Frauenkampftag: „Still loving Tyrannosaurus rex“

Für den 8. März hatten die Feministinnen, vor allem mal wieder in Berlin, zum sogenannten Frauenkampftag zu allerlei Unfug aufgerufen, den sie „Aktionen“ nannten. Auch einige Parteien und parteinahe Organisationen waren mit am Start, z.B. DIE LINKE samt der linksjugend solid, die mit ihren feministischen Umtrieben bereits diverse Linke aus der Partei getrieben haben. Juso-Landesvorstand Nathalie Golla entblödete sich in Nordrhein-Westfalen nicht, ein Geschwurbel mit der Forderung nach Entgeltgleichheit zu veröffentlichen und dabei weiter die Mär von angeblich über 20 Prozent Lohnlücke bei der Bezahlung von Männern und Frauen zu bemühen, obwohl diese schon lange in zahlreichen Studien widerlegt wurde:

Mit einer weit verbreiteten Überzeugung räumt dagegen eine andere Untersuchung auf: Frauen verdienen kaum noch schlechter als Männer. Im Mittel bekommen sie derzeit zwei Prozent weniger Gehalt. „Das ist das Ergebnis unserer Studie, wenn wir gleichwertige Tätigkeiten von Frauen und Männern miteinander vergleichen, also Tätigkeiten mit vergleichbarem Aufgabenzuschnitt und Verantwortungsgrad„, sagt Thomas Gruhle, Mitglied der Geschäftsleitung der Unternehmensberatung Hay Group.

Natürlich kann man einfach alle Einkommen der Männer und alle Einkommen der Frauen in jeweils einen Topf werfen und die daraus resultierende Differenz als angebliche Lohndiskriminierung beklagen. Dabei ignoriert Frau dann aber auch gerne, dass viele Männer ihr Gehalt gar nicht für sich zur Verfügung haben, sondern damit den gemeinsamen Lebensunterhalt mit Frau und ggf. Kindern finanzieren. Das hindert bei der SZ eine Sibylle Haas jedoch auch nicht daran, Deutschland die größte Gehaltslücke Europas anzudichten. Natürlich gibt es bei den Unterstützerinnen von ProQuote unter der Nummer 316 vom 27. Februar 2012 „zufällig“ eine Sibylle Haas:

proquote_sibyllehaasRein zufällig gibt es auch einen Bericht über eine Veranstaltung der Bücherfrauen mit einer Sibylle Haas von der SZ. Dort wird sie wie folgt zitiert:

„Männer fördern Männer. Ein bisschen Druck muss sein, sonst ändert sich nichts.“ Sybille Haas, Süddeutsche Zeitung

Das sind schon alles komische Zufälle, oder? 😉 Natürlich ist es zum internationalen Frauentag auch jedes Jahr das gleiche Spiel mit den weitgehend gleichen Leuten und Organisationen dahinter. Der Verdacht, dass dahinter ein mehr oder weniger geschlossener Kreis stehen könnte, der es auf Privilegien, Pöstchen und Fördergelder abgesehen hat, kommt sicher nicht nur mir dabei in den Sinn.

Ansonsten gab es an den Hochschulen und da vor allem auch in Berlin und in diversen studentischen Organisationen wieder endlos Werbung für den Frauenkampftag. In Berlin beklatschte Anne Wizorek, ihres Zeichens #aufschrei-Initiatorin und Grimme-Preisträgerin, bei Twitter einen Farbanschlag auf eine Apotheke, die nicht die „Pille danach“ abgeben möchte:

Anne Wozorek, Berlin, Pille danach, Apotheke

Ein Foto vom Erscheinungsbild der Apotheke nach dem Anschlag samt Resten des Plakats für den Frauenkampftag findet man hier.

„Still loving feminism“ – Warum?

Der Slogan „Still loving feminism“ zum Frauenkampftag klingt einigermaßen verzweifelt. Er erinnert an ein altes Ehepaar, wo schon längst jeder nur noch für sich lebt und seiner Wege geht, man sich aber passend zum Jahrestag immer wieder gegenseitig die Liebe schwört, um in der Nacht lustlos den obligatorischen Koitus zu vollziehen. Aber weil es halt so bequem und gewohnt ist, bleibt man halt trotzdem zusammen.

Ganz ehrlich, wer sollte heutzutage Feminismus noch lieben oder auch nur brauchen? In den meisten gesellschaftlichen Bereichen sind Frauen heute nicht nur gleichberechtigt, sondern sogar überprivilegiert und vielfach bevorzugt. Natürlich werden die verbliebenen Feministinnen nicht müde zu betonen, dass sie angeblich immer noch überall diskriminiert würden, um der Gesellschaft weitere Extrawürstchen und Privilegien auf Kosten der Allgemeinheit und vor allem zum Nachteil der Männer aus dem Kreuz zu leiern.

Dabei wird schon heute für Frauengesundheit wesentlich mehr Geld aufgewendet als für Männergesundheit. An den Hochschulen wächst der Frauenanteil ebenso immer weiter an, leider oft genug in den falschen – meistens sozial- und geisteswissenschaftlichen –  Fächern, so dass die Wirtschaft trotzdem laufend vor einem Fachkräftemängel warnt. Aber obwohl die Frauen heute immer häufiger studieren und auch brauchbare Positionen besetzen können, wenn sie nicht gerade nur Gender Studies belegt hatten, ist in den meisten Fällen noch immer der Mann der Familienernährer, während die Frauen penibel darauf achten, dass sie bloß keinen Mann mit niedrigerem sozialen Status und niedrigerem Bildungsabschluss als dem eigenen ehelichen. Kombinationen wie Chefarzt und Krankenschwester oder Geschäftsführer und Sekretärin wird es umgekehrt deshalb wohl nie geben. Dafür beklagen dann solche Frauen, dass sie angeblich keinen passenden Partner fänden und die Welt ja so böse sei.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die meisten westlichen Gesellschaften die Forderungen des Feminismus nach Gleichberechtigung bereits vollumfänglich erfüllt oder gar übererfüllt haben. Für die gegen die Gleichberechtigung ausgetauschte Forderung nach Gleichstellung gibt es jedoch absolut keine vernünftige Grundlage, diese sollte wirklich wesentlich benachteiligten Gruppen wie z.B. Schwerbehinderten vorbehalten bleiben. Denn eine Frau zu sein, ist heute in den meisten Fällen eben einfach kein Mangel – im Gegenteil. Feministinnen sind meiner Meinung nach heute oftmals vor allem privilegiengeile und fördergeldsüchtige Berufslügnerinnen – je höher im feministischen Zirkus, desto privilegiengeiler und fördergeldsüchtiger. Es soll da beispielsweise so eine Alice in einem Turm in Köln geben, die das Ganze für sich ziemlich perfektioniert hat.

Die Feministinnen in den westlichen Ländern kommen mir deshalb vor wie verkappte radikale Tierschützer, die sich für den ausgestorbenen Tyrannosaurus rex einsetzen wollen. Das Viech ist bereits tot, toter als tot und wird auch nicht wiederkommen, dennoch klammern sie sich an ihn, weil sie sonst ihre eigene Daseinsberechtigung in Frage stellen und sich ein neues Betätigungsfeld suchen müßten. Da waren selbst die Kumpel in den Bergwerken des Ruhrgebiets flexibler, als es mit ihren Zechen zu Ende ging. Aber das waren ja auch „nur“ Männer…

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Ein Gedanke zu „Frauenkampftag: „Still loving Tyrannosaurus rex“

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