Frauen und Heavy Metal?

Feministinnen behaupten ja gerne, dass Frauen angeblich bis heute – alleine auf Grund ihres Geschlechts – überall benachteiligt würden. Sie fabulieren von gläsernen Decken, Male Spaces, Rape Culture und jeder Menge anderem Blödsinn, der eigentlich eher einer psychiatrischen Behandlung der Anhänger als einer akademischen Auseinandersetzung mit diesen Konstrukten bedarf.

Deshalb will ich heute Mal ein Musik-Genre betrachten, das seit jeher als vermeintlich ach so testosterondominiert bezeichnet wird: Hard Rock und vor allem Heavy Metal. Schon lange aber sind die Zeiten vorbei, wo auf und vor der Bühne ausschließlich Männer in Jeans- und / oder Leder-Kluft anzutreffen sind, die dort abfeiern. Schon immer gab es einen gewissen Anteil Frauen in der Fangemeinde – man denke nur an Bands wie Typo O Negative mit Frontmann Peter Steele und auch vor seinen Nacktfotos in der Playgirl –  und dieser ist mit der sinkenden Qualität anderer Genres wie z.B. Pop immer stärker gewachsen. Doch auch auf der anderen Seite des Bühnengrabens hat sich verdammt viel getan. Schon lange vor dem Durchbruch von female fronted Metal-Bands seit Nightwish und der Schaffung des Sub-Genres Symphonic Metal waren in Bands wie Theatre of Tragedy, After Forever, Lacuna Coil oder Tristania seit jeher Frontfrauen am Mikro, ganz zu schweigen vom Urgestein Doro Pesch, die schon in den 80ern mit der Band Warlock aktiv war und gerne mal auf Augenhöhe mit Bands mit Motörhead genannt wird.

Heute betätigen sich Frauen in der Metalszene vor allem in den Sub-Genres Symphonic Metal, Power Metal, Gothic Metal und Melodic Death Metal sowie natürlich in  diversen Spielarten des Rock, während Black und Thrash Metal offenbar nicht so anziehend wirken. Hier mag die persönliche Vorliebe eine Rolle spielen, zudem bieten die präferierten Sub-Genres aber auch die besten Möglichkeiten, weiter vollständig als Frau mitsamt aller weiblicher Attribute wahrgenommen zu werden und davon insbesondere auch in der Außenwirkung zu profitieren. Stämmige, grunzende Black Metal-Frauen mit Panda-Corpsepaint, die im Stil von Bands wie Immortal & Co. auftreten, dürften nicht sonderlich weiblich und attraktiv auf die Fangemeinde wirken.

Ganz logisch könnte man einfach sagen, dass mit dem wachsenden Frauenanteil unter den Fans auch mehr Frauen Lust bekommen haben, sich selbst in diesen Genres aktiv musikalisch zu betätigen. Genauso läuft es auch in vielen anderen Bereichen des privaten und beruflichen Lebens: Wenn Frauen sich für etwas interessieren und sich aktiv einbringen wollen, dann nimmt ihr Anteil im jeweiligen Bereich auch sukzessive zu – ganz ohne Frauenquoten und den ganzen anderen Quatsch, den Feministinnen dauernd als Schlüssel zum Heil der Welt oder gar des Universums verkünden. Sie setzen sich mit dem Thema auseinander und schauen, welche Nischen für sie geeignet erscheinen, um diese anschließend zu besetzen. Manches Mal hilft dann noch der Zufall ein paar Schritte weiter, z.B. durch nützliche Kontakte im persönlichen Umfeld. Die einzigen Frauen, die dazu nicht in der Lage sind, das sind die sich andauernd  beklagenden Feministinnen, die oftmals leider kein anderes Talent haben als besonders nervtötend zu sein und jeden mit erhheblichem Missionierungseifer von ihrer altbackenen Feindbild-Ideologie überzeugen zu wollen.

Abschließend sei noch bemerkt, dass viele Frauen als Fans eher rein männliche Bands bevorzugen, bei den Bands mit Frontfrau das Publikum aber meistens recht ausgewogen gemischt wirkt, was dann aber auch wiederum vom jeweiligen Sub-Genre abhängig ist, in dem die Band sich bewegt.

Fazit

Auf Fanseite sind Frauen im Heavy Metal ein entscheidender Faktor geworden, was man u.a. auch daran beobachten kann, dass viele Hersteller von Bandshirts und anderen Merchandising-Artikeln verstärkt figurbetonte Girl-Shirts und kleine Größen ins Programm genommen haben. Zusätzlich gibt es inzwischen solche Shirts sogar schon für den jüngsten Nachwuchs, die zum größten Teil von den Müttern gekauft werden.

Was die Seite der Bands betrifft, so kann man feststellen, dass es zwar durchaus noch einige Sub-Genres gibt, die Frauen nicht besezt haben, aber das dürfte eher persönliche oder kommerzielle Gründe haben und mit Diskriminierungen jedweder Art exakt nichts zu tun haben. Wo Frauen in Metal-Bands aktiv sind, haben sie in den meisten Fällen die Front-Position als Sängerin inne und prägen somit das Erscheinungsbild und den Stil der jeweiligen Band ganz entscheidend. Sie schaffen es faktisch aus dem Stand auf den Vorstandsposten der jeweiligen Band.

Wer einen Überblick gewinnen will, wo Frauen im Heavy Metal und Rock tätig sind, kann sich ja mal diese beiden Listen bei Wikipedia anschauen. Klar, da gibt es manche Überschneidung und manche Zuordnung ist vielleicht auch nicht ganz zutreffend, aber unter dem Strich kann man wohl sagen, dass es keiner Frauenquote im Heavy Metal und Rock bedarf, da ohnehin das Talent entscheidet und nicht das Geschlecht. Wer kein künstlerisches oder intellektuelles Talent hat, kann ja immer noch Gender Studies studieren 😉

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9 Gedanken zu „Frauen und Heavy Metal?

  1. wollepelz

    Ich selbst mag zumeist keine Frauen im Metal. Passt für mich einfach nicht.

    Ausnahmen sind z. B.
    Unscarred (Thrash Metal)

    oder

    Esperoza (Metal mit opernartigem Gesang, aber kein Symphonic Irgendwas Metal)

    Ich habe nichts gegen Frauen in der Musik. Ich mag z. B. Agnes Obel, Tina Dico, Emalline Delapaix, Eva Cassidy usw. Bei den meisten Bands im Metal mit Frauengesang reagiere ich aber allergisch.

    Klar, es gibt auch Ausnahmen: Diablo Swing Orchestra z. B. und einige andere Avant-garde Metal Bands, aber normalerweise mag ich Frauengesang gar nicht.
    Triptykon hat aber z. B. auch eine Bassistin. Die ist schon witzig. Da ich gerade bei Musikerinnen bin: 4 Non Blondes fand ich damals schon sehr cool…

    Ach ja… Musik…

    Johnny Winter ist am 16. gestorben. 70jährig. Das ist traurig.

    1. maennerstreik Autor

      Jepp, Holy Moses und Arch Enemy könnte man auch noch verwursten, aber ich wollte mehr einen Überblick bieten, den auch diejenigen noch verfizieren können, die nicht so tief in dem Thema Metal stecken wie unsereins 😉

      1. wollepelz

        Ja und das sind eben z. B. Bands, die ich absolut nicht ab kann.

        Okay, das Cover von Holy Moses „Love is just a 4 Letter Word“ ist geil. Aber ansonsten…

        Sabina Classen halt mal Temple of the Absurd gemacht. Die fand ich ganz geil.

      2. maennerstreik Autor

        Na ja, vielleicht würdest Du ja manche Band mit Frontfrau zumindest optisch halbwegs erträglich finden, wenn schon nicht musikalisch 😉

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