Männerrechtler-Treffen in Bonn

Kürzlich fand, nach dem letzten Treffen in Berlin, in einem Bonner Brauhaus ein spontanes Treffen der Männerrechtler NRW statt, welches nun alle 4-6 Wochen etabliert werden soll. Mit dabei war u.a. Hans Alef, der als Hausmann mit seiner Partnerin zusammenlebt, welche die Rolle des Ernährers übernommen hat. Von Feministinnen und den männerfeindlichen Mietmäulern der Böll-Stiftung mußte er sich deshalb schon als „Parasit“ und angeblicher „Rechtsextremer“ beschimpfen lassen. Da stellt sich doch die Frage, warum Frauen, die dem Mann die Rolle des Hauptverdieners überlassen, nicht auch als Parasiten bezeichnet werden und ob es vielleicht – natürlich ein nur den Feministinnen bekannter – Teil der rechtsextremen Ideologie ist, dass alle Männer Hausmänner werden sollen? Irre.

Thematisch ging es bunt zu, u.a. zu dem Amoklauf von Elliot Rodger, zur Pick Up Artists-Szene, die Morddrohungen von Feministinnen gegen die Männerkonferenz in Detroit, Frauenquoten, die MGTOW-Bewegung und zukünftige Modelle von Partnerschaft und Familie. Ich selbst nutzte die Gelegenheit für eine Vorstellung der aktuellen männerrechtlichen Aktivitäten in Kanada, den USA und Australien und erläuterte den nichtfeministischen Ansatz einer humanistischen Gegentheorie zum Feminismus. Nicht zuletzt wurde auch das Thema angesprochen, einen weiteren publizistischen Kanal in deutscher Sprache zu aktivieren, der eine ähnliche Rolle einnehmen könnte wie A Voice for Men es bereits im englischsprachigen Raum tut. Aktuell zeichnet es sich ab, dass in den nächsten Wochen 5-6 Männerrechtler an einer deutschen Ausgabe von A Voice for Men mitarbeiten werden, um die Vielfalt der Berichterstattung zum Thema Männer- und Väterrechte zu erweitern.

maennerrechtler_bonnDas Treffen soll nun alle 4-6 Wochen stattfinden und die erste Redaktionskonferenz befindet sich ebenfalls in Planung. Es ist an der Zeit, dass die Männerbewegung online wie offline aktiver und gesellschaftlich effektiver wird als nur alle paar Jahre Bücher zu veröffentlichen, die in den hintersten Ecken irgendwelcher Bibliotheken verstauben und ansonsten kaum Wirkung entfalten.

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2 Gedanken zu „Männerrechtler-Treffen in Bonn

  1. wollepelz

    Mal sehen, wie lange „der linke Flügel der Maskuszene“ braucht, Dir „unsichtbare Freunde“ zu unterstellen. Es gibt doch keine Männerrechtlerszene neben gewissen anderen Leuten. 😀

    1. maennerstreik Autor

      Können sie gerne machen. Wir haben uns aus Spass noch von einem Straßenkünstler zeichnen lassen, der später abends vorbeikam. Aber vielleicht ist der ja auch Mitglied der patriarchalen bzw. fundamentalistischen Weltverschwörung? 😉

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