Schlagwort-Archive: Aufmerksamkeit

EMMA, Luise Pusch und Flug U49525

Der Absturz der Germanwings-Maschine U49525 in Frankreich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hat viele Menschen schockiert. Natürlich gab es schnell Spekulationen zur Absturzursache, eine seriöse und halbwegs zutreffende Angabe ist aber erfahrungsgemäß erst nach Wochen oder Monaten möglich, wenn alle Flugschreiber, der Voice-Rekorder, Radar-Aufzeichnungen und die Wrackteile untersucht wurden.

Die Medien haben in ihrer Sensationsgier natürlich bereits alle Namen und Details zu den Piloten samt entsprechenden Spekulationen online wie offline verschmiert. Blöd dürfte es nur dann werden, wenn am Ende eine Ursache herauskommt, die allen bisherigen Spekulationen zuwiderläuft. Es wäre schön, wenn in diesem Fall unsere Jurisprudenz einmal extrem hohe Schadenersatzforderungen von Betroffenen und Angehörigen durchwinken würde, denn die Pressefreiheit umfasst bekanntlich weder eine Narrenfreiheit noch eine Kunstfreiheit beim Erzählen von Märchen durch Journalisten, wenn man sich irgendwelche halbseidenen Geschichten zusammenpfriemelt, damit man bloß noch eine reißerische Schlagzeile und vielleicht ein paar verkaufte Exemplare mehr hat.

Ganz neu ist jetzt aber, dass sich selbst bei der EMMA jemand fand, der meinte den Absturz des Germanwings-Fliegers kommentieren zu müssen. Luise Pusch traute sich an dieses Thema heran, sprang und landete als äußerst lächerlicher und peinlicher Bettvorleger. Warum? Nun, hier eine Kostprobe der Feministin Luise Pusch, die man nun bei EMMA bewundern kann:

Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten „Schüler“ sind Schülerinnen und die zwei „Lehrer“ sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.

Da erfahren wir also, dass Amoktrips selbstverständlich Männersache seien. Es gibt nämlich in der feministisch heilen Welt von Luise Pusch keine Frauen, die ihre Partner vergiften oder ihre Neugeborenen töten und in Tiefkühltruhen oder Blumentöpfen endlagern. Auch total ungerecht ist ihrer Ansicht nach ja, dass ganze 94 Prozent der Piloten doch tatsächlich Männer sind. Einen Schritt weiter zu denken, wieviel Prozent der Männer denn Piloten (oder Aufsichtsratsmitglieder) sind, gelingt ihr selbstredend nicht. Als gute Feministin weiß sie nämlich die Realität und Fakten, die ihrem infantil-monolithischen Schwarzweiß-Weltbild gefährlich werden könnten, komplett auszublenden. Dafür versucht sie sich in feministischer Mathematik. Denn immerhin weiß sie zu berichten, dass 14 der 16 Schüler doch glatt Schülerinnen und die beiden Lehrer sogar auch Lehrerinnen waren! Sapperlot, am Ende klärt die den Absturz noch ganz alleine auf! Wäre da nicht der Rückfall in alte Schemata, wenn sie konstatiert, dass die Opfer überwiegend Frauen seien, die Täter – natürlich – männlich. Nun ist es natürlich leidlich seriös, nur die Verstorbenen der Schulklasse als Referenz zu benutzen, denn insgesamt sollen ja um die 70 Deutsche im Flugzeug gewesen sein. Wie groß ist dann wohl der Anteil der Männer? Und wie groß wird der Anteil der Männer unter den Opfern, wenn man alle Passagiere unabhängig ihrer Nationalität betrachtet? Das werden wir von Luise Pusch wohl nie erfahren, denn unter dem Gewicht der Realität würde wohl ihr feministisches Wolkenkuckucksheim rasch zusammenbrechen.

Wer bis hierhin noch nicht mit dem Strahlkotzen angefangen hat, wird es vielleicht gleich tun. Schauen wir uns die Ergüsse der Luise Pusch weiter an:

Die Selbstmordquote, so hörte ich bei meinem Radio- und TV-Marathon seit der Katastrophe in den französischen Alpen, ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren.

Oho, die „Selbstmordquote“ von Männern ist also viermal so hoch wie bei Frauen. Da sollten die Frauen dann aber rasch aufschließen, oder? Gleichstellung jetzt! Wie man weiß, unternehmen Frauen ja eher Versuche und da nicht nur viele, sondern vor allem auch untaugliche Versuche, um damit ganz fix Aufmerksamkeit und Unterstützung in allen Lebenslagen zu bekommen, wenn Tränen alleine gerade nicht ausreichen. Männer sind hingegen bei ihrem Tun auch hier erfolgreich und landen auf dem Friedhof oder sie überleben es und werden z.B. zwangseingewiesen anstatt dass ihnen auch nur ein feuchter Furz tatsächliche Unterstützung in ihrer Krise entgegengebracht würde. Schließlich spricht da ja nicht nur die frappierende Asymmetrie in der Hilfsindustrie ganze Regalmeter von Bänden. Feministinnen lichten sich besonders gerne mit Tassen und T-Shirts mit dem Aufdruck „Male Tears“ ab und verhöhnen so permanent tatsächliche Probleme und Krisen von Männern. Betrachtet man in dem Zusammenhang, dass viele Stellen in sozialen Berufen mit (solchen) Frauen besetzt sind, die Männern nur als Kinder, Jugendliche, Homo- oder Transsexuelle wirklich zu helfen bereit sind, schließt sich hier der Kreis.

Nun, man könnte jedenfalls einmal hinterfragen, warum die Selbstmordquote bei Männern vier Mal höher ist und dagegen etwas unternehmen. Ebenso könnte man bei Jobs, die mit einer großen Verantwortung für Dritte verbunden sind, regelmäßig gesundheitliche und psychische Tests zur Pflicht machen und einmal lernen, auch auf die – meistens eher stummen – Hilfeschreie der Männer zu achten.

Machen wir uns nichts vor, heute ist es doch so, dass Männer immer noch als austauschbare Funktionseinheit betrachtet werden, die erst dann rudimentär Aufmerksamkeit erfahren, wenn sie ihre (berufliche) Funktion nicht mehr erfüllen. Danach können sie obdachlos, suchtkrank oder was auch immer werden, es interessiert unsere gynozentrische Gesellschaft einfach nicht. Und während es für Frauen spezialisierte Hilfen vom Frauenarzt über Frauenberatungsstellen bis hin zu speziellen – öffentlichen, öffentlich geförderten und privaten – Frauenhilfsorganisationen gibt und es Frauen oftmals zusätzlich über eine Beziehung oder Ehe mit einem sie unterstützenden und sich aufopferndem Mann gelingt, zurück in ein normales Leben zu finden, wird die Asche des von der Gesellschaft im Stich gelassenen Mannes auf dem anonymen Gräberfeld des Friedhofs verstreut. DAS, werte Luise Pusch, ist die gesellschaftliche Realität von Männern in Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern und ich könnte nicht reinen Gewissens behaupten, dass der heutige Feminismus daran nicht mindestens mitschuldig, vielleicht gar hauptverantwotlich ist!

Aber nehmen wir mal an, wir wollten wirklich Frauen zu Piloten ausbilden. Wie viele Frauen wären denn überhaupt als Pilot geeignet? Und damit meine ich nicht nur Noten aus Schule und ggf. Studium, sondern auch in Sachen Körpergröße, Fitness, Nervenstärke, Technikverständnis und dergleichen mehr? Bei Sciencefiles wird nach Daten des LBA der Anteil der Frauen unter den Piloten mit um die 4-5 % angegeben. Wie sollte man diesen Anteil – unabhängig von der großen Fragwürdigkeit der von Ihnen unterstellten Auswirkung auf männliche Piloten – nun mittelfristig so hoch bekommen, dass immer auch eine Frau mit im Cockpit ist? Vermutlich so, dass dann zwei Männer als Piloten fliegen, also die Arbeit machen, und eine Frau dumm rumsitzt, etwas schwafelt und das gleiche Gehalt kassiert wie die Piloten? Seien wir mal ehrlich, genau so sehen viele feministische „Lösungen“ und Quoten-Vorschläge doch aus, überall.

Ein Schmankerl von Luise Pusch habe ich allerdings noch:

Für Amokflüge, die offenbar häufiger vorkommen, als der Öffentlichkeit bewusst ist, gilt dasselbe.

Das übliche feministische Geschwafel: selbst seltene Einzelfälle werden als epidemisch, mindestens aber „häufiger“ deklariert und auf angeblich fehlendes Bewusstsein geschoben, wenn man sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht an vergleichbare Fälle erinnern kann. Fakt ist nämlich, dass in den vergangenen knapp 40 Jahren gerade einmal – inklusive Germanwings – acht Fälle des sogenannten Pilotenselbstmords dokumentiert sind, bei denen außer dem Piloten noch mindestens eine weitere Person umgekommen ist. Eine wahrhafte Epidemie, Frau Pusch, die wir tatsächlich sofort mit Frauenquoten bekämpfen müssen!

Kurzum, der Kommentar von Luise Pusch in der EMMA ist ein äußerst widerliches Beispiel für feministische Ideologie-Beweihräucherung ohne Rücksicht auf Verluste und Befindlichkeiten Dritter. Alles wird solange zurechtgebogen, verdreht und faktenwidrig vergewaltigt, bis es in das irrationale Weltbild dieser rückständigen, sexistischen und rassistischen Ideologie des Feminismus passt, die offenbar im weißen heterosexuellen Mann (WHM) bis heute krankhafterweise „Nazi“ und Sündenbock für alles Übel der Welt zugleich sieht.

Ich danke Luise Pusch jedenfalls für ihr feministisches Meisterstück des intellektuellen Sturzflugs, das vielen Menschen noch einmal vor Augen geführt hat, warum DIESEN Feminismus heute kein Mensch mehr braucht, im Gegenteil, er sich gar schädlich auf jede soziale und gleichberechtigte Gesellschaft auswirkt. Zeit, dass dieser Feminismus endlich seinen Weg auf den Müllhaufen der Geschichte findet – und seine Anhängerschaft den Weg in eine angemessene medizinische Behandlung.

PS: Auch die Behauptung von Luise Pusch, ihr Text sei angeblich als Glosse gedacht, macht die Lage nicht besser. Denn ich finde in dem Text nichts, was den Charakter einer Glosse belegen könnte. Sämtliche Punkte und Forderungen in dem Text werden so oder vergleichbar von Feministen seit Jahren in voller Ernsthaftgkeit veröffentlicht. Davon abgesehen wäre selbst eine tatsächliche Glosse so wenige Tage nach einem solchen Vorfall nicht minder ekelhaft, gefühlskalt und empathielos.

PPS: Gefühlskälte und Empathielosigkeit sind übrigens zwei herausragende Merkmale von Psychopathen.

Elliot Rodger und sein Missbrauch im feministischen Mainstream

Elliot Rodger (22) hat im kalifornischen Santa Barbara sechs Menschen getötet. Nach einem Amoklauf, bei dem er erst Mitbewohner erstach und anschließend aus dem fahrenden Auto auf Menschen schoß, lieferte er sich einen Schusswechsel mit der Polizei und prallte letztlich auf ein anderes Auto. Ob Rodger an einer Polizeikugel starb oder sich selbst richtete, ist noch nicht bekannt.

Ich erhielt diese Nachricht zuerst von einem meiner Kontakte aus Übersee, welcher auch sogleich darauf hinwies, dass dieser Vorfall bereits von FeministInnen in Nordamerika für eine weitere Schmutzkampagne missbraucht wird, um – mal wieder – Männerrechtler mit Rechtsextremen, Psychopathen und Amokläufern in einen Sack zu stecken und somit die Verteufelung aller Männerrechtler voranzutreiben.

Es dauerte keine 24 Stunden, bis der Vorfall nun auch in deutschsprachigen Medien angekommen war und auch hier in den Artikeln der Täter als Frauenhasser bezeichnet wird, was die Feministinnen hierzulande ebenso in Verzückung versetzt, dass sie wieder gegen Männerrechtler wettern können.  Dabei frage ich mich, wo genau Elliot Rodger ein Mänerrechtler (MRA) gewesen sein soll:

  • Schrieb oder sprach er jemals über Feminismus oder äußerte er Kritik am Feminismus?
  • Hat er sich gegen die medizinisch nicht notwendige Beschneidungen von Jungen eingesetzt?
  • Hat er sich für das Aufbrechen von Geschlechterrollen auch für Männer engagiert?
  • Wollte er das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in den heutigen veränderten Zeiten neu gestalten?
  • Wollte er sich verstärkt für Väterrechte und die Rechte von Kindern aus Trennungsfamilien einsetzen?
  • Hat er sich an der schlechteren Gesundheitsversorgung und kürzeren Lebenserwartung von Männern gestört?
  • Hat er die stark asymmetrische Verteilung von Hilfsorganisationen und Hilfen für Männer und Frauen in schwierigen Lebenslagen / Krisen beklagt?
  • etc. etc. etc

Nein, von alledem findet sich in dem sogenannten Manifest von Elliot Rodger nichts, auch nicht in seinen Videos. Vorwiegend findet man darin eine Sammlung seiner zahlreichen Frustrationen und Situationen, die er als frustrierend erlebt haben muss. In Videos zu einem englischsprachigen Artikel erzählt Rodgers von den Frustrationen mit Mädchen in seinem jungen Leben, dass er mit 22 Jahren noch Jungfrau sei, er noch nicht einmal ein Mädchen geküsst hatte und immer nur zurückgewiesen worden war. Er spricht von einem Leben „in Einsamkeit, Ablehnung und unerfüllten Verlangen“, er sich gar unsichtbar gefühlt hatte, während die Mädchen irgendwelchen anderen Jungs nachgelaufen seien, die seiner Meinung nach nicht annähernd so „toll“ sind wie er seien – er bezeichnet sich u.a. als „true alpha-male“. Leider macht Rodgers seinen vermeintlichen Alpha-Status vorrangig an materiellen Dingen wie seinem BMW oder seiner Armani-Sonnenbrille fest anstatt an seinem Wesen, seiner Persönlichkeit, seinen Stärken, empathischen und liebenswerten Eigenschaften als Mensch und junger Mann.

Elliot Rodgers ist so im Laufe der Jahre offenbar in eine Spirale von Frustration, Agression und Depression geraten, die ihn letztlich zum Amokläufer werden ließ. Deutlich wird eine massive Diskrepanz zwischen seinem Selbstbild als „true alpha-male“ und dem Bild, das andere von ihm wahrgenommen haben. Rodgers kommt offenbar aus einer wohlhabenden Familie, erlebte aber offenbar die Scheidung seiner Eltern mit. Sein Vater Peter Rodger war demnach Regieassistent des Films „The Hunger Games“ (Die Tribute von Panem) und teilte mit, dass Elliot am Asperger-Syndrom gelitten habe und bei mehreren Ärzten in Behandlung gewesen sei. Sollte er mit Psychopharmaka behandelt worden sein, so könnten neben den Symptomen seiner Erkrankung auch Nebenwirkungen dieser Medikamente eine Rolle gespielt haben. Ritalin wurde ja auch in den USA zuerst in Massen verschrieben, bevor die AD(H)S- und Ritalin-Welle auch nach Europa schwappte. Generell wird in den USA recht bedenkenlos mit Psychopharmaka hantiert, was nicht zuletzt am Erfolg des als Glückspille angepriesenen Prozac ablesbar ist.

Die Eltern von Elliot Rodger sollen geschieden gewesen sein, so dass ein weiterer Aspekt auch das Fehlen einer Vaterfigur und eines tauglichen männlichen Vorbilds sein könnte. Zuletzt soll er sich an eine Pickup-Agentur gewandt haben, um dort zu lernen, wie er leichter an Mädchen rankommt, worin er wohl den primären Grund für seine Frustrationen und Leiden sah. Gerüchteweise soll er dabei an eine von einer Frau geleiteten Agentur geraten sein, die ihm für unbrauchbare Ratschläge sein Geld abgeknöpft haben soll. Daraufhin hat er sich wohl sehr unzufrieden auf der Website PuaHate.com geäußert, die aktuell nicht mehr erreichbar ist.

Ich frage mich schon lange, was diese Pickup Artist-Szene für einen Sinn haben soll, ist doch das vorrangige Ziel offenbar, Frauen so zu manipulieren, dass sie möglichst schnell mit einem ins Bett gehen. Was diese zweifelhafte Szene mit Männerrechten zu tun haben soll, hat sich mir nie erschlossen. Für mich ist ein Ziel des Maskulismus, die Beziehungen zwischen Männern und Frauen mit gegenseitiger Offenheit, Ehrlichkeit, gegenseitigem Respekt, gleicher Augenhöhe und mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Beteiligten fair neu zu gestalten. Wie da eine zweifelhafte Szene offenbar primär unterleibsgesteuerter Gestalten reinpassen soll, die eine Möchtegern-Wissenschaft daraus machen, wie man mit mehr oder weniger subtilen Manipulationen und Tricks möglichst viele Frauen möglichst schnell ins Bett bekommt, erschließt sich mir in diesem Kontext nicht. Ich halte diese Verquickung für prolematisch bis idiotisch und für den Maskulismus eher schädlich.

Bevor der Vorwurf kommt: Ich will Elliot Rodger in keinster Weise exkulpieren oder andere für seine Taten verantwortlich machen. Mir liegt aber an einem ausgewogenen und möglichst umfassenden Bild des Vorfalls und der Entwicklung des Täters bis zur eigentlichen Tat. Wer versteht, welche Entwicklungen in der Persönlichkeit und insbesondere in der Jugend solcher Amokläufer zu ihren Taten führt, kann weitere verhindern und mögliche gesellschaftliche Missstände korrigieren, die diese Entwicklungen begünstigen. Denn es ist wesentlich zu kurz gegriffen, jetzt nur wieder die liberalen Waffengesetze in den USA anzuprangern oder gar wahrheitswidrig zu behaupten, Rodger sei von Männerrechtlern und deren Elaboraten zu seiner Tat angestiftet worden. Wer so argumentiert, hat ein sehr einfaches, wenn nicht gar mechanistisches Weltbild, das komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Individuum und Umwelt nicht einmal annähernd erfassen kann.

Unter dem Strich bleibt der Schluß, dass im Falle von Elliot Rodger eine Kombination aus zahlreichen Faktoren wirkte, sei es die Scheidung der Eltern und das Fehlen eines männlichens Rollenvorbildes, sein Asperger Syndrom samt möglicher Medikamente und deren Nebenwirkungen sowie natürlich jede Menge Fälle der gescheiterten Kommunikation und Interaktion des Täters mit seinem familiären und gesellschaftlichen Umfeld. Und sicher gibt es noch weitere Faktoren, die (noch) nicht in den Medien kursieren. Das ändert aber nichts daran, dass mir Elliot Rodger trotz seiner Taten menschlich leid tut. Er hat nicht nur andere Leben genommen, sondern auch sein junges Leben weggeworfen, weil er offenbar als Freak oder Einzelgänger galt und keinen Anschluss gefunden hatte. Ich bin mir sicher, schon nur ein echter Freund oder eine existierende Hilfsorganisation, die sich auch an Jungen und junge Männer richtet, hätte diesen Amoklauf verhindern können.

Wer also diese Tat richtig einordnen und weitere Tagen verhindern will, der sollte gerade nicht – wie es die FemnistInnen jetzt  tun – zur weiteren Hatz gegen Männerrechtler blasen, sondern sich vielmehr einmal fragen, ob diese nicht in vielen Punkten einfach Recht haben. Zum Beispiel damit, dass Jungen und junge Männer auch in Scheidungsfamilien neben der Mutter ebenso den Vater als männliches Rollenmodell und Vorbild brauchen. Damit, dass Jungen im heutigen Bildungssystem benachteiligt werden. Oder damit, dass auch das Netz an Hilfen und Hilfsorganisationen für Jungen und junge Männer in schwierigen Lebenslagen enger geknüpft gehört, damit sie nicht über Jahre hinweg unbeachtet durch alle Maschen fallen, bevor sie irgendwann nur noch mit einem lauten Knall und Toten auf sich aufmerksam machen.

Es ist an der Zeit, dass Eltern und Gesellschaft ihre Augen und Ohren auch verstärkt auf die Jungen richten, ihnen zuhören, mit ihnen sprechen und ihnen bei Problemen gleichwertige Hilfen anbieten wie den Mädchen. Gerade die Lebensphase zwischen Pubertät und Adoleszenz ist mir so vielen Fallstricken unterschiedlichster Art – gerade im zwischenmenschlichen Bereich – gespickt, dass auch die Jungen in diesem Alter unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Wenn sich jemand immer mehr abkapselt, stärkere Wesensänderungen zeigt und zum Einzelgänger wird, dann mag das in den meisten Fällen vorbergehend unproblematisch und nur eine Phase sein. Halten solche Veränderungen aber über Monate oder Jahre an, dann sollten wir alle aufmerksam und wachsam sein, diesen jungen Menschen zuhören und in ein erwachsenes, eigenständiges Leben helfen – unabängig vom Geschlecht.

Zitat des Tages

Um ihrem Anspruch auf die männlichen „Privilegien“ Nachdruck zu verleihen (ihren Anspruch auf die gutdotierten Stellungen der Männer, nicht etwa auf die „Privilegien“ des Soldaten), organisiert die Emanzipierte von Zeit zu Zeit  sogenannte Emanzipationsbewegungen. Bei solchen Gelegenheiten lenkt sie dann mit viel Gezeter die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich, steckt sich Kampfabzeichen an den jeweils neuesten Suffragetten-Look, stellt zur Demonstration ihrer politischen Interessen etwa Kerzen an ihr Wohnzimmerfenster, kneift unter den Augen des Fernsehpublikums Bauarbeitern in die Hinterbacken und macht dergleichen Mätzchen mehr. Regelmäßig befreit sie sich  dabei auch von irgendwelchen „Fesseln“. Und diese „Fesseln“  versteht sie (da ihr geistige Fesseln fremd sind) immer ganz wörtlich: Zu Beginn dieses Jahrhunderts war es das Korsett, von dem sie sich befreite, in den siebziger Jahren ware es der Büstenhalter (damit diese Sensation auch niemandem entgehen konnte, ließ sie ihre Sklaven die durchsichtige Bluse erfinden), und bei der nächsten Emanzipationswelle wird es vielleicht der unbequeme lange Rock sein, den sie gerade gegen den Willen der Männer mit viel Koketterie in ihren Maskenfundus aufnimmt. Nur ihre Dummheit, ihre Albernheit, ihre Lächerlichkeit, ihre Verlogenheit, ihre Gefühlskälte und ihr abgrundtief blödes Geschwätz – das hat sie bei einer solchen Gelegenheit noch nie abgelegt.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

Femen zerpflücken für Einsteiger

Ich habe mich gestern ja mit Femen und insbesondere mit der respektlosen Weihnachtsrandale von Josephine Witt aka Josephine Markmann im Kölner Dom am ersten Weihnachtstag auseinandergesetzt. Im nächsten Schritt möchte ich nun demonstrieren, wie leicht es ist, das zu zerlegen, was Feministinnen wie die Femen als Argumente bezeichnet wissen wollen. Ich verwende dazu das Interview von Josephine Witt mit dem SPIEGEL:

SPIEGEL: Frau Witt, Sie haben sich beim Protest im Kölner Dom „I am God“ auf den Oberkörper gepinselt. Warum halten Sie sich für Gott?

Witt: Ich halte mich nicht für Gott, das war natürlich eine Provokation. Sie soll zeigen, dass wir alle selbst verantwortlich für unser Handeln auf Erden sind. Dass man keiner Frau verbieten kann, über ihren eigenen Körper Entscheidungen zu treffen. Genau das tut Kardinal Joachim Meisner jedoch, indem er Abtreibungen ablehnt. Das ist ein weltfremder Ansatz, gegen den Femen kämpft.

Genau, Provokation. Sonst nichts. Man könnte auch einfach sagen: dumm und überflüssig. Übrigens, nicht nur Frauen sind für ihr Handeln auf Erden verantwortlich, auch Männer. Männer sogar noch mehr als Frauen, denn für manche der Aktionen, die Feministinnen einschließlich Femen sich geleistet haben, wären Männer schon so manches Mal vor dem Richter und /  oder im Knast gelandet. Und wieso sollte man nur keiner Frau verbieten, über ihren eigenen Körper Entscheidungen zu treffen? Ach so, stimmt ja, sonst könnte man die Männer ja nicht weiter in Kriegen verheizen, wenn man diesen das gleiche Recht zugestehen würde. Das geht natürlich nicht, sonst müssen da am Ende noch die Frauen unterhalb des Postens als Verteidigungsministerin oder der Verwaltung ran. Gibt es da eigentlich welche?

Oh ja, Frau Witt / Markmann, die Ansicht von Kardinal Meisner ist ja auch Beschlussvorlage des Bundestages zum Thema Abtreibungen. Nicht? Es gibt übrigens etwas, das noch besser ist als Abtreibungen: verantwortungsvolle Verhütung, wenn man keine Kinder will. Das ist auch für die Frauen gesünder als dauernd die Pille danach zu schlucken oder sich bei der Abtreibung die Gebärmutterschleimhaut zerstochern und absaugen zu lassen. Ich frage mich, wer hier nun derjenige mit den weltfremden Ansichten ist? Übrigens, schonmal so böse Wörter wie Treue oder Familiengründung gehört? Nicht weinen, ich weiß ja, dass ich manchmal durchaus etwas altmodisch bin.

SPIEGEL: Dafür muss man bei der Weihnachtsmesse auf den Altar springen?

Witt: Femen lebt von Provokation, wir müssen schockieren. Für uns war diese traditionelle Weihnachtsmesse, bei der sich seit Jahrhunderten niemand außer dem Prediger äußern darf, der beste Moment, dagegen etwas zu tun.

Genau, Frau Witt, nackte Brüste sind im aufgeklärten Westen ja auch total die Provokation. Tut mir ja leid, aber da haben vielfach Tierschützer um Welten kreativere und innovativere Ideen als mit platten Slogans auf Brüsten kreischend durch die Gegend zu laufen. Aber mittlerweile wird ja bekannt, was das eigentliche Konzept, ja wohl auch das Geschäftsmodell hinter diesem Treiben von Femen sein könnte. Ich erkläre Frau Witt nun aber nicht den Unterschied zwischen einer Weihnachtsmesse und einer inhaltlichen Diskussion, das ist selbst mir zu blöd. Könnte sie denn überhaupt diskutieren oder würde sie sich auch wieder nur die Klamotten vom Leib reissen und kreischen, wenn sie sich Gegenargumente anderer Menschen anhören müßte?

SPIEGEL: Und was bewirkt eine solche Aktion ganz konkret?

Witt: Das Bild einer nackten Frau auf dem Altar ist ein Bild, das bleibt. Wir sind weltweit in den Medien. Selbst Patti Smith hat die Aktion auf ihrer Facebook-Seite geteilt.

Wie lange bleibt so ein Bild? Ein paar Tage, solange alle darüber den Kopf schütteln, wie man so respektlos und irre sein kann? Gleichzeitig hat man sich mit so einer respektlosen Aktion aber für jegliche ernsthafte und vor allem inhaltliche Diskussion disqualifiziert. Schön, dass das Bild weltweit in den Medien ist. Welches Honorar hat denn Femen und / oder Josephine Witt dafür erhalten? Und muss mir automatisch gefallen, was offenbar irgendeiner amerikanischen Punk-Oma bei Facebook gefällt? Ich denke nicht.

SPIEGEL: Schön, nur was bringt das?

Witt: Wir richten uns nicht gegen Gläubige, sondern gegen die Institution und Menschen wie Meisner, die sie nutzen, um Frauen zu unterdrücken. In vielen Berichten steht jetzt was zur Haltung Meisners zur Abtreibung, zur Pädophilie. Wir haben mit unserer Aktion die Aufmerksamkeit darauf gelenkt.

Wo unterdrückt Meisner denn Frauen? Hält er sie angekettet in den Gewölben des Kölner Doms, läßt er sie im Vatikan als Sklavinnen Hostien backen oder betreibt er etwa heimlich Bordelle mit Zwangsprostituierten? Nichts von alledem? Bitte konkret: Wo unterdrückt Meisner denn Frauen, bloß weil er zu Abtreibungen eine ablehnende Meinung hat? Welche Haltung hat Meisner denn bitte zur Pädophilie, Frau Witt? Bitte konkrete Angaben, nicht einfach bloß mit Kampfbegriffen um sich werfen in der Hoffnung, dass schon irgendwas hängen bleibt. Und welche Aufmerksamkeit hat Witt denn auf wen oder was gelenkt? In erster Linie hat sie Aufmerksamkeit auf sich und Femen gelenkt und dafür Hunderte Menschen mit ihrer dümmlichen Aktion belästigt. Aber diese liebevolle Weiblichkeit voller Empathie kennt unsereins von solchen Krawall-Feministinnen ja nicht anders.

SPIEGEL: Das Echo in den Medien ist verheerend. Die „Bild“-Zeitung schreibt: „Du Nackt-Mädchen nervst“, der Leitartikler in der „Süddeutschen Zeitung“ wirft Ihnen Spätpubertät und Narzissmus vor.

Witt: Der Mann hat wie viele andere leider nicht verstanden, worum es bei Femen geht. Es geht uns nicht um Narzissmus, im Gegenteil: Wir gehen rücksichtslos und fahrlässig mit unserer Zukunft um. Solch ein Protest bringt Risiken mit sich, ich selbst saß bereits in Tunesien im Gefängnis.

Sorry Josephinchen, leider bist Du diejenige, die nicht versteht, wie man Diskussionen inhaltlich führt oder zumindest so protestiert, dass es tatsächlich zu Veränderungen kommt. Was Femen betreibt, das ist meiner Meinung nach banales Attention Whoring. Und mögliche Honorare für Bilder und Interviews nach den Aktionen nehmt Ihr doch sicher auch gerne mit, oder? Leicht verdientes Geld für einmal halbnacktes Flitzen – ein interessantes Geschäftsmodell. Blöd nur, dass Witt nicht so sehr Märtyrerin ist wie sie sich offenbar selbst sieht. Mit ihren Aktionen wird sie lediglich später keinen Job bekommen, weil kaum ein Personalchef Lust auf kreischende Möchtegern-Prinzesschen ohne Argumente und Selbstreflektion hat. Hach ja, wie lange sass Witt noch gleich in Tunesien im Knast? Ungefähr vier Wochen, bevor die deutsche Diplomatie ihre Freilassung erreichte. Siehst Du, Kind, mit Diplomatie erreicht man mehr als mit Gekreische und blanken Brüsten. Ich wünschte, Fräulein Witt hätte ihre 4 oder 18 Monate in Tunesien absitzen müssen, das hätte uns zumindest diversen Femen-Quatsch mit ihrer Beteiligung erspart.

Aber selbst den Frauen in islamischen Ländern geht Femen ja auf die Nerven. Sie verbitten sich deren plumpe Aktionen, wollen selbst einen Weg zu einem modernen und emanzipierten Frauenbild in ihren Gesellschaften finden und sind dabei so gar nicht männerfeindlich unterwegs wie ihre europäischen und insbesondere deutschen Geschlechtsgenossinnen. Face it, Jospehine: eigentlich hat schon lange niemand mehr Bock auf Euch, Eure Brüste und Euer Gekreische. Putin war ja auch bestenfalls leidlich amüsiert.

SPIEGEL: Warum verstehen so viele Menschen Femen nicht?

Witt: Wenn wir Weihnachten attackieren oder wie kürzlich die Fußball-WM, dann macht man sich natürlich keine Freunde damit. Wir sind nicht da, um gefeiert zu werden, wir sind da, um Aktionen zu machen, um die Leute zum Nachdenken zu bringen.

Die meisten Leute verstehen Femen inzwischen sehr gut. Sie verstehen, dass da ein paar junge Frauen die Hüllen fallen lassen und sich vorher alibimäßig ein paar Sprüche auf die Brüste schreiben, damit der Unfug als angeblicher Protest durchgeht und nicht als banaler Exhibitionismus. Danach kassieren sie dann an den Bildrechten bzw. -lizenzen und Honoraren für Interviews, Berichte und so weiter mit. Mal ehrlich, wen bringen ein paar kreischende Tussis mit nackten Brüsten vor dem Barbie-Haus in Berlin schon zum Nachdenken? Der einzige Gedanke, der sich da vielleicht noch einstellt, lautet: „Arme Irre!“ Mehr Gedanken wären da meines Erachtens auch pure Verschwendung.

SPIEGEL: Meisner hat Sie während des Gottesdiensts in seinen Segen eingeschlossen, da Sie als „arme, kranke Frau“ diesen „wohl auch am nötigsten“ hätten.

Witt: Das klingt für mich wie Hohn. Aber dass man einen 80-Jährigen, der sein ganzes Leben auf der katholischen Kirche aufgebaut hat, nicht überzeugen kann, ist mir klar. Dafür ist er zu alt. Es war ja aber auch seine letzte Weihnachtsmesse als Kardinal.

Tja Josephine, da hat der alte Kardinal Meisner Dir doch glatt gezeigt, wie Souveränität funktioniert. Dass Du das nicht verstehst, wundert mich aber in keinster Weise. Was verstehst Du eigentlich unter „Überzeugen“? Argumente? Hast Du welche, die über nackte Brüste und „I am god“ hinausgehen? Ich glaube ja nicht daran. Und verspüre ich da etwa sowas wie Altersdiskriminierung Deinerseits gegen Kardinal Meisner? Wie dümmlich ist das eigentlich, ausgerechnet einen Kardinal kurz vor dem Ruhestand mit Aktionen wie Deiner „überzeugen“ zu wollen?

SPIEGEL: Auch junge Leute schütteln den Kopf über Femen.

Witt: In meiner Generation sind viele mit sexualisierten Rollenbildern von devoten Frauen aufgewachsen. Wir verdrehen diese Bilder.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich würde sagen, die jetzt junge Generation hat wahrscheinlich ein gesünderes Verhältnis zu ihrem Körper und ungezwungener Sexualität auf freiwilliger Basis als die kreischenden Hühner von Femen. Gut, dafür müssen sie vielleicht noch lernen, dass das Verschicken von Nacktfotos beim Sexting keine gute Idee ist, aber dass sie über Femen den Kopf schütteln, das hat wohl eher mit dem inzwischen total abgegriffenen Schema der Femen-Aktionen zu tun: Titten raus, kreischen und sich möglichst stark zappelnd wegtragen lassen, wofür man ja angeblich vorher so lange und viel trainiert haben muss. Was eigentlich, das Kreischen oder das Zappeln?

SPIEGEL: Sie werden also weitere Gottesdienste stürmen?

Witt: Nein, wir haben noch nie einen Protest wiederholt. Keine Sorge: Wir haben genug kreative Ideen für neue Proteste.

Kreative Ideen? Neue Proteste? Mal was anderes als bepinselte Titten rausholen und Kreischen? Kind, das glaubst Du doch selbst nicht :mrgreen:

Nachtrag: Hier noch ein paar Infos zu Femen, der Weihnachtsrandale und der involvierten Paparazzi-Agentur von Hans Paul.

Antwort auf den offenen Brief von Thomas Fügner

Thomas Fügner von der Männerschmiede richtete vor einiger Zeit einen offenen Brief zum Thema Männerstreik an Arne Hoffmann und mich. Ich komme erst jetzt zu einer Antwort, da ich mich zu diesem Zeitpunkt in den letzten Zügen einer Beziehung befand. Erst wenige Wochen zuvor hatte ich erkennen müssen, dass meine Ex-Partnerin offensichtlich am Borderline-Syndrom leidet, zwar wohl schon länger ohne SVV , aber mit den sonstigen für Familienangehörige und Partner üblichen Belastungen. Vorangegangen war zu diesem Zeitpunkt schon die von mir betriebene Kündigung der gemeinsamen Wohnung, gefolgt von der Suche nach einer neuen Bleibe, Umzug und Renovierung der ehemaligen Wohnung. Das Ganze unter einem seit März diagnostozierten neuen Schub meines Morbus Crohn, der u.a. mit Kortison behandelt wird und auf Grund der vielfältigen Belastungen aus diesen notwendigen Veränderungen bis heute andauert.

Am Borderline-Syndrom leiden übrigens – man spricht von ca. 70% oder auch mehr – größtenteils Frauen. Ich will nicht wissen, wie viele Männer sich zu gerade diesem Zeitpunkt ebenfalls in einer Beziehung zu einer untherapierten Borderlinerin befinden und in dieser Beziehung körperlich, seelisch, emotional und wirtschaftlich mehr oder weniger großen Schaden nehmen. Ich kann nur jedem Mann empfehlen, der Merkmale des Borderline-Syndroms an seiner Partnerin und in seiner Beziehung erkennt, die Partnerin zum Therapeuten zu schicken und bei nachhaltiger Verweigerung unverzüglich das Weite zu suchen – lieber eine Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

Kommen wir nun zu dem offenen Brief:

Danke für Euer Engagement für die Sache der Männer! Das vorneweg. Und ohne Wenn und Aber. Sondern mit einem UND:

UND Wenn ihr ABER streikt- was soll das bringen?!

Ich bin mir sicher, dass diese Frage auch damals zu Beginn der Frauenbewegung gestellt wurde. Was sie gebracht hat, sehen wir heute: Obwohl Frauen schon seit vielen Jahren überprivilegiert sind und im Vergleich zu Männern zahlreiche Vorteile geniessen, ohne die gleichen Verpflichtungen und Belastungen wie Männer hinnehmen zu müssen, wird noch immer die angeblich andauernde Diskriminierung der Frauen beklagt, um weitere Privilegien durchzuboxen. Medien und Politik stehen hier gerne als Steigbügelhalter zur Verfügung, Kritik gibt es nur selten. Der Männerstreik soll zuerst eines bringen: dass Männer über sich und ihre Position in Gesellschaft und Familie nachdenken, Fragen stellen und sich darüber bewußt werden, dass fast alles, was die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten vorangebracht, technischen Fortschritt und Zivilisation ermöglicht hat, von Männern geschaffen wurde. Natürlich gab es dabei auch unerwünsche Nebenerscheinungen, aber wer den Komfort und die längere Lebenserwartung des modernen Lebens haben will, der kommt eben nicht umhin, auch diese Nebenerscheinungen hinnehmen zu müssen. Und seien wir ehrlich: das Streben nach Komfort und Luxus ist seit Urzeiten ein vorrangig weibliches Streben. Das nur als eines von vielen Beispielen.

Streik- das klingt nach früher Arbeiterbewegung, (klar, Arne, bekennend links ist das anschlußfähig, das gefällt, hmm?) das klingt dem Aufstand der Machtlosen, das klingt nach “Rechte einklagen” viel RECHT haben, viel Klagen, viel Be-SCHWERden, das klingt nach Resignation und innerer Kündigung. Eine Sieger- Option beinhaltet diese Haltung nicht.

Schade.

Da irrst du, Thomas.  Der Streik war lange Zeit ein durchaus gewichtiges Instrument im Arbeitskampf, allerdings in Deutschland wegen des fehlenden Grundrechts auf politischen Streik / Generalstreik seit jeher schwächer ausgeprägt als bei unseren europäischen Nachbarn. Auch die Französische Revolution speiste sich aus langwierigem Verdruß über die herrschenden Verhältnisse und begann als Demonstration oder Streik. Die Schwäche des Instruments Streik im Deutschland von heute ist vor allem dem typisch deutschen Untertanengeist zuzurechnen, Gerhard Schröders neoliberale Agenda 2010 verstärkte diesen mittels weiterer Entrechtung der durchschnittlichen Arbeitnehmer noch weiter. Dass die Frauen vermehrt als zusätzlich verfügbare Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt drängen, hat auch nicht gerade zur Stärkung der Position der Arbeitnehmer bei Tarifverhandlungen beigetragen. Einen Streik mit Resignation und innerer Kündigung gleichzusetzen, wird jedenfalls der Sache nicht gerecht, denn ein Streikender sagt ja gerade, dass er das Spiel unter diesen Umständen nicht mehr mitmacht und er ist bereit für seine Positionen und Forderungen zu kämpfen.

Aber Ihr klingt vor allem kindisch- trotzig: “Da spiele ich nicht mehr mit!!” Wie aber wollt Ihr das Spiel lernen, beherrschen, gewinnen vielleicht, wenn Ihr Euch dem entzieht?!

Es geht nicht darum, das miese Spiel, das mit den Männern seit jeher gespielt wird, zu lernen, zu beherrschen oder zu gewinnen. Vielmehr geht es darum, das Spiel und dessen Regeln zu verändern. Genauso haben es die Feministinnen auch gemacht. Dazu ist es aber notwendig, dass man sich dem aktuellen Spiel verweigert oder es nur noch halbherzig unter Protest mitspielt, damit die anderen männlichen Mitspieler erfahren, dass sie mit ihrem Unbehagen und ihrer unbewußten Ablehnung vieler männerfeindlicher Spielchen und Regeln nicht alleine sind. Und auch die Frauen sollen ruhig erfahren, dass unser Einsatz und die Privilegien, die wir ihnen alleine auf Grund ihres Geschlechts gewähren, nicht selbstverständlich sind und der Bogen mittlerweile maßlos überspannt wurde.

Wie soll das auch konkret aussehen- zum Vögeln nur noch in den Puff, Männerkuscheln am Lagerfeuer, Demos…?

Ich bin durchaus auch ein Freund von Polemik und Sarkasmus, halte sie aber in diesem Kontext für unangebracht. Die Männer müssen sich zuerst bewußt werden, dass sie noch immer im urzeitlichen Rollenklischee als austauschbares Arbeitstier und rechtloser Zahlesel, Ernährer und Beschützer gefangen sind, während die Frauen mittels Feminismus zahlreiche andere Möglichkeiten der Lebensgestaltung für sich erobern konnten.

Um gleich die Provokation zu entschärfen: David Schnarch (Psychologie der sexuellen Leidenschaft) hat ziemlich ausführlich gezeigt, dass die persönliche Entwicklung in erster Linie IN, nicht ohne die Beziehung funktioniert

In Beziehung zu wem oder was? Der Mensch lernt und wächst durch Interaktion mit seiner Umwelt, es ist aber keinesfalls so, dass als Beziehung nur die Beziehung zur Mutter oder zu anderen Frauen relevant ist. Gerade für Männer ist neben dem Vater auch der Freundeskreis extrem wichtig, bei vielen auch noch die Fußballmannschaft oder Kontakte aus dem Fitness-Studio. Persönliche Entwicklung ist nicht abhängig von einer amourösen Beziehung, im Gegenteil. Wer sich persönlich weiterentwicklen will, dem wird häufig empfohlen – zumindest temporär – in die Stille und Einsamkeit zu gehen. Kontemplation funktioniert einfach nicht, wenn um einen herum dauernd geplappert und gezerrt wird. Für mich selbst kann ich auch nur sagen, dass ich die größten persönlichen Fortschritte in Zeiten des Alleinseins und der Stille gemacht habe, nicht in Diskussionen und Gezerre innerhalb von Beziehungen. Und ganz ehrlich, lieber Thomas, willst Du Mönchen – vor allem in Klöstern mit asiatischer Philosophie – vorwerfen, sie würden sich persönlich nicht weiterentwickeln?

Auch das persönliche Glück ist doch viel weniger in der Entsagung zu finden, als in der Hingabe!!

Das ist Ansichtssache. Wenn Hingabe bedeutet, dass man sich hingibt, seine Zeit, Kraft, Nerven und sein Einkommen kampflos Dritten überläßt, die selbst nur nehmen und selten geben, dann ist das in meinen Augen eher Dummheit als Glück. In einer Beziehung muss die Hingabe – in jeglicher Hinsicht – auf Gegenseitigkeit beruhen, zu starkes Ungleichgewicht und Einseitigkeit sind aber das, was einen Mann in Beziehungen mit den heutigen Frauen vielfach erwartet. Denn diese schöpfen heute einerseits die Möglichkeiten aus, welche Emanzipation und Feminismus ihnen erkämpft haben, andererseits nehmen sie aber weiterhin alle Privilegien und Möglichkeiten wahr, die mit dem klassischen Rollenbild verknüpft sind. Wer kennt beispielsweise nicht jenen Schlag Frau, der am Wochenende trotz leerem Konto weiter ausgehen möchte und dazu einfach das Dekolletee vergrößert, während sich die Rocklänge / Stoffmenge am Leib verkleinert?

Die Maennerschmie.de ist da konstruktiver: REIN in die Beziehung- UND WENN´s auch (zeitweilig) ein Kampf ist, das ist das Leben, das IHR gewählt habt, auszuleben, anzunehmen, also NEHMT es WAHR! Nehmt die Frau an Eurer Seite wahr, oder die, die Euch im Zug gegenüber sitzt, sondern als Frau, nicht als Feindin, die lieben und geliebt werden will!

Wie viele Männer wohl schon wie oft genau so verfahren sind, gekämpft und am Ende dennoch verloren haben? Viele Frauen sind aber Meisterinnen der Maskerade und des Verstellens, nicht erst vor dem Schminkspiegel. Außerdem gibt es heute genügend Frauen, die eher Karriere machen als eine Beziehung führen und geliebt werden wollen, ja gar selbst gar nicht mehr in der Lage sind zu lieben und eine Beziehung zu führen. Bei diesen Exemplaren ersetzen Job und eigenes Einkommen den Mann, die Bestellung bei Zalando oder der Shopping-Trip nach London den Sex und Orgasmus. Wenn der Feminismus bei einem erfolgreich war, dann beim Einimpfen von Männerhass und Männerfeindlichkeit in die Gesellschaft und insbesondere in die Köpfe und Herzen vieler heutiger Frauen.

Habt MUT, Euch dem Leben zu stellen, Eure Kinder zu sehen, Freunde, kocht für sie, seit kraftvoll, positiv

Auch Männer, die gegen die herrschenden Verhältnisse in Gesellschaft, Beziehung und Familie streiken, stellen sich dem Leben. Nicht nur das, sie stellen sich auch dem Leben von Männern der kommenden Generationen, wenn sie jetzt für Veränderungen eintreten, von denen auch Männer zukünftiger Generationen profitieren. Jenseits des Kinder-Themas sind das alles Dinge, für die man weder eine Frau noch eine amouröse Beziehung zu einer Frau braucht. Ein guter Freundeskreis – unabhängig vom Geschlecht der Freunde – reicht da vollkommen aus.

Lasst die (geistigen), Phantome, Männer- hassende Femen, Emanzen, Lesben, lasst sie in Eurem Leben sterben, lasst sie einsam und in Kälte der Nicht-Achtung vertrocknen – Ihr HABT DIESE Freiheit in EUREN Köpfen, in Euren Herzen: “Don´t feed the Trolls!” (Vielleicht ist DAS der Teil Eures Streik- Aufrufes, den ich Unterstützen mag: töten durch mediale Nicht- Beachtung)

Das Ignorieren eines Problems ist nur selten dessen Lösung. Ich stimme Dir zwar zu, dass die männerhassende Femen-Emanzen-Lesben-Fraktion deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommen sollte, da deren Ideologie sonst weiter Zulauf und Futter erhält, aber die mediale Aufmerksamkeit dieser Leute verringern wir auf diesem Wege nicht. Wenn das nächste Sommerloch oder anderweitig Bedarf an Themen für TV-Magazine, Interviews oder Talkshows besteht, werden – wie schon bei der lächerlichen #aufschrei-Kampagne – die Hetzerinnen wieder in den Studios oder vor den Mikrofonen sitzen und ihre Ideologie verbreiten. Was es dann braucht, das ist ein Gegengewicht. Leute, die die ganze Lächerlichkeit des heutigen Feminismus samt Opferabos, Diskriminerungslügen und Überprivilegierungen der Frauen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und so sukzessive ein Umdenken herbeiführen. Bei mir war einer davon Arne Hoffmann, dessen Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ für mich in vielerlei Hinsicht das bestätigt hat, was ich schon lange unbewußt geahnt und gespürt hatte: dass die Feministinnen zwar am lautesten und häufigsten geifern, jammern und weitere Zuckerl fordern, aber heute eigentlich die Männer das tagtäglich diskriminierte und verachtete Geschlecht sind.

Baut stattdessen etwas Eigenes auf, EURE Vorstellung vom Leben als Männer für und mit Euch, um Euretwillen. Erst in zweiter Linie für die Frauen, oder, noch schlimmer, als Opfer oder Bedürftiger der Frauen.

Genau darum geht es ja, teilweise angelehnt an die MGTOW-Bewegung, aber ohne Rückzug und Passivität davon. Allerdings sehe ich die Frauen nicht einmal in zweiter Linie. In erster Linie sollte man selbst stehen, die eigenen Ansichten und Ideale, dann die eigenen Geschlechtsgenossen und die Gesellschaft als Ganzes. Frühestens danach spielen vielleicht Frauen eine Rolle, müssen es aber nicht. Denn auch wir Männer haben das Recht auf Selbstverwirklichung, bei der wir uns nicht von Frauen ausbremsen oder sabotieren lassen sollten. Es bleibt aber nicht aus, dass Frauen den Weg des Mannes ausgerechnet dann kreuzen, wenn er selbstzufrieden seine Ziele verfolgt und dabei glücklich ist. Offenbar zieht man so die gewisse Frauen an wie das Licht die Motten.

Denn Ihr seid für ganz andere Frauen attraktiv, wenn Ihr in Euren Herzen, in Eurem Geist eine stabile Eigenliebe, einen positiven, gestaltenden (nicht: sich verweigernden!) Selbstwert entwickelt. DAFÜR bin ich für Euch da.

Und da ist sie wieder: Die Fixierung auf die Frauen. Warum? Kann ein Mann ohne Frau nicht glücklich sein oder existieren? Ich kann wahrscheinlich besser kochen (ohne Fix-Tütchen) als geschätzte 80% der heutigen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren (Köchinnen ausgenommen), Ordnung und Reinlichkeit sind für mich ebenso wichtig wie eine gewisse Struktur und Effizienz bei Haushaltsarbeiten einschließlich Bügeln, Nähen und was sonst noch so anfällt. Ich habe schlicht keinen Grund, mir unbedingt eine Frau ans Bein zu binden – schon gar nicht, wenn ich meinen eigenen Weg gehe und dabei glücklich bin. Ausnahmen: Sex und die Gründung einer Familie, sofern man sich das bei der konstant hohen Scheidungsquote und dem heutigen Familienrecht noch antun will.

Dass wir Männer uns einfach nur innerlich und äußerlich aufhübschen sollen, um einen anderen Typ Frau anzuziehen als die durchschnittliche deutsche Frau mit überdurchschnittlichem Scheidungs- und Kuckuckskinder-Risiko, ist nicht Tenor und Ziel des Männerstreiks! Es geht darum, die Problematik der vielfältigen Diskriminierungen der Männer in Beruf, Gesellschaft, Beziehung und Familie ins öffentliche Bewußtsein zu rücken und so auf diesen Gebieten nachhaltig Veränderungen anzustoßen. Denn egal, wie sehr man seinen Weg geht und seine Partnerin oder Frau zum halbwegs funktionierenden Partner „erzieht“, eines bleibt auch bei Deinen Ratschlägen gleich, Thomas: Es ändert sich dadurch nichts am männerfeindlichen gesellschaftlichen Klima und im Falle einer Scheidung von der Ehefrau hat man mit den gleichen Nachteilen und Geld-Streitereien um Unterhalt & Co. zu kämpfen wie jeder andere Mann auch.

Korrekt ist hingegen, dass viele Männer erstmal neu lernen müssen, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn sie sich nur um sich selbst kümmern wollen und auch dann einen Selbstwert haben, wenn sie Single sind und auch kein Interesse an einer Beziehung haben. Eigenliebe und ein Wille zur Gestaltung seines Lebens und der Gesellschaft gehören da natürlich auch dazu. Sich dem Gros der heutigen Frauen zu verweigern oder sie nur für ein paar Stunden oder eine Nacht neben sich zu dulden, halte ich aber trotzdem für einen gangbaren und vernünftigen Weg, wenn jemand schlicht keine Lust auf eine Beziehung hat oder sich nach zahlreichen negativen Erfahrungen bewußt dafür entscheidet.

Alltäglicher Männerhass und Gewaltfantasien aus der #Aufschrei-Fankurve

In einem vorherigen Beitrag habe ich ja schon darauf hingewiesen, dass die sogenannte #Aufschrei-Debatte keine Debatte, sondern vor allem ein Hype war, der vorrangig heiße Luft und etwas Aufmerksamkeit für ein paar ziemlich fragwürdige Figuren erzeugt hat. Echte Diskussionen fanden in diesem Rahmen nicht statt, zweifelnde oder kritische Meinungen wurden niedergeschrien oder auch als Anlass für neue Empörung missbraucht und die kritischen Meinungen damit als „sexistisch“ verteufelt.

Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, auch nur ein paar Beiträge darüber durchzulesen, was alles dieser Alltagssexismus sein soll, der wundert sich, wie die Feministinnen, die diesen ins Spiel gebracht haben, überhaupt noch das Haus verlassen können. Selbst das dürften sie nur noch mit Burka und Keuschheitsgürtel in einem Panzer. Hier eines von zahllosen Beispielen, die vorrangig lächerlich, aber keinesfalls sexistisch sind:

Alltagssexismus Joggen

Bleibt die Frage, ob die liebe Christine denn lieber mit ihrem Kollegen joggen gegangen wäre, wenn er jünger oder genauso alt wie sie gewesen wäre? Ob es auch kein „Alltagssexismus“ gewesen wäre, wenn ihre „fachlichen Fragen“ ohne Joggen beantwortet worden wären? Das klingt doch sehr nach der Himmelreich-Brüderle-Masche: Frau gibt sich mehr oder weniger privat / in der Freizeit mit Kollegen oder Vorgesetzten ab, um in diesem Kontext an Informationen zu kommen, die andere nicht oder erst später erhalten, z.B. über geplante Beförderungen oder Vakanzen in angestrebten Positionen. So wollte ja offenbar auch Laura Himmelreich  mit ihrer provokanten, altersdiskriminierenden Frage von Rainer Brüderle Antworten außerhalb von Pressekonferenzen und offiziellen Interviews bekommen, die sie zu einem tollen Artikel mit skandalösem Touch hätte aufpumpen können. Das hat nicht geklappt, dafür gab es dann ein Jahr später das Genöhle über Brüderles flapsige Dirndl-Antwort, die meines Erachtens keinesfalls das Niveau der Frage von Frau Himmelreich unterboten hat. Die anschließende Empörung galt aber natürlich nur der vermeintlich sexistischen Antwort von Brüderle, Himmelreichs altersdiskriminierende Frage war – zumindest bei den Feminstinnen – nie ein Thema. Ganz schön bigott, die lieben Feministinnen.

Ganz frisch aus Schweden schwappt nun ein neuer Trend für Feministinnen über das Meer, nämlich angebliches Dominanzverhalten von Männern im öffentlichen Raum, z.B im ÖPNV durch breitbeiniges Sitzen, über das sich die Feministinnen jetzt empören. Aber nicht nur das, sie lassen dabei auch ihrem pathologischen Männerhass und Gewaltfantasien freien Lauf:

Alltäglicher Männerhass

Ganz genau: Ein Mann, der breitbeinig sitzt, weil er zwischen seinen Beinen einen Rucksack abstellt, ist jetzt auch ein Sexist. Natürlich könnte man sich auch darüber aufregen, dass im ÖPNV vielfach die Sitzabstände in den Fahrzeugen und Waggons offenbar mit Kindern oder Kleinstwüchsigen festgelegt werden, so dass man unabhängig vom Geschlecht ab einer gewissen Körpergröße nicht bequem sitzen kann, schon gar nicht mit Rucksack oder sonstigem Gepäck. Aber das wäre ja nicht so bequem und der eigenen Ideologie dienlich wie das pauschale  Unterstellen von sexistischem Dominanzverhalten.

Was ein Spagat ist, scheint die Twitter-Nutzerin @antiprodukt auch nicht zu wissen, aber Bildung stört sowieso nur, wenn man eine lupenreine Feministin sein will. Ihre Kollegin Tina hat zwar mit @ichdenkenicht wenigstens einen besser passenden Benutzernamen verwendet – Denken ist seit jeher eine Gefahr für jegliche totalitäre Ideologie wie dem Feminismus – läßt dafür aber ihrem Männerhass und ihren Gewaltfantasien freien Lauf, indem sie das Sitzen des Mannes offenbar als Einladung für einen Tritt zwischen dessen Beine betrachtet. Geradezu freudig spricht sie von einer „Kooperation“ des Mannes, damit er bekommt, was er – und vermutlich auch alle anderen Männer – ihrer Ansicht nach verdienen.

Wer ist da nun der Sexist, Hasser und potentieller Gewalttäter? Für sowas bekommt man übrigens in Deutschland im Jahre 2013 einen Grimme-Preis.