Zitat des Tages

Wenn diese Fachleute mit ihren Untersuchungen etwa feststellen, daß Schulmädchen ausschließlich in jenen Fächern reüssieren, in denen man nicht zu denken braucht, wo man also, wie beim Sprachenstudium, auswendig lernen kann – dabei kann ein gutes Gedächtnis bekanntlich ebensogut ein Symptom für Schwachsinn sein – oder wo, wie in der Mathematik, alles nach strengen Regeln verläuft, die man wiederum auswendig lernt, und daß sie in gewissen anderen (Physik, Chemie, Biologie) weitgehend versagen, dann folgern sie daraus nicht etwa, daß es diesen Mädchen an Intelligenz mangelt, sondern sie sprechen von einer „typisch weiblichen“ Intelligenz. Daß diese Art von „Intelligenz“ eine erworbene (also nicht angeborene) Art von Dummheit ist, die daher rührt, daß eine Frau durchschnittlich im Alter von fünf Jahren zum letzten Mal  einen originellen Gedanken äußert und sich dann unter Anleitung einer total verblödeten Mutter darum bemüht, jede Form von Intelligenzentfaltung abzubremsen, würden diese Psychologen nie begreifen.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

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