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Liebe Sofia…

…bei der feministischen Hetzschrift EMMA heulst Du Dich darüber aus, dass Du als Feministin keine Argumente hast, wenn Männer Dir mitteilen, dass sie heute selbst vielfach benachteiligt und  – insbesondere auch von Frauen – ausgenutzt werden. Ich bedaure, dass Wahrnehmung und Verstand bei Dir offenbar nicht ausreichen zu erkennen, dass diese Beschwerden vollauf realistisch und vielfach sogar noch untertrieben sind, weil man uns Männern ja beigebracht hat, dass Indianer keinen Schmerz kennen und nicht weinen. Wenn Männer sich also beklagen, dann ist das – entgegen der feministischen Polemik, dass wir angeblich schon bei einem kleinen Schnupfen beklagen würden totkrank zu sein – durchaus ernstzunehmen. Die meisten Männer würden als Hauptverdiener und Ernährer der Familie oder schon nur des gemeinsamen Haushalts eher selbst eine echte Grippe oder eine Lungenentzündung bis hin zur Herzbeutel- oder Herzmuskelentzündung verschleppen, anstatt diejenigen hängen zu lassen, die sie lieben. Oder wie las ich es noch zuletzt: Bevor es auch nur der Frau des Arbeiters etwas schlecht geht, geht es dem Arbeiter selbst schon lange sehr schlecht.

Ich bin im Übrigen nicht der Meinung, dass Feministdingsbums nur mal einen Schwanz brauchen, wesentlich sinnvoller und erfolgreicher könnte da meiner Meinung nach eine „Arztperson“ mit der Fachrichtung Psychiatrie sein, sofern eine lebenslange Betreuung gewährleistet wäre. Außerdem würde ich es keinem Mann zumuten wollen, sich auf erotischer Ebene mit einer Feministin abgeben zu müssen, solange es z.B. noch Bäume mit Astlöchern gibt.

So so, in einer „Tierrechtsinitiative“ bist Du also auch noch. Bist Du das vor oder seit Deiner feministischen Erkrankung? Und warum kommst Du auf die Idee, man müßte Tierrechte und Tierschutz mit Feminismus verschwurbeln? Keine Spezies hat es verdient, mit Feministinnen in einen Sack gesteckt  zu werden. Da ich selbst Tierschützer und Tierrechtler bin, sage ich Dir nur eines: Geh um wessen Willen auch immer den Aktivisten nicht mit Deiner feministischen Kopfkacke auf die Nerven! Die brauchen ihre Zeit, Kraft, Argumente und Aufmerksamkeit für wichtigere Themen als mehr oder weniger stark geistesgestörte und sich maßlos überschätzende Gender Studies-Bacheloretten in Aufsichtsratsposten zu bringen! Aber ja, schon ab dem Kindergarten werden Jungen bestraft, dass sie Jungen sind und sich wie Jungen verhalten, weil im gesamten Bildungssystem inzwischen weibliches Verhalten –  sowas wie still sitzen, brav alles auswendig lernen und wiederholen anstatt selbst und vor allem kritisch zu denken – gefordert wird. Da geraten Jungen dann ganz automatisch ins Hintertreffen, weil man ihre geschlechtsspezifischen Bedürfnisse nach körperlicher und geistiger Bewegung, Neugier und Forschergeist schlicht ignoriert und nachhaltig nicht befriedigt.

Leider leider bist Du auch noch uninformiert genug, so etwas wie das Sorgerecht, das Umgangsrecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht auseinanderhalten zu können. Ebenso scheint es außerhalb Deiner Vorstellungswelt zu liegen, dass Frau es mit diversen Tricks und Manipulationen locker schaffen kann, auch ein gerichtlich verbrieftes Sorge- und Umgangsrecht des Vaters zu konterkarrieren, z.B. durch Falschbeschuldigungen. Es sei Dir verziehen, schließlich bist Du Feministin und da schadet Differenzierung nur der eigenen Ideologie. Dass häufig Mütter mit falschen Vorwürfen zwischen Kindesmisshandlung, häuslicher Gewalt, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch dafür sorgen, dass Väter um ihre Rechte an den eigenen Kindern gebracht werden, hat Dein beschränktes Weltbild leider noch nicht erreicht. Das ist nicht nur traurig, sondern hinterhältig, kriminell und vor allem auch für die Kinder schädlich. Zu diesem Thema diskutieren wir dann im nächsten Jahrtausend weiter, wenn diese Informationen in der feministischen Filterbubble angekommen sind, okay?

Kind, Du machst den gleichen Fehler wie alle Feministinnen heutzutage: Du meinst, jede Frau müßte qua Geschlecht Feministin sein und deshalb bekommst Du nicht mit, dass alle anderen Menschen zwischen Frauen und Feministinnen unterscheiden, weil eben nicht jede Frau Feministin ist. Ich würde gar behaupten, dass heute nur noch eine kleine Minderheit der Frauen feministisch ist, aber die Mehrheit der Frauen einfach opportunistisch die Vorteile und Privilegien abschöpft, die der Feminismus ihnen beschert hat und weiter beschert. So wird das aber nicht weitergehen können und es wird Zeit, dass sich auch Frauen selbst gegen den Feminismus in Position bringen, wenn sie wollen, dass  ihre Väter, Partner, Onkel, Neffen, Söhne und Enkel in einer gleichberechtigten Welt ohne Diskriminierung und Männerhass aufwachsen und die gleichen Chancen haben wie Mädchen und Frauen sie haben. #WomenAgainstFeminism sind ein guter Anfang dazu, aber da muss noch mehr kommen.

Werden wir mal konkret, was Frauen Deiner Meinung nach so alles „über Jahre“ ertragen mussten und angeblich noch bis heute ertragen. Bitte ein Beispiel. Dir fällt keines ein? Nun, das kommt daher, dass Du einfach einen feministischen Allgemeinplatz mit einem stichhaltigen, faktenbasierten Argument verwechselt hast. Es ist schade, dass Du keine der ach so vielen Beipiele aufzählst, von denen Du fabulierst, aber ich schätze mal, dass Du in Deinen bisher gerade mal 18 Jahren exakt Null Fälle erlebt hast, wo Du persönlich benachteiligt wurdest, weil Du dem weiblichen Geschlecht angehörst – eher im Gegenteil. Und Du nimmst die eigenen Bevorzugungen und Privilegien schon gar nicht mehr wahr, weil Du es gar nicht anders kennst. Wirst Du dann irgendwo mal nicht bevorzugt behandelt, verwechselst Du das mit einer Benachteiligung. So wird ein Schuh draus.

Was Du als Scheinargumente gegen den Feminismus bezeichnest, sind in Wirklichkeit echte Argumente gegen diese ebenso schwachsinnige wie sexistische Hassideologie. Du bist nur so verblendet, dass deren Inhalt gar nicht zu Dir durchdringt. Ich hätte es wirklich begrüßt, wenn Du zumindest EINEN der angeblich „423.853.803 Fälle“ aufgeführt hättest, wo Frauen in zivilisierten westlichen Ländern angeblich weniger Rechte haben, dann könnten wir nämlich über Fakten sprechen statt über feministische Ideologie und Idiotie, die mit der heutigen  Realität so ziemlich gar nichts zu tun haben. Und nein, ich will von westlichen Luxus-Feministinnen, die lediglich nach Posten in Aufsichtsräten und anderen Frauenquoten an lukrativen Fleischtöpfen lechzen, nichts über afghanische Mädchen erzählt bekommen, die nicht zur Schule gehen sollen. Oder über die wenigen afrikanischen Staaten, wo Mädchen noch beschnitten werden, während unerwähnt bleibt, dass die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen rund um den Globus noch gängige Praxis ist. Das ist nämlich nur eines: verlogen und schäbig. Denn jenseits von Diskussionen interessieren sich die meisten Feminstinnen für diese afghanischen und afrikanischen Mädchen nicht die Bohne. Sie missbrauchen diese lediglich zur Selbst-Legitimation, zur Ablenkung davon, dass der Feminismus in meisten den westlichen und zivilisierten Ländern längst überholt, überflüssig und mausetot ist. Aber Kadaver haben die üble Eigenschaft, dass sie Leichengifte ins Wasser gelangen lassen und ähnlich verhält es sich mit dem westlichen Zombie-Feminismus und der Gesellschaft: er vergiftet die Gesellschaft und schadet damit nicht nur den Männern oder den Beziehungen zwischen Männern und Frauen, sondern auch den Frauen und einfach allen. Das gilt es zu verhindern oder zumindest soweit zu reduzieren, dass die Schäden nicht nachhaltig bestehen bleiben.

Um es kurz zu machen, Sofia: Es gibt keine Vorurteile gegen, sondern nur längst evidente Fakten über Feministinnen. Denn den Feminismus gibt es schon ein paar Jährchen länger als Dich, er entsprang der – historisch durchaus legitimen – Frauenrechtsbewegung und verlief in mehreren Wellen. Spätestens seit der dritten Welle beschäftigt er sich aber nur noch mit sich selbst und mit der Sicherung und Ausdehnung von immer mehr Privilegien für Frauen. Zusätzlich haben vemehrt igendwelche lesbischen Kreise den Feminismus für ihre männerfeindliche Propaganda gekapert. Was meinst Du denn, warum Du offenbar die einzige Feministin Deiner Art in der Schule bist und Du Dich verzweifelt an die EMMA-LeserInnen wendest? Die meisten Frauen interessiert der Feminismus noch weniger als der berühmte Sack Reis in China.

Ich gebe Dir nun also mal anstelle von Ideen, wie Du weiter feministischen Quatsch mit Soße absondern und Dich noch lächerlicher machen kannst, mal eine echte Lebenshilfe mit auf den Weg:

  1. Werde bitte erwachsen!
  2. Werde geistig reif!
  3. Nimm die Scheuklappen ab!
  4. Sprich bei Gelegenheit mal mit männlichen Bezugspersonen in Deiner Umgebung, wie deren Leben so verlaufen ist und gerade verläuft. Dann bekommst Du vielleicht ein Gefühl dafür, was echte Benachteiligungen sind und welche Gruppe heute die meisten davon erträgt.
  5. Solltest Du noch Beziehungen und Sex mit Männern haben: Man kann über alles reden. Auch darüber, was Dir gefällt. Nicht nur feministische Lesben sind in der Lage eine Klitoris zu finden und zu stimulieren.
  6. Nimm im Sommer die Mütze ab, damit Luft an Deinen Kopf kommt!
  7. Lass Dir von einem Friseur eine anständige Frisur – vielleicht ohne Pony – verpassen!
  8. Wenn ein Mann nicht mit Dir zusammenleben will, zwing auch nicht eine unschuldige Katze dazu 😀

Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

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Der ESC2014, Conchita Wurst und Arne Hoffmanns Irrtum

Ich muss zugeben, dass der Eurovision Song Contest mich meistens absolut gar nicht interessiert, da einerseits die Musik dort in der Regel nicht meinem Geschmack entspricht und andererseits dieser ganze Schlager- und Pop-Kram dermaßen langweilig und monoton rüberkommt, dass ich mir so etwa nicht über Stunden antun muss. Das einzige Mal, wo ich den ESC wirklich verfolgt habe, das war 2006, als Lordi am ESC teilnahm und diesen sogar gewann. Da habe ich sogar selbst mehrfach angerufen. Aber sonst? Nö.

Nun war also gestern wieder ESC in Kopenhagen und Österreich hat mit dem bärtigen Transvestiten Conchita Wurst gewonnen. Beziehungsweise es war politisch gewollt, dass dieser gewinnt. Schließlich soll auf der einen Seite die politische Agenda des Gender Mainstreamings weiter penetriert werden, auf der anderen Seite eignet sich so etwas natürlich bestens, um politisch die Distanz gen Osten, insbesondere gegenüber Russland, zu erhalten und vielleicht gar noch auszubauen. In einer Umfrage von n-tv äußerten nämlich knapp 90% der Deutschen Verständnis für Putins Kurs in Sachen Krim –  das kann natürlich weder die parasitäre EU noch der Big Brother USA so stehen lassen.

Wenn Arne Hoffmann nun also meint, dass Europa von Conchita Wurst begeistert sei, nachdem er zunächst alle Menschen mit anderer Meinung wahlweise als Rechte oder – zumindest seiner Meinung nach – mehr oder weniger tumbe Fans von Akif Pirincci diffamiert  (als wenn das eine taugliche Diffamierung sein könnte) , dann irrt er sich und nutzt gleichzeitig einen ähnlich schlechten und diffamierenden Stil wie manche Feministin oder manch akademisches Mietmaul der gendergeilen Böll-Stiftung, die ja gerne gegen Männerrechtler zu Felde zieht und auch ihn selbst oft genug ins Visier genommen hat. Vielleicht färbt das so langsam ab?

Offenbar hat Arne Hoffmann es leider nicht verstanden, dass man als einzelner Zuschauer des ESC auch viele Male hintereinander per Telefon abstimmen kann und es daher nicht unbedingt die Abstimmung einer Mehrheit gewesen muss, die den Sieg von Conchita Wurst aka Tom Neuwirth herbeigeführt hat. Denn erst einmal müssen die Leute sich überhaupt für den ESC interessieren und bereit sein abzustimmen. Wie viele werden das wohl in jedem Land sein sein? Auf jeden Fall nicht genug, dass nicht ein paar starke Gruppen von Homo- und Transsexuellen samt Dunstkreis in allen teilnehmenden Ländern mit massenhaften Abstimmungen bei eigens abgehalteten ESC-Parties entsprechend manipulativ tätig sein könnten. Das war nämlich seinerzeit mit Lordi bei vielen Leuten in meinem Umfeld auch der Fall. Man traf sich privat oder an einer öffentlichen Location mit TV und stimmte immer und immer wieder ab. Es ist also ein Irrtum, wenn Hoffmann aus dem Abstimmungsverhalten der Zuschauer auf eine angebliche Begeisterung für Conchita Wurst schließt, der/die/das ja schon zuvor von den Medien immer wieder als Paradiesvogel präsentiert und glorifiziert dargestellt worden war.

Ich habe mir den Song von Conchita Wurst dennoch einmal auf Youtube angeschaut und muss sagen, dass es für das übliche Tralala beim ESC ganz okay klingt, da habe ich schon Schlimmeres dort gesehen und gehört. Je nachdem wie stark nun die Konkurrenz war, haben vielleicht auch so einige Normalos dafür gestimmt, aber eine echte Begeisterung für diese bärtige Kunstfigur vermag ich daraus nicht erkennen. Vom Gesicht her könnte man ja fast meinen, es handele sich bei Conchita Wurst um einen schönheitsoperierten Abklatsch des Langenfelders Menderes Bağcı, der ja durch seine zahlreichen Auftritte bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ auch halbwegs bekannt geworden ist und heute sicher ebenfalls eine gewisse Fangemeinde hat. Auch hier stimmen dessen Fans bei seinen Auftritten bei DSDS immer wieder mehrfach für ihn ab, damit er eine Runde weiterkommt, obwohl diese Fans in Relation zu den gesamten Zuschauern auch nur eine kleinere Gruppe sein dürften.

Wenn also der von Arne Hoffmann zitierte Stefan Niggemeier meint:

Anders als man es vielleicht erwarten konnte, gab es keine große Kluft zwischen den Menschen in West– und Ost-Europa, was die Bereitschaft anging, für die Drag-Queen zu stimmen. Wenn man in ihrem Sieg ein Votum für Toleranz sehen will, war es ein Votum, das von west– und osteuropäischen Menschen ausging.

Dann belegen beide dadurch vor allem, dass sie nicht begriffen haben, diesen Umstand zu hinterfragen, weil das ja nicht politisch korrekt wäre. Natürlich wird es in West- und Osteuropa die oben genannten Gruppen und Fans geben, die immer und immer wieder angerufen haben dürften. Die Toleranz und Akzeptanz für Homosexuelle und Transvestiten dürfte aber in West- und Osteuropa durchaus unterschiedlich sein, sonst würden z.B. die kreischenden Weibsbilder von Femen dort nicht dauernd barbrüstig mehr Toleranz für Homosexuelle einfordern.

Dass hier offenbar gleich zwei relativ bekannte Figuren der Netzöffentlichkeit einem Irrtum aufsitzen und diesen auch noch öffentlich feiern, ist schon äußerst befremdlich.

PS: Ich bin wohl nicht der einzige, dem der Hype um die Wurst auf die Eier geht:

„Mit dieser verschwulten Zumpferl-Romantik kann ich nichts anfangen. Wie jemand seine Sexualität auslegt, ist jedem selbst überlassen. Aber dass das ständig an die große Glocke gehängt werden muss: ‚Ha, wir sind so benachteiligt … und wir sind eine Minderheit‘, dieses Gesülze geht mir ordentlich auf den Wecker“, echauffierte sich der 47-Jährige im Gespräch mit der Wochenzeitschrift.

Hadmut Danisch kritisiert ebenfalls diese Neudefinition der Toleranz.

Mäßiggang ist aller Ende Anfang…

„Entschuldigung“ – oder was?!

Seit einiger Zeit tobt im Hintergrund ein Streit um den Maskulismus an sich, welcher dadurch ausgelöst wurde, dass ein Blogger, der bis dahin als „maskulistisch“ wahrgenommen worden war, sich in einem öffentlichen Blogeintrag bei einer Feministin entschuldigt hat, die der eine oder andere Maskulist bereits als primär negative Figur wahrgenommen hat. Eine bevorzugte Strategie dieser Feministin besteht darin, in Blogbeiträgen und Kommentaren generell nicht das zu lesen, was geschrieben steht, sondern das, was sie verstehen will und ihr so eine Angriffsfläche verschafft, damit sie auch bloß Recht oder zumindest das letzte Wort behält. Zwischendurch vergleicht sie maskulistische Blogger auch gerne mal mit Goebbels und beantwortet den Hinweis darauf, dass dieser Vergleich unpassend ist, mit Floskeln wie „Heul doch!“ oder „Geh bitte sterben“ – man sieht also schon, eine äußerst äh… sympathische Figur des Feminismus.

Nun geschah es, dass diese feministische Bloggerin, die sich offenbar nicht nur für ganz supertoll hält und mit einer Superheldin als Avatar durch die Blogosphäre zieht und dort ihre oftmals wenig bis gar nicht bereichernden Troll-Kommentare feministischer Bauart ablaicht, irgendwann einmal einen Artikel zum Thema Beschneidung geschrieben hatte, der sich zufällig mit der Position der Maskulisten deckte – nämlich dass unbeschnitten der Naturzustand und die Beschneidung ohne medizinische Indikation schlicht eine Verstümmelung ist. Daraufhin wurde dieser Artikel bei Genderama verlinkt und von dort aus zog sich dann die Verlinkung durch einen größeren Teil der maskulistischen Blogosphäre. Das hat wohl manche Maskulisten dazu gebracht, mit dieser Person diskutieren zu wollen und die Diskussionen endeten offenbar oft genug mit Eskalation und / oder Spamblock bei Twitter. So kam es wohl auch zu der Situation, für die sich der besagte Blogger dann in Kotau-Manier öffentlich entschuldigte, obwohl zu einer solchen Situation samt Eskalation immer mindestens zwei Leute gehören.

Mich haben an diesem ganzen Gegacker rund um diese öffentliche Entschuldigung ein paar Dinge erheblich gestört. Das wäre zunächst der Punkt, warum man so etwas in einem öffentlichen Blogeintrag macht und nicht in einer persönlichen Mail oder per Nachricht bei Twitter, wenn es denn unbedingt sein muss. Es betrifft nur diese beiden Personen, also regelt das unter Euch wie erwachsene Leute und geht damit nicht noch anderen auf die Nerven.

Ein weiterer Punkt ist der, dass der besagte Blogger seitdem vorrangig damit beschäftigt ist, für eine total kuschelig-defensive Diskussion mit den Feministinnen zu werben, voll einen auf sozialpädagogisches Verständnis für deren angeblich noch heute erlebbaren „Diskriminierungen“ macht und alle Maskulisten verdammt, die sich seinem vermeintlichen Pfad zur Erleuchtung nicht anschließen wollen. Darin wird er von einer Handvoll eher weicher Maskulisten und natürlich von einigen Feministinnen bestärkt und selbstredend tobten sich in den Kommentaren sogleich die bekniete Feministin und ihre Fankurve in einer Art und Weise aus, für die ihr wohl jeder normal denkende Mensch einen Tritt in den Allerwertesten verpasst hätte – ohne anschließende Entschuldigung. Aber nein, der besagte Blogger beschimpfte sogar noch andere Maskulisten –  mancher will inzwischen mit der gesamten Maskulisten-Szene nichts mehr zu tun haben, obwohl sie bereits länger und mehr zum Thema, z.B. auch zum Thema häusliche Gewalt gegen Männer, geschrieben haben als der merkwürdige Feministinnen-Kuschler.

Das Problem mit dem erwähnten Blogger ist schlicht, dass er nur noch seinen selbst als „gemäßigt“ bezeichneten Weg für den einzig wahren und richtigen hält. Gleichzeitig reagiert er auf Kritik so, dass er eben nicht wie die anderen Maskulisten sein müsse und überhaupt alle böse und schlecht seien, nur er nicht. Besonders beliebt ist bei ihm der Argument-Ersatz „gelbes Forum“, in dessen Nähe er jeden rückt, der nicht seiner Meinung ist. Ich habe länger überlegt, ob diese Type vielleicht unter einer starken narzisstischen Persönlichkeitsstörung oder einem Messias- bzw. Jerusalem-Syndrom leidet, ich bin da allerdings noch etwas unschlüssig.

Gruppen im Maskulismus

Die Szene der Maskulisten setzt sich seit jeher aus verschiedenen Strömungen zusammen und ich denke, es steht weder diesem einen Blogger noch sonstwem zu, in fast schon feministisch flacher Art und Weise gegen andere Strömungen zu Felde zu ziehen. Folgende Strömungen / Gruppierungen habe ich bisher unter Maskulisten grob ausgemacht:

  • Väterrechtler,
    meistens geschiedene Väter oder Kuckucksväter, die alle ihre schmerzlichen Erfahrungen mit dem deutschen Sorge-, Unterhalts- und Umgangsrecht gemacht haben, das sehr frauenzentriert tickt.
  • MGTOW (Men Going Their Own Way),
    Männer jeglichen Alters, die für sich entschieden haben, sich mehr oder weniger weit nicht mehr den gesellschaftlichen Rollenerwartungen an Männer zu beugen. Sie haben keine oder primär sexuelle Beziehungen zu Frauen, leben ihr Leben und gehen eben ihren eigenen Weg. Sie führen keine langfristigen Beziehungen mit Frauen, heiraten nicht und gründen auch keine Familie.
  • Anti-Feministen,
    hier sammelt sich alles mögliche an Männern, wo wirklich alles dabei ist. Angefangen von Leuten, die einfach nur den aktuellen Feminismus ablehnen, bis hin zu solchen, die mehr oder weniger wortwörtlich den Frauen wieder die drei Ks, also Kinder, Küche und Kirche, zuweisen wollen.
  • Männerrechtler,
    aus unterschiedlichen Lagern und politischen Strömungen, die weder die um sich greifende Misandrie noch die Benachteiligung von Jungen und Männern im gesamten Bildungssystem weiter ertragen wollen und u.a. für ein ähnlich gutes Hilfs- und Betreuungsangebot für Jungen und Männer streiten, wie es für Mädchen und Frauen bereits gibt.
  • Gender-Gegner,
    Gegner des Gender Mainstreaming, männlich wie weiblich, politisch aus unterschiedlichen Richtungen, aber dominiert von Konservativen bis zur AfD. Gegen Frühsexualisierung von Kindern und Genderwahn im Bildungssystem.

Das ist ein grober Überblick, den ich aus meinen Followern bei Twitter und meinen Fans bei Facebook ausgemacht habe. Jede Gruppe hat ihre Eigenheiten,  ihre Erfahrungen, ihre Standpunkte und Ziele. Ebenso hat jede Gruppe auch einen eigenen Diskussionsstil und während die einen gegen das männerfeindliche Rechtssystem wettern, ziehen andere eben gegen männerhassende #killallmen-Feministinnen zu Felde, z.B. bei Twitter, bei Facebook oder in eigenen Blogs. Eine Gleichschaltung des Umgangs  mit Feministinnen in den Weichspülgang ist daher absolut unangebracht.

Verschiedene Schwerpunkte und Ziele

In jedem Fußballspiel und in jedem militärischen Kampf gibt es unterschiedliche Flügel und Einheiten mit unterschiedlichen Kompetenzen und Aufgaben. Wie leblos wäre wohl ein Fußballspiel, wenn immer die eine Mannschaft aus 100% Verteidigung und die andere immer aus 100% Sturm bestünde? Und wie wären wohl manche historische Schlachten ausgegangen, wenn nicht unterschiedliche Einheiten zu Lande, zu Wasser und in der Luft mit unterschiedlichen Mitteln auf ein Ziel hingearbeitet hätten, idealerweise mit einer abgestimmten Strategie als Überbau?

Ich denke, wir sollten uns von selbsternannten „gemäßigten Maskulisten“ nicht spalten oder anderweitig in die Enge treiben lassen. Diese Leute haben halt ihren Weg, andere haben andere Wege. Solange einem niemand auf die Nerven geht und mit missionarischem Eifer die Bekehrung versuchen will, sollen sie ruhig mit ihren vermeintlichen Vorzeigefeministinnen kuscheln oder sie meinetwegen auch heiraten. Entweder liegen sie denen dann irgendwann mit einer lila Dauerwelle kläffend zu Füßen oder sie kommen mit Dolch im Rücken jammernd zu den anderen Maskulisten gelaufen, nachdem sie von ihren Lieblingsfeministinnen überall als besonders dämliche und leicht manipulierbare Köter vorgeführt worden sind.

Ich denke aber auch, dass noch gar nicht der Zeitpunkt gekommen ist, wo Maskulisten sich unnötig mäßigen sollten. Der Maskulismus befindet sich in Medien und Öffentlichkeit noch weit unter der Wahrnehmungsschwelle, erst Tröpfchen für Tröpfchen werden einzelne Punkte wie häusliche Gewalt gegen Männer thematisiert. Dass die Medien den Maskulismus totschweigen, hat auch damit zu tun, dass in vielen Redaktionen ein großer Anteil Frauen sitzt und man kann anhand der Mitglieder- und Unterstützerlisten ungefähr abschätzen, wie viele davon in feministischen Organisationen wie ProQuote oder im Journalistinnenbund organisiert oder zumindest Unterstützer dieser Organisationen sind.

Deshalb ist es gut, wenn wir unterschiedliche Gruppen und Stimmen, Standpunkte und Ziele, Diskussionen und Stile im Maskulismus haben, damit die Wahrnehmung maskulistischer Anliegen an vielen Stellen gleichzeitig stetig zunehmen kann. Wir sollten daher vermeiden, dass die „gemäßigten Maskulisten“ aus einem bunten und funktionalen Werkzeugkasten samt Schlagbohrer und Kettensäge nur noch eine Streichholzschachtel mit einem winzigen Schraubendreherchen darin übrig lassen.

Gemäßigt sein kann ich, wenn ich tot bin…

Interview mit Männerarzt Dr. Georg Pfau zu Männlichkeit und Männergesundheit

Dr. Georg Pfau ist als Männerarzt und Sexualmediziner in Linz (Österreich) tätig und beschäftigt sich dabei umfassend mit Themen wie Männlichkeit, Männergesundheit und Sexualität. Auf seiner Website finden sich zahlreiche Artikel zu Themen rund um Männlichkeit und Männergesundheit.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihre alltägliche Tätigkeit als Männerarzt und inwiefern Sie sich von der Tätigkeit der in Deutschland üblichen Urologen unterscheidet.

Der Männerarzt ist der Sexualmediziner für den Mann. Sexualmediziner haben gelernt, das Phänomen Sexualität ganzheitlich  – also in allen drei Dimensionen – zu behandeln, denn die allermeisten sexuellen Störungen sind nicht biologisch bedingt, sondern psychosozial.
Meine Tätigkeit ist so vielseitig wie die Sexualität selbst.

Auf Ihrer Website finden sich eine Vielzahl von männerspezifischen Themen, neben Sport, Ernährung und Sexualität auch Themen wie Männer im Bildungssystem. Welches sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Männerthemen in den nächsten 12 Monaten?

Ich denke die Themen in den nächsten 12 Monaten werden sich kaum von den Themen der letzten 12 Monate unterscheiden. Meist geht es um das Erscheinungsbild als Mann („wie wirke ich als Mann auf die Frauen“, zu kleiner Penis, Körperarchitektur, zu viele, zu wenige Haare), um das breite Spektrum der sexuellen Störungen (vorzeitiger Orgasmus, Erektionsstörung), Probleme mit der sexuellen Orientierung, Störungen der sexuellen Präferenz (Fetischismen, Pädophilie) und schließlich sexuelle Unzufriedenheit innerhalb von Beziehungen.

Wie beurteilen Sie die medizinische und vor allem ganzheitliche medizinische Versorgung von Männern im Vergleich zu Frauen? Welche Defizite fallen Ihnen beim Thema Männergesundheit am häufigsten auf?

Das wesentliche ist ganz sicher, dass viele Männer nicht wissen an welchen Arzt sie sich wenden sollen. Das ist das Hauptproblem, das immer wieder an mich herangetragen wird. Es gibt zu wenig Männerärzte, die in der Form zur Verfügung stehen, wie Männer dies wollen. Männer wollen pünktlich drankommen, brauchen ausreichend Zeit und wünschen sich einen Arzt, der gleichermaßen für alle Belange zu Verfügung steht. Aus vielen Anfragen weiß ich, dass Männerärzte schwer zu finden sind.
Bei den Frauen ist das anders. Der Frauenarzt hat sich zu einem Kompetenzzentrum entwickelt, in dem die Belange der Frauen meist sehr umfassend wahrgenommen werden.

Wie beurteilen Sie die Stellung des Mannes in westlichen Gesellschaften wie Österreich oder Deutschland?  Inwiefern werden Ihrer Ansicht nach eher Männer oder eher Frauen benachteiligt?

Es  gibt einen gesellschaftlichen Konsens, die Frau im Nachteil zu sehen. Schon die Frage nach einer eventuellen Benachteiligung von Männern wird als anstößig empfunden und meist ins Lächerliche gezogen.
In Wirklichkeit gibt es Bereiche in denen die Frauen benachteiligt werden und solche in denen Männer benachteiligt werden. Die Anliegen beider Geschlechter sollen ernst genommen und einer Lösung zugeführt werden.
Die Stellung der Männer hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Zum Teil ist das positiv zu werden, schließlich sind wir alle froh dass heute – wenigstens in Europa – keine Kriege mehr geführt werden müssen. Andererseits kam es zu einer Veränderung der Werte in unserer Gesellschaft, die vielen Männern sehr zu schaffen macht.

In Deutschland immer wieder ein kontrovers und heißblütig diskutiertes Thema: Was halten Sie von der Beschneidung von Jungen und Männern ohne medizinische Indikation? Welche Auswirkungen hat diese nach Ihren Erfahrungen auf das Erleben und die Sexualität der Beschnittenen?

Die Beschneidung ohne medizinische Indikation ist grundsätzlich ab zu lehnen. Leider kann darüber nicht sachlich diskutiert werden, weil religiöse Gefühle mitspielen, die sich rationalen Argumenten entziehen. Ich versuche immer wieder darauf hin zu weisen, dass das alttestamentarische Gebot zur Beschneidung der Jungen überholt ist und schließlich auch viele andere Vorschriften des Alten Testamentes nicht mehr befolgt werden. Wer das nicht glaubt, möge doch selbst im Buch Levitikus nachlesen, dort werden Ehebrecherinnen gesteinigt und Diebe durch Abhacken der Hand bestraft.
Die Vorhaut ist ein sehr sensibles Organ. Sie schützt die Eichel und ist  mit vielen Nervenendigungen ausgestattet ist. Sie zu entfernen kann eine Veränderung des sexuellen Erlebens bedeuten, längerfristig auch eine Verminderung der Sensibilität der Eichel.

Welche Ratschläge geben Sie Männern für das Jahr 2014, worauf sollten sie beruflich, privat und gesundheitlich den Fokus legen?

Männergesundheit besteht aus der Umsetzung einfacher Regeln, deren lebenslange Befolgung unumgänglich ist. Der gesunde (und potente) Mann ist schlank, betreibt regelmäßig Sport, raucht nicht, trinkt nur wenig Alkohol, sorgt für ausreichend Eigenzeit und trägt seine Frau auf Händen. Gesunde Männer sind zufriedener mit sich selbst und ihrem Leben.

Was möchten Sie den Lesern sonst noch mit auf den Weg geben?

Es ist mir ein ganz besonderes Bedürfnis Männer dahin zu beraten, sich dem Gendermainstream zu widersetzen, wonach das Geschlecht ein rein soziales Konstrukt sei und „Männlichkeit“ eine Erfindung vergangener Zeiten. In der Sexualität gilt, dass Gegensätze sich anziehen, nicht Gleichheit, die Akzentuierung Ihrer femininen Seite ist ganz bestimmt kontraproduktiv.
Frauen lieben „starke“ Männer, wie auch immer „Stärke“ definiert werden mag. Der „ganze“ Mann war immer gefragt: pflegen Sie ihre Männlichkeit, seien Sie ein ganzer Kerl, denn damit beeindrucken Sie Ihre Partnerin ganz besonders.

Herr Dr. Pfau, vielen Dank für das Interview!

Kinderärzte fordern Schutz von Jungen vor Beschneidung

Während die Beschneidung von Mädchen kürzlich unter eine besonders harte Strafandrohung gestellt wurde, hat unsere Regierung die Beschneidung von Jungen davor erst audrücklich legalisiert, solange sie medizinisch korrket durchgeführt wird. Kinderärzte fordern nun eine Selbstverständlichkeit, die auch unser Grundgesetz gebietet, nämlich einen vergleichbaren Schutz von Jungen vor Beschneidung und eine Ende der Diskriminierung per Gesetz von Jungen bei diesem Thema:

„Aus medizinischer Sicht ist sowohl die Beschneidung der Klitorisvorhaut als auch die Beschneidung der Vorhaut von Jungen ein schwerwiegender Eingriff, der allenfalls bei medizinischer Indikation gebilligt werden kann, nicht aber aus anderen Gründen.“

Jungen hätten wie Mädchen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. „Und dieses Recht muss der Gesetzgeber schützen und auch Jungen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit garantieren”, betonte der BVKJ-Präsident.

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