Archiv für den Monat Februar 2014

Zitat des Tages

Ein Mann, der selbst nur dann weint, wenn ihn ein großes Unglück trifft (etwa beim Tod seiner Frau), muß annehmen, daß der Schmerz, den seine Frau empfindet, wenn sie – zum Beispiel einer verdorbenene Urlaubsreise wegen – in Tränen ausbricht, ebenso stark ist. Und er wird sich einen gefühlsarmen Tölpel schelten, weil er diesen Schmerz nicht nachvollziehen kann. Welche Hilfe wäre es deshalb für die Männer, wenn sie wüßten, was für eiskalte, glasklare Gedanken eine Frau haben kann, während ihre Augen von einem Tränenschleier umflort sind!

Esther Vilar, Der dressierte Mann

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Zitat des Tages

Männerarbeit ist meist schwer, Hausarbeit immer leicht. Mit den Maschinen, die der Mann dafür erfunden hat, erledigt sich die Arbeit zum Beispiel für einen Vier-Personen-Haushalt mühelos in zwei Vormittagsstunden. Alles, was die Frauen sonst noch tun, ist überflüssig, dient ihrem Vergnügen und zur Erhaltung der idiotischen Statussymbole ihrer Clique (Spitzengardinen, Blumenbeete, Hochglanzpolitur): Wenn sie es als Arbeit bezeichnen, so ist das nichts weiter als eine unverschämte Zwecklüge. Hausarbeit ist so leicht, daß sie in  psychiatrischen Heilanstalten traditionell von jenen Schwachsinnigen erledigt wird, die zu keiner anderen Tätigkeit mehr taugen.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

Zitat des Tages

Die Männer führen, ohne je darüber nachzudenken, die Kriege der Frauen, zeugen die Kinder der Frauen, bauen die Städte der Frauen. Und diese Frauen werden dabei immer fauler, dümmer, materiell anspruchsvoller. Und immer reicher. Durch ein primitives, aber wirkungsvolles System von direkter Ausbeutung, Heirat, Scheidung, Beerbung, Witwen-, Alters- und Lebensversicherung bereichern sie sich unaufhaltsam. In den USA verfügen die Frauen bekanntlich über mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens. Nicht viel anders dürfte es in den fortschrittlichen Teilen Europas  sein. Bald wird die Frau außer der psychologischen Macht über den Mann auch die absolute materielle Macht über ihn haben.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

Zitat des Tages

Was soll er anfangen mit einer Frau, deren glatte, feste Rundungen zu schwabbeligen Fettklumpen unter einer schlaffen, weißen Hautdecke geworden sind? Deren Stimme nicht mehr kindlich klingt, sondern schrill? Deren Lachen nicht mehr spontan und fröhlich ist, sondern stoßweise und wiehernd? Mit einer Schreckschraube, deren abstoßend dummes Geschwätz, jetzt, da es nicht mehr aus Kindermund kommt, an seinen Nerven zerrt und in deren Gesicht die vielen überraschten „Ahs“ und „Ohs“ immer seltener den Ausdruck naiven Erstaunens hervorzaubern und immer häufiger den des Schwachsinns? Keinerlei erotische Wunschträume wird die kindische Mumie jemals wieder entzünden.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

Spruch des Tages

Seit ich diverse Titel von Esther Vilar lese, kann ich mir ungefähr vorstellen, warum viele Frauen und vor allem Feministinnen sie hassen, jagen und ihr gar am liebsten Gewalt bis hin zum Mord antun möchten. Schließlich reißt sie dem maßlos überhöhten Selbstbild der Feministinnen die alberne Maske herunter und – als wenn das nicht schon schrecklich und häßlich genug wäre – konfrontiert sie mit ihren wahrhaftigen Wesensmerkmalen, die sie meistens verleugnen. Zudem kommt bei Vilar der Mann in vielfacher Hinsicht besser weg als die Frau, was die Feministinnen final zum Überschäumen bringen dürfte, insbesondere die lesbische Fraktion.

Zitat des Tages

Wenn der Mann nur einmal in seiner blinden Aktivität einhalten und Bilanz ziehen würde, so müßte er feststellen, daß seine Bemühungen um die geistige Belebung der Frau ihn nicht einen Schritt weitergebracht haben. Daß die Frau zwar von Tag zu Tag geputzter, gepflegter und „kultivierter“ wird, daß sie aber immer nur höhere materielle Ansprüche an ihr Leben stellt und niemals geistige.

Esther Vilar, Der dressierte Mann