goebbels und beantwortet den Hinweis darauf, dass dieser Vergleich unpassend ist, mit Floskeln wie „Heul doch!“ oder „Geh bitte sterben“ – man sieht also schon, eine äußerst äh… sympathische Figur des Feminismus.

Nun geschah es, dass diese feministische Bloggerin, die sich offenbar nicht nur für ganz supertoll hält und mit einer Superheldin als Avatar durch die Blogosphäre zieht und dort ihre oftmals wenig bis gar nicht bereichernden Troll-Kommentare feministischer Bauart ablaicht, irgendwann einmal einen Artikel zum Thema Beschneidung geschrieben hatte, der sich zufällig mit der Position der Maskulisten deckte – nämlich dass unbeschnitten der Naturzustand und die Beschneidung ohne medizinische Indikation schlicht eine Verstümmelung ist. Daraufhin wurde dieser Artikel bei Genderama verlinkt und von dort aus zog sich dann die Verlinkung durch einen größeren Teil der maskulistischen Blogosphäre. Das hat wohl manche Maskulisten dazu gebracht, mit dieser Person diskutieren zu wollen und die Diskussionen endeten offenbar oft genug mit Eskalation und / oder Spamblock bei Twitter. So kam es wohl auch zu der Situation, für die sich der besagte Blogger dann in Kotau-Manier öffentlich entschuldigte, obwohl zu einer solchen Situation samt Eskalation immer mindestens zwei Leute gehören.

Mich haben an diesem ganzen Gegacker rund um diese öffentliche Entschuldigung ein paar Dinge erheblich gestört. Das wäre zunächst der Punkt, warum man so etwas in einem öffentlichen Blogeintrag macht und nicht in einer persönlichen Mail oder per Nachricht bei Twitter, wenn es denn unbedingt sein muss. Es betrifft nur diese beiden Personen, also regelt das unter Euch wie erwachsene Leute und geht damit nicht noch anderen auf die Nerven.

Ein weiterer Punkt ist der, dass der besagte Blogger seitdem vorrangig damit beschäftigt ist, für eine total kuschelig-defensive Diskussion mit den Feministinnen zu werben, voll einen auf sozialpädagogisches Verständnis für deren angeblich noch heute erlebbaren „Diskriminierungen“ macht und alle Maskulisten verdammt, die sich seinem vermeintlichen Pfad zur Erleuchtung nicht anschließen wollen. Darin wird er von einer Handvoll eher weicher Maskulisten und natürlich von einigen Feministinnen bestärkt und selbstredend tobten sich in den Kommentaren sogleich die bekniete Feministin und ihre Fankurve in einer Art und Weise aus, für die ihr wohl jeder normal denkende Mensch einen Tritt in den Allerwertesten verpasst hätte – ohne anschließende Entschuldigung. Aber nein, der besagte Blogger beschimpfte sogar noch andere Maskulisten –  mancher will inzwischen mit der gesamten Maskulisten-Szene nichts mehr zu tun haben, obwohl sie bereits länger und mehr zum Thema, z.B. auch zum Thema häusliche Gewalt gegen Männer, geschrieben haben als der merkwürdige Feministinnen-Kuschler.

Das Problem mit dem erwähnten Blogger ist schlicht, dass er nur noch seinen selbst als „gemäßigt“ bezeichneten Weg für den einzig wahren und richtigen hält. Gleichzeitig reagiert er auf Kritik so, dass er eben nicht wie die anderen Maskulisten sein müsse und überhaupt alle böse und schlecht seien, nur er nicht. Besonders beliebt ist bei ihm der Argument-Ersatz „gelbes Forum“, in dessen Nähe er jeden rückt, der nicht seiner Meinung ist. Ich habe länger überlegt, ob diese Type vielleicht unter einer starken narzisstischen Persönlichkeitsstörung oder einem Messias- bzw. Jerusalem-Syndrom leidet, ich bin da allerdings noch etwas unschlüssig.

Gruppen im Maskulismus

Die Szene der Maskulisten setzt sich seit jeher aus verschiedenen Strömungen zusammen und ich denke, es steht weder diesem einen Blogger noch sonstwem zu, in fast schon feministisch flacher Art und Weise gegen andere Strömungen zu Felde zu ziehen. Folgende Strömungen / Gruppierungen habe ich bisher unter Maskulisten grob ausgemacht:

  • Väterrechtler,
    meistens geschiedene Väter oder Kuckucksväter, die alle ihre schmerzlichen Erfahrungen mit dem deutschen Sorge-, Unterhalts- und Umgangsrecht gemacht haben, das sehr frauenzentriert tickt.
  • MGTOW (Men Going Their Own Way),
    Männer jeglichen Alters, die für sich entschieden haben, sich mehr oder weniger weit nicht mehr den gesellschaftlichen Rollenerwartungen an Männer zu beugen. Sie haben keine oder primär sexuelle Beziehungen zu Frauen, leben ihr Leben und gehen eben ihren eigenen Weg. Sie führen keine langfristigen Beziehungen mit Frauen, heiraten nicht und gründen auch keine Familie.
  • Anti-Feministen,
    hier sammelt sich alles mögliche an Männern, wo wirklich alles dabei ist. Angefangen von Leuten, die einfach nur den aktuellen Feminismus ablehnen, bis hin zu solchen, die mehr oder weniger wortwörtlich den Frauen wieder die drei Ks, also Kinder, Küche und Kirche, zuweisen wollen.
  • Männerrechtler,
    aus unterschiedlichen Lagern und politischen Strömungen, die weder die um sich greifende Misandrie noch die Benachteiligung von Jungen und Männern im gesamten Bildungssystem weiter ertragen wollen und u.a. für ein ähnlich gutes Hilfs- und Betreuungsangebot für Jungen und Männer streiten, wie es für Mädchen und Frauen bereits gibt.
  • Gender-Gegner,
    Gegner des Gender Mainstreaming, männlich wie weiblich, politisch aus unterschiedlichen Richtungen, aber dominiert von Konservativen bis zur AfD. Gegen Frühsexualisierung von Kindern und Genderwahn im Bildungssystem.

Das ist ein grober Überblick, den ich aus meinen Followern bei Twitter und meinen Fans bei Facebook ausgemacht habe. Jede Gruppe hat ihre Eigenheiten,  ihre Erfahrungen, ihre Standpunkte und Ziele. Ebenso hat jede Gruppe auch einen eigenen Diskussionsstil und während die einen gegen das männerfeindliche Rechtssystem wettern, ziehen andere eben gegen männerhassende #killallmen-Feministinnen zu Felde, z.B. bei Twitter, bei Facebook oder in eigenen Blogs. Eine Gleichschaltung des Umgangs  mit Feministinnen in den Weichspülgang ist daher absolut unangebracht.

Verschiedene Schwerpunkte und Ziele

In jedem Fußballspiel und in jedem militärischen Kampf gibt es unterschiedliche Flügel und Einheiten mit unterschiedlichen Kompetenzen und Aufgaben. Wie leblos wäre wohl ein Fußballspiel, wenn immer die eine Mannschaft aus 100% Verteidigung und die andere immer aus 100% Sturm bestünde? Und wie wären wohl manche historische Schlachten ausgegangen, wenn nicht unterschiedliche Einheiten zu Lande, zu Wasser und in der Luft mit unterschiedlichen Mitteln auf ein Ziel hingearbeitet hätten, idealerweise mit einer abgestimmten Strategie als Überbau?

Ich denke, wir sollten uns von selbsternannten „gemäßigten Maskulisten“ nicht spalten oder anderweitig in die Enge treiben lassen. Diese Leute haben halt ihren Weg, andere haben andere Wege. Solange einem niemand auf die Nerven geht und mit missionarischem Eifer die Bekehrung versuchen will, sollen sie ruhig mit ihren vermeintlichen Vorzeigefeministinnen kuscheln oder sie meinetwegen auch heiraten. Entweder liegen sie denen dann irgendwann mit einer lila Dauerwelle kläffend zu Füßen oder sie kommen mit Dolch im Rücken jammernd zu den anderen Maskulisten gelaufen, nachdem sie von ihren Lieblingsfeministinnen überall als besonders dämliche und leicht manipulierbare Köter vorgeführt worden sind.

Ich denke aber auch, dass noch gar nicht der Zeitpunkt gekommen ist, wo Maskulisten sich unnötig mäßigen sollten. Der Maskulismus befindet sich in Medien und Öffentlichkeit noch weit unter der Wahrnehmungsschwelle, erst Tröpfchen für Tröpfchen werden einzelne Punkte wie häusliche Gewalt gegen Männer thematisiert. Dass die Medien den Maskulismus totschweigen, hat auch damit zu tun, dass in vielen Redaktionen ein großer Anteil Frauen sitzt und man kann anhand der Mitglieder- und Unterstützerlisten ungefähr abschätzen, wie viele davon in feministischen Organisationen wie ProQuote oder im Journalistinnenbund organisiert oder zumindest Unterstützer dieser Organisationen sind.

Deshalb ist es gut, wenn wir unterschiedliche Gruppen und Stimmen, Standpunkte und Ziele, Diskussionen und Stile im Maskulismus haben, damit die Wahrnehmung maskulistischer Anliegen an vielen Stellen gleichzeitig stetig zunehmen kann. Wir sollten daher vermeiden, dass die „gemäßigten Maskulisten“ aus einem bunten und funktionalen Werkzeugkasten samt Schlagbohrer und Kettensäge nur noch eine Streichholzschachtel mit einem winzigen Schraubendreherchen darin übrig lassen.

Gemäßigt sein kann ich, wenn ich tot bin…

Antwort auf den offenen Brief von Thomas Fügner

Thomas Fügner von der Männerschmiede richtete vor einiger Zeit einen offenen Brief zum Thema Männerstreik an Arne Hoffmann und mich. Ich komme erst jetzt zu einer Antwort, da ich mich zu diesem Zeitpunkt in den letzten Zügen einer Beziehung befand. Erst wenige Wochen zuvor hatte ich erkennen müssen, dass meine Ex-Partnerin offensichtlich am Borderline-Syndrom leidet, zwar wohl schon länger ohne SVV , aber mit den sonstigen für Familienangehörige und Partner üblichen Belastungen. Vorangegangen war zu diesem Zeitpunkt schon die von mir betriebene Kündigung der gemeinsamen Wohnung, gefolgt von der Suche nach einer neuen Bleibe, Umzug und Renovierung der ehemaligen Wohnung. Das Ganze unter einem seit März diagnostozierten neuen Schub meines Morbus Crohn, der u.a. mit Kortison behandelt wird und auf Grund der vielfältigen Belastungen aus diesen notwendigen Veränderungen bis heute andauert.

Am Borderline-Syndrom leiden übrigens – man spricht von ca. 70% oder auch mehr – größtenteils Frauen. Ich will nicht wissen, wie viele Männer sich zu gerade diesem Zeitpunkt ebenfalls in einer Beziehung zu einer untherapierten Borderlinerin befinden und in dieser Beziehung körperlich, seelisch, emotional und wirtschaftlich mehr oder weniger großen Schaden nehmen. Ich kann nur jedem Mann empfehlen, der Merkmale des Borderline-Syndroms an seiner Partnerin und in seiner Beziehung erkennt, die Partnerin zum Therapeuten zu schicken und bei nachhaltiger Verweigerung unverzüglich das Weite zu suchen – lieber eine Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

Kommen wir nun zu dem offenen Brief:

Danke für Euer Engagement für die Sache der Männer! Das vorneweg. Und ohne Wenn und Aber. Sondern mit einem UND:

UND Wenn ihr ABER streikt- was soll das bringen?!

Ich bin mir sicher, dass diese Frage auch damals zu Beginn der Frauenbewegung gestellt wurde. Was sie gebracht hat, sehen wir heute: Obwohl Frauen schon seit vielen Jahren überprivilegiert sind und im Vergleich zu Männern zahlreiche Vorteile geniessen, ohne die gleichen Verpflichtungen und Belastungen wie Männer hinnehmen zu müssen, wird noch immer die angeblich andauernde Diskriminierung der Frauen beklagt, um weitere Privilegien durchzuboxen. Medien und Politik stehen hier gerne als Steigbügelhalter zur Verfügung, Kritik gibt es nur selten. Der Männerstreik soll zuerst eines bringen: dass Männer über sich und ihre Position in Gesellschaft und Familie nachdenken, Fragen stellen und sich darüber bewußt werden, dass fast alles, was die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten vorangebracht, technischen Fortschritt und Zivilisation ermöglicht hat, von Männern geschaffen wurde. Natürlich gab es dabei auch unerwünsche Nebenerscheinungen, aber wer den Komfort und die längere Lebenserwartung des modernen Lebens haben will, der kommt eben nicht umhin, auch diese Nebenerscheinungen hinnehmen zu müssen. Und seien wir ehrlich: das Streben nach Komfort und Luxus ist seit Urzeiten ein vorrangig weibliches Streben. Das nur als eines von vielen Beispielen.

Streik- das klingt nach früher Arbeiterbewegung, (klar, Arne, bekennend links ist das anschlußfähig, das gefällt, hmm?) das klingt dem Aufstand der Machtlosen, das klingt nach “Rechte einklagen” viel RECHT haben, viel Klagen, viel Be-SCHWERden, das klingt nach Resignation und innerer Kündigung. Eine Sieger- Option beinhaltet diese Haltung nicht.

Schade.

Da irrst du, Thomas.  Der Streik war lange Zeit ein durchaus gewichtiges Instrument im Arbeitskampf, allerdings in Deutschland wegen des fehlenden Grundrechts auf politischen Streik / Generalstreik seit jeher schwächer ausgeprägt als bei unseren europäischen Nachbarn. Auch die Französische Revolution speiste sich aus langwierigem Verdruß über die herrschenden Verhältnisse und begann als Demonstration oder Streik. Die Schwäche des Instruments Streik im Deutschland von heute ist vor allem dem typisch deutschen Untertanengeist zuzurechnen, Gerhard Schröders neoliberale Agenda 2010 verstärkte diesen mittels weiterer Entrechtung der durchschnittlichen Arbeitnehmer noch weiter. Dass die Frauen vermehrt als zusätzlich verfügbare Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt drängen, hat auch nicht gerade zur Stärkung der Position der Arbeitnehmer bei Tarifverhandlungen beigetragen. Einen Streik mit Resignation und innerer Kündigung gleichzusetzen, wird jedenfalls der Sache nicht gerecht, denn ein Streikender sagt ja gerade, dass er das Spiel unter diesen Umständen nicht mehr mitmacht und er ist bereit für seine Positionen und Forderungen zu kämpfen.

Aber Ihr klingt vor allem kindisch- trotzig: “Da spiele ich nicht mehr mit!!” Wie aber wollt Ihr das Spiel lernen, beherrschen, gewinnen vielleicht, wenn Ihr Euch dem entzieht?!

Es geht nicht darum, das miese Spiel, das mit den Männern seit jeher gespielt wird, zu lernen, zu beherrschen oder zu gewinnen. Vielmehr geht es darum, das Spiel und dessen Regeln zu verändern. Genauso haben es die Feministinnen auch gemacht. Dazu ist es aber notwendig, dass man sich dem aktuellen Spiel verweigert oder es nur noch halbherzig unter Protest mitspielt, damit die anderen männlichen Mitspieler erfahren, dass sie mit ihrem Unbehagen und ihrer unbewußten Ablehnung vieler männerfeindlicher Spielchen und Regeln nicht alleine sind. Und auch die Frauen sollen ruhig erfahren, dass unser Einsatz und die Privilegien, die wir ihnen alleine auf Grund ihres Geschlechts gewähren, nicht selbstverständlich sind und der Bogen mittlerweile maßlos überspannt wurde.

Wie soll das auch konkret aussehen- zum Vögeln nur noch in den Puff, Männerkuscheln am Lagerfeuer, Demos…?

Ich bin durchaus auch ein Freund von Polemik und Sarkasmus, halte sie aber in diesem Kontext für unangebracht. Die Männer müssen sich zuerst bewußt werden, dass sie noch immer im urzeitlichen Rollenklischee als austauschbares Arbeitstier und rechtloser Zahlesel, Ernährer und Beschützer gefangen sind, während die Frauen mittels Feminismus zahlreiche andere Möglichkeiten der Lebensgestaltung für sich erobern konnten.

Um gleich die Provokation zu entschärfen: David Schnarch (Psychologie der sexuellen Leidenschaft) hat ziemlich ausführlich gezeigt, dass die persönliche Entwicklung in erster Linie IN, nicht ohne die Beziehung funktioniert

In Beziehung zu wem oder was? Der Mensch lernt und wächst durch Interaktion mit seiner Umwelt, es ist aber keinesfalls so, dass als Beziehung nur die Beziehung zur Mutter oder zu anderen Frauen relevant ist. Gerade für Männer ist neben dem Vater auch der Freundeskreis extrem wichtig, bei vielen auch noch die Fußballmannschaft oder Kontakte aus dem Fitness-Studio. Persönliche Entwicklung ist nicht abhängig von einer amourösen Beziehung, im Gegenteil. Wer sich persönlich weiterentwicklen will, dem wird häufig empfohlen – zumindest temporär – in die Stille und Einsamkeit zu gehen. Kontemplation funktioniert einfach nicht, wenn um einen herum dauernd geplappert und gezerrt wird. Für mich selbst kann ich auch nur sagen, dass ich die größten persönlichen Fortschritte in Zeiten des Alleinseins und der Stille gemacht habe, nicht in Diskussionen und Gezerre innerhalb von Beziehungen. Und ganz ehrlich, lieber Thomas, willst Du Mönchen – vor allem in Klöstern mit asiatischer Philosophie – vorwerfen, sie würden sich persönlich nicht weiterentwickeln?

Auch das persönliche Glück ist doch viel weniger in der Entsagung zu finden, als in der Hingabe!!

Das ist Ansichtssache. Wenn Hingabe bedeutet, dass man sich hingibt, seine Zeit, Kraft, Nerven und sein Einkommen kampflos Dritten überläßt, die selbst nur nehmen und selten geben, dann ist das in meinen Augen eher Dummheit als Glück. In einer Beziehung muss die Hingabe – in jeglicher Hinsicht – auf Gegenseitigkeit beruhen, zu starkes Ungleichgewicht und Einseitigkeit sind aber das, was einen Mann in Beziehungen mit den heutigen Frauen vielfach erwartet. Denn diese schöpfen heute einerseits die Möglichkeiten aus, welche Emanzipation und Feminismus ihnen erkämpft haben, andererseits nehmen sie aber weiterhin alle Privilegien und Möglichkeiten wahr, die mit dem klassischen Rollenbild verknüpft sind. Wer kennt beispielsweise nicht jenen Schlag Frau, der am Wochenende trotz leerem Konto weiter ausgehen möchte und dazu einfach das Dekolletee vergrößert, während sich die Rocklänge / Stoffmenge am Leib verkleinert?

Die Maennerschmie.de ist da konstruktiver: REIN in die Beziehung- UND WENN´s auch (zeitweilig) ein Kampf ist, das ist das Leben, das IHR gewählt habt, auszuleben, anzunehmen, also NEHMT es WAHR! Nehmt die Frau an Eurer Seite wahr, oder die, die Euch im Zug gegenüber sitzt, sondern als Frau, nicht als Feindin, die lieben und geliebt werden will!

Wie viele Männer wohl schon wie oft genau so verfahren sind, gekämpft und am Ende dennoch verloren haben? Viele Frauen sind aber Meisterinnen der Maskerade und des Verstellens, nicht erst vor dem Schminkspiegel. Außerdem gibt es heute genügend Frauen, die eher Karriere machen als eine Beziehung führen und geliebt werden wollen, ja gar selbst gar nicht mehr in der Lage sind zu lieben und eine Beziehung zu führen. Bei diesen Exemplaren ersetzen Job und eigenes Einkommen den Mann, die Bestellung bei Zalando oder der Shopping-Trip nach London den Sex und Orgasmus. Wenn der Feminismus bei einem erfolgreich war, dann beim Einimpfen von Männerhass und Männerfeindlichkeit in die Gesellschaft und insbesondere in die Köpfe und Herzen vieler heutiger Frauen.

Habt MUT, Euch dem Leben zu stellen, Eure Kinder zu sehen, Freunde, kocht für sie, seit kraftvoll, positiv

Auch Männer, die gegen die herrschenden Verhältnisse in Gesellschaft, Beziehung und Familie streiken, stellen sich dem Leben. Nicht nur das, sie stellen sich auch dem Leben von Männern der kommenden Generationen, wenn sie jetzt für Veränderungen eintreten, von denen auch Männer zukünftiger Generationen profitieren. Jenseits des Kinder-Themas sind das alles Dinge, für die man weder eine Frau noch eine amouröse Beziehung zu einer Frau braucht. Ein guter Freundeskreis – unabhängig vom Geschlecht der Freunde – reicht da vollkommen aus.

Lasst die (geistigen), Phantome, Männer- hassende Femen, Emanzen, Lesben, lasst sie in Eurem Leben sterben, lasst sie einsam und in Kälte der Nicht-Achtung vertrocknen – Ihr HABT DIESE Freiheit in EUREN Köpfen, in Euren Herzen: “Don´t feed the Trolls!” (Vielleicht ist DAS der Teil Eures Streik- Aufrufes, den ich Unterstützen mag: töten durch mediale Nicht- Beachtung)

Das Ignorieren eines Problems ist nur selten dessen Lösung. Ich stimme Dir zwar zu, dass die männerhassende Femen-Emanzen-Lesben-Fraktion deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommen sollte, da deren Ideologie sonst weiter Zulauf und Futter erhält, aber die mediale Aufmerksamkeit dieser Leute verringern wir auf diesem Wege nicht. Wenn das nächste Sommerloch oder anderweitig Bedarf an Themen für TV-Magazine, Interviews oder Talkshows besteht, werden – wie schon bei der lächerlichen #aufschrei-Kampagne – die Hetzerinnen wieder in den Studios oder vor den Mikrofonen sitzen und ihre Ideologie verbreiten. Was es dann braucht, das ist ein Gegengewicht. Leute, die die ganze Lächerlichkeit des heutigen Feminismus samt Opferabos, Diskriminerungslügen und Überprivilegierungen der Frauen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und so sukzessive ein Umdenken herbeiführen. Bei mir war einer davon Arne Hoffmann, dessen Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ für mich in vielerlei Hinsicht das bestätigt hat, was ich schon lange unbewußt geahnt und gespürt hatte: dass die Feministinnen zwar am lautesten und häufigsten geifern, jammern und weitere Zuckerl fordern, aber heute eigentlich die Männer das tagtäglich diskriminierte und verachtete Geschlecht sind.

Baut stattdessen etwas Eigenes auf, EURE Vorstellung vom Leben als Männer für und mit Euch, um Euretwillen. Erst in zweiter Linie für die Frauen, oder, noch schlimmer, als Opfer oder Bedürftiger der Frauen.

Genau darum geht es ja, teilweise angelehnt an die MGTOW-Bewegung, aber ohne Rückzug und Passivität davon. Allerdings sehe ich die Frauen nicht einmal in zweiter Linie. In erster Linie sollte man selbst stehen, die eigenen Ansichten und Ideale, dann die eigenen Geschlechtsgenossen und die Gesellschaft als Ganzes. Frühestens danach spielen vielleicht Frauen eine Rolle, müssen es aber nicht. Denn auch wir Männer haben das Recht auf Selbstverwirklichung, bei der wir uns nicht von Frauen ausbremsen oder sabotieren lassen sollten. Es bleibt aber nicht aus, dass Frauen den Weg des Mannes ausgerechnet dann kreuzen, wenn er selbstzufrieden seine Ziele verfolgt und dabei glücklich ist. Offenbar zieht man so die gewisse Frauen an wie das Licht die Motten.

Denn Ihr seid für ganz andere Frauen attraktiv, wenn Ihr in Euren Herzen, in Eurem Geist eine stabile Eigenliebe, einen positiven, gestaltenden (nicht: sich verweigernden!) Selbstwert entwickelt. DAFÜR bin ich für Euch da.

Und da ist sie wieder: Die Fixierung auf die Frauen. Warum? Kann ein Mann ohne Frau nicht glücklich sein oder existieren? Ich kann wahrscheinlich besser kochen (ohne Fix-Tütchen) als geschätzte 80% der heutigen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren (Köchinnen ausgenommen), Ordnung und Reinlichkeit sind für mich ebenso wichtig wie eine gewisse Struktur und Effizienz bei Haushaltsarbeiten einschließlich Bügeln, Nähen und was sonst noch so anfällt. Ich habe schlicht keinen Grund, mir unbedingt eine Frau ans Bein zu binden – schon gar nicht, wenn ich meinen eigenen Weg gehe und dabei glücklich bin. Ausnahmen: Sex und die Gründung einer Familie, sofern man sich das bei der konstant hohen Scheidungsquote und dem heutigen Familienrecht noch antun will.

Dass wir Männer uns einfach nur innerlich und äußerlich aufhübschen sollen, um einen anderen Typ Frau anzuziehen als die durchschnittliche deutsche Frau mit überdurchschnittlichem Scheidungs- und Kuckuckskinder-Risiko, ist nicht Tenor und Ziel des Männerstreiks! Es geht darum, die Problematik der vielfältigen Diskriminierungen der Männer in Beruf, Gesellschaft, Beziehung und Familie ins öffentliche Bewußtsein zu rücken und so auf diesen Gebieten nachhaltig Veränderungen anzustoßen. Denn egal, wie sehr man seinen Weg geht und seine Partnerin oder Frau zum halbwegs funktionierenden Partner „erzieht“, eines bleibt auch bei Deinen Ratschlägen gleich, Thomas: Es ändert sich dadurch nichts am männerfeindlichen gesellschaftlichen Klima und im Falle einer Scheidung von der Ehefrau hat man mit den gleichen Nachteilen und Geld-Streitereien um Unterhalt & Co. zu kämpfen wie jeder andere Mann auch.

Korrekt ist hingegen, dass viele Männer erstmal neu lernen müssen, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn sie sich nur um sich selbst kümmern wollen und auch dann einen Selbstwert haben, wenn sie Single sind und auch kein Interesse an einer Beziehung haben. Eigenliebe und ein Wille zur Gestaltung seines Lebens und der Gesellschaft gehören da natürlich auch dazu. Sich dem Gros der heutigen Frauen zu verweigern oder sie nur für ein paar Stunden oder eine Nacht neben sich zu dulden, halte ich aber trotzdem für einen gangbaren und vernünftigen Weg, wenn jemand schlicht keine Lust auf eine Beziehung hat oder sich nach zahlreichen negativen Erfahrungen bewußt dafür entscheidet.