Archiv der Kategorie: Jahr des Mannes

Jahr des Mannes: Thema für März

Das Thema für März unter dem Schlagwort „Jahr des Mannes“ lautet:

Männer sind qua Geschlecht weder Vergewaltiger noch Monster

Hintergrund: Das Thema Vergewaltigung ist vor allem an amerikanischen Hochschulen ein hochbrisantes, da dort auch gerne mal einvernehmlicher Sex hinterher als Vergewaltigung bezeichnet wird, weil die Frau beispielsweise alkoholisiert war. Faktisch wird damit unterstellt, dass eine Frau nach dem Konsum von Alkohol nicht mehr entscheidungsfähig sei und daher beispielsweise nicht sexuellen Handlungen zustimmen könne. Dieser Aspekt macht aber nur einen kleinen Teil der geplanten Artikel aus, in anderen Beiträgen will ich einfach einige Männer vorstellen, die mehr oder weniger markant dem feministischen Klischee vom angeblichen Vergewaltiger und unterstellten Monster widersprechen 😉

Neuer Award: Die Eier des Monats – und der erste Preisträger

Ich habe mich dazu entschieden einen Award zu kreieren und monatlich zu vergeben. Da es hier um Männerthemen geht und um Männer, die sich nicht von feministischen Shitstorms und Hasspredigerinnen verbiegen lassen, habe ich ihn „Die Eier des Monats“ genannt. Damit werden Unternehmen und Personen bedacht, die entsprechend gezeigt haben, dass sie sich von feministischer DeppInnen-Propaganda und unbegründeten Sexismus-Vorwürfen nicht einschüchtern lassen, also schlichtweg Eier und Rückgrat bewiesen haben.

Der erste Preisträger ist Heinz Polak, Chef der österreichischen Werbeagentur Polak and Friends. Er hält nicht nur – wie wohl fast jeder geistig gesunde Mensch – Sex in der Werbung für etwas ganz normales, sondern auch die übliche Empörung einer feministischen Watchgroup aus Salzburg darüber für Unfug, die dann ja ganz schnell „Sexismus“ (t)wittert. Und er setzte mit folgendem Satz sogar noch einen drauf:

„Ich habe das Gefühl, dass ein bestimmter Frauentyp Model wird, und ein anderer arbeitet für eine Organisation wie der Watchgroup und ist Feminist.“

Damit spricht er wohl nicht nur mir aus der Seele :mrgreen: Es ist ja kaum verwunderlich, dass die meisten Feministinnen optisch eher Fälle für die hinteren Reihen sind und selbst Femen nur die halbwegs tageslichtauglichen Exemplare zum Flitzen und Kreischen losschickt.

Daneben möchte ich darauf hinweisen, dass es dieser feministischen Watchgroup in Salzburg ähnliche Zensurvereine auch in Deutschland gibt, z.B. sowas wie Pinkstinks in Berlin. Auch diese wollen am liebsten Werbung mit mehr oder weniger unangezogenen Frauenkörpern verbieten. Allerdings gibt es auch in Deutschland einen Werberat, wo man sich über vermeintlich oder tatsächlich unangemessen Werbung beschweren kann. Die Beschwerden werden dann geprüft und entweder wird ihnen nachgegangen oder eben nicht. Es gibt keinerlei Notwendigkeit, für feministische Berufsempörte hier irgendwelche privilegierenden Extrawürstchen zu braten.

Briffault’s Law

Ich bin mir sicher, dass viele Männer Briffault’s Law aus eigenen Erfahrungen kennen, aber ihnen der genaue Wortlaut vielleicht noch nicht bekannt war:

The female, not the male, determines all the conditions of the animal family. Where the female can derive no benefit from association with the male, no such association takes place.

Robert Briffault, The Mothers, Vol. I, S. 191

Natürlich werden die Feministinnen wieder #aufschrei-en, wenn man nicht ihren Sermon nachbetet, wonach angeblich die Männer bestimmen, welche Frau sexuell genommen wird und man ihre Wahnfantasien von der „rape culture“ nicht bestätigt. Das ist mir aber so ziemlich egal, denn das Prinzip der Hypergamie oder zumindest ein umfassender Utilitarismus ist sicher eine der wenigen Konstanten, die viele Männer in Beziehungen und Ehen erleben. Denn wie oft ist es der Fall, dass der anfangs angebetete und bewunderte Mann im Laufe der Jahre zum nützlichen Idioten degradiert wird, bei dem Frau nur deshalb bleibt, weil sie es bequem hat oder schlicht größere Vorteile aus der Beziehung zieht?

Jahr des Mannes: Thema des Monats Februar

Ich bin ein paar Tage zu spät dran, aber nachdem aktuell ja wieder überall Werbung dafür zu sehen ist, dass Mann nicht zu früh kommt, sollte das okay sein.  Und so komme ich zum Thema des Monats Februar unter dem Tag #JahrDesMannes: Weibliche Geschäftsmodelle.

Thematisiert werden sollen hier vor allem Geschäftsmodelle, die nur für Frauen funktionieren und ich zähle da nicht nur den Fall Alice Schwarzer dazu, sondern auch andere Modelle, wo z.B. Frauen in der heutigen Zeit von Verhaltensweisen und Ritualen der Männer aus dem traditionellen Rollenbild profitieren, obwohl der sachliche Grund dafür nicht mehr, nur noch selten oder nicht immer existiert.

Ein gutes Beispiel ist das Zusammenziehen, wozu ich auch noch dieses Wochenende einen passenden Artikel verfassen werde: Früher zogen Mann und Frau zusammen, wenn sie sich enger binden, heiraten und eine Familie gründen wollten. Heute wird immer noch zusammengezogen, es geht aber bei weitem nur noch selten darum, eine engere Bindung einzugehen oder gar in Richtung Ehe und Familie zu gehen. Oft genug geht es einfach nur darum, dass Frau sich dem Mann bequem auf seine Tasche legen will, beispielsweise um einkommensschwache Lebensphasen in der Ausbildung abzufedern. Der Impuls zum Zusammenziehen geht deshalb auch meistens von den Frauen aus, weil sie am meisten davon profitieren. Hinterher verbreiten die gleichen Frauen dann einige Jahre und Männer später gerne das Märchen, dass sie sich ja alles aus eigener Kraft erarbeitet hätten. Selten so gelacht… 😀

Gesundheitsreport 2013: Männergesundheit im Erwerbsleben

Das pelzblog hat sich kürzlich mit dem Gesundheitsreport 2013 – Männergesundheit im Erwerbsleben der BEK beschäftigt:

Was ich auch noch dazu sagen muss: Krankenkassenleistungen für Frauen sind um einiges höher als die Krankenkassenleistungen für Männer. Es müsste von den erbrachten Leistungen der Krankenkassen eigentlich eher umgekehrt sein. Männer müssten die “Fehlzeiten durch Krankheit”-Statistiken anführen.
Es sterben mehr Männer an Krebs und es gibt weniger Leistungen innerhalb der Krebsvorsorge für Männer. Dennoch fehlen Männer weniger im Arbeitsleben. Man könnte dies als eklatanten Unterschied in der wirtschaftlichen Arbeitsqualität innerhalb der Geschlechter werten.

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Interview mit Männerarzt Dr. Georg Pfau zu Männlichkeit und Männergesundheit

Dr. Georg Pfau ist als Männerarzt und Sexualmediziner in Linz (Österreich) tätig und beschäftigt sich dabei umfassend mit Themen wie Männlichkeit, Männergesundheit und Sexualität. Auf seiner Website finden sich zahlreiche Artikel zu Themen rund um Männlichkeit und Männergesundheit.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihre alltägliche Tätigkeit als Männerarzt und inwiefern Sie sich von der Tätigkeit der in Deutschland üblichen Urologen unterscheidet.

Der Männerarzt ist der Sexualmediziner für den Mann. Sexualmediziner haben gelernt, das Phänomen Sexualität ganzheitlich  – also in allen drei Dimensionen – zu behandeln, denn die allermeisten sexuellen Störungen sind nicht biologisch bedingt, sondern psychosozial.
Meine Tätigkeit ist so vielseitig wie die Sexualität selbst.

Auf Ihrer Website finden sich eine Vielzahl von männerspezifischen Themen, neben Sport, Ernährung und Sexualität auch Themen wie Männer im Bildungssystem. Welches sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Männerthemen in den nächsten 12 Monaten?

Ich denke die Themen in den nächsten 12 Monaten werden sich kaum von den Themen der letzten 12 Monate unterscheiden. Meist geht es um das Erscheinungsbild als Mann („wie wirke ich als Mann auf die Frauen“, zu kleiner Penis, Körperarchitektur, zu viele, zu wenige Haare), um das breite Spektrum der sexuellen Störungen (vorzeitiger Orgasmus, Erektionsstörung), Probleme mit der sexuellen Orientierung, Störungen der sexuellen Präferenz (Fetischismen, Pädophilie) und schließlich sexuelle Unzufriedenheit innerhalb von Beziehungen.

Wie beurteilen Sie die medizinische und vor allem ganzheitliche medizinische Versorgung von Männern im Vergleich zu Frauen? Welche Defizite fallen Ihnen beim Thema Männergesundheit am häufigsten auf?

Das wesentliche ist ganz sicher, dass viele Männer nicht wissen an welchen Arzt sie sich wenden sollen. Das ist das Hauptproblem, das immer wieder an mich herangetragen wird. Es gibt zu wenig Männerärzte, die in der Form zur Verfügung stehen, wie Männer dies wollen. Männer wollen pünktlich drankommen, brauchen ausreichend Zeit und wünschen sich einen Arzt, der gleichermaßen für alle Belange zu Verfügung steht. Aus vielen Anfragen weiß ich, dass Männerärzte schwer zu finden sind.
Bei den Frauen ist das anders. Der Frauenarzt hat sich zu einem Kompetenzzentrum entwickelt, in dem die Belange der Frauen meist sehr umfassend wahrgenommen werden.

Wie beurteilen Sie die Stellung des Mannes in westlichen Gesellschaften wie Österreich oder Deutschland?  Inwiefern werden Ihrer Ansicht nach eher Männer oder eher Frauen benachteiligt?

Es  gibt einen gesellschaftlichen Konsens, die Frau im Nachteil zu sehen. Schon die Frage nach einer eventuellen Benachteiligung von Männern wird als anstößig empfunden und meist ins Lächerliche gezogen.
In Wirklichkeit gibt es Bereiche in denen die Frauen benachteiligt werden und solche in denen Männer benachteiligt werden. Die Anliegen beider Geschlechter sollen ernst genommen und einer Lösung zugeführt werden.
Die Stellung der Männer hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Zum Teil ist das positiv zu werden, schließlich sind wir alle froh dass heute – wenigstens in Europa – keine Kriege mehr geführt werden müssen. Andererseits kam es zu einer Veränderung der Werte in unserer Gesellschaft, die vielen Männern sehr zu schaffen macht.

In Deutschland immer wieder ein kontrovers und heißblütig diskutiertes Thema: Was halten Sie von der Beschneidung von Jungen und Männern ohne medizinische Indikation? Welche Auswirkungen hat diese nach Ihren Erfahrungen auf das Erleben und die Sexualität der Beschnittenen?

Die Beschneidung ohne medizinische Indikation ist grundsätzlich ab zu lehnen. Leider kann darüber nicht sachlich diskutiert werden, weil religiöse Gefühle mitspielen, die sich rationalen Argumenten entziehen. Ich versuche immer wieder darauf hin zu weisen, dass das alttestamentarische Gebot zur Beschneidung der Jungen überholt ist und schließlich auch viele andere Vorschriften des Alten Testamentes nicht mehr befolgt werden. Wer das nicht glaubt, möge doch selbst im Buch Levitikus nachlesen, dort werden Ehebrecherinnen gesteinigt und Diebe durch Abhacken der Hand bestraft.
Die Vorhaut ist ein sehr sensibles Organ. Sie schützt die Eichel und ist  mit vielen Nervenendigungen ausgestattet ist. Sie zu entfernen kann eine Veränderung des sexuellen Erlebens bedeuten, längerfristig auch eine Verminderung der Sensibilität der Eichel.

Welche Ratschläge geben Sie Männern für das Jahr 2014, worauf sollten sie beruflich, privat und gesundheitlich den Fokus legen?

Männergesundheit besteht aus der Umsetzung einfacher Regeln, deren lebenslange Befolgung unumgänglich ist. Der gesunde (und potente) Mann ist schlank, betreibt regelmäßig Sport, raucht nicht, trinkt nur wenig Alkohol, sorgt für ausreichend Eigenzeit und trägt seine Frau auf Händen. Gesunde Männer sind zufriedener mit sich selbst und ihrem Leben.

Was möchten Sie den Lesern sonst noch mit auf den Weg geben?

Es ist mir ein ganz besonderes Bedürfnis Männer dahin zu beraten, sich dem Gendermainstream zu widersetzen, wonach das Geschlecht ein rein soziales Konstrukt sei und „Männlichkeit“ eine Erfindung vergangener Zeiten. In der Sexualität gilt, dass Gegensätze sich anziehen, nicht Gleichheit, die Akzentuierung Ihrer femininen Seite ist ganz bestimmt kontraproduktiv.
Frauen lieben „starke“ Männer, wie auch immer „Stärke“ definiert werden mag. Der „ganze“ Mann war immer gefragt: pflegen Sie ihre Männlichkeit, seien Sie ein ganzer Kerl, denn damit beeindrucken Sie Ihre Partnerin ganz besonders.

Herr Dr. Pfau, vielen Dank für das Interview!