Das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix

Ich sitze im Moment u.a. noch an Artikeln zu der unsäglichen Femen-Aktion im Kölner Dom und der frohen vaterlosen Weihnacht mit Nivea, habe aber nun das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix dazwischengeschoben. Lest selbst…

1. DEN Maskulismus gibts ja eigentlich gar nicht… oder? Wie würdest du (deinen) Maskulismus definieren?

Für mich ist der Maskulismus die notwendige Gegenbewegung zu einem zu groß, zu gierig, zu rücksichtlos und zu einseitig gewordenen Feminismus. Er wirkt dort regulierend (oder sollte es zumindest), wo FeministInnen längst jedes gesunde Maß verloren haben. Zudem soll der Maskulismus auch die vielfältigen Diskriminierungen von Männern auf Grund ihres Geschlechts thematisieren. Final geht es aber darum, den ganzen trennenden Geschlechterkampf zu beenden und zu einem die Geschlechter wieder verbindenden Humanismus zurückzufinden.

2. Was war dein erster Berührungspunkt mit Maskulismus? Wann hast du zum ersten Mal was davon gehört und wann und warum hast du dich evtl. zum ersten mal selbst so bezeichnet?

Ich denke, mein tatsächlicher Einstieg war damals das Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ von Arne Hoffmann.  Davor war ich seinerzeit in einer Newsgroup zum Thema Gleichberechtigung aktiv und ich las dort bereits über ähnliche Aspekte zu Männerthemen, die mich später – nach der Lektüre von Hoffmanns hervorragendem Buch – immer mehr beschäftigten. Einerseits sah ich, dass Frauen in der Gesellschaft vielfach tatsächlich gegenüber Männern privilegiert sind und gleichzeitig andauernd über angebliche Diskriminierungen jammerten, andererseits Männer aber häufig rücksichtlos diskriminiert und ausgebeutet werden, ohne dass danach auch nur ein Schwein pfeift oder sie selbst dagegen protestierten. Im Internet fand ich dann weitere Informationen und Begriffe wie Maskulismus und Maskulinismus, auch und insbesondere im Umkreis der Leser von Hoffmanns Buch und in diversen Foren, wo dieses diskutiert wurde.

Damals wurde als Maskulismus noch einfach die vollkommen legitime Gegenbewegung zum Feminismus verstanden, während der Begriff Maskulinismus einen übersteigerten Männlichkeitsbegriff meinte, wie er den Rechten nachgesagt wird. Ich kann im zeitlichen Verlauf nicht mehr nachvollziehen, wann die beiden Begriffe zu einem vermengt wurden, könnte mir aber vorstellen, dass daran so diverse lila Pudel mancher parteinaher Stiftungen beteiligt waren, die vorgeben so etwas wie Wissenschaft zu betreiben, wenn sie irgendwelche verleumderischen Pamphlete herausgeben, in denen sie alle Männerrechtler pauschal in die rechte bzw. rechtsextreme Ecke stellen.

3. Gibt es maskulistische/männerrechtliche Bereiche, von denen du persönlich besonders betroffen bist?

Mir ist es vorrangig im Beziehungsalltag aufgefallen, wie selbstverständlich Frauen alles Mögliche fordern oder uns Männer auch ganz selbstverständlich emotional erpressen oder manipulieren um ihren Willen oder irgendwelche materiellen Dinge zu bekommen. Ich habe den Eindruck, dass Kompromissbereitschaft und das Aufeinanderzugehen in Beziehungen nur noch vom Mann erwartet wird, während die Frauen häufig wie Prinzesschen herumsitzen und auf den Vollzug ihrer Wünsche durch den Mann warten. Gleichzeitig bieten viele Frauen in Beziehungen auch immer weniger als früher. Viele können heute weder kochen noch auch nur annähernd einen Haushalt führen oder nur sowas wie Ordnung halten. Und leider kommt man sich auch manches Mal vor als hätte man lediglich eine Prostituierte auf Abo gebucht, wenn sie nichts oder nicht nennenswert mehr bieten als profanen Sex und das sonderbarerweise für eine funktionierende Partnerschaft halten.

Ehe und Vaterschaft sind mir bislang erspart geblieben, wobei ich aber denke, dass dies mit einer Frau, die noch zu Partnerschaft im eigentliche Wortsinne fähig ist, auch kein Problem wäre.

4. Rein hypothetisch: Der Maskulismus wird plötzlich unglaublich einflussreich und Deutschland wird ein komplett maskulistischer Staat. Was würde sich aus deiner Sicht geändert haben?

Nichts, nur das Vorzeichen würde sich ändern. So wie heute Frauen überall hofiert, in Quotensänften gesetzt und zu Pöstchen getragen werden, so wäre es dann bei Männern der Fall. Das Geschlecht ist aber keine Qualifikation, sondern eine persönliche Eigenschaft. Jeder kennt irgendwo Frauen, die eher burschikos wirken, und Männer, die gerne mal als „weibisch“ bezeichnet werden. Man kann also auch nicht auf Grund des Geschlechts generell auf Perönlichkeitsmerkmale oder Charaktereigenschaften schließen. Das machen Feministinnen ja recht gerne bei positiven Eigenschaften, wenn sie zum Beispiel erst die ach so große Empathie des eigenen Geschlechts betonen und im nächsten Schritt twittern, dass Männertränen ihr Gummibärensaft seien.

Generell bin ich Humanist und Vertreter von Gleichberechtigung, lehne aber die männerdiskriminierenden Gleichstellungsforderungen des Feminismus ab. Zudem denke ich, dass die Familie und in ihr die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter eine ganz andere Bewertung benötigt, nämlich eine massive Aufwertung. Heute werden Mütter und Hausfrauen ja insbesondere aus der feministischen Ecke angegriffen und so dargestellt als seien sie hirn- und willenlose Sklavinnen der Männerwelt. Bei einer Szene wie dem Feminismus, die zu einem großen Teil wohl eh von Diplom- und Berufslesben dominiert wird, erstaunt mich aber nicht wirklich, dass dort das sich gegenseitig ergänzende Zusammenwirken von Mann und Frau in der Beziehung und in der Familie ignoriert, ja geradezu angefeindet wird. Dafür läuft ja die feministische Propagandamühle für die sogenannten Regenbogen-Familien schon heiß. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Mit fällt schon seit längerer Zeit auf, dass das Toleranz-Prinzip „Leben und leben lassen“ offenbar von einigen Minderheiten – darunter FeministInnen – aufgekündigt wurde und einer offenen Feindseligkeit gegen die Mehrheit gewichen ist. Das sind bedenkliche Tendenzen und denen sollte die Mehrheit auch entschieden entgegentreten. Auch die Mehrheit und die sogenannten Normalos haben einen Anspruch auf Toleranz und darauf, nicht permanent angefeindet zu werden, bloß weil sie zufällig weiss, heterosexuell oder männlich sind oder das traditionelle Familienbild bevorzugen.

5. What about the Womenz? Ist für Frauen die Welt schon rosarot (haha, Wortspiel) oder gibt es aus deiner Sicht noch Dinge, die sich für Frauen verbessern sollten. Was für eine Rolle spielt da aus deiner Sicht der Maskulismus?

Sicher gibt es für Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. Allerdings sind die Probleme und deren Ursachen zu komplex als dass man das in ein paar Sätzen abhandeln könnte. Und unter dem Strich denke ich sowieso, dass sich die Lebensbedingungen aller Menschen in ihren Ländern verbessern sollten. Die Möglichkeiten dazu existieren bereits seit langem, die Renditen der Wirtschaft belegen das Jahr für Jahr – der DAX hat beispielsweise im vergangenen Jahr um 25% zugelegt. Wie groß war im gleichen Zeitraum das Wachstum bei den Einkommen der Arbeitnehmer, Rentner und Hartz IV-Empfänger, einmal vollkommen unabhängig vom Geschlecht?

Für mich ist der Feminismus – ebenso wie der Rassismus – ein Stellvertreter-Kampf für den eigentlich zu führenden Klassenkampf. Da dieser aber wesentlich komplexer und schwierger ist, bieten Rassismus und Feminismus einfache Ursachenbeschreibungen, verfügbare Sündenböcke und angebliche Lösungen an.

Die größten Unterschiede, Diskriminierungen und Probleme haben in den meisten Gesellschaften ihre Ursachen in der sozialen Struktur und lassen sich gerade nicht oder bestenfalls peripher am Geschlecht festmachen. So werden beispielsweise in diversen islamischen Gesellschaften die Jungen beschnitten, die Mädchen bekommen ein Kopftuch und werden als junge Frauen unter Umständen unterdrückt und zwangsverheiratet. Gleichzeitig unterliegen die Männer einem ziemlich rückständigen Männerbild, so dass sie als Homosexuelle aus der Familie verstoßen oder gesteinigt würden – ebenso wie Frauen, die ihrem Mann fremdgehen. Wie man sieht, ist das vom Feminismus beanspruchte Opferabo eher Teil eines einseitigen Zerrbildes als der Realität.

Der Maskulismus sollte also das schaffen, was in der Geschichte vor dem Feminismus schon immer der Fall war: dass Mann und Frau wieder vereint gegen die tatsächlichen Probleme kämpfen, also gegen (z.B. soziales) Unrecht statt vollkomen sinnlos gegeneinander. Das haben sie früher auch immer getan und zueinander gestanden. Erst der Feminismus hat diesen Keil zwischen die Geschlechter getrieben und im Geschlechterkampf die Saat von Gier, Hass und Verblendung verbreitet.

6. Was stört dich am Maskulismus? Welche Themen, Meinungen oder Maskulisten gehen dir auf die Nerven, bzw. mit wem möchtest du nicht in einen Topf geworfen werden?

Mich stört, dass der Maskulismus teils Rechten und Rechtsextremen nachgesagt wird, weil diese ein traditionelles Familienbild favorisieren, um dann im gleichen Atemzug alle Maskulisten als Rechtsextreme oder Neonazis zu verunglimpfen. Das ist ebenso widerlich wie stillos und wird vor allem von Feministinnen und deren pseudo-wissenschaftlichen Handlangern betrieben.

Ansonsten nervt mich bei bei den Maskulisten und insbesondere bei der MGTOW-Bewegung, dass teils eine offene Feindseligkeit pauschal gegen Frauen herrscht und vor allem Leute aus dem konservativen und teilweise auch mehr oder weniger rechtem Lager das Thema für ihre politische Agenda missbrauchen. Aber im linken Lager ist man ja für das Thema Männerrechte und echte Gleichberechtigung absolut unempfänglich und betet noch immer die platten Phrasen des Feminismus nach. Das ist bedauerlich, denn ich selbst stehe politisch auch links, kann mich aber mit Menschen, die meine politische Gesinnung teilen, nicht zum Thema Maskulismus austauschen. Spricht man nämlich das Thema Männerrechte oder Männerdiskriminierung bei den entsprechenden Parteien an, wird man angeschaut als sei man mindestens verrückt oder ein potentieller Amokläufer. Im linken Lager ist eine absolut unkritische feministische Agenda bis heute Standard und ein Eintreten für Männerrechte undenkbar. Ich halte dies für einen ebenso unsäglichen wie unbefriedigenden Zustand.

7. Welche Erfahrungen hast du allgemein gemacht, wenn du über das Thema Maskulismus diskutiert hast?

Man wird gerne wahlweise als Rechter / Rechtsextremer verleumdet oder wie ein Verrückter angeschaut. Viele Frauen sind für das Thema gar nicht zugänglich, da sie selbst noch immer die feministischen Wehklagen von den angeblich tagtäglichen Diskriminierungen und Belästigungen, gläsernen Decken und vergleichbaren Hirngespinsten verinnerlicht haben, die von den pseudo-wissenschaftlichen Gender Studies zwecks Erhalt des weiblichen Opferabos und Abgreifen weiterer Fördergelder wie am Fließband produziert werden.

Aber auch die Männer sind sich vielfach noch nicht bewußt, dass sie häufig benachteiligt oder menschenunwürdig behandelt werden – sei es bei der Lebenserwartung, der Krebsvorsorge oder bei den fehlenden Frauenquoten in den dreckigsten, gefährlichsten und tödlichsten Jobs der Welt. Nur mittels extremen Beispielen fangen die Männer dann mal an nachzudenken und erkennen langsam, dass ihr schlechtes Gefühl zu sich selbst und zu ihrer Männlichkeit häufig genau in dieser allgemeinen Verachtung der Männlichkeit in der heutigen Gesellschaft begründet liegt. Sie fühlen und erleben sich als Arbeitstier oder Soldat beliebig austauschbar, als Samenspender benutzbar und als Zahlvater ausbeutbar, als Vater und Familienmitglied verzichtbar. Das ist eine fatale Entwicklung, denn Männer mit einem solchen Gefühl von sich selbst können weder anderen Männern noch ihren Kindern Vorbild sein, ihnen Halt geben oder in Beziehungen verlässliche Partner sein. Der vom Feminismus in die Gesellschaft getragene Männerhass und die allgemeine Verachtung von Männlichkeit zersetzen exakt diese Gesellschaft geradezu. Wollen wir das wirklich länger zulassen?

Aber bis zu diesem Punkt kommt man in Diskussionen häufig gar nicht, da machen sich viele Frauen dann eher ähnlich lustig wie die vulgär-feminstische Twitteria mit ihrem „What about the menz?“ oder „Mimimi!“ Besonders traurig ist, wenn dann die Männer daneben sitzen, mit den Schultern zucken oder den Frauen zustimmen, weil sie in ihren Beziehungen eh nichts (mehr) zu sagen haben. Offenbar gehört Feminismus – auch in radikalen Ausprägungen – heute noch immer zum guten Ton, aber Maskulismus ist jenseits des Vorwurfs des Rechtsextremismus oder der Lächerlichkeit oft nicht existent.

8. Wenn du die Möglichkeit (Zeit, finanzielle Mittel, Reichweite, Unterstützung) hättest eine maskulistische Aktion zu organisieren, wie würde diese aussehen?

Ich würde eine bundesweite Kampagne mit griffigen Claims fahren, die einmal verdeutlicht, was Männer in Beziehungen, Familien und Gesellschaft alles so ganz selbstverständlich ohne Murren leisten. Die Feministinnen ranten ja bis heute herum, was z.B. die Arbeit im Haushalt alles an unbezahlter Arbeit der Frau – natürlich nur für den Mann und niemanden sonst – sei, blenden dabei aber völlig aus, dass die – oft von Männern erfundene – Technik dafür gesorgt hat, dass der Haushalt eben kein Vollzeit-Job mehr ist, sondern bestenfalls ein Mini- oder Midi-Job. Und natürlich würden die Frauen ja alle lieber in einem chaotischen Dreckstall leben anstatt in einer aufgeräumten und sauberen Wohnung, können es aber nicht wegen der Männer, die sie zum Kochen und Putzen versklaven, oder was?

Gut, mit Kindern mag das in Sachen Zeit und Aufwand anders aussehen, aber wenn man einmal vergleicht, was die Männer nach ihren 8-14 h-Arbeitstagen oftmals noch tun, dann ist das Gerante der Feministinnen absolut deplatziert, da auch die Männer unter einer enormen Mehrfachbelastung leiden.

Weitere Antworten auf das Blogstöckchen:

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11 Gedanken zu „Das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix

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  2. maennerstreik Autor

    Ach Robin, Du kennst mich nicht, unterstellst mir aber gleich, dass ich nicht könnte, was ich von anderen verlange? Ist das die göttergleiche, enorme Empathie der Feministinnen? Die fällt mir übrigens immer wieder in dieser dummdreisten Form auf 😀

    Auch wenn es irrelevant ist: Ja, ich kann kochen, putzen, nähen, Ordnung schaffen und halten und alles, was man so können muss, wenn man nicht wegen solch banaler Dinge von Frauen abhängig sein will. Das war meiner Mutter nämlich bei der Erziehung wichtig. Und ich muss sagen, ich hatte schon selbst Akademikerinnen mit einer Nase hoch zum Himmel als Partnerin, die zu faul waren den Müll aus ihrem eigenen Appartement rauszubringen und lieber Fruchfliegen züchteten. Und der Müllsack stank dann beim Rausziehen wie Jauche – lecker! Oder unter „Ordnung“ das Bilden von Papier- und Wäschebergen auf dem Boden verstanden, wo dann bald niemand mehr wußte, was Müll oder Dreckwäsche ist und was nicht.

    Ich glaube auch nicht, dass solche Frauen alle einen an der Waffel haben, sondern die meisten sind einfach nur stinkend faul und warten dann lieber ab, dass andere die Arbeit für sie machen. Oder meinen, dass sie – Zitat – „dafür nicht studiert haben“ und lassen das dann lieber den Mann nach einem 10-14 h-Tag machen. Geil, oder?

    1. Robin Urban

      Es war ne Frage. Chill mal.

      Es fällt halt schon auf, dass du es offensichtlich nur für Frauen essentiell findest, kochen und putzen zu können und dir nicht vorstellen kannst, dass auch eine Frau eine 8-14 Stunden Schicht haben kann (werden hier übrigens wieder 0,1% Arbeiter auf Bohrinseln mit 50% Bürohengsten mit 9to5-Job verglichen?), wonach sie keinen Bock mehr hat zu putzen. Ich finde, jeder sollte Ordnung halten können, und erst Recht sollte sich jeder selbst ernähren können, unabhängig vom Geschlecht. Wenn ich mir aber meine WG-Erfahrungen so ansehe, die darin bestehen, dass von insgesamt fünf ehemaligen und gegenwärtigen (männlichen) Mitbewohnern nur einer richtig kochen kann, dafür aber einer überhaupt nicht und drei extrem eingeschränkt, dann wüsste ich nicht, warum das ein frauenspezifisches Problem sein soll. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ein Mädchen von ihrer Verwandtschaft zu hören kriegt: „Musst du nicht können, als Mädchen.“ Bei Jungs sieht das leider schon ganz anders aus. Und das bei etwas so existentiellen…

      1. maennerstreik Autor

        Hallo Robin, ich chille ganz sicher nicht ,wenn Du laufend mit falschen Unterstellungen aufläufst und Dich nachhaltig dem verstehenden Lesen verweigerst wie ich es u.a. auch schon im pelzblog gesehen habe. Die Vorstellung, dass du mal nicht Recht haben könntest, muss ja für Dich total unerträglich sein. Armes Menschlein.

        Hättest Du verstehend gelesen, hättest Du vielleicht rezipieren können, dass ich für jeden und unabhängig vom Geschlecht eine gewisse Kompetenz im Haushalt für unabdingbar halte, worauf sich das Beispiel meiner eigenen Person bezog. Denn wer keine Ahnung hat, wie viel Arbeit etwa bedeutet, der benimmt sich auch nicht gerade besonders reinlich. Deine Anmerkung mit Büro und Bohrinsel ist billigste Polemik, denn wie viele Frauen arbeiten bitte auf den Bohrinseln und wie viele Männer? 9to5 gibt es übrigens auch im Büro häufig nur noch im öffentlichen Dienst, ansonsten sind entgeltfreie Mehrarbeit und Überstunden angesagt.

        Oh ja, WG-Erfahrung hat sicher jeder und in vielen WGs gibt es Dreckschweine, das ist oftmals so. Allerdings kann man auch das nicht am Geschlecht festmachen, ich habe beispielsweise in einer reinen Männer-WG eine wesentlich bessere Ordnung und Sauberkeit erlebt als in gemischten WGs.

        Leider bist Du offenbar auch schwer von Begriff, denn in einer Beziehung mit gemeinsamer Wohnung ist es nicht zwingend notwendig, dass der Mann kochen kann, wenn die Frau ganztags zu Hause sitzt oder nur in Teilzeit / als Aushilfe arbeitet, während der Mann in Vollzeit arbeitet und den größten Teil oder vollständig die Lebenshaltungskosten bestreitet. Junge Männer haben auch andere, meist einfachere Ansprüche ans Essen ubnd stopfen sich eher mal Junk Food rein. Ich habe es hingegen auch schon erlebt, dass ich Vollzeit geschuftet habe und abends noch kochen durfte, während Madame lediglich tagsüber ein paar Stunden für ihren Bulemie-Bachelor im Laberfach Geschichte an der Uni unterwegs war, die meiste Zeit mit Kaffeetrinken beschäftigt. Während ich kochte, spielte oder chattete Madame dann auf ihrem iPad herum – halt ein entspannter Feierabend, gell?

        Weißt Du, Robin, das ist es, was ich so zum Kotzen finde, diese parasitäre Rosinenpickerei: einerseits wollen die Frauen dann unbedingt mit einem zusammenwohnen und meinen damit selbstverständlich in der Regel, dass der Mann alles bezahlen soll, andererseits sind sie aber nicht bereit dazu ihren Beitrag für das Zusammenleben zu leisten und sei es eben nur einfache Arbeiten im Haushalt zu erledigen, wenn man schon nichts oder nur wenig von der Kostenlast trägt. Alles, was da über das Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers hinausgeht, ist dann natürlich schon Diskriminierung, Ausbeutung und Sexismus. Bitte, dann die Koffer packen, Türe auf, raus und Türe zu. Eine Partnerschaft ist auch immer ein Team, aber ein Team funktioniert eben nicht, wenn immer nur einer die Arbeiten und Lasten an der Backe hat, während der andere primär mit dem Hintern das Sofa wärmt.

        Also, lies bitte verstehend / mit Verstand und leiste dann inhaltlich relevante Beiträge, ich habe keine Lust Dir alle vorzukauen. Wie blöken Feministinnen sonst selbst immer so gerne: Derailing? Lass es einfach und wenn Du inhaltlich nichts Relevantes beizutragen hast, dann spar Dir einfach den Kommentar.

      2. Robin Urban

        Wow. Du bist ja ne Träne 😀

        Naja, mein Herz hängt nicht daran, mit Sexisten mit beschissenen Frauengeschmack reden zu müssen. Du Kerl, der von jedem eine gewisse Kompetenz im Haushalt verlangt, aber trotzdem findet, dass Männer nicht „zwingend“ kochen können müssen 😀

      3. maennerstreik Autor

        Hallo Robin, eine Träne bin ich sicherlich nicht, aber seit geraumer Zeit Realist, was die Märchen über die ach so tollen Eigenschaften der Frauen, z.B. in Sachen Empathie und Kommunikation, angeht. Die Empathie reicht da oft genug nur bis zur besten Freundin und zur Katze, die ach so tolle Kommunikation gerade mal bis zum Lästern und Intrigieren. Du kannst dir also Dein Geschwurbel sparen, mit dem Du unbedingt das letzte Wort und Recht behalten willst, auch wenn ein blinder mit Krückstock sieht, dass dem nicht so ist.

        Erstens behauptest Du, ich sei Sexist. Hast Du dafür Belege? Nein? Ohne Argumente sind Diskussionen irgendwie sehr dumm, das fällt mir seit Deinem ersten Kommentar hier auf. Und klar, wenn Frauen mit Männern Scheisse bauen, sind daran auch immer die Männer schuld und haben im Zweifelsfall einen „beschissenen Frauengeschmack“ – keine Gedanke daran, dass eine Frau mal unehrlich, hinterfotzig oder auch einfach ein Arschloch sein könnte. Kommt ja auch so selten vor, gell? Aber wehe, ein Mann guckt z.B. nur mal einer anderen Frau hinterher, dann ist er gleich das Sex- und Testosteron-Monster. Double Standards wohin man blickt bei Deinem selbstgerechten Geschwafel, aber der Balken in Deinem Auge fällt Dir nicht auf, weil Du dauernd bei anderen nach dem Splitter suchst.

        Und richtig, jeder sollte Kompetenz im Haushalt in Sachen Ordnung und Sauberkeit haben. Das halte ich aus Respekt gegenüber möglichen Mitbewohnern und Gästen für angemessen. Und kochen kann jeder, was er mag und will. Kann er oder sie es nicht, ist es eben persönliches Pech, wenn man sich mit ekligem Fertigfraß vollstopft. Aber ich erzähle Dir jetzt mal etwas ganz Neues: Man kann Kochen, Putzen und viele andere Dinge mit einer gewissen Lernbereitschaft und einem Minimum an Verstand jederzeit lernen, unabhängig vom Geschlecht. Es sei denn natürlich, man hält Hausarbeit für eine böswillige Sklaverei des Patriarchats oder vertritt ähnlich blödsinnnige Ansichten zu dem Thema.

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  6. HumanMind (@HumanSens)

    Kochen können gehört m.E. heute zu den Fähigkeiten, die jeder Mensch haben sollte. Männer haben da ja sogar eine Menge positiver Vorbilder, nicht nur die Männerbastion „Sternekoch“, sondern viele junge Typen, die überaus kreativ und cool im TV tolle Gerichte zelebrieren.

    Überhaupt sollten Mann und Frau in der Lage sein, allein und selbständig zu leben, mit allem was dazu gehört: Erwerbsarbeit, Behördenkram, Haushalt etc. – erst dann kann man „auf gleicher Augenhöhe“ verhandeln, wie ein Zusammenleben positiv zu gestalten ist.

    Solange der/die eine den/die Andere irgendwie „retten“ muss und sich daraus entsprechende Ansprüche entwickeln, wird daraus nie ein gelingendes Zusammenleben, jedenfalls nicht nachhaltig!

    Beide müssen zu ungerechten Zumutungen NEIN SAGEN können – und das können sie nur, wenn sie ebenso gut alleine leben können. Woraus sich die Frage ergibt, warum es eigentlich so erstrebenswert ist, gleich zusammen zu ziehen, bloß weil man verliebt ist? M.E. sind erst gemeinsame Kinder ein echter Grund. Der Erotik tut allzu viel ständige Nähe eh nicht gut.

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