Gleichstellung bei der Blutspende?!

In diesem Beitrag geht es nur zum Teil um Frauen und Feministinnen, dafür ist eine andere Gruppe an Bord, die mittlerweile genauso gerne Diskriminierung blökt und nach Privilegien schreit wie Feministinnen – genau, die Rede ist von Homosexuellen. Ich bin mir auch relativ sicher, dass dieser Artikel mit dem Attribut „homophob“ deklariert werden wird, das inzwischen ähnlich gerne als Keule verwendet wird wie „Nazi“ oder „Rassist“, das ist mir aber so ziemlich egal, weil es um die Gesundheit argloser Menschen geht.

In diesem Artikel bei n-tv geht es um das Thema Homosexualität und Blutspenden. Demnach dürfen Schwule seit den 90ern kein Blut spenden, weil von ihnen eine höhere Infektionsgefahr von übertragbaren Krankheiten wie HIV und Hepatitis C ausgehe. 1993 starben mehr als 1000 Patienten an den Folgen HIV-verseuchter Blutkonserven. Laut Transfusionsgesetz sind Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, Prostituierte, Drogenabhängige und Männer, die Sex mit Männern haben oder hatten, ausgeschlossen. Das finden die Schwulen und deren Verbände nun furchtbar diskriminierend und fordern eine Abschaffung oder zumindest Lockerung dieser Regelung. Stellen wir dieser Forderung doch mal ein paar Fakten aus dem Jahr 2012 entgegen:

Rund zwei Drittel (51.000) der mit HIV lebenden Menschen in Deutschland sind Männer, die Sex mit anderen Männern haben. Sie stellen somit weiterhin die größte betroffene Gruppe in Deutschland dar.

Da frage ich mich doch zwei Dinge:

  1. Wie will man angesichts dieser Fakten begründen, dass das Transfusionsgesetz für Schwule gelockert wird?
  2. Wieso werden nur homosexuelle Männer erfasst und nicht auch homosexuelle Frauen? Wieso gibt es dazu keine Statistik?

Auf entsprechenden Lesben-Websites wird natürlich die eigene Verantwortung für Safer Sex – im Gegensatz zu vielen Lesben weiß selbst ich, was Dental Dams sind – eher peripher genannt und vorrangig auf Blut oder Verletzungen als Übertragungswege verwiesen. Und natürlich wird in feministischem Duktus auch dort wieder gleich nach mehr Rechten, mehr Rechten, mehr Rechten geblökt, der „Böse“ hingegen ist natürlich immer der Mann. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Lesbentum vielfach so etwas wie die letzte Stufe oder Absolution des Feminismus ist. Und natürlich haben die Lesben wohl auch schon für sich in Sachen Blutspenden im Vergleich mit den Schwulen Sonderrechte bekommen:

Die Titulierung von „Homosexuellen“ als HIV-„Risikogruppe“ hat auch hierzulande zur Stigmatisierung von Lesben und Schwulen geführt. Lesben waren bis vor kurzem als Blut-, Knochenmark- und Gewebespenderinnen nicht erwünscht. Dies hat sich Anfang 2009 geändert – Lesben dürfen jetzt auch offiziell Spenderinnen sein. Gegenwärtig sind in der BRD ausschließlich schwule Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung als Spender pauschal ausgeschlossen – andere Ausschlüsse beziehen sich auf AfrikanerInnen aus Ländern, in denen viele HIV-Positive leben, oder SexarbeiterInnen.

Na danke. Wo ist eigentlich der Unterschied, wenn Schwule sich ungeschützt gegenseitig mit dem Penis penetrieren oder Lesben erotische Spielzeuge wie Dildos und Vibratoren teilen und unsichere Leckspielchen veranstalten? Eben, da gibt es keinen, in beiden Fällen gibt es ein Infektionsrisiko! Da sollten die Schwulen mal lieber protestieren, dass sie den Lesben gegenüber diskriminiert werden. Wer war eigentlich dafür zuständig, dass Lesben von der Liste der auszuschliessenden Gruppen verschwanden?

Weil also irgendwelche Lesben- und Schwulenverbände meinen, dass Blutspenden irgendwas mit Gleichberechtigung oder alternativ eben mit Diskriminierung zu tun haben könnte, werden lieber zahlreiche gefährdete Patienten in Kauf genommen anstatt klar und ehrlich zu sagen, dass man auf Spenden von Risikogruppen lieber verzichtet und sich auch durch das Geweine, Gezeter und Geblöke nicht beeinflussen läßt:

Das Risiko von Neuinfektionen ist bei Homosexuellen rund 100-fach höher als bei Heterosexuellen – umso größer ist die Gefahr für die Patienten, denen das fremde Blut eigentlich helfen soll.

Wo bleibt da die ärztliche Verantwortung für die Patienten? Klar, die Tests zum Nachweis von HIV-Antikörpern sind besser und schneller geworden, dennoch mutieren die Erreger relativ schnell und es kann einerseits Wochen oder Monate dauern bis eine Infektion nachweisbar ist, andererseits müssen auch die Tests für neue mutierte Erreger angepasst werden. Dazu kommen weitere sexuell und durch Blut übertragbare Infektionskrankheiten, die ohnehin geschwächten Patienten den Todesstoß versetzen könnten. Das alles nur, damit Schwule und Lesben auch Blut spenden dürfen?

Für mich sind in diesem Fall der Schutz und die Gesundheit der Patienten wichtiger als irgendwelche hanebüchenen Gleichstellungsidiotien mittels Blutspende. Wer einen HIV-Test machen will, bekommt den auch beim Gesundheitsamt jederzeit kostenlos, ganz ohne  Blutspende. Daneben geht es meines Erachtens wohl vorrangig um die Verdienstmöglichkeiten mit Blutspenden und wenn es um Geld geht, fühlen sich lautstarke Minderheiten wie Feministinnen und Homosexuelle ja ganz schnell ganz doll diskriminiert. In diesem Fall  – bei vielen anderen auch – sollte man ihnen aber nur eines sagen: „Halt’s Maul!“

Ich sehe nicht ein, warum die Mehrheit sich wegen des Mimimis irgendwelcher Minderheiten unnötigen Risiken aussetzen sollte. Die Mehrheit sollte aufhören alles zu ertragen und zu schlucken, bloß weil irgendwer Diskriminierung blöken könnte. Das hat auch nichts mit Toleranz zu tun, denn Toleranz hat einerseits Grenzen und beruht auf Gegenseitigkeit. Viele verwechslen heutzutage komischerweise Toleranz mit Rückgratlosigkeit und totaler Gleichgültigkeit.

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