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Anne Wizorek, der #aufschrei und sein Buch

Nun ist es also passiert: Als im Juni 2013 die ersten #aufschrei-Hupfdohlen im Quartett  mit einer einschlägig bekannten Piratin und weiteren wenig geistreichen Kreisch-Feministinnen einen albernes Buch – immerhin knapp 100 Seiten haben sie mit Ich bin kein Sexist, aber… insgesamt geschafft – mit Sexismus-Hysterie als Inhalt vorstellten, da ahnte ich bereits, dass dies nicht das letzte männerfeindliche Pamphlet dieser Möchtegern-Nachfolgerinnen von Alice Schwarzer sein würde. Schließlich hatte in dem Buch Es reicht! von Schwarzer auch die zweifelhafte #aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek ihren Senf abgegeben, es fehlte also noch ein Buch, das die abgebrochene Studentin der Literaturwissenschaften alleine vollkleistert. Nun war es also vor kurzem soweit und unter dem Titel Weil ein #Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute serviert sie – auf den Punkt gebracht – der Leserschaft alten und uralten Wein in neuen Schläuchen, nämlich größtenteils den abgehalfterten Feminismus der 70er bis 90er Jahre plus soziale Netzwerke – natürlich vor allem Twitter – als Agenda eines angeblich neuen Feminismus.

Arne Hoffmann hat sich die Ergüsse von Anne Wizorek einmal angetan und bei Amazon umfassend rezensiert. Das Ergebnis ist faktisch vernichtend:

Schon sein Untertitel betreibt einen Etikettenschwindel. Um einen Feminismus „von heute“ handelt es sich nicht – zumindest nicht in dem positiven Sinne, in dem dieser Untertitel verstanden werden soll. Tatsächlich verpackt Wizorek eine grauenvoll altbackene Ideologie aus einer Zeit von vor ihrer Geburt – die ulkige These, dass man eine Gleichberechtigung der Geschlechter am besten erreicht, indem man sich auf die Anliegen eines Geschlechtes konzentriert – in eine moderne, „hippe“ Sprache.

Schon zu Beginn ihres Buches, es muss ihr also offenbar besonders wichtig sein, erklärt Wizorek, warum sie gerade keine Bewegung für beide Geschlechter wolle, die man statt als „Feminismus“ als „Humanismus“ oder ähnlich betiteln könne. Um ihre Auffassung zu untermauern, fährt Wizorek im Verlauf ihres Buches eine ganze Reihe von Falschbehauptungen auf, von denen die folgenden Absätze nur einige schlaglichtartig behandeln sollen.

Besonders erhellend fand ich, wie Wizorek sich dazu äußerte, wie Feministinnen mit Männern und da vor allem mit kritischen Stimmen umgehen sollen:

„Wir wollen radikale Veränderungen. Das muss Leute anpissen.“ und „Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben.“ Die Art, wie heute auf Männerrechtler eingeprügelt wird, beschreiben diese Passagen gut.

Da fragt man sich doch, woher all der Hass gegen Männer kommt, den Wizorek und die nicht minder sonderbaren Gestalten in ihrer Filterbubble und Fankurve in sich tragen? Dies wäre aber wohl eher in einer Aktion mit einem Slogan wie Therapie statt Ideologie zu ergründen. Es ist schließlich nichts Neues, dass schon in der bisherigen Geschichte ein großer Teil der radikalen Feministinnen gleichzeitig psychisch schwer bis schwerst gestört waren, z.B. Valerie Solanas oder Kate Millett.

So bleibt dann letztlich auch nur der Schluss, zu dem Arne Hoffmann gelangt:

In Anne Wizoreks Buch hingegen werden Männer entweder dämonisiert – wenn sie der feministischen Ideologie widersprechen – oder huldvoll als Helfer akzeptiert, wenn sie sich ganz und gar dieser Ideologie beugen. Wenn das der „Feminismus von heute“ ist, braucht man sich über seinen schlechten Ruf nicht mehr zu wundern.

Dazu hätte es allerdings nicht erst Wizoreks Buch gebraucht. Wer auf Twitter diverse Feministinnen aus ihrem Dunstkreis mitlas, der konnte beoachten, wie Hashtags der Sorte #killallmen, #killmostmen oder auch #maletears die Runde machten, die oftmals – wie vieles andere – einfach aus dem englischsprachigen Raum übernommen worden waren. Darunter zu finden sind ein – meistens bereits nur noch als psychopathologisch zu bezeichnender – Hass gegen Männer einschließlich oftmals aggressiver Vernichtungsfantasien von Genozid-Format und eine entmenschlichende Verächtlichmachung derjenigen, gegen die sich dieser Hass richtet.

So etwas war mir bereits von jemandem berichtet worden, der seinerzeit eine neutrale Statistik über die #aufschrei-Kampagne erstellt hatte, bei der das Ergebnis letztlich war, dass lediglich um die 1,5% der Tweets tatsächlich irgendwelche möglicherweise sexistischen Erfahrungen enthielten, der Rest bestand aus Nonsense, Retweets, Links auf Artikel über den vollkommen überbewerteten #aufschrei-Quatsch und gut einem Drittel Kritik, Widerspruch, Sprüche, Scherze und Witze. Der Ersteller wurde nach der Veröffentlichung seiner Statistik online wie offline angefeindet, bedroht und verleumdet – wie so manche andere Kritiker auch. Das muss wohl die große Empathie der Feministinnen sein, die sie angeblich besser macht als Männer.

Das hinderte entsprechende Journalisten – meistens weiblichen Geschlechts und einschlägig feministisch bekannt – nicht daran, das Pamphlet von Anne Wizorek eifrig zu bewerben, z.B. im Spiegel, in der Zeit, im Stern und in der taz. Nur im Freitag ist eine halbwegs differenzierte Rezension erschienen.

Da das aber an Werbung wohl nicht reichte, forderte Anne Wizorek auf Twitter ihre Follower noch zu positiven Rezensionen auf:

Anne Wizorek, Rezensionen, Bettelei, Twitter

 

 

 

 

Ich bin mir nicht sicher, ob dies vor oder nach der vernichtenden Rezension von Arne Hoffmann war, es zeigt aber einmal mehr, dass diese Feministin vor keiner Manipulation zurückschreckt, solange sie den eigenen Interessen nützt. Das sollte man auch im Kontext zur #aufschrei-Kampagne einmal angemessen kritisch überprüfen und bewerten. Hinweise gab es seinerzeit mehr als genug. Hier einer mehr bezüglich der Aufforderung zu positiven Rezensionen:

Anne Wizorek, Amazon, Rezensionen, Fakes

Das soll es bis hierhin auch erstmal gewesen sein. Es bilde sich jeder selbst seine Meinung dazu. Vielleicht werde ich diese Rezension noch ergänzen, wenn ich die Leseprobe durchgearbeitet habe.

 

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Zitat des Tages

Zwei Fälle, die, soweit sich der Verdacht überhaupt bestätigt, weit unterhalb der Liga von Uli Hoeneß spielen, worauf Schwarzer bei ihrem ersten öffentlichen Nachsteuer-Auftritt in einer Talkshow Ende August erwartbar hingewiesen hat. Und doch behandeln die Behörden beide in einem wichtigen Punkt unterschiedlich: Bei Schwarzer wird das Steuergeheimnis gehütet, bei Lafer kurz gelüftet.

So bestätigte die Staatsanwaltschaft Koblenz, die in Lafers Fall ermittelt, den Verdacht und die Durchsuchung. Die für Schwarzer zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt dagegen bestätigt – nichts. Schweigen auf einer Linie, bis hinauf in Generalstaatsanwaltschaft und Justizministerium. Steuergeheimnis, heißt es. Man sei lediglich „befugt mitzuteilen, dass der Rechtsvertreter von Frau Schwarzer bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige wegen Geheimnisverrats gegen unbekannt erstattet hat“. In dieser Art Empörung spielt Schwarzer durchaus in einer Liga mit Hoeneß.

Potsdamer Neueste Nachrichten

Zitat des Tages

Alice Schwarzer ist eine der großen Gesellschaftszerstörerinnen der bundesrepublikanischen Geschichte. Ihr ging es gerade nicht um die Versöhnung der Geschlechter auf Augenhöhe. Ihr ging es nicht um eine positive Emanzipation von Mann und Frau. Es ging ihr viel eher um eine Entfeminisierung der Frau, um eine Entmännlichung des Mannes und eine Entfremdung der Geschlechter. Und sie hat dazu beigetragen, dass enorme Reibungsverluste in der Gesellschaft entstanden, die die Effizienz aller gesellschaftlichen Prozesse, auch der ökonomischen, negativ beeinflussen.  Schwarzer hat dazu beigetragen, dass eine ganze Industrie, die heute unter dem Namen Gender firmiert, unproduktiv und in höchstem Maße unwissenschaftlich, aber auf gesetzlicher Grundlage öffentlich mit Milliardensummen ausgestattet wird und dies Jahr für Jahr aufs Neue.

Bettina Röhl

 

Geschlechtermatsch, Lügen und Leszek

Ich habe mich bisher nicht am Geschlechtermatsch-Gemeinschaftsblog beteiligt, weil ich darin keinerlei Fortschritt für die Männerrechtler ausmachen kann, habe aber gelegentlich dort kommentiert und diskutiert. Ziemlich schäbig fand ich aber, wie beim Geschlechtermatsch und in den Blogs der einzelnen Autoren dort seinerzeit eine Hexenjagd gegen den Betreiber des pelzblog veranstaltet worden war, weil der-  bis heute noch immer anonyme – Urheber des Blogs Wortschrank wahrheitswidrig behauptet hatte, er sei angeblich „entanonymisiert“ worden und müsse sein Blog deshalb schließen und löschen. Ich habe dies auch in einem Artikel etwas näher beleuchtet und zerpflückt.

Nun kommentierte ich kürzlich beim Geschlechtermatsch einen reichlich belanglosen Artikel der Bloggerin Miria über „ihren Feminismus“ – das üblich seichte Blabla, mit dem viele opportunistische Teilzeit-Feministinnen sich heute gleichzeitig als ach so emanzipiert, stark, modern und trotzdem nicht sexfeindlich positionieren. In diesem Kontext kam es auch zu einer Diskussion zwischen dem Blogger Leszek und mir über WikiMANNia. Ich halte WikiMANNia nicht für schlimm, frauenfeindlich oder sonstwas – im Gegenteil, meistens sind die Einträge dort recht informativ und auch mehr oder weniger unterhaltsam. So ist unter anderem das englischsprachige Männerrechtler-Portal A Voice for Men transatlantischer Partner von WikiMANNia. A Voice for Men zeichnet unter anderem aus, dass dort vielfach Klartext gesprochen und eine counter-feministische Gegentheorie zum Feminismus entwickelt wurde, die ich für sehr ausgereift halte. Diese ganze weichgespülte, selbstreferenzielle Hirnwichserei, wie sie im Geschlechtermatsch-Blog laufend findet, ist auf A Voice for Men nicht zu finden.

Um in der Sprache der „Gemäßigten“ zu sprechen, die in der Causa Wortschrank eine zum Fremdschämen widerliche Hexenjagd gegen den Betreiber des pelzblog veranstaltet haben, so ist A Voice for Men in deren Augen vermutlich ebenso fundamentalistisch positioniert wie das pelzblog, ich oder auch diverse andere, die dem gemäßigen Unsinn nicht folgen wollen. Jenseits des Atlantiks lacht man allerdings eher über Gestalten, die so „gemäßigt“ auftreten, dass sie nur noch als Bettvorleger für Feministinnen taugen und der Bewegung der Männerrechtler keinerlei nennenswerten Inhalt / Mehrwert bieten. Sehr kritisch sehe ich zudem, dass sie u.a. im Rahmen der Causa Wortschrank versucht haben, alle anderen Männerrechtler als vermeintliche Radikale oder Fundamentalisten zu verunglimpfen und ihren Weg als den einzig richtigen zu propagieren. Gleichschaltung statt Meinungsfreiheit und -vielfalt ist aber so überflüssig wie ein Kropf, deshalb haben diese Gestalten sich letztlich primär selbst lächerlich gemacht.

Im weiteren Verlauf der Diskussion kam dann nun der Geschlechtermatsch-Blogger Leszek mit folgendem Vorwurf in meine Richtung um die Ecke gewanzt, man beachte vor allem den farblich von mir hervorgehobenen Teil:

Geschlechtermatsch, Leszek, LügenEinmal mehr versuchen die ach so „Gemäßigten“ vom Geschlechtermatsch andere Meinungen und Stimmen mit infamen Lügen und ebenso falschen wie dreisten Unterstellungen mundtot zu machen. Etwas, das sie an anderer Stelle den vermeintlichen Fundamentalisten zum Vorwurf machten. Man könnte darüber lachen, würden diese Gestalten ihr seichtes, sich bei Feministinnen anbiederndes Geschwurbel und ihr falsches Spiel gegen alle anderen Männerrechtler nicht Ernst meinen.

Nur am Rande, damit die infamen Lügen von Leszek vom Geschlechtermatsch nicht unkommentiert stehen bleiben:

      1. Ich habe an der erwähnten Blogparade nicht teilgenommen.
      2. Hätte ich an dieser Blogparade teilgenommen, so hätte ich einen entsprechenden Artikel verfasst und darin auf die anderen teilnehmenden Blogs verwiesen. Dies ist nachweislich nicht geschehen.
      3. Ja, ich habe mir erlaubt, das Buch Deutschland von Sinnen von Akif Pirincci zu lesen und ihm noch während der Lektüre ein paar Fragen als Kurzinterview zugeschickt, die Pirincci mir auch offen und ehrlich beantwortet hat. Ich habe diese Antworten unzensiert veröffentlicht.
      4. Ich habe in meiner Rezension von „Deutschland von Sinnen“ auch klargemacht, dass ich nicht alle Ansichten von Pirincci teile und bezweifle, dass er inhaltlich Wirkung entfalten wird. Was man ihm aber nicht absprechen kann, das ist der Umstand, dass er mit diesem Vorschlaghammer im Buchformat die Aufmerksamkeit der Massen auch auf das Gender- und Feminismus-Thema gelenkt und diverse Akteure dieser Szene, darunter Alice Schwarzer, lächerlich gemacht hat. Nicht zuletzt war die Lektüre auf Grund der Kombination von Inhalt und Stil einfach sehr kurzweilig.
      5. Ich erlaube mir durchaus, auch Meinungen zu konsumieren, die nicht mit meiner konform sind, solange man mir meine Meinung läßt und keine Hexenjagden gegen Andersdenkende veranstaltet. Was selbst der ach so „böse“ Akif Pirincci problemlos schafft, müssen die ach so „gemäßigten“ Blogger vom Geschlechtermatsch offenbar erst noch mühsam lernen.
      6. Ich stehe dazu, dass ich homosexuelle Männer nur für ein Randthema der Männerrechtler halte, da das Gros der Männerrechtler eben nicht homosexuell ist und homosexuelle Männer in der Homosexuellen-Bewegung bereits ihre Heimat und Lobby haben. Wenn sie sich daneben für allgemeine Männerrechte einsetzen wollen, ist das zwar begrüßenswert, aber auch nur solange sie nicht die Männerrechtler primär für ihre eigenen Themen vereinnahmen wollen. Dazu sind Bewegung und Anliegen der Männerrechtler zu vielfältig und vielschichtig, man denke beispielsweise an Väterrechtler oder MGTOWs.
      7. Ich muss nicht irgendein Minderheiten-Quartett spielen, um Männerrechtler zu sein. Zwar ist es auch bei den Feministinnen schon lange eine miese Masche, sich – zumindest dem Anschein nach – noch gleichzeitig um Homo- und Transsexuelle, Migranten, Behinderte, Gartenzwerge, einäugige Riesen und andere vermeintlich oder tatsächlich diskriminierte Gruppen zu kümmern, um damit seine moralische Schlagkraft zu erhöhen, aber das ist in den meisten Fällen eben nur billige Fassade und eigentlich ein moralisch verwerflicher Missbrauch dieser Gruppen.

Ich lasse mir auch nicht von irgendwelchen Kasperköpfen mit Blogparaden vorschreiben, wann ich was zu veröffentlichen habe und was nicht. Ihr scheint ein Problem mit Eurer Selbstwahrnehmung und nicht vorhandenen Relevanz zu haben, wenn Ihr meint, dass Ihr anderen in dieser Form etwas vorschreiben könntet.

Nachfolgend noch die gesamte Konversation mit Leszek und Emo-Chris, die mir beide in der gesamten Diskussion jeglichen Beleg dafür schuldig blieben, warum WikiMANNia ja ach so böse, radikal, menschenfeindlich usw. sein soll (anklicken für große Ansicht):

Geschlechtermatch, Leszek, WikiMANNiaEigentlich wollte ich diesen Artikel mit dem lieblichen Song Asshole von Helloween schließen, allerdings gibt es dazu leider kein frei verfügbares Video, sondern nur den Songtext. Deshalb ersatzweise nachfolgend der nicht minder liebliche Song Das Allerschlimmste von Eisregen 😀

Und jetzt empfehle ich dem einen oder anderen Vollpfosten, mir einfach nicht weiter mit Lügen und Hinterfotzigkeiten auf den Sack zu gehen. Damit könnt Ihr Euch zu Euren geliebten Feministinnen gesellen, denen Ihr so gerne das devote Schoßhündchen macht. Das kommt halt dabei raus, wenn so mancher Flügel der Männerrechtler von einem bekennenden SM-Anhänger angeführt wird…

Akif Pirincci: Deutschland von Sinnen – Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer (Rezension)

Ich muss zugeben, ich saß gerade an der Lektüre und Rezension von „Not am Mann“ (die auch in einigen Tagen folgt) als ich die Vorankündigung zu „Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ von Akif Pirinçci bei Facebook aufschnappte. Die ersten Auszüge, die vor der Veröffentlichung die Runde machten, waren allesamt nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch gradlinig und es wurde einfach klar ausgesprochen, was Sache ist. Natürlich hier und da mit der einen oder anderen Übertreibung oder mit einer Wortwahl, an der sich meistens insbesondere diejenigen stoßen, die inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben und sich deshalb so gerne verlogen an der Form von Äußerungen abarbeiten.

Ich folgte also Akif Pirinçci bei Facebook und bekam so alle neuen Infos um das Buch zeitnah mit – bis er von Facebook wegen eines Bildes von Frauen gesperrt wurde, auf dem Nippel zu sehen gewesen waren. Nippel sind auf Facebook ja ein heikles Thema. Feministinnen können dort meistens ungestört ihrem oftmals faschistisch-pathologischen Männerhass öffentlich nachgehen, aber bei Nippeln hört der Spaß auf. Ungefähr im gleichen Zeitfenster schickte ich Akif Pirinçci ein paar Fragen als Kurzinterview zu, die er ebenso schonungslos beantwortete wie er auch in „Deutschland von Sinnen“ kein Blatt vor den Mund nimmt. Letztlich forderte ich ein Rezensionsexemplar an und habe seitdem so oft innerlich und äußerlich gelacht wie lange nicht mehr bei der Lektüre eines Buches.

„Deutschland von Sinnen“ kann vielleicht am besten als fast schon besinnungsloser Rundumschlag gegen zwei Dinge bezeichnet werden, die dieses Land wie Mehltau überziehen, lähmen und zu ersticken drohen: die Minderheiten-Lobbyindustrie und die politische Korrektheit. Zur Minderheiten-Lobbyindustrie gehören allerlei feministische Organisationen und Gruppierungen, die Lesben- und Schwulen-Lobbys, die gerne auch unter dem Kürzel LGBT (Lesben, Gays, Bi, Transsexuelle) zusammengefasst werden, sowie diverse Organisationen, die Migranten und die Migration zu ihrer heiligen Kuh erklärt haben. Allen Organisationen dieser Gruppierungen ist gemein, dass sie fürstlich von Steuergeldern alimentiert werden und so vielfach leistungslose Einkommen beziehen, auf Staatskosten ihrem Hobby oder ihren eigentlich privaten Neigungen nachgehen können.

Im ersten Teil befasst sich Pirinçci mit dem Thema, mit dem er sich auf Grund seiner eigenen Biographie am beten auskennen dürfte: Migranten in Deutschland. Ganz im Gegensatz zur Migrationsindustrie fordert Pirinçci die bedingungslose Anpassung der Migranten bis hin zur Assimilation, Respekt für die hiesige Kultur und die Einheimischen und er äußert seine Zweifel daran, ob der Import von zahlreichen rückständigen Islamisten und ähnlichen Figuren für unser Land wirklich so eine Bereicherung darstellt oder ob sich nicht vielmehr oftmals nur die so Zugereisten auf Kosten aller anderen bereichern. Er erklärt die falsche Toleranz gegenüber jeglichen Auswüchsen zum Irrweg und kommt in einem späteren Kapitel auf den Grund dafür zu sprechen, warum in diesem Land Minderheiten der Mehrheit auf der Nase herumtanzen können: weil der durchschnittliche Deutsche in erster Linie mit Angst und Dank des Vorwurfs von der „ewigen Schuld“ mit Null Selbstbewusstsein ausgestattet ist und somit das optimale Ziel für allerlei Manipulationen, Lug und Betrug darstellt. Sobald jemand – auch ohne konkreten Anlass – beispielsweise die Nazikeule schwingt, hält der deutsche Michel die Klappe, senkt den Blick zu Boden und nickt alles ab, was ihm irgendwelche Minderheiten diktieren. Das Rückgrat wurde ihm ja sowieso schon nach der Geburt oder spätestens in der Schule fachgerecht entfernt und die Solidarität für den eigenen Landsmann aberzogen. Deshalb hasst der durchschnittliche Deutsche alles aus seinem eigenen Land, überhöht und glorifiziert alles Fremde, Andersartige und Entgleiste und meint, dass totale Gleichgültigkeit etwas mit Toleranz zu tun hätte. Eine eigene Kultur und nationale Identität wird nur den Zugereisten gewährt, die Einheimischen hingegen werden bei entsprechenden Äußerungen oder bereits leisestem Verdacht umgehend als Nazis diffamiert.

Für die moderne und insbesondere feministische Frau hat Pirinçci kaum ein gutes Wort übrig. Die studiert meistens irgendeine „Geschwätzwissenschaft“, um damit Berufe auszuüben, die keinerlei Mehrwert generieren. Deshalb lässt sie sich gerne von Männern alimentieren, die ihr vorrangig nach dem Mund reden und ihrem Geschwätz den gleichen Stellenwert geben wie einem Patent aus der Medizin oder dem Ingenieurswesen. Geht Frau dann auf die Dreißig zu, bekommt sie die Panik und ihr evolutionäres Programm kommt zum Zuge – sie hört ihre biologische Uhr ticken, startet die Suche nach ihrem Traumprinzen und will Kinder. Ein paar Jahre später trennt sie sich, weil der Erzeuger ihrer Kinder „nicht mehr der gleiche ist wie früher“ und sie sich nicht mit genug Aufmerksamkeit bedacht fühlen, während der Mann sich 8-14 Stunden am Tag im Job den Allerwertesten aufreißt. Nach einigen Jahren und zahlreichen wechselnden Partnern nach dem Prinzip der seriellen Monogamie sitzt Frau dann irgendwann frustriert und alleine am Küchentisch, heult, säuft und schimpft über die Männer und die Welt, obwohl sie bereits alles hatte, was sie je im Leben wirklich gebraucht hätte.

Aber das ist nicht die einzige Option, Frau kann auch einfach lesbisch werden, sich nur noch mit anderen Frauen und anderen Homosexuellen umgeben, so einen irren Quatsch wie Gender Studies studieren und fortan als Feministin und / oder Berufslesbe einen auf wichtig machen – natürlich wieder auf Kosten von Männern, von deren Steuern die ganzen Fördergelder stammen, die an den Hochschulen und in feministischen Organisationen für einen solchen Schwachsinn wie Gender Studies, feministische Workshops zum Bau eines Dildos etc. verbraten werden.

In einem Kapitel mit dem bezeichnenden Titel „Mit dem Arschloch sieht man besser“ beschäftigt sich der Autor speziell mit den öffentlich-rechtlichen Medien, deren parasitärer Finanzierung  – knapp 8 Milliarden Euro werden pro Jahr zwangsweise abkassiert – und der mehr als mangelhaften Qualität des Programms, der aus diesem Moloch über den Äther geschickt wird. Dazu die Verstrickungen mit der Politik und die Finanzierung zahlreicher sogenannter „Kulturschaffender“, die eigentlich vorrangig nichts als Schrott zum Preis von Gold produzieren, zum Beispiel mit Hilfe von Firmen, die „zufällig“ dem Partner oder einem „guten Freund“ von irgendeinem höheren Mitarbeiter eines Senders oder der ÖR-Bürokratie gehören.

In einem weiteren Kapitel kritisiert Pirinçci den deutschen Intellektuellen, der seiner Meinung nach dumm ist und in einer abgeschotteten Welt weit weg von der Realität der durchschnittlichen Menschen lebt. Als Paradebeispiel führt er Sibylle Berg an, die bei Spiegel Online die Leserschaft mit ihrer sogenannten Kolumne belästigt, die oftmals so wirkt als hätte Frau sich lediglich bemüht frei von Talent und Motivation irgendwie die Zeilen fürs Honorar zu füllen und dabei möglichst wichtig, pathetisch und intellektuell rüberzukommen. Demnach ist der deutsche Intellektuelle ein Freund von Feminismus, Genderismus und Multikulti und findet alles toll, was nicht traditionell oder konservativ ist. Nicht, weil es irgendeinen tieferen Sinn hätte, sondern um einfach irgendwie dagegen oder „anders“ zu sein. Die Bigotterie darf dabei natürlich nicht fehlen, z.B. wenn der deutsche Intellektuelle einerseits für Umweltschutz wirbt und andererseits mit dem SUV zum Bäcker fährt, einerseits allen anderen Multikulti predigt, aber protestiert, wenn bei ihm um die Ecke ein Asylantenheim eingerichtet werden soll. Kurzum, wenn man dem deutschen Intellektuellen einmal einflößt, was er dauernd anderen predigt und von anderen verlangt, bekommt er nicht minder das Kotzen wie diese anderen. Aber nur zu gerne schleudert er doch anderen die Keulen von Homophobie, Rechtspopulismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und dergleichen um die Ohren, obwohl er selbst keinen Deut besser ist als jeder andere in diesem Land. Damit ist der deutsche Intellektuelle eigentlich primär eine inhaltslose und verlogene Witzfigur.

Neben den eigentlichen Kapiteln ist auch der Text „Das Schlachten hat begonnen“ im Buch abgedruckt, der seinerzeit zuerst Auf der Website „Die Achse des Guten“ veröffentlicht wurde, nachdem ein Mob von Migranten in Kirchweyhe Daniel S. zu Tode geprügelt hatte. Dieser Text ist in gewisser Weise grotesk und überzeichnet geschrieben, geht er doch von einer Systematik hinter den zahlreichen Vorfällen aus, wo ein Mob von Migranten andere – meistens Deutsche oder Leute, die nicht zum Kulturkreis der Täter gehören – ins Koma oder zu Tode prügelt. Man könnte auch einfach sagen, dass bei der Zuwanderung schlichtweg einiges schiefgelaufen, Integration vielfach nicht erfolgt ist und es dazu klare Regeln braucht, vor allem mit Integration in erster Linie als Bringschuld der Zugewanderten und raschen Konsequenzen, insbesondere bei (wiederholter) Gewaltkriminalität. Ebenso ist es einfach ein Manko, wenn Gesetze, die für westlich sozialisierte und empathische Jugendliche erdacht wurden, auf skrupellose und eiskalte Intensivtäter angewendet werden, die sich in der Tat für „Masters of the Universe“ halten und jedes Urteil als „Sieg“ oder zumindest Bestätigung ihres Tuns empfinden, solange sie nicht in den Knast wandern. Aber gut, zu diesem Thema hat Richterin Kirsten Heisig einiges geschrieben, was im deutschen Rechtssystem dringend reformiert gehört. Der andere Punkt ist natürlich, dass wir als aufnehmende Gesellschaft nur wenig zu bieten haben, was wir als Leitkultur anbieten könnten. Totale Beliebigkeit, Gleichgültigkeit, Toleranz ohne Ende und „everything goes“ ist nicht unbedingt das, was jene Migranten für ihr Leben von uns übernehmen wollen, die in ihrer Kultur gewisse Traditionen, Regeln, Werte und sogar Grenzen gewohnt sind.

Anstelle eines Schlussworts richtet sich Akif Pirinçci nacheinander an alle Deutschen, den deutschen Mann, die deutsche Frau, an Deutsche mit ausländischen Wurzeln, lesbische, schwule und grüne Deutsche. Er fordert sie auf zur Vernunft zu kommen, die Augen zu öffnen und aktiv zu werden anstatt alles verlottern zu lassen, weil es dann der einen oder anderen Minderheit gerade am besten gefällt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pirinçci in vielen Punkten Recht hat, was die Fehlentwicklungen in einigen Bereichen in Deutschland betrifft, z.B. in Sachen Migration oder Feminismus. Homosexuelle sind mir eigentlich egal, weil mich schlicht nicht interessiert, was jemand in seinem Schlafzimmer mit wem wie treibt. Ich würde auch nicht erwarten, dass mir Heteropaare laufend auf die Nase binden, dass sie am Wochenende in den Swingerclub gehen, das ist deren Baustelle, nicht meine. Leider kopiert die Homo-Lobby aber immer häufiger die Methoden des Feminismus und fordert auch vermehrt nicht nur Gleichberechtigung (die schon lange gegeben ist), sondern mit Gleichstellung eben Ergebnisgleichheit und damit Privilegien, für die es keinerlei sachliche Legitimation gibt. Pirinçcis Buch gewordener Appell ist ebenso hart wie leidenschaftlich, wütend wie auch fordernd und vor allem erweckend. Es ist ein Weckruf an den deutschen Michel, endlich aufzuwachen und die Dinge in die Hand zu nehmen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten schiefgelaufen und entgleist sind, bevor sie irgendwann eine toxische Wirkung entfalten oder zu einer Katastrophe führen.

Worin ich allerdings mit Pirinçci nicht übereinstimme, das ist seine starke Aversion gegen Staat und Steuern. Denn um ein funktionierendes Gemeinwesen samt Infrastruktur zu erhalten, braucht der Staat einfach auch die finanziellen Mittel. Richtig ist allerdings, dass es derzeit oft genug zu Fehlallokationen der verfügbaren Mittel kommt, d.h. das Geld wird entweder für Unfug ausgegeben oder im Verhältnis massiv zu viel für kleine Grüppchen und Organisationen ausgegeben. Dabei ist es egal, ob viele Millionen Euro für irgendwelche Lehrstühle für Gender-Schwachsinn gefördert werden, Frauenquoten oder hirnrissiger Quatsch aus Brüssel durchgepeitscht wird oder zum Winter immer wieder Leute – vor allem aus dem Südosten Europas – Asylanträge stellen, die von vorherein aussichtslos sind, aber sich so für die Dauer des Verfahrens samt Widersprüchen solange aushalten lassen, bis unser Gesundheitssystem deren Krankheiten kuriert hat, sie zum Frühling zurück in die Heimat gehen oder durch die zwischenzeitliche Produktion von Nachwuchs in Deutschland bleiben können. Vieles davon ist in anderen Ländern Europas so oder zumindest so exzessiv nicht möglich.

Über alternative Energien kann man auch geteilter Meinung sein, wobei ich aber denke, dass die Atomkraft überwunden gehört, zumal da die Steuerzahler die Folgekosten in Sachen Endlagerung für die Industrie subventionieren. Daher sehe ich kein Problem darin, wenn alternative Energiequellen ebenso subventioniert werden, um endlich den Atommüll loszuwerden. Sozusagen Investition in die Zukunft statt für ewige Altlasten mit großem Risikopotential.

Auch in einigen weiteren Punkten bin ich nicht so marktgläubig wie Pirinçci und halte eine gewisse öffentliche Regulierung ebenso für sinnvoll wie z.B. auch den Verbleib der grundlegenden Versorgung der Bevölkerung mit Ressourcen wie Energie, Wasser, Wärme etc. in Staatshand. Der Bürger hat nichts davon, wenn Staatsbetriebe mit moderaten Preisstrukturen und Sozialtarifen zwangsweise zu einem Pseudo-Markt für Unternehmen werden, die dann Oligopole bilden, die Preise absprechen und nach oben treiben, während die Kundenfreundlichkeit und Leistungsqualität weitunterhalb des Gefrierpunktes landet. Die Deutsche Bahn ist da eigentlich das beste Negativbeispiel. Es kann halt nicht jeder mit Tierkrimis zum Millionär werden und ich bin mir sicher, dass Pirinçci zu diesem Themenkomplex ein anderes Verhältnis hätte, wenn er auf der Schattenseite des Schicksals gelandet wäre.

Unter dem Strich denke ich aber, dass ich mit Akif Pirinçci sicher bei dem einen oder anderen Bier oder Wein einige Abende lang interessante Diskussionen zu unterschiedlichsten Themen führen könnte, aber bei manchen Punkten würde die Schlussfolgerung schlicht darin bestehen, dass wir unterschiedlicher Meinung sind und der eine den anderen nicht von seiner Meinung überzeugen kann. Das finde ich aber auch nicht sonderlich schlimm und noch ist die Meinungsfreiheit in diesem Land ein hohes und schützenswertes Gut.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum sich so viele Redakteure in den sogenannten Qualitätsmedien an Pirinçcis brachialem Sprachstil aufhalten und danach nur ein paar Keulen wie „Rassismus“, „Hetze“, „Nazi“ usw. geworfen haben anstatt sich wirklich vorurteilsfrei mit seinen Thesen und mit den Gründen seiner Wut zu beschäftigen, die man an vielen Stellen deutlich spürt. Oder warum niemand hinterfragt hat, ob er mit manchen Thesen nicht einfach Recht hat, wenn man einmal die rosaroten Brillen abnimmt, die uns diverse Einflüsterer der Minderheiten-Lobbyindustrie, Medien oder Politik aufgesetzt haben, damit wir nicht sehen, wie vieles vollkommen ohne Not vor die Hunde geht, was dieses Land nach dem Zweiten Weltkrieg stark gemacht und seiner Bevölkerung in aller Welt Respekt verschafft hat. Das waren sicher nicht öffentliche Toiletten für Leute, die sich angeblich nicht zwischen Männlein und Weiblein entscheiden können, oder Kuschelurteile für Intensivtäter, die nach jedem Gewaltexzess wieder auf freien Fuß kommen und erneut auf die Gesellschaft losgelassen werden, damit sie weitere Opfer produzieren können.

Es gibt einfach vieles, was derzeit in diesem Land im Argen liegt und im Gegensatz zu den Redaktionen der ach so professionellen Qualitätsmedien hat Akif Pirinçci frei von der Leber weg und in einem eigenen, wenn auch brachialen Stil einmal aufgelistet, wo es derzeit besonders übel ausschaut. Dass da nun einige Grüppchen und Organisationen aufheulen und die früher so wirksamen Keulen wie „Rassismus“, „Sexismus“, „Homophobie“, „Nazi“ usw. auspacken, gehört genau zur Strategie dieser Grüppchen und Organisationen, die jedes Jahr jede Menge Fördergelder vom Staat einstecken, um eigentlich effektiv außer ihrem oftmals mehr oder weniger dummen Geschwätz nichts mit Mehrwert für unsere Gesellschaft zu produzieren. Dass man damit eine Menge Geld machen und sich hervorragend bereichern kann, das hat nicht zuletzt Alice Schwarzer mit ihrem Steckenpferd Feminismus bewiesen. Die Kuh wird gemolken, solange sie Milch gibt und es ist höchste Zeit, so manchen Gruppen und Organisationen endlich eine Diät zu verordnen oder ihnen gar komplett den Hahn abzudrehen. Ein guter Anfang könnte damit gemacht werden, den ganzen Gender-Quatsch an den Hochschulen samt Professorinnen-Förderprogrammen in die Tonne zu treten und die Mittel besser für echte Wissenschaften oder für eine bessere Studienförderung aller zu verwenden.

Blogstöckchen – Ich werde aber trotzdem niemals Feminist

Elmar hat mir das aktuell kursierende Blogstöckchen zugeworfen und ich greife es mal auf, auch wenn er vielfach schon meine Antworten vorweggenommen hat.

Welche große Errungenschaft der letzten Welle des Feminismus empfindest Du als wichtig? Welche als überzogen?

Es gibt keine „großen Errungenschaften“ der letzten Welle des Feminismus. Alles, was zur Gleichberechtigung von Mann und Frau notwendig war, ist im Laufe der 80er und 90er Jahre erreicht worden. Seitdem ist Feminismus vor allem ein Instrument zur Spaltung der Geschlechter, zur Auflösung der traditionellen Partnerschaft und Familie und zur einseitigen Forderung nach Privilegien für (lesbische) Frauen.

Überzogen ist vor allem der starke Männerhass im aktuellen feministischen Lager, der im Feindbild des angeblich ach so privilegierten weißen Hetero-Mannes sowohl in sexistischer als auch in rassistischer Form gipfelt. Komisch nur, dass die angeblich „privilegierten“ Männer eine erheblich kürzere Lebenserwartung haben als die angeblich unterdrückten Frauen.

Welche feministische Forderung (z. B. einer politischen Partei) der letzten 10 Jahre hättest Du auch noch aus heutiger Sicht voll und ganz unterstützen können?

Vielleicht die nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, da aber für beide Geschlechter und nicht nur für Frauen. Wenn Frauen sich beklagen, dass es zu wenige Teilzeitstellen gäbe, dann sollten sie sich einmal mit den Antworten der Arbeitgeber auseinandersetzen, die ein Mann erhält, wenn er nach Teilzeit fragt. Ich denke, hier tut Gleichberechtigung wirklich Not und es sollte einfach möglich sein, dass man eine Familie mit zwei Kindern auch mit zwei Teilzeitstellen auf einem zumindest durchschnittlichen Niveau gut versorgen kann. Esther Vilar hat mit der Fünf-Stunden-Gesellschaft schon in grauer Vorzeit ein Modell vorgeschlagen, das funktionieren könnte – wenn es die Politiker forcieren und die Arbeitgeber ermöglichen würden.

Welche aktuellen feministischen Forderungen findest Du richtig?

Keine einzige, da Gleichberechtigung schon lange erreicht ist und das Ziel der Gleichberechtigung durch einen Austausch der Begriffe nun dem Ziel der Gleichstellung gewichen ist. Ein Recht auf Gleichstellung haben aber meiner Meinung nach nur wirklich benachteiligte Gruppen wie Schwerbehinderte, nicht aber irgendwelche Diplomlesben oder Gender-Bacheloretten, die einfach das falsche Fach studiert oder die falsche Einstellung zu Menschen und insbesondere Männern haben, um jemals in einen Aufsichtsrat oder in sonstige Führungspositionen zu kommen. Die meisten Männer arbeiten übrigens auch nicht als Aufsichtsräte oder in Führungspositionen. Wo bleiben da die Quoten?

Gibt es etwas das der Feminismus Deiner Meinung nach noch für Frauen fordern sollte/könnte und was natürlich für Dich gerechtfertigt ist?

Nein, da fällt mir absolut nichts ein. Frauen werden schon heute offiziell und inoffiziell in einer solch überbordenden Art und Weise gepampert, dass ich mich frage, warum wir nicht mindestens jedes Jahr ein paar Nobelpreisträgerinnen auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Gebieten haben. Wirksame Medikamente gegen Krebs und AIDS und der Weltfrieden sollten doch da mindestens drin sein, oder nicht? Die Antwort auf diese Frage könnte allerdings so ausfallen, dass sie Feministinnen nicht gefällt.

Mit welcher bekannten Feministin glaubst Du, könntest Du ein Bier trinken gehen und Dich mit ihr zivilisiert über Männerpolitik zu unterhalten?

Hier müßte man erstmal definieren, wer als „bekannte Feministin“ gilt. Jenseits des Internets fiele mir da nur Alice Schwarzer ein und die ist für mich ein Dinosaurier, der zwar noch immer blökt und brüllt, aber ideologisch schon lange keine Daseinsberechtigung mehr hat. Und unter den Netzfeministinnen, z.B. den #aufschrei- und #killallmen-Fraktionen, fiele mir auch keine einzige ein. Nicht zuletzt: Was wäre daran zivilisiert oder anderweitig toll mit Leuten zu diskutieren, die offenbar unter mehr oder weniger schweren Wahnvorstellungen wie „Patriarchat“ und „gläserne Decken“ leiden? Mit solchen Leuten, die schon die Realität nicht zutreffend erfassen können, ist jede Diskussion über jedes Thema sinnlos.

Mit welcher Feministin könntest Du das garantiert nicht? Ein Beispiel reicht, gerne aber auch mehr.

Solange Feministinnen noch immer ihrer Verschwörungstheorie vom weltumspannenden „Patriarchat“ nachhängen, dem angeblich alle Männer vom Müllwerker bis zum Manager angehören, und die Gesellschaft angeblich auf der Ausbeutung und Vergewaltigung von Frauen („rape culture“) aufgebaut sei, sehe ich darin keinen Sinn. Auch die Entmenschlichung und Dämonisierung aller Männer als Unterdrücker, Vergewaltiger und Sündenböcke für alles Übel auf der Welt im Feminismus halte ich für unverschämt und beleidigend. Das ist keine Grundlage für eine inhaltliche Diskussion.

Gibt es feministische Gruppe die Du, evtl. auch nur in Teilen, unterstützen könntest?

Nein. Es gibt nur Ideen, die allen Menschen zugutekommen, die ich unterstützen könnte. Ich lehne die Bevorzugung von Gruppen anhand willkürlicher Merkmale generell ab. Die engagierten Frauengruppen, die sich gegen Alice Schwarzers Verteufelung der Prostitution richten, sind nicht feministisch, oder?

Was ist Deiner Meinung nach der größte Fehler des Feminismus gewesen?

Seine Existenz 😀 Scherz beiseite, der Feminismus hat sich überlebt und es wurde versäumt dies rechtzeitig zu erkennen und zu einer humanistischen Ebene ohne Geschlechterapartheid zu gelangen. Es haben sich aber auf Kosten der Allgemeinheit diverse feministische Grüppchen mit fetten Fördergelder-Budgets unter dem Schlagwort „Feminismus“ ein bequemes Leben eingerichtet – nicht zuletzt Alice Schwarzer mit ihrer EMMA im Kölner Bayenturm zur Billigstpacht und ihren Millionen in der Schweiz – und diese Grüppchen und Leute müßte man erstmal von staatlichen Geldtrögen abschneiden. Wenn es mit menschenverachtender Hetze und Idiotie der Marke Feminismus nichts mehr abzugreifen gibt, hören sie auch auf zu existieren.

Welche Änderungen im Feminismus würdest Du vornehmen, damit er für Dich „akzeptabler“ erscheint?

Seine bedingungslose Abschaffung samt Abschaffung aller Privilegien, die Frauen gegenüber Männer übervorteilen. Ich kann keine im Kern dermaßen menschenverachtende Ideologie wie den Feminismus akzeptieren, keinen Fussbreit. Es gilt in einer modernen humanistischen Gesellschaft die Talente aller zu fördern und die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Aktuell geschieht dies nicht, weil beispielsweise Jungen und Männer im Bildungssystem vom Kindergarten an diskriminiert und öffentlich in jeglicher Form diffamiert werden. Dass der Großteil der Obdachlosen männlich ist, lässt ebenfalls vermuten, dass die Allokation von Ressourcen durch den Feminismius zum Nachteil der Männer erheblich manipuliert wird.

Keine Popkultur:

Rezension: Esther Vilar – Der dressierte Mann

Ich habe in der jüngeren Vergangenheit ja diverse Zitate aus Esther Vilars „Der dressierte Mann“ in diesem Blog veröffentlicht und es sind auch noch einige hervorragende Zitate in der Warteschlange 😉

Generell ist es natürlich so, dass man „Der dressierte Mann“ im Kontext zum Zeitpunkt der Veröffentlichung betrachten muss. Seinerzeit gab es eine ähnliche Aufspaltung des Feminismus in verschiedene Lager wie heute, wobei es wohl einmal das radikale Lager um Figuren wie Alice Schwarzer gab und auf der anderen Seite eben gemäßigte, vernünftige Leute wie Esther Vilar. Das Problem bei einer solchen Konstellation – ich habe dies im Zusammenhang mit der #aufschrei-Kampagne am eigenen Leib erfahren dürfen – besteht darin, dass das radikale Lager besonders laut und penetrant auftritt, so dass die gemäßigten und vernünftigen Stimmen der jeweiligen Bewegung kaum Gehör finden.

Man muss sagen, dass Esther Vilar viele der Wahnmodelle des Feminismus vom Kopf auf die Füße gestellt hat, z.B. dass eben – ganz gemäß Briffaults Law  – die Frauen es sind, die den Mann auswählen bzw. dem auserwählten Mann signalisieren, dass sie weiteren Avancen nicht abgeneigt sind. Auch ist es vollkommen zutreffend, dass – auch heute noch – in der Arbeitswelt die Männer den Laden am Laufen halten und die Frauenquoten eben nicht für schmutzige, körperlich anstrengende oder gar unfallträchtige Berufe gefordert werden, sondern für Berufszweige, die sich in erster Linie darauf beschränken, dass Bürostuhlwärmer und Mausschubser mit mehr oder – oft genug –  weniger viel Grips und Verantwortung benötigt werden.

Schon in den 70ern machte Vilar darauf aufmerksam, dass selbst ein Vier-Personen-Haushalt mit den zahlreichen Automaten und Gerätschaften eben kein Vollzeit-Job, sondern in ungefähr zwei Stunden vormittags locker zu bewältigen ist. Heute sind die meisten Haushalte noch wesentlich moderner und automatisierter ausgestattet, so dass vielleicht noch etwas Zeit fürs Kochen einzuplanen ist und ansonsten die Kindererziehung den größeren Teil der Arbeit ausmacht – sofern sie denn überhaupt erfolgt.

Der Mann hingegen wird von Anfang an auf Leistung und Wettbewerb getrimmt, Vilar bezeichnet diesen Vorgang als Dressur. Zu dieser Dressur gehört aber nicht nur, sich selbst immer mehr Arbeit und Leistung abzuverlangen, sondern eben auch die Unterwerfung und Versklavung seiner Person und seines Einkommens zum Vorteil der Frau, die es in erster Linie für sich und ihre Kinder verwendet und dies dann als „Familiensinn“ bezeichnet wissen will. Mit ihren Ausführungen riss Esther Vilar ihren Geschlechtsgenossinnen die mit vielen Kosmetika hübsch zurechtgemachte Maske von der Ganoven-Visage und entlarvte sie als gefühlsarme, ja gar gefühlskalte und berechnende Ausbeuterinnen des Mannes.

Man mag heute drüber streiten können, ob es zielführend ist, Frauen – ähnlich wie Vilar es seinerzeit tat – pauschal Gefühlskälte, Dummheit und gar Schwachsinn zu unterstellen, das zwischen den 50ern und 70ern übliche Bild von der Hausfrau und vom „Hausfrauenglück“ dürfte damit aber sicher zutreffend beschrieben worden sein.

Ansonsten beschreibt die Autorin sehr umfassend die großen und kleinen Bluffs und Manipulationen der Frauen in Alltag, Beziehungen und Eheleben. Das haben ihr viele Frauen und vor allem Feministinnen wohl am wenigsten verziehen. Zum Abschluss wirft Vilar noch einen Blick über den großen Teich in die USA, wo ihrer Meinung nach die verwöhntesten und teuersten Frauen sowie die am meisten unterdrückten und ausgebeuteten Männer leben – und leider gleichzeitig als Blaupause für alle zivilisierten Gesellschaften dienen. Für ein Ende dieses miesen Spiels zu Lasten der Männer sieht sie aber schwarz:

Nur die Frauen könnten den Teufelskreis von Dressur und Ausbeutung brechen. Sie werden es nicht tun, es gibt dafür keinen rationalen Grund. Auf ihre Gefühle darf man schon nicht hoffen – Frauen sind gefühlskalt und ohne jedes Mitleid. Die Welt wird also immer weiter in diesem Kitsch, in dieser Barbarei, in diesem Schwachsinn Weiblichkeit versinken, und die Männer, diese wunderbaren Träumer, werden niemals aus ihren Träumen erwachen.

Zumindest im letzten Punkt könnte die Realität Esthar Vilar vielleicht schon bald widerlegen. Die Männer wachen immer häufiger auf, sie verweigern sich der Ehe und der Vaterschaft, oftmals schon alleine jeglicher Beziehung. Sie beschäftigen sich mit Männer- und Väterrechten, treten in Ehe- und Reproduktionsstreik und gehen ihre eigenen Wege (MGTOW).

Ich kann jedem Mann nur empfehlen, Vilars  Bücher zum Thema wie eben „Der dressierte Mann“, „Das polygame Geschlecht“ und „Das Ende der Dressur“ zu lesen. Ebenso sollte jeder Jugendliche / junge Mann spätestens zur Pubertät diese Bücher lesen, damit er gar nicht erst zum Sklaven der Frauen wird.

PS: Vielen im Gedächtnis geblieben ist sicher dieses Streitgespräch von Esther Vilar mit ihrer radikalen Widersacherin Alice Schwarzer aus dem Jahr 1975. Darin wird sehr schön klar, welche Positionen die beiden Kontrahentinnen konkret vertreten.