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Nur Sekten warten auf einen Messias

Arne Hoffmann scheint inzwischen irgendwelche schwerwiegenden intellektuellen oder seelischen Probleme zu haben. Nicht nur, dass er mit seiner wahnhaften Fixierung auf „linken Maskulismus“ seit jeher die Männerbewegung ausbremst, nun schwadroniert er auch noch über einen „Messias“ und gibt gleich vor, wie er seiner Meinung nach zu sein hätte. Einen Messias erkennt man aber nur, wenn er vor einem steht und nicht, wenn man sich seine beschränkten Wunschvorstellungen zusammenklöppelt.

Pünktlich kurz vor Weihnachten veröffentlichte Hoffmann in seinem Blog Genderama einen Jahresrückblick für 2015. Dabei kommt er zu erstaunlichen Ansichten, die kaum ein anderer Männerrechtler so nachvollziehen können wird. So bezeichnet er es beispielsweise als einen „großen Schritt für die Bewegung“, dass dem Club of Vienna eine Studie über die Männerrechtsbewegung von Johannes Meiners und Christine Bauer-Jelinek vorgelegt worden war. Dieser Club ist ein kleiner Kreis von wenigen Personen, die Breitenwirkung dieser Studie dürfte im homöopathischen Bereich liegen, ebenso die Auswirkungen davon auf den Alltag der Männer in der Gesellschaft. Daneben misst Hoffmann seinem Besuch im Landtag von Nordrhein-Westfalen zusammen mit einem Vereinskollegen von MANNdat besondere Bedeutung zu. Sucht man jedoch in klassischen Medien und in Blogs nach Informationen über und Ergebnissen von diesem Besuch, so findet man faktisch nichts. Der lächerliche Genderkongress wird ebenso in den höchsten Tönen gelobt, auch wenn er bereits wenige Tage später von den Massenmedien mit den bekannten Etiketten behängt wurde, darunter „antifeministisch“, „frauenfeindlich“ und dergleichen mehr.

Nach Ansicht von Arne Hoffmann wachse „unsere“ Bewegung angeblich immer mehr zusammen, die Frage ist allerdings, welche Bewegung er damit konkret meint und was da womit zusammenwächst. Wir haben bereits seit geraumer Zeit den Eindruck, dass das Mantra des „linken Maskulinsmus“ der Bewegung mehr schadet als nützt. Es ist auch vollkommen egal, ob man als Männerrechtler mit Feministinnen diskutiert oder nicht, man verschwendet halt nur seine Zeit mit diesen in der Regel männerfeindlichen Hetzerinnen. In den meisten Fällen gibt es ohnehin kein Ergebnis und selbst wenn man die besseren Argumente hatte, wird man im Zweifelsfall einfach mit den altbekannten Etiketten wie „rechts“, „frauenfeindlich“ usw. behängt und die Diskussion ist beendet. Das ist nur etwas für Idioten, Masochisten und Leute, die sich gern auf ihr Ego einen runterholen.

Letztlich kommt Hoffmann zum eigentlichen Grund für sein Geschwurbel und weist auf die Möglichkeit zum Spenden in seinem Blog hin. Vermutlich hätte es gereicht, wenn er diesen Hinweis alleine als Blogbeitrag veröffentlicht hätte. Wofür die Leute da spenden sollen, wird allerdings nicht klar, denn Hoffmann verweist ja nicht auf MANNdat oder Agens, sondern auf sein Konto. Vielleicht sollte er mal darlegen, was er mit den Spenden konkret für Männerrechte macht? Vermutlich würden da manchem die Schuppen von den Augen fallen.

Weiter führt Hoffmann aus, was seiner Ansicht nach angeblich in der Bewegung nicht ganz rund laufe. Dabei ist er stolz wie Oskar über die geringfügigen Verbesserungen an einzelnen Stellen, elementar hat es für die Männer und die Männerrechtsbewegung allerdings keinerlei nennenswerten Fortschritt gegeben. Lustig ist vor allem, wie Arne Hoffmann und einige seiner Vereinsmeier meinen, sie hätten irgendetwas mit Aktivismus zu tun. Schaut man sich einmal an, wie andere gesellschaftliche Bewegung wie der Feminismus oder auch die Alt-68er aktiv waren und was sie erreicht haben, so kann man der Männerrechtsbewegung unter Hoffmanns vermeintlich „linker“ Ägide lediglich einen gelähmten bis scheintoten Zustand diagnostizieren. Was will man aber von einer sogenannten Bewegung erwarten, die mehr Wert auf eine Art „linke“ Gewissensprüfung der Anhängerschaft legt anstatt sich mit aller Kraft und mit allen möglichen Verbündeten gegen den gemeinsamen Gegner zu stellen?

Und dann kommt Arne Hoffmann auf etwas zu sprechen, wo sich jeder normale Mann nur an die Stirn fassen wird: er lamentiert über eine so genannte Integrationsfigur, irgendeine Art Messias. Selbstredend legt Hoffmann erst mal die Kriterien fest, die ein solcher Messias seiner Ansicht nach erfüllen müsste, ansonsten wäre er wohl für Hoffmann kein Messias. Das Ganze hat religiöse bis schwachsinnige Züge und letztlich wird der Männerbewegung kein Messias helfen, sondern nur ein gemeinsames Wirken aller Betroffenen und Aktiven. Ein solches gemeinsames Wirken ist aber unter einem Spalter wie Arne Hoffmann weit und breit nicht in Sicht. So könnte er doch einmal erklären, warum er auf die großartige Arbeit von Nicht-Feminist nicht häufiger verweist und auch andere Aktivitäten wie ein YouTube-Kanal namens nf-tv oder die realen Treffen der Nicht-Feministen in Berlin in seinem Blog keinerlei Erwähnung finden. Der Grund liegt unserer Ansicht nach darin, dass Hoffmann seine Arbeit eher nach persönlichen Befindlichkeiten und Animositäten ausrichtet als nach den gemeinsamen Zielen der Bewegung. Belustigt haben wir zur Kenntnis genommen, dass Hoffmann nach einiger Zeit unter seiner Kategorie „Verschiedenes“ nun auch mehr oder weniger täglich eine Übersicht veröffentlicht, seit bei Nicht-Feminist eine solche Übersicht mindestens wöchentlich, häufig auch öfter üblich ist. Ähnlich verhält es sich mit der Diskussion der sogenannten „linken Maskulisten“ über einen YouTube-Kanal, den Nicht-Feminist bereits länger betreibt.

Lustig ist, dass Hoffmann mittlerweile wohl verstanden hat, dass viele Männer deshalb nicht oder nur wenig aktiv sind, weil sie einen Vollzeitjob und oft genug eine (geschiedene) Familie zu versorgen haben. Allerdings scheitert er daran, daraus Konsequenzen für die notwendigen Veränderungen der Arbeitswelt abzuleiten. Da war ja selbst Esther Vilar damals schon weiter, als sie geschlechtsunabhängig eine 30 Stunden-Woche für alle forderte. Offenbar sind die sogenannten „linken Männerrechtler“ inhaltlich noch lange nicht dort angekommen, wo sich Vilar bereits vor Jahrzehnten befand – und das ist hochnotpeinlich.

Halten wir also fest: einen maskulistischen „Messias“ gibt es nicht und es wird auch keinen geben. Solche Figuren sind ein Thema für Religionen und Sekten, nicht aber für soziale Bewegungen. Diese Differenzierung scheint den Herrn Medienwissenschaftler allerdings intellektuell schwer zu überfordern. Zudem besteht aber auch die Gefahr, dass potentiell aktive Leute durch die Aussicht auf einen sogenannten „Messias“ von zielgerichteten Aktivitäten abgehalten werden und stattdessen nur auf genau diesen Messias warten, während sie sich ansonsten vor allem darüber definieren, zum vermeintlich „richtigen“ Lager zu gehören. Also nichts anderes, als Hoffmann und sein „linker“ Dunstkreis bereits jetzt tun.

Es ist an der Zeit, dass die Männer gemeinsam ihre Bedürfnisse und Ziele definieren und mindestens ebenso engagiert dafür zu kämpfen beginnen wie es die oben genannten Bewegungen seinerzeit auch gemacht haben. Da gibt es keinen Platz für irgendwelche Sektierer, die sich vor allem darauf konzentrieren, Interessierte und Aktive zu spalten, mundtot zu machen und totzuschweigen. Jeder Mann weiß auch, dass es niemanden gibt, der uns diese Aufgaben abnimmt. Entweder tun wir es selbst oder es wird niemand tun.

Die Männer sind es, die den größten Teil des Steueraufkommens und der Sozialabgaben erwirtschaften und in der Geschichte der Menschheit auch den größten Teil aller Erfindungen und sonstigen Fortschritte geschaffen haben. Wir haben es nicht nötig, als Bittsteller aufzutreten, die sich dann erst noch durch eine Gewissensprüfung „linker Art“ legitimieren sollen. Die Zeit ist deshalb reif für eine neue Männerbewegung, die es schafft, Männerrechtler aus allen politischen Lagern und Parteien zu vereinen und unsere Ziele zu verwirklichen. Etwas anderes wird uns auch gar nicht übrig bleiben, wenn wir verhindern wollen, dass Jungen, Männer und traditionelle Familien weiter ins Hintertreffen geraten.

Es ist Zeit für ein Ende des linken Schwachsinns der Marke Hoffmann und Zeit für das Erwachen einer starken vereinigten Männerrechtsbewegung, die sich nicht mit Diskussionen mit hirnlosen Feministinnen und Gender-Spinnern aufhält, sondern mit vereinten Kräften, starken Armen und konkreten Forderungen zur Verbesserung des Lebens und der sozialen Position von Jungen und Männern an die Politik herantritt. Es ist bereits überall sichtbar, welch verheerenden Schäden der Feminismus und der Genderismus in den vergangenen Jahren an Jungen, Männern, traditionellen Familien und den Gesellschaften als Ganzes angerichtet haben. Wir können nicht weiter tatenlos zuschauen, wie eine gesellschaftsfeindliche Mischpoke aus politischen Kampflesben und Hasspredigerinnen, geistesgestörten Genderisten und linken Dummschwätzern die Zukunft unserer Gesellschaft aufs Spiel setzen. Es ist JETZT die Zeit, sich zu erheben. Vermutlich ist es die letzte Gelegenheit dazu, bevor die EU mit ihrem faschistischen Toleranzpapier jegliche Kritik an Schwachsinnigkeiten wie Feminismus, Genderismus und linker Idiotologie strafbar macht und sich eine irre Gesinnungsdiktatur breitmacht, von der selbst Hitler und Goebbels feucht geträumt hätten.

Wir erleben derzeit, wie eine Frau – konkret Angela Merkel – die Zukunft unseres Landes und der EU für einen vermeintlich guten Zweck aufs Spiel setzt, um einen noch nicht näher bekannten Plan der Eliten umzusetzen oder die Grundlagen für die Umsetzung eines solchen Plans zu schaffen. Wie auch immer er aussieht, es sollte klar sein, dass dieser Plan allen europäischen Völkern feindlich gesonnen sein wird und es darum geht, die europäischen Gesellschaften ins Wanken zu bringen und die sozialen Gefüge in Europa unwiederbringlich zu zerstören. Wir haben kein Problem mit Flüchtlingen, solange es sich um echte Flüchtlinge handelt und nicht bloß um illegale Migranten und potentielle Sozialschmarotzer, die von externen Großmächten zur Destabilisierung Europas missbraucht werden. Diese Frage und diese Differenzierung darf man heute aber schon nicht mehr äußern, ohne in irgendeine Nazi-Ecke geschoben zu werden. Es ist uns klar, dass in Deutschland und in ganz Europa ein Notstand zum Dauerzustand gemacht werden soll, um demokratische und soziale Errungenschaften zu zerstören und dem kriminellen Treiben der amerikanischen Regierung die Tore zu öffnen, konkret TTIP, TISA und CETA. Nur vor diesem Hintergrund ist das Produzieren und Heraufbeschwören von sozialen Verwerfungen bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen nachvollziehbar. Der islamistische Terrorismus wird gleichzeitig dazu genutzt, bei den Massen der Bürger Ängste zu wecken und nachfolgend politisch die Abschaffung zahlreicher Freiheits-und Bürgerrechte ohne jeglichen Widerstand herbeizuführen.

Nie in der Geschichte Deutschlands und Europas war es deshalb notwendiger, dass die Männer sich gemeinsam für die eine Sache, den Frieden in Europa, erheben und für sie kämpfen. Wenn wir Leuten wie Merkel, Maas und Konsorten weiter tatenlos zuschauen, werden wir früher oder später in einem Deutschland und einem Europa erwachen, das zu einem Albtraum geworden ist. Es gibt zahlreiche Alternativen dazu, an den Krisenherden und in den Kriegsregionen der Welt für Verbesserungen und menschenwürdige Zustände zu sorgen, als all diese Menschen unter falschen Versprechungen nach Europa zu importieren, wo sie ihre Identität verlieren und uns unser Vaterland nehmen werden, was am ende vor allem zu gegenseitigem Hass führen wird.

Es ist an der Zeit, die Hände aus der Hose zu nehmen und sich gegen die kriminellen Regierungen in Berlin und Brüssel zur Wehr zu setzen. Was diese aktuell treiben, ist mit Hochverrat an allen Völkern Europas und besonders schwerer Untreue im Amt noch sehr verharmlosend beschrieben. Es ist JETZT an der Zeit und die Zeit wird so wahrscheinlich nie wieder kommen. Jeden Tag kann es passieren, dass wir aufwachen und wieder ein Stück Freiheit oder ein Bürgerrecht mehr verloren haben. Da wird uns auch kein „Messias“ retten, wir selbst sind es, die unser Schicksal wieder in die eigenen Hände nehmen und für unsere Freiheit, unsere Rechte und unser Leben kämpfen müssen!

Wir rufen deshalb alle Männer Europas dazu auf, sich zu erheben, sich zu verbünden und kriminelle Regierungen wie die in Berlin oder Brüssel gemeinsam zum Teufel zu jagen! Falls jemand vergessen haben sollte, wie Kampf und Widerstand gegen kriminelle Regierungen funktionieren, so empfehlen wir einen Blick in Filme wie Braveheart oder V wie Vendetta. In der gesamten Geschichte der Menschheit mussten die Menschen und insbesondere die Männer immer wieder gegen das kriminelle Treiben von Herrschern kämpfen und wenn eines gewiss ist, dann ist es das folgende: Der Kampf ist noch nicht vorbei!

Antwort an einen Genderisten-Kommentar

Es gibt ja manchmal so irre Gestalten unter den Genderisten, die ernsthaft glauben, wenn sie ihren Gender-Schwachsinn nur oft und penetrant genug wiederholen, dann würde er ebenso als Wahrheit anerkannt wie eine Lüge, die man nur oft genug wiederholen müsse. So einen fand ich kürzlich in den Kommentaren bei mir:

Ich als sog. Mann* habe einen 9-teiligen Artikel über männliche Privilegien geschrieben.
[Link entfernt]

Ach je, wer schon damit anfängt, dass er hinter Mann oder Frau ein Sternchen pappt, der kann schon nicht ganz normal zwischen den Ohren sein. So einer verlangt ernsthaft, dass ich seine blödsinnigen Ergüsse auch noch lese? Und 9 Teile? Liegt das daran, dass Männer angeblich ach so viele ach so tolle Privilegien haben oder vielmehr daran, dass der Verfasser zuviel Tagesfreizeit hat? Ich vermute ja eher letzteres. Die meisten Gender-Freaks und sonstigen Clowns dieser Art machen ja auf Kosten der Allgmeinheit ihre sexuelle Identitätsstörung mehr oder weniger zu ihrem Hauptberuf.

Vielleicht könnt ihr mit Hilfe von diesem Artikel nachvollziehen, inwiefern Männer Privilegien haben.

Nein danke. Als weißer Hetero-Mann, der nicht unter so einer obskuren Gender-Störung leidet, sondern unter realen gesundheitlichen Beeinträchtigungen leidet, welche zu einem GdB 50 führen, und zudem ebenso Gewaltopfer wie Ex-Partner einer manipulativen Borderline-Gestörten ist, suche ich seit Jahren diese ganzen Privilegien, die mir alleine auf Grund meines Geschlechts ja angeblich nur so zufliegen. Ich habe jedoch eher die Erfahrung gemacht, dass es mehr Hilfen und Informationen über Hilfen für Mädchen und Frauen gibt, die zu blöde zum Vögeln und Verhüten sind, als für Jungen und Männer mit echten Problemen oder in handfesten Krisen. Vielleicht ist das ja dieses „tolle Privileg“, dass sich niemand für einen und sein Wohlergehen interessiert, sobald man einen Penis hat und nicht homo-, trans- oder zumindest bisexuell ist?

Es wäre schön, wenn ihr euch das anschaut, OHNE gleich zurückzuschießen mit “aber Frauen* haben noch viel mehr Privilegien” usw.

Übersetzt heißt das, ich soll irgendwas lesen, was mir ein Dritter empfiehlt, um doch bitte endlich totalen Schwachsinn übelster Sorte für die einzige Wahrheit im Universum zu halten, aber sowohl Denken als auch Kritik soll man doch bitte deaktivieren, damit es funktioniert? Dazu sage ich nur eins: Geh kacken, Junge – mit oder ohne Sternchen!

Dieser Artikel ist sehr umfangreich, bringt zahlreiche Beispiele und beschäftigt sich auch mit einem kurzen Abriss der historischen Entwicklung von männlichen Privilegien.

Klar, wer keine Argumente hat, der muss eben langatmig schwurbeln, das weiß doch jeder. Deshalb ist ja auch die Redezeit in Parlamenten begrenzt, sonst würden die Abgeordneten da noch länger hohl schwafeln ohne irgendwas von Substanz zu sagen. Und der historische Abriss dürfte ebenso falsch sein wie die verzerrte Wiedergabe der heutigen Realität, weil auch früher schon nicht jeder Mann ein Adeliger, Gutsherr oder später Industrieller war wie heute nicht jeder Mann ein Vorstand oder Aufsichtsratsmitglied in einem DAX-Konzern ist.  Und es länger dauerte, bis Männer aller Klassen / Schichten wählen durften als nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts auch die Frauen das Wahlrecht bekamen. Warum soll ich mir also einen 9-teiligen hirnrissigen Schwachsinn irgendeines Spinners durchlesen, der offenbar ein großes psychisches Problem damit hat, dass er einen Penis hat und keine Frau ist, weshalb er sich ein Sternchen anhängt? Klar, als Frau hat man nämlich wesentlich mehr Privilegien und Sonderrechte, die zwar nirgendwo niedergeschrieben stehen, aber in der Gesellschaft ebenso wie in Beziehungen und Familien trotz aller vermeintlicher Gleichberechtigung bis heute existieren und von den Frauen mit Vehemenz verteidigt werden. Dann gilt es aber an diesen Ungerechtigkeiten und der Misandrie anzusetzen anstatt sich in absurder Manier eines Stockholm-Syndroms mit dem Aggressor zu identifizieren, indem man sich zur Frau oder einem sonstigen „frauenartigen Etwas“ umdeklariert oder gar umbaut.

Tu also Dir und dem Rest der Welt einen Gefallen und geh mit Deiner Störung lieber zu einem Psychiater als zu den Scharlatanen des Feminismus und Genderismus. Dann findest Du sicher auch bald wieder einen Job und musst nicht Deine Störung andauernd in irgendwelchen ebenso inhaltlich falschen wie generell belanglosen Artikeln und Artikelserien reproduzieren.

Gute Besserung!

Ach Magda…

…beim Freitag beklagst Du Dich über angeblichen Hass gegen Feminismus und Gender-„Forschung“ und entsprechende Ressentiments, beschwörst gar bedrohliche Formen und willst damit wahrscheinlich durch die Blume die bei Feministinnen beliebte Breivik- oder Nazikeule schwingen. So kurz, so unredlich.

Ich kann dich aber beruhigen, die meisten Männerrechtler und Kritiker von Blödsinnstheorien wie Feminismus und Gender sind weder bedrohlich noch gewaltbereit oder sonstwas. Wenn man den ganzen Quatsch zum ersten Mal hört, will man natürlich prüfen, inwiefern da sinnvolle Aussagen enthalten sein könnten, beispielsweise beim Feminismus. Nach und nach klopft man die Schlüsselbegriffe und Konstruktionen des Feminismus ab und bemerkt relativ schnell, dass die Kaiserin splitterfasernackt ist – natürlich bis auf die im feministischen Lager als total empowernden Fetisch begehrte Achsel-, Bein- und ggf. Gesichtsbehaarung. Eine gewisse Nähe zu diesbezüglicher Vorlieben gewisser lesbischer Kreise ist jedoch ganz sicher nur Zufall. Aber zurück zum Thema. Man prüft also zum Beispiel das von Feministinnen postulierte Patriarchat und landet ganz schnell bei der Erkenntnis, dass dieses bestenfalls eine vereinfachte und verkürzte Variante der besitzenden und regierenden Oberschicht darstellt. Mit dem Geschlecht der dortigen Akteure hat das alles aber nichts zu tun, da geht es eher um Herkunft, Vermögen / Besitztümer und Einfluß. Ich behaupte gar, dass eine Tochter aus bürgerlichem Hause bis heute wesentlich bessere Chancen in unserer Gesellschaft hat als ein Sohn aus einem Arbeiterhaushalt. Da spielen viele Dinge eine Rolle, beispielsweise der Habitus, der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und Förderungen oder auch informelle Netzwerke, wie sie in Sportvereinen und Brauchtumsorganisationen seit jeher existieren. Das alles ist aber vollkommen unabhängig davon, ob man einen Penis hat und im Stehen pinkeln kann oder ob man Brüste hat und die Tür aufgehalten bekommt. Kurzum, das Patriarchat ist vor allem ein feministisches Hirngespinst, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Gerne beklagen westliche Feministinnen auch die angeblich existierenden gläsernen Decken, die ach so toll qualifizierte Frauen von einem weiteren beruflichen Aufstieg abhalten sollen. Komischerweise beklagen so etwas häufig Frauen, die in vielen Fällen bereits ein Studium absolviert und teilweise gar bereits promoviert haben, also jenseits irgendwelcher Praktika, Studentenjobs oder Gastspielen als Werksstudenten noch gar keine Ahnung davon haben dürften, wie der Hase mit den Hierarchien und Beförderungen in den Unternehmen eigentlich läuft. Woher kommt da also die vermeintliche Erkenntnis, dass es da überall diese gläsernen Decken gebe? Nun, diese Erkenntnis ist gar keine, die gläsernen Decken sind vor allem ein Werkzeug, konkret ein Propagandinstrument, um im nächsten Atemzug Frauenquoten an besonders komfortablen und lukrativen Positionen einzufordern, hier seien vor allem Führungspositionen und insbesondere Aufsichtsräte genannt, auf die es die Feministinnen offenbar abgesehen haben.

Es ist außerdem müßig darauf hinzuweisen, dass die Scheuklappen der Feministinnen keinen Blick in die andere Richtung zulassen. Sonst müßten sie nämlich zur Kenntnis nehmen, dass man ebenso von gläsernen Fußböden sprechen müßte, wenn man sich vor Augen führt, dass Männer zum größten Teil auch die gefährlichsten, schmutzigsten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen, beim Empfang von Sozialleistungen häufiger sanktioniert werden und nicht zuletzt den größten Teil der Obdachlosen ausmachen. Frauen sind auf unterschiedlichstem Wege davor geschützt, die soziale Skala bis ganz nach unten durchzurutschen. Sei es durch die Familie, welche an sie geringere Anforderungen stellt als an die Männer im Hause, durch den Partner, der häufig Haupt- oder Alleinverdiener ist und sie ganz selbstverständlich mitfinanziert, oder eben auch durch ein engmaschigeres soziales Netz, welches durch die Existenz von zahlreichen Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und sonstigen Hilfsorganisationen, die sich ausschließlich an Mädchen und Frauen richten, einfach früher und mehr Hilfen anbietet als Männer sie vorfinden. Man kann hier durchaus davon sprechen, dass um die soziale Gerechtigkeit für Männer wesentlich schlechter bestellt ist.

Kommen wir zum letzten Begriff der Feministinnen, der die ganze Lächerlichkeit des Feminismus an sich vor Augen zu führen imstande ist: die berühmt-berüchtigte rape culture. Feministinnen meinen nämlich, dass unsere Gesellschaften seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Jahrtausenden oder Jahrmillionen, darauf basieren, dass Frauen Opfer von Vergewaltigungen oder anderen Formen sexueller Gewalt werden – und die Gesellschaften das angeblich dulden. Wer einen Blick in die Geschichtsbücher wirft, wird nur leider von diesem feministischen Hirngespinst nichts finden. Da ist von Paaren und Familien die Rede, die z.B. zusammen der Landwirtschaft nachgehen, wobei die Männer ganz selbstverständlich die körperlich schweren Arbeiten übernehmen, während Frauen eher haushaltsnahe und körperlich weniger belastende Arbeiten ausführen. Oder mit der Industrialisierung eben die neue Rollenaufteilung, bei der die Männer das Haus verlassen um den ganzen Tag in Fabriken zu schuften, während die Frauen sich um Haushalt und Kinder kümmerten. Gaaaanz sicher hatten die so erschöpften Männer abends noch jede Menge Zeit und Kraft, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie ihre Frauen am besten unterdrücken, vergewaltigen oder auf anderem Wege sexueller Gewalt aussetzen konnten. Damit löst sich ein weiterer feministischer Kampfbegriff in einer Wanne von purem Schwachsinn auf. Fakt ist, dass Männer ihre Frauen seit jeher geliebt und sie deshalb besonders geschont und unterstützt haben, sofern sie die Mittel und Möglichkeit dazu hatten.

Allerdings möchte ich nicht verschweigen, was hiesige Feministinnen im Jahre 2014 als rape culture bezeichnet wissen wollen:

  • Wenn ein Mann eine Frau längere Zeit anschaut (stare rape).
  • Wenn ein Mann abends oder nachts hinter einer Frau auf dem Bürgersteig geht und er es für unsinnig hält, die Straßenseite zu wechseln, damit die Frau sich nicht verfolgt oder bedroht fühlt.
  • Wenn ein heterosexueller Mann versehentlich eine homosexuelle Frau (Lesbe) anspricht, der man – ausnahmsweise – ihre sexuelle Orientierung nicht sofort ansieht.
  • Oder wie manche Ikonen des Feminismus gerne sag(t)en: Jegliche Art von heterosexuellem Geschlechtsverkehr.

Kommen wir zurück zu Magda vom Freitag. Natürlich weist sie im ersten Schritt auf das lächerliche Elaborat von Robert Claus für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hin. Um es kurz zu machen: Robert Claus fasst eigentlich primär die übelriechende Grütze zusammen, die andere Auftragsschreiberlinge der feministisch gepolten Böll- und der Friedrich-Ebert-Stiftung bereits zur Diskreditierung der Männerrechtler ausgekippt haben. Für eine vermeintlich wissenschaftliche Arbeit also eher sehr schwach und jenseits der äußeren Form auch nicht wert als eine solche bezeichnet zu werden.

Selbstredend kommt die liebe Magda auch auf Akif Pirincci zu sprechen, nennt ihn in einem Atemzug mit Sarrazin und empört sich nachfolgend gleich darüber, dass Akif Pirincci es doch tatsächlich gewagt hat, seine Kritik an Elisabeth Tuiders befremdlichen Vorschlägen für den Sexualkundeunterricht für Schüler ab 12 Jahren in seiner gewohnt markanten Sprache öffentlich zu machen. Auch unterschlägt sie dabei, dass er den größten Teil seines Kommentars aus dem Artikel einer Zeitung zitiert hat, welche die Pläne von Tuider zusammengefasst hatte. Nun kann man zum sprachlichen Stil von Pirincci stehen wie man möchte, ich denke aber, dass man relativ einfach Stil und Inhalt trennen und über den Inhalt problemlos diskutieren könnte – wenn man es denn überhaupt wollte. Das ist im Feminismus- und Gender-Lager aber regelmäßig nicht der Fall, wie ja auch die zahlreichen Hetzschriften parteinahner Stiftungen belegen, die immer in übelster Art und Weise über Männerrechtler – leidlich akademisch kaschiert – die infamsten Schmähungen auskippen anstatt auch nur einmal mit ihnen zu reden oder eben gar zu diskutieren, ob da nicht doch berechtigte Anliegen existieren.

Unredlich wie der ganze Beitrag von Magda meines Erachtens ist, scheut sie natürlich auch nicht davor zurück, mögliche Entgleisungen von Kommentatoren einfach Pirincci anzulasten. Leider ist sie nicht in der Lage zu begreifen, dass einerseits der Feminismus heute einfach einen überflüssigen Anachronismus darstellt, der sich zwecks Selbsterhalt immer stärker radikalisiert, und andererseits die gesamte Gender-Ideologie eigentlich vorrangig für Leute hilfreich ist, die Probleme mit ihrem sexuellen Selbstbild und / oder ihrer sexuellen Orientierung haben, also beispielsweise einige Tausend Transsexuelle oder einige wenige Prozent Homoseuelle in Deutschland.

Wenn man sich vor Augen führt, dass Feministinnen und Genderisten dafür unsere Sprache mit Gender Gaps, Gender Sternchen, Gender X oder A und ähnlichem Mist verunstalten wollen, damit auch bloß diese paar Tausend Leute sich mitgemeint fühlen, dann sollte es nachvollziehbar sein, wenn der durchschnittliche Bürger fragt, was dieser Schwachsinn überhaupt soll. Hier schließt sich der Kreis zu Pirincci, denn der hat aus dem Stand eine große Leserschaft mit dem Gender-Thema erreicht und da sollte es verständlich sein, wenn unter diesen vielen Lesern auch einige sind, denen dieser Quatsch schon lange auf die Nerven geht – die dann meinen, hier ein Ventil gefunden zu haben, wo sie ordentlich rumbolzen können.

Ob es angemessen ist, wenn Pirincci den der werten Elisabeth Truider zur Seite springenden Heinz-Jürgen Voß als „geisteskranken Schwulen“ bezeichnet, so ist das sicher ein Thema für sich. Es sollte aber erlaubt sein zu fragen, wie sich dieser Herr Professor beispielsweise das Ende des Sex vorstellt oder ob er mit dem Claim Biologisches Geschlecht ist gemacht nicht eigentlich sagen will, dass das biolgische Geschlecht angeblich ähnlich sozial konstruiert sei wie das soziale Geschlecht. Andererseits finde ich es vollkommen legitim, wenn man kritisch hinterfragt, dass auf den Hinweis, dass Frauen Kinder bekommen können und Männer eben nicht, folgende Antwort zumindest als fragwürdig bis sonderbar zu bezeichnen ist:

Gegen dieses beliebte Argument der Gebärfähigkeit von Frauen sprechen mehrere Punkte. Fortpflanzung ist zwar zur Arterhaltung des Menschen nötig, aber deshalb muss nicht jede oder jeder Einzelne auf klassischem Weg Kinder bekommen können. Es hat sich gezeigt, dass Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen nicht so verbreitet ist, wie oft angenommen. So hat das Bundesland Sachsen die Erstattungsfähigkeit von Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung wieder eingeführt, weil Studien ergaben, dass mindestens 15 Prozent der heterosexuellen, fortpflanzungswilligen Paare über einen längeren Zeitraum nicht in der Lage waren, Kinder zu bekommen. Wäre Fortpflanzung also wichtig zur Festlegung des biologischen Geschlechts, wären diese 15 Prozent nicht typisch männlich oder weiblich. Über diese organisch orientierte Frage hinaus ist in der Analyse auch der Wunsch von Menschen zu berücksichtigen, Kinder zu haben oder nicht.

Übersetzt: Wenn 15% der heterosexuellen Paare das eine oder andere Problem bei der natürlichen Fortpflanzung haben, ist das also ein Grund deren Geschlechtszugehörigkeit in Zweifel zu ziehen? Obwohl bekannt ist, dass Umweltgifte, die vor allem in allerlei Kunststoffen enthalten sind, die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen negativ beeinflussen können? Auch macht das Männer noch lange nicht gebährfähig, wenn Mann oder Frau in einer heterosexuellen Paarbeziehung ein Problem bei der Fortpflanzung haben. Diesen Nonsense zu kritisieren, ist vollauf legitim, auch wenn mancher dabei wohl über das Ziel hinausgeschossen sein könnte.

Was Professor Voß dann in seiner Solidaritätsbekundung zu seiner Kollegin Tuider fordert, ist genau das, was durchschnittliche und normale Menschen bei Diskussionen mit Feministinnen und Genderisten nie erleben:

Kommen wir Menschen zu Hilfe, die angegriffen werden! Wenn sich viele Menschen solidarisieren, funktionieren Angriffe und Mobbing nicht. Damit funktioniert es dann auch nicht, dass gesellschaftliche Richtungsfragen individualisiert und Andersdenkende eine_r nach der_dem anderen angegriffen werden.

Schaffen wir in den Wissenschaften Strukturen, um uns solidarisieren zu können! Angriffe gegen soziologische, sexologische und gesellschaftswissenschaftliche Beiträge werden immer häufiger. Wir haben noch keine Struktur, um solche Angriffe gemeinsam zurückzuweisen und vernünftige gesellschaftliche Diskussion einzufordern. Daher müssen wir in gesellschaftlichen Organisationen und in allen wissenschaftlichen Fachorganisationen Strukturen etablieren, mit denen Angriffe, Schmähungen und Hass rasch zurückgewiesen werden können.

– Neben dem solidarischen Miteinander, auch über inhaltliche Streifragen hinweg, sollten wir Konzepte erarbeiten, wie wir eine offene und positive Diskussions- und Streitkultur stärken können, in der fachwissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten so geführt werden, dass die Persönlichkeitsrechte des_der Diskussionspartner_in gewahrt bleiben.

Ich kenne es von Twitter und anderen sozialen Medien, aber auch von Diskussionen offline nur so, dass Feministinnen und Genderisten meinen, sie hätten die ewiglich allgemeingültige Wahrheit mit dem Löffel gefressen, alle anderen seien ja nur zu dämlich und rückständig, so dass sie selbst es eigentlich gar nicht nötig hätten zu diskutieren. Shitstorms und Hetzkampagnen in Piratinnen-Manier sind hier noch das kleinere Übel, bei der Anhängerschaft von #aufschrei & Co. war das genauso an der Tagesordnung, wenn man Kritik übte oder sich mit den meistens überaus dürftigen Antworten nicht zufriedengeben wollte. Wenn also somit eher Diskussionsunfähige die ach so böse Diskussionskultur bemängeln, weil andere nicht unreflektiert und kritiklos ihre Ansichten annehmen wollen, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Die Fachgesellschaft Gender sitzt leider auch einem Irrtum auf, wenn sie meint, es sei das Ziel von Pirincci und anderen Kritikern, die geschlechtsspezifischer Forschung zu diskreditieren und als unwissenschaftlich zu denunzieren. Vielmehr muss die geschlechterspezifische Forschung schlicht einmal damit anfangen, handfeste und gegebenenfalls gar naturwissenschaftlich, zumindest aber mit gesundem Menschenverstand überprüfbare Belege für ihre abenteuerlichen bis merkwürdigen Konstruktionen und Behauptungen abzuliefern. Genauso muss es gestattet sein zu zweifeln, zu kritisieren und Antithesen in den Raum zu stellen, sofern diese wissenschaftlichen Grundanforderungen genügen. Wenn die sogenannte geschlechterspezifische Forschung damit nicht klarkommt oder nicht gewillt ist, wissenschaftlichen Mindestanforderungen zu genügen, dann hat dieser ganze Gender-Budenzauber an öffentlichen Hochschulen ebenso nichts zu suchen wie die Lehren von Scientology und sollten folgerichtig von dort verschwinden.

Gleichzeitig müßten dann allerdings auch Gestalten wie Tuider und Voß von gutdotierten Pöstchen an den Hochschulen entfernt werden, sofern sie nicht anderweitig einsetzbar sein sollten. Genau das ist es ja, was die Genderisten um jeden Preis vermeiden wollen, denn außerhalb des Elfenbeinturms sind diese Gestalten trotz akademischer Titel in den meisten Fällen wohl zu nichts zu gebrauchen, was man in irgendeiner Form auch nur annähernd als wertschöpfend bezeichnen könnte. Ignoranz bis hin zum glühenden Hass habe ich übrigens von Feministinnen und Genderisten schon oft geerntet, wenn ich nach Belegen für deren fragwürdige Konstruktionen fragte oder es wagte selbige zu kritisieren. Außer hysterisches Gezicke und geheuchelte Empörung kommt dann meistens nichts.

Hadmut Danisch spricht für sich selbst, genauso wie ich und jeder andere, der sich nicht für einen großen tollen Anführer irgendeines Flügels irgendeiner Bewegung hält, aber man kann ihm sicher nicht vorwerfen, er würde unwissenschaftlich arbeiten. Im Gegenteil, er versucht ja beispielsweise mit Klagen gegen die Berliner Humboldt-Universität und andere feministisch überfrachtete Institutionen der Öffentlichkeit ganz real vor Augen zu führen, dass Feminismus und Genderismus auf falschen Grundannahmen beruhen, nicht sonderlich wissenschaftlich sind und eigentlich an den Hochschulen nichts verloren haben. Dafür erntet er natürlich Widerstand, gepaart mit Ignoranz und Hass, weil er es als böser weißer Hetero-Mann wagt, die kruden Ideologien der selbsternannten neuen Bessermenschen der Feminismus- und Gender-Szene zu kritisieren und deren mangelnde Wisenschaftlichkeit aufzuzeigen.

Es erstaunt mich nicht, dass die liebe Magda das Bundesforum Männer ganz toll findet, denn das tut wohl die meiste Zeit entweder nichts oder kümmert sich in erster Linie um Feminismus- und Frauenthemen, so dass es schlichtweg verzichtbar wäre, wenn es nicht als verlogenes  Feigenblatt dafür dienen müßte, dass angeblich auch für Männer etwas getan würde. Das würde ich dann allerdings nicht als lila Piudel bezeichnen, sondern eher als Luftnummer oder eben als Feigenblatt.

Den Abschluss des Beitrags von Magda bildet der obligatorische Vorwurf von Rassismus, Homo- und Transphobie und noch diverse andere Keulen und Signalwörter, mit denen man um sich schmeißt, wenn man selbst keine Argumente hat und einfach nur das Gegenüber mit Dreck bewerfen will. Genauso könnte man aber auch gegen den Feminismus und Genderismus argumentieren, denn dieser ist vielfach sehr stark mit der linksextremen Szene verflochten, die in Sachen Ideologie, Radikalität und Methodik dem durchschnittlichen Neonazi nicht nachsteht.

Chapeau! 😀

Zum Abschluß noch Harald Eia und das Gleichstellungsparadox mit deutschen Untertiteln:

Warum ich Diskussionen mit Feministinnen meistens für sinnlos halte

Wie die anderen „Fundamentalisten“, halte ich Diskussionen mit Feministinnen in der Regel für sinnlos und Zeitverschwendung. Der feministische Standpunkt ist in den meisten Fällen für sachbezogene Diskussionen nicht als vernünftig zu bezeichnen, weshalb es dann auch keine vernünftige, sachbezogene Diskussion geben kann. Darüber hinaus ist der unsachliche bis unsägliche Diskussionsstil vieler Feministinnen einfach nervtötend und kräftezehrend und ich vermute mal, dass auch genau dies das Ziel dieses schlechten Stils ist. Wenn dann mehrere geifernde Feministinnen gleichzeitig ihren ideologischen Quatsch ablaichen, ohne Belege zu liefern, Quellen anzugeben oder auch nur einmal vorübergehend den Standpunkt des anderen überhaupt zu akzeptieren und darüber nachzudenken (Stichwort: Empathie), verschwendet man einfach nur seine Zeit und Kraft mit diesen Gestalten. Ein sehr gutes Beispiel fand ich neulich in den Kommentaren zu einem Artikel über den Fall Elliot Rodger und solch einen Schrott schalte ich auch deshalb nicht frei, weil er keine Basis für eine sachbezogene Diskussion ist:

Mit Recherche habt ihr es nicht so, oder?

Erstmal die Leute anranzen, das ist der typische Start einer solch feministischen Diskussion.

Das Asperger-Syndrom ist keine Erkrankung und dagegen gibt man üblicherweise auch keine Medikamente.

Eine Behauptung ohne Beleg, super. Im psychischen Bereich spricht man anstelle einer Krankheit häufig eher von einer Störung, z.B. von einer Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung. Diese hat jedoch einen entsprechenden Krankheitswert und für die Betroffenene einen Leidensdruck, deshalb spricht man ja auch von einer psychischen Krankheit. Ob man letztlich von einer Krankheit, einem Syndrom oder einer Störung spricht, ist daher relativ egal. Es gibt logischerweise auch keine Medikamente gegen eine Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung oder gegen so etwas wie das Asperger-Syndrom. Wohl aber können die entsprechenden Symptome behandelt werden, z.B. depressive Verstimmungen mit Antidepressiva oder Unruhe mit entsprechenden Beruhigungsmitteln. Ein Beleg oder zumindest eine Quellenangabe wie ein Link wäre daher eine Mindestanforderung, wenn man haltlose Behauptungen aufstellt, welche dem aktuellen Stand der Wissenschaften widerprechen wollen. Andernfalls macht man sich lächerlich.

Ausserdem ist die Behauptung, Rodger habe das Asperger-Syndrom gehabt, definitiv widerlegt. Dementiert vom Vater selbst.

Auch hier fehlt wieder eine Quellenangabe, mindestens ein Link auf einen neutralen Artikel in seriösen englisch- oder deutschsprachigen Medien. Wieder nichts. Wie soll man auf dieser Basis sachbezogen diskutieren? Es geht nicht und deshalb lasse ich das üblicherweise, wenn sich Feministinnen auf diese Art und Weise ideologisch in meinem Kommentarbereich erbrechen. Es geht diesen Feministinnen nämlich gar nicht um inhaltliche Diskussionen, es geht ihnen darum, mit blanken Behauptungen und Gepöbel einfach Recht zu behalten und bei anhaltender Widerrede das Gegenüber als Masku oder Sexist zu labeln, alternativ auch als Nazi oder was Feministinnen sonst noch so absondern, wenn sie merken, dass sie keine Argumente haben und man sich auch von noch so viel Gezeter nicht von diesem Fakt ablenken läßt.

Dieser schlechte Stil ist mir wiederholt aufgefallen, auch bei solchen Feministinnen, die von den „Gemäßigten“ als angeblich diskutabel verkauft werden. Alternativ werden ellenlange Texte per Copy & Paste gepostet, die eigentlich nichts sagen und ebenfalls keine Quellenangaben enthalten. Ziel dieses Vorgehens ist es, die Zeit und Kraft des Gegenübers zu binden und scheinbar Recht zu behalten. Wer sich konstruktiv für Männerrechte einsetzen will, schert sich deshalb am besten in keinster Weise um solche feministischen Ergüsse und vermeidet sinnlose Diskussionen mit Feministinnen. Man könnte nämlich ebenso mit seit Geburt blinden Menschen über Farbharmonie diskutieren – beides führt zu exakt nichts. Denn Feministinnen akzeptieren nur die Konstruktionen des Feminismus, keine sachlichen Argumente oder die Lebensrealität anderer Menschen, schon gar nicht von Männern.

Andererseits stelle ich mir auch die Frage, wie diese Feministinnen an der Universität ihre Haus- und Abschlussarbeiten geschrieben haben wollen, wenn sie keine einzige ihre Behauptungen angemessen belegen und keine Quellen angeben. Reicht in Gender Studies und vergleichbar ideologisch dominierten Schrottfächern etwa die Eigenschaft „Frau“ der Verfasserin als gültige Quellenangabe? Wundern würde es mich nicht.

Hier noch ein Artikel über den medikamentösen Hintergrund von Elliot Rodger – und so viel zu den ganz alltäglichen Lügen und Manipulationen der Feministinnen.

Von Gemeinschaftsblogs, Gastbeiträgen und mehr

Es gibt inzwischen ein sogenanntes „maskulistisches“ Gemeinschaftsblog, allerdings habe ich dort bisher kaum Beiträge zu Männerrechten bzw. echter Gleichberechtigung finden können. Teilweise wurden Themen aus den vergangenen 6 Monaten aufgewärmt, gelegentlich klang es so als hätten Teilnehmer aus urkomischenzeitlichen Männerseminaren, in denen man vermutlich vorrangig lernt sich auf die Brust zu trommeln, ein Feuer zu machen und sich rülpsend am Gehänge zu kratzen, um seine „Männlichkeit“ zu definieren und sich deshalb ganz toll zu finden, eigene Beiträge geschrieben. Nun, ich habe für mich entschieden, für dieses Gemeinschaftsblog nicht zu schreiben, da es derzeit IMHO einfach noch keine klare Kontur und Position hat, mir vielfach einfach zu Wischwaschi wirkt. Immer nach dem Motto: Wir ertränken uns jetzt alle in Konsens-Sosse, Hauptsache nicht anecken. Das schreckte allerdings einen der anonymen / pseudonymen Blogger des Gemeinschaftsblogs nicht davon ab, erstmal Themen wie Männerstreik und MGTOW für überflüssig zu erklären. Vermutlich wollte man aber nur einmal die entsprechenden Begriffe verwenden, damit man bei diesen Themen überhaupt gefunden wird, denn der schlau gewählte Name des Gemeinschaftsblogs ist nur wenig eingängig und IMHO Synonym für „alles und nichts, vielleicht aber auch ein bisschen, wir legen uns da nicht fest“ – der Knaller. Ich kenne inzwischen per Facebook und Skype zahlreiche Leute der MGTOW-Bewegung und kann nur sagen, dass manch Einzelner davon mehr Profil, Themen und Argumente in Sachen Maskulismus hat als man in diesem komischen Gemeinschaftsblog bisher lesen konnte. Aber vielleicht haben die Gemeinschaftsblogger ja bisher auch nur mögliche Impulse für neue Debatten innerhalb der Männerrechtsbewegung mühsam zurückgehalten…

Daneben finde ich es nicht zweckmäßig, anonym oder pseudonym zu schreiben, die Feministinnen sind sicher auch nicht deshalb mit ihren Aktionen erfolgreich geworden, weil z.B. Alice Schwarzer unter einem Pseudonym wie „EMMA42“ geschrieben hätte, sondern weil sie transparent, d.h. mit ihrem Namen und größtenteils auch Gesicht aufgetreten sind. Ob vor allem letzteres immer sinnvoll war, ist natürlich ein anderes Thema 😉

Ich finde, die Anliegen der Männerbewegung sind seriös und wichtig genug, dass man sie unter seinem Namen und in aufrechter Haltung online wie offline auch vertreten kann, ohne sich zu verstecken. Die dann manchmal vorkommenden Anfeindungen kann man relativ einfach mit einigen Argumenten und Zahlen unschädlich machen, z.B. bei Themen wie Lebenserwartung, Krebsvorsorge, Bildung, Quoten oder sonstigen Diskriminierungen von Männern heutzutage.

Im hiesigen Blog gibt es übrigens vom ersten Tag an eine Kategorie Gastbeiträge, wo man als am Thema Interessierter seine Beiträge veröffentlichen kann. Allerdings muss man dazu dann auch mit seinem Namen stehen, zumindest mir gegenüber. Mancher mag dabei – aus welchen Gründen auch immer – Heulkrämpfe bekommen, allerdings frage ich mich, wie es solche Leute dann schaffen, z.B. mit eingeschaltetem Smartphone durch einen kameraüberwachten Bahnhof zu laufen 😀

An mancher Stelle wurde mir recht hirnrissig vorgeworfen, es würden hier „nur noch frauenfeindliche Zitate“ veröffentlicht. In der Tat habe ich eine Zeitlang diverse Zitate aus  „Der dressierte Mann“ von Esther Vilar hier veröffentlicht, als ich das Buch gelesen hatte. Einige Zeit später folgte auch eine Rezension, in der ich noch extra darauf hingewiesen habe, dass man Vilars Ansichten und Äußerungen im historischen Kontext einordnen und bewerten müsse. Ich kann in Vilars Äußerungen auch keine Frauenfeindlichkeit entdecken, sondern vielmehr, dass ihr offenbar die Verlogenheit, Hinterhältigkeit und Aggressivität vieler Feministinnen schon damals gehörig auf die Nerven ging. Nicht umsonst erhält sie für ihre feminismuskritischen Schriften bis heute Morddrohungen.

Wer aber auch weitere Titel Vilars liest wie „Das polygame Geschlecht“, „Das Ende der Dressur“ oder „Der betörende Glanz der Dummheit“, der kann sich denken, warum seit jeher der Schwarzer-Flügel der Frauenbewegung vom Mainstream hofiert wurde und nicht der Flügel von Vilar: sie wirkt politisch eher links und wollte wohl eigentlich – nach einem reinigenden Gewitter – konstruktive Diskussionen führen und anstelle einer Spaltung der Geschlechter eine gleiche Augenhöhe von Mann und Frau bewirken. Dagegen wirkt Alice Schwarzer politisch eher konservativ bis rechts und was sie vielen Männern, Frauen, den Beziehungen zwischen Männern und Frauen und insbesondere Familien samt zahlreichen Scheidungskindern mit ihrer radikalen Ideologie angetan hat, das ist Geschichte und kann daneben tagtäglich in den Medien, auf den Straßen und Schulhöfen „bewundert“ werden. Wer spaltet statt vereint, ist dem System und Regime eben dienlicher als jemand, der vereinen, versöhnen und faire Verhältnisse herstellen will.

PS: Ich habe bisher in meinen Beiträgen keine „Popkultur“ gebraucht und werde das auch zukünftig nicht ändern. Wen es aber – aus welchen Gründen auch immer – interessieren sollte, welche Musik ich bevorzuge, der kann sich hier ein Video anschauen. Ich habe extra eines mit Frau ausgewählt, damit sich bloß niemand diskriminiert fühlt… 😉

PPS: In Zeiten, wo ich wenig bis gar nicht blogge oder nur Zitate veröffentliche, sorge ich übrigens u.a. dafür, dass Artikel von Genderama, Manndat und anderen Medien zum Thema bei Facebook weiterverbreitet werden – gelegentlich zumindest mit Kommentar meinerseits.

Femen zerpflücken für Einsteiger

Ich habe mich gestern ja mit Femen und insbesondere mit der respektlosen Weihnachtsrandale von Josephine Witt aka Josephine Markmann im Kölner Dom am ersten Weihnachtstag auseinandergesetzt. Im nächsten Schritt möchte ich nun demonstrieren, wie leicht es ist, das zu zerlegen, was Feministinnen wie die Femen als Argumente bezeichnet wissen wollen. Ich verwende dazu das Interview von Josephine Witt mit dem SPIEGEL:

SPIEGEL: Frau Witt, Sie haben sich beim Protest im Kölner Dom „I am God“ auf den Oberkörper gepinselt. Warum halten Sie sich für Gott?

Witt: Ich halte mich nicht für Gott, das war natürlich eine Provokation. Sie soll zeigen, dass wir alle selbst verantwortlich für unser Handeln auf Erden sind. Dass man keiner Frau verbieten kann, über ihren eigenen Körper Entscheidungen zu treffen. Genau das tut Kardinal Joachim Meisner jedoch, indem er Abtreibungen ablehnt. Das ist ein weltfremder Ansatz, gegen den Femen kämpft.

Genau, Provokation. Sonst nichts. Man könnte auch einfach sagen: dumm und überflüssig. Übrigens, nicht nur Frauen sind für ihr Handeln auf Erden verantwortlich, auch Männer. Männer sogar noch mehr als Frauen, denn für manche der Aktionen, die Feministinnen einschließlich Femen sich geleistet haben, wären Männer schon so manches Mal vor dem Richter und /  oder im Knast gelandet. Und wieso sollte man nur keiner Frau verbieten, über ihren eigenen Körper Entscheidungen zu treffen? Ach so, stimmt ja, sonst könnte man die Männer ja nicht weiter in Kriegen verheizen, wenn man diesen das gleiche Recht zugestehen würde. Das geht natürlich nicht, sonst müssen da am Ende noch die Frauen unterhalb des Postens als Verteidigungsministerin oder der Verwaltung ran. Gibt es da eigentlich welche?

Oh ja, Frau Witt / Markmann, die Ansicht von Kardinal Meisner ist ja auch Beschlussvorlage des Bundestages zum Thema Abtreibungen. Nicht? Es gibt übrigens etwas, das noch besser ist als Abtreibungen: verantwortungsvolle Verhütung, wenn man keine Kinder will. Das ist auch für die Frauen gesünder als dauernd die Pille danach zu schlucken oder sich bei der Abtreibung die Gebärmutterschleimhaut zerstochern und absaugen zu lassen. Ich frage mich, wer hier nun derjenige mit den weltfremden Ansichten ist? Übrigens, schonmal so böse Wörter wie Treue oder Familiengründung gehört? Nicht weinen, ich weiß ja, dass ich manchmal durchaus etwas altmodisch bin.

SPIEGEL: Dafür muss man bei der Weihnachtsmesse auf den Altar springen?

Witt: Femen lebt von Provokation, wir müssen schockieren. Für uns war diese traditionelle Weihnachtsmesse, bei der sich seit Jahrhunderten niemand außer dem Prediger äußern darf, der beste Moment, dagegen etwas zu tun.

Genau, Frau Witt, nackte Brüste sind im aufgeklärten Westen ja auch total die Provokation. Tut mir ja leid, aber da haben vielfach Tierschützer um Welten kreativere und innovativere Ideen als mit platten Slogans auf Brüsten kreischend durch die Gegend zu laufen. Aber mittlerweile wird ja bekannt, was das eigentliche Konzept, ja wohl auch das Geschäftsmodell hinter diesem Treiben von Femen sein könnte. Ich erkläre Frau Witt nun aber nicht den Unterschied zwischen einer Weihnachtsmesse und einer inhaltlichen Diskussion, das ist selbst mir zu blöd. Könnte sie denn überhaupt diskutieren oder würde sie sich auch wieder nur die Klamotten vom Leib reissen und kreischen, wenn sie sich Gegenargumente anderer Menschen anhören müßte?

SPIEGEL: Und was bewirkt eine solche Aktion ganz konkret?

Witt: Das Bild einer nackten Frau auf dem Altar ist ein Bild, das bleibt. Wir sind weltweit in den Medien. Selbst Patti Smith hat die Aktion auf ihrer Facebook-Seite geteilt.

Wie lange bleibt so ein Bild? Ein paar Tage, solange alle darüber den Kopf schütteln, wie man so respektlos und irre sein kann? Gleichzeitig hat man sich mit so einer respektlosen Aktion aber für jegliche ernsthafte und vor allem inhaltliche Diskussion disqualifiziert. Schön, dass das Bild weltweit in den Medien ist. Welches Honorar hat denn Femen und / oder Josephine Witt dafür erhalten? Und muss mir automatisch gefallen, was offenbar irgendeiner amerikanischen Punk-Oma bei Facebook gefällt? Ich denke nicht.

SPIEGEL: Schön, nur was bringt das?

Witt: Wir richten uns nicht gegen Gläubige, sondern gegen die Institution und Menschen wie Meisner, die sie nutzen, um Frauen zu unterdrücken. In vielen Berichten steht jetzt was zur Haltung Meisners zur Abtreibung, zur Pädophilie. Wir haben mit unserer Aktion die Aufmerksamkeit darauf gelenkt.

Wo unterdrückt Meisner denn Frauen? Hält er sie angekettet in den Gewölben des Kölner Doms, läßt er sie im Vatikan als Sklavinnen Hostien backen oder betreibt er etwa heimlich Bordelle mit Zwangsprostituierten? Nichts von alledem? Bitte konkret: Wo unterdrückt Meisner denn Frauen, bloß weil er zu Abtreibungen eine ablehnende Meinung hat? Welche Haltung hat Meisner denn bitte zur Pädophilie, Frau Witt? Bitte konkrete Angaben, nicht einfach bloß mit Kampfbegriffen um sich werfen in der Hoffnung, dass schon irgendwas hängen bleibt. Und welche Aufmerksamkeit hat Witt denn auf wen oder was gelenkt? In erster Linie hat sie Aufmerksamkeit auf sich und Femen gelenkt und dafür Hunderte Menschen mit ihrer dümmlichen Aktion belästigt. Aber diese liebevolle Weiblichkeit voller Empathie kennt unsereins von solchen Krawall-Feministinnen ja nicht anders.

SPIEGEL: Das Echo in den Medien ist verheerend. Die „Bild“-Zeitung schreibt: „Du Nackt-Mädchen nervst“, der Leitartikler in der „Süddeutschen Zeitung“ wirft Ihnen Spätpubertät und Narzissmus vor.

Witt: Der Mann hat wie viele andere leider nicht verstanden, worum es bei Femen geht. Es geht uns nicht um Narzissmus, im Gegenteil: Wir gehen rücksichtslos und fahrlässig mit unserer Zukunft um. Solch ein Protest bringt Risiken mit sich, ich selbst saß bereits in Tunesien im Gefängnis.

Sorry Josephinchen, leider bist Du diejenige, die nicht versteht, wie man Diskussionen inhaltlich führt oder zumindest so protestiert, dass es tatsächlich zu Veränderungen kommt. Was Femen betreibt, das ist meiner Meinung nach banales Attention Whoring. Und mögliche Honorare für Bilder und Interviews nach den Aktionen nehmt Ihr doch sicher auch gerne mit, oder? Leicht verdientes Geld für einmal halbnacktes Flitzen – ein interessantes Geschäftsmodell. Blöd nur, dass Witt nicht so sehr Märtyrerin ist wie sie sich offenbar selbst sieht. Mit ihren Aktionen wird sie lediglich später keinen Job bekommen, weil kaum ein Personalchef Lust auf kreischende Möchtegern-Prinzesschen ohne Argumente und Selbstreflektion hat. Hach ja, wie lange sass Witt noch gleich in Tunesien im Knast? Ungefähr vier Wochen, bevor die deutsche Diplomatie ihre Freilassung erreichte. Siehst Du, Kind, mit Diplomatie erreicht man mehr als mit Gekreische und blanken Brüsten. Ich wünschte, Fräulein Witt hätte ihre 4 oder 18 Monate in Tunesien absitzen müssen, das hätte uns zumindest diversen Femen-Quatsch mit ihrer Beteiligung erspart.

Aber selbst den Frauen in islamischen Ländern geht Femen ja auf die Nerven. Sie verbitten sich deren plumpe Aktionen, wollen selbst einen Weg zu einem modernen und emanzipierten Frauenbild in ihren Gesellschaften finden und sind dabei so gar nicht männerfeindlich unterwegs wie ihre europäischen und insbesondere deutschen Geschlechtsgenossinnen. Face it, Jospehine: eigentlich hat schon lange niemand mehr Bock auf Euch, Eure Brüste und Euer Gekreische. Putin war ja auch bestenfalls leidlich amüsiert.

SPIEGEL: Warum verstehen so viele Menschen Femen nicht?

Witt: Wenn wir Weihnachten attackieren oder wie kürzlich die Fußball-WM, dann macht man sich natürlich keine Freunde damit. Wir sind nicht da, um gefeiert zu werden, wir sind da, um Aktionen zu machen, um die Leute zum Nachdenken zu bringen.

Die meisten Leute verstehen Femen inzwischen sehr gut. Sie verstehen, dass da ein paar junge Frauen die Hüllen fallen lassen und sich vorher alibimäßig ein paar Sprüche auf die Brüste schreiben, damit der Unfug als angeblicher Protest durchgeht und nicht als banaler Exhibitionismus. Danach kassieren sie dann an den Bildrechten bzw. -lizenzen und Honoraren für Interviews, Berichte und so weiter mit. Mal ehrlich, wen bringen ein paar kreischende Tussis mit nackten Brüsten vor dem Barbie-Haus in Berlin schon zum Nachdenken? Der einzige Gedanke, der sich da vielleicht noch einstellt, lautet: „Arme Irre!“ Mehr Gedanken wären da meines Erachtens auch pure Verschwendung.

SPIEGEL: Meisner hat Sie während des Gottesdiensts in seinen Segen eingeschlossen, da Sie als „arme, kranke Frau“ diesen „wohl auch am nötigsten“ hätten.

Witt: Das klingt für mich wie Hohn. Aber dass man einen 80-Jährigen, der sein ganzes Leben auf der katholischen Kirche aufgebaut hat, nicht überzeugen kann, ist mir klar. Dafür ist er zu alt. Es war ja aber auch seine letzte Weihnachtsmesse als Kardinal.

Tja Josephine, da hat der alte Kardinal Meisner Dir doch glatt gezeigt, wie Souveränität funktioniert. Dass Du das nicht verstehst, wundert mich aber in keinster Weise. Was verstehst Du eigentlich unter „Überzeugen“? Argumente? Hast Du welche, die über nackte Brüste und „I am god“ hinausgehen? Ich glaube ja nicht daran. Und verspüre ich da etwa sowas wie Altersdiskriminierung Deinerseits gegen Kardinal Meisner? Wie dümmlich ist das eigentlich, ausgerechnet einen Kardinal kurz vor dem Ruhestand mit Aktionen wie Deiner „überzeugen“ zu wollen?

SPIEGEL: Auch junge Leute schütteln den Kopf über Femen.

Witt: In meiner Generation sind viele mit sexualisierten Rollenbildern von devoten Frauen aufgewachsen. Wir verdrehen diese Bilder.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich würde sagen, die jetzt junge Generation hat wahrscheinlich ein gesünderes Verhältnis zu ihrem Körper und ungezwungener Sexualität auf freiwilliger Basis als die kreischenden Hühner von Femen. Gut, dafür müssen sie vielleicht noch lernen, dass das Verschicken von Nacktfotos beim Sexting keine gute Idee ist, aber dass sie über Femen den Kopf schütteln, das hat wohl eher mit dem inzwischen total abgegriffenen Schema der Femen-Aktionen zu tun: Titten raus, kreischen und sich möglichst stark zappelnd wegtragen lassen, wofür man ja angeblich vorher so lange und viel trainiert haben muss. Was eigentlich, das Kreischen oder das Zappeln?

SPIEGEL: Sie werden also weitere Gottesdienste stürmen?

Witt: Nein, wir haben noch nie einen Protest wiederholt. Keine Sorge: Wir haben genug kreative Ideen für neue Proteste.

Kreative Ideen? Neue Proteste? Mal was anderes als bepinselte Titten rausholen und Kreischen? Kind, das glaubst Du doch selbst nicht :mrgreen:

Nachtrag: Hier noch ein paar Infos zu Femen, der Weihnachtsrandale und der involvierten Paparazzi-Agentur von Hans Paul.