Archiv für den Monat Oktober 2014

Warum ich die Bart-Aktion zum Movember für Blödsinn halte

Auch dieses Jahr startet im November wieder die Schnurrbart-Aktion Movember gegen Prostatakrebs bei Männern. Noch nie gehört? Macht nichts, ich finde diese Bart-Aktion nämlich auch reichlich blödsinnig. Der Name kommt übrigens aus der Kombination von Moustache, also (Schnurr)Bart, und dem Monatsnamen November. Seinen Ursprung hat der Movember in Australien, wo sich Männer Jahr für Jahr Oberlippenbärte wachsen lassen und während des Novembers Geld für die Forschung zur Vorbeugung gegen Prostatakrebs und für mehr Forschung zur Männergesundheit sammeln.

Ich werde an dieser Aktion nicht teilnehmen, weil mir einerseits Bart generell nicht steht und ich das Ganze andererseits für sinnfrei halte, insbesondere in Deutschland. Männer tragen generell Bärte oder tun es nicht, in der Regel ist das eine Frage des persönlichen Geschmacks und der aktuellen Mode. Schließlich setzen Frauen auch kein Zeichen gegen Brustkrebs, indem sie Push-Ups tragen oder sich die Beine nicht rasieren. Denn auch das würde nicht auffallen und es würden auch nicht alle mitmachen, da es eben auch Frauen gibt, denen ein Push-Up nicht steht oder gefällt bzw. die eben unrasierte Beine nicht mögen. Nur wir Männer sollen noch zusätzlich ungepflegt bis lächerlich aussehen, wenn wir uns um unsere Anliegen kümmern. Warum eigentlich?

Ich habe den Eindruck, dass die Movember-Aktion mit den Bärten eine ist, die weitgehend unsichtbar bleibt und daher jenseits von Australien und vielleicht wenigen anderen Ländern oftmals auch eher wirkungslos verpufft. Wir Männer sollten uns  langsam besser mal Gedanken über Aktionen machen, die einerseits unsere Themen betreffen,  andererseits aber auch sichtbar werden und Breitenwirkung entfalten können. Mir fiele da beispielsweise der Umstand ein, dass es um die 400 öffentlich finanzierte Frauenhäuser für Frauen in Krisensituationen gibt, aber gerade mal insgesamt 3 Männerhäuser bundesweit, von dem nur eines öffentlich gefördert wird. Das Ergebnis ist dann bei Männern in Krisensituationen im Zweifelsfall das Obdachlosenasyl oder die Obdachlosigkeit – und ein möglicher sozialer Abstieg damit gleich vorprogrammiert.

Nein, wir Männer brauchen keinen Movember, wir brauchen eine Art Marshall-Plan zur Wiederherstellung von Geschlechtergerechtigkeit und zur finalen Zerstörung des menschenfeindlichen Feminismus.

Zitat des Tages

Was wir aber nicht brauchen, sind Schreckschrauben, die bei jedem Flirtversuch „Sexuelle Belästigung!!!“ schreien, die die Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kind, zerstören wollen und nur weil sie selbst keinen abbekommen, jeden Mann als Vergewaltiger sehen.

Sarah Klostermair

Anne Wizorek, der #aufschrei und sein Buch

Nun ist es also passiert: Als im Juni 2013 die ersten #aufschrei-Hupfdohlen im Quartett  mit einer einschlägig bekannten Piratin und weiteren wenig geistreichen Kreisch-Feministinnen einen albernes Buch – immerhin knapp 100 Seiten haben sie mit Ich bin kein Sexist, aber… insgesamt geschafft – mit Sexismus-Hysterie als Inhalt vorstellten, da ahnte ich bereits, dass dies nicht das letzte männerfeindliche Pamphlet dieser Möchtegern-Nachfolgerinnen von Alice Schwarzer sein würde. Schließlich hatte in dem Buch Es reicht! von Schwarzer auch die zweifelhafte #aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek ihren Senf abgegeben, es fehlte also noch ein Buch, das die abgebrochene Studentin der Literaturwissenschaften alleine vollkleistert. Nun war es also vor kurzem soweit und unter dem Titel Weil ein #Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute serviert sie – auf den Punkt gebracht – der Leserschaft alten und uralten Wein in neuen Schläuchen, nämlich größtenteils den abgehalfterten Feminismus der 70er bis 90er Jahre plus soziale Netzwerke – natürlich vor allem Twitter – als Agenda eines angeblich neuen Feminismus.

Arne Hoffmann hat sich die Ergüsse von Anne Wizorek einmal angetan und bei Amazon umfassend rezensiert. Das Ergebnis ist faktisch vernichtend:

Schon sein Untertitel betreibt einen Etikettenschwindel. Um einen Feminismus „von heute“ handelt es sich nicht – zumindest nicht in dem positiven Sinne, in dem dieser Untertitel verstanden werden soll. Tatsächlich verpackt Wizorek eine grauenvoll altbackene Ideologie aus einer Zeit von vor ihrer Geburt – die ulkige These, dass man eine Gleichberechtigung der Geschlechter am besten erreicht, indem man sich auf die Anliegen eines Geschlechtes konzentriert – in eine moderne, „hippe“ Sprache.

Schon zu Beginn ihres Buches, es muss ihr also offenbar besonders wichtig sein, erklärt Wizorek, warum sie gerade keine Bewegung für beide Geschlechter wolle, die man statt als „Feminismus“ als „Humanismus“ oder ähnlich betiteln könne. Um ihre Auffassung zu untermauern, fährt Wizorek im Verlauf ihres Buches eine ganze Reihe von Falschbehauptungen auf, von denen die folgenden Absätze nur einige schlaglichtartig behandeln sollen.

Besonders erhellend fand ich, wie Wizorek sich dazu äußerte, wie Feministinnen mit Männern und da vor allem mit kritischen Stimmen umgehen sollen:

„Wir wollen radikale Veränderungen. Das muss Leute anpissen.“ und „Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben.“ Die Art, wie heute auf Männerrechtler eingeprügelt wird, beschreiben diese Passagen gut.

Da fragt man sich doch, woher all der Hass gegen Männer kommt, den Wizorek und die nicht minder sonderbaren Gestalten in ihrer Filterbubble und Fankurve in sich tragen? Dies wäre aber wohl eher in einer Aktion mit einem Slogan wie Therapie statt Ideologie zu ergründen. Es ist schließlich nichts Neues, dass schon in der bisherigen Geschichte ein großer Teil der radikalen Feministinnen gleichzeitig psychisch schwer bis schwerst gestört waren, z.B. Valerie Solanas oder Kate Millett.

So bleibt dann letztlich auch nur der Schluss, zu dem Arne Hoffmann gelangt:

In Anne Wizoreks Buch hingegen werden Männer entweder dämonisiert – wenn sie der feministischen Ideologie widersprechen – oder huldvoll als Helfer akzeptiert, wenn sie sich ganz und gar dieser Ideologie beugen. Wenn das der „Feminismus von heute“ ist, braucht man sich über seinen schlechten Ruf nicht mehr zu wundern.

Dazu hätte es allerdings nicht erst Wizoreks Buch gebraucht. Wer auf Twitter diverse Feministinnen aus ihrem Dunstkreis mitlas, der konnte beoachten, wie Hashtags der Sorte #killallmen, #killmostmen oder auch #maletears die Runde machten, die oftmals – wie vieles andere – einfach aus dem englischsprachigen Raum übernommen worden waren. Darunter zu finden sind ein – meistens bereits nur noch als psychopathologisch zu bezeichnender – Hass gegen Männer einschließlich oftmals aggressiver Vernichtungsfantasien von Genozid-Format und eine entmenschlichende Verächtlichmachung derjenigen, gegen die sich dieser Hass richtet.

So etwas war mir bereits von jemandem berichtet worden, der seinerzeit eine neutrale Statistik über die #aufschrei-Kampagne erstellt hatte, bei der das Ergebnis letztlich war, dass lediglich um die 1,5% der Tweets tatsächlich irgendwelche möglicherweise sexistischen Erfahrungen enthielten, der Rest bestand aus Nonsense, Retweets, Links auf Artikel über den vollkommen überbewerteten #aufschrei-Quatsch und gut einem Drittel Kritik, Widerspruch, Sprüche, Scherze und Witze. Der Ersteller wurde nach der Veröffentlichung seiner Statistik online wie offline angefeindet, bedroht und verleumdet – wie so manche andere Kritiker auch. Das muss wohl die große Empathie der Feministinnen sein, die sie angeblich besser macht als Männer.

Das hinderte entsprechende Journalisten – meistens weiblichen Geschlechts und einschlägig feministisch bekannt – nicht daran, das Pamphlet von Anne Wizorek eifrig zu bewerben, z.B. im Spiegel, in der Zeit, im Stern und in der taz. Nur im Freitag ist eine halbwegs differenzierte Rezension erschienen.

Da das aber an Werbung wohl nicht reichte, forderte Anne Wizorek auf Twitter ihre Follower noch zu positiven Rezensionen auf:

Anne Wizorek, Rezensionen, Bettelei, Twitter

 

 

 

 

Ich bin mir nicht sicher, ob dies vor oder nach der vernichtenden Rezension von Arne Hoffmann war, es zeigt aber einmal mehr, dass diese Feministin vor keiner Manipulation zurückschreckt, solange sie den eigenen Interessen nützt. Das sollte man auch im Kontext zur #aufschrei-Kampagne einmal angemessen kritisch überprüfen und bewerten. Hinweise gab es seinerzeit mehr als genug. Hier einer mehr bezüglich der Aufforderung zu positiven Rezensionen:

Anne Wizorek, Amazon, Rezensionen, Fakes

Das soll es bis hierhin auch erstmal gewesen sein. Es bilde sich jeder selbst seine Meinung dazu. Vielleicht werde ich diese Rezension noch ergänzen, wenn ich die Leseprobe durchgearbeitet habe.

 

Neu in der Blogroll: Frauenverachter.de

Anders als der Titel des Blogs vermuten lassen könnte, geht es dort nicht um Frauenverachtung, sondern u.a. um das durchaus frag- und kritikwürdige Verhalten heutiger Frauen bei Dates, in Beziehungen und Partnerbörsen.

Willkommen in meiner Blogroll! 😀

Zitat des Tages

Umso mehr feministische Literatur ich lese, umso mehr sehe ich, wie sehr Feministen Begriffe benutzen, ohne sie herzuleiten – ohne sie zu belegen. Auf diesen Begriffen bauen sie weitere „Theorien“ auf und verkaufen diese als substantiell.

Der ganze Feminismus ist eine einzige große Lüge.

Wolle Pelz