Robert Claus, die Friedrich Ebert-Stiftung und eine neue Hetzschrift

Im Moment arbeiten sich ja viele sogenannte Maskulisten an den lauwarmen Ergüssen von Robert Claus ab, der unter dem Titel Maskulismus – Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass eine neue Hetzschrift gegen alle Männerrechtler bei der Friedrich Ebert-Stiftung veröffentlicht hat. Nun ist das nicht sonderlich neu, die Friedrich Ebert-Stiftung und die Böll-Stiftung wechseln sich da ja inzwischen offenbar ab, die einschlägigen akademischen Sprachrohre mit Feminismus-Hintergrund – darunter Hinrich RosenbrockAndreas Kemper und Thomas Gesterkamp – sind ja inzwischen ebenfalls hinlänglich bekannt. Das Geschwätz von Thomas Gesterkamp, welches im Jahr 2010 ebenfalls bei der Friedrich Ebert-Stiftung erschienen ist, liegt mir sogar noch in gedruckter Version vor.

Aber mal ehrlich: wozu sollte ich mir die Ergüsse von Robert Claus überhaupt zu Gemüte führen? Der Titel läßt ja schon vermuten, dass der Verfasser den Maskulismus – egal, ob gemäßigt, straight oder fundamentalistisch – für eben nicht salonfähig hält und die Bandbreite dieser angeblichen Salonunfähigkeit bis zum „unverhohlenene Frauenhass“ aufzieht, einem äußerst starken und emotional besetzen Begriff – der den Boden bereitet für was? Bingo, für irgendwelche Breivik-Vergleiche und Nazikeulen, den ultimativen Vorwurf, dass alle Männerrechtler ja eh nur Rechtsextreme und Nazis sein können und müssen.

Wie bei Gesterkamp, stammt schon das Vorwort zu dieser männerfeindlichen Hetzschrift von einer Feministin. Nun kennen wir ja alle die Feministinnen gut genug, um zu wissen, dass die nichts unter sich veröffentlichen lassen, das nicht der feministischen Ideologie und Agenda dient. Damit wäre das Thema eigentlich schon erledigt. Wer das Dokument überblättert und querliest, stößt überall auf die oben genannten alten Bekannten: Kemper, Gesterkamp und Rosenbrock, nur unterbrochen durch ein paar Standard-Autoren der Soziologie. Damit ist bereits klar, dass das vorliegende Dokument eigentlich keine wissenschaftliche Arbeit darstellt, was nicht zuletzt auch daran deutlich wird, dass die Argumentationslinien dieser feministischen drei Musketiere einfach übernommen und vor allem nicht hinterfragt werden. Genauso verhält es sich mit feministischen Wahnvorstellungen wie jener eines angeblich existierenden Patriarchats und weitere: kein Hinterfragen, keine Kritik, also offenbar alles pure Evidenz wie die Molekülstruktur von Wasser.

Was Robert Claus da also abgeliefert hat, ist meiner Meinung nach kaum mehr als eine weitere feministische Hetzschrift gegen alle Männerrechtler (und deren durchaus berechtigte Anliegen) und das Ergebnis von pseudo-wissenschaftlichem Meinungs- und Gedankeninzest mit einem akademischen Wert, der knallhart auf die Nulllinie zusteuert. Neu ist lediglich, dass er neben angeblichen Rassismus noch angebliche Homophobie als weiteren Vorwurf gegen Männerrechtler ins Spiel bringt und versucht, sie als weinerlich und lächerlich darzustellen. Ein Beitrag für die Geschlechterpolitik oder schon nur die gesellschaftliche Realität der Geschlechter ist von diesem Traktat ebenso nicht zu erwarten wie ein Beitrag zur reformierungsbedürftigen Familienpolitik.

Auf mich persönlich wirkt diese Veröffentlichung wie eine Art Initiationsritus, mit dem Robert Claus sich zu Gestalten wie Rosenbrock, Kemper und Gesterkamp gesellt, um fortan in vergleichbar unwissenschaftlicher und schäbiger Art und Weise für Feministinnen und Genderisten gegen die Männerrechtler zu schießen, ohne diese überhaupt erst einmal auch nur annähernd realitätsnah betrachtet zu haben. Was da als Wissenschaft verkauft werden soll, hat kaum mehr inhaltlichen Wert als das unbelegte Geschwätz aus einer x-beliebigen Gerüchteküche, wo jeder Tratscher zu den kursierenden Geschichten etwas hinzuerfindet, um sich selbst möglichst wichtig zu machen.

Mal sehen, wann sich die ersten Feministinnen und insbesondere die ersten feministischen Journalistinnen aus dem Dunstkreis von ProQuote & Co. auf das Geschreibsel von Robert Claus stürzen, um mal wieder gegen Männerrechtler vom Leder zu ziehen. Nichts anderem dient diese billige Hetzschrift – wie schon andere vor ihr. Denn wenn Feministinnen eines verhindern wollen, dann ist das vor allem echte Gleichberechtigung anstelle von immer mehr Privilegien nur für Frauen und insbesondere für Feministinnen.

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2 Gedanken zu „Robert Claus, die Friedrich Ebert-Stiftung und eine neue Hetzschrift

  1. Pingback: FES-Studie führt Maskulisten an der Nase rum « jungsundmaedchen

  2. peloquinful

    Ich denke gerade die Privilegien Diskussion junger Frauen und Frauen im Gegensatz zu jungen Männern und Männern gehört so langsam und im ganz großen Stil auf den Tisch.
    Frauenquoten?
    Also Quoten für das Geschlecht welches die absolute MEHRHEIT! der Menschen in Deutschland stellt und vom Gesetzgeber zu 100% gleichberechtigt zum anderen Geschlecht ist. (in manchen Punkten wie Elternschaft, Arbeitslosigkeit oder Obdachlosigkeit sogar „gleicher“)
    Gerechte Chancengleichheit wird also in Deutschland für Privilegienpolitik und gegen das Grundgesetz (da steht nix von Diskriminierung durch Gleichstellung, sondern Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung welche jederzeit durch jedes Gericht eingeklagt werden kann) für zwangs-Ergebnisgleichheit abgeschafft.
    Til Eulenspiegel? Nein, neue Medien braucht das Land!

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