Männertränen

Über das neue interessante Blog Wortschrank bin ich auf das Thema Male Tears aka Männertränen aufmerksam gemacht worden. Wir erinnern uns alle an die über Jahrzehnte an uns Männer herangetragenen Forderungen der Frauen, wir Männer sollten doch häufiger Gefühle zeigen, auch mal öffentlich weinen und wie der ganze Sermon damals noch ging. Dem Mann wurde geradezu die komplette Abwesenheit eines Gefühlslebens unterstellt, bloß weil er nicht bei jeder noch so schlechten Schnulze oder – was viele Frauen heute optimal beherrschen – ganz ohne Grund zu Manipulationszwecken wie ein Schlosshund heulte. Dass ein heulender Mann zudem niemanden manipulieren kann, da er keine Beschützerinstinkte weckt, steht auf einem anderen Blatt.

Heute ist es für die meisten Männer kein Problem, sich auch mal ein paar oder ein paar mehr Tränen durchs Knopfloch zu drücken, allerdings muss es dann einen echten, tatsächlich schmerzenden Grund dafür geben und nicht bloß, dass bei Zalando irgendein soooo toller Stöckelschuh für das kommende Party-Wochenende nicht in der eigenen Größe verfügbar ist. Letztlich könnte man sagen, dass die heutigen Männer die obigen Forderungen, mehr Gefühle zu zeigen durchaus erfüllen. Und was passiert dann? Genau, dann kommen männerhassende oder zumindest männerverachtende Feministinnen aus ihren Löchern gekrochen. Wenn dann pars pro toto die unter dem Nick Faserpiratin twitternde Piratin Jasna Strick Sprüche wie

Männertränen sind mein Gummibärensaft.

absondert, möchte man ungläubig mit dem Kopf schütteln. Die Männer sollten also mehr Gefühle zeigen und öffentlich weinen, damit sie von feministischen Hasspredigerinnen öffentlich lächerlich gemacht werden können, die offenbar meinen, Männertränen würden ihnen selbst besondere Kräfte oder schon nur ein besonders Wohlfühlerlebnis bescheren? Wie krank ist es eigentlich, sich – unabhängig vom Geschlecht – am Leid anderer Menschen zu ergötzen? Man stelle sich das Gezeter und Geschrei im umgekehrten Fall vor, wenn ein Mann eine Frau als Heulsuse bezeichnen würde. Dann wären in dem obligatorischen Shitstorm aus der feministischen Ecke gleich wieder alle Männer die gefühllosen und kalten Monster von vorgestern, Arschlöcher ja sowieso. Diese Konnotation haben wir in den Augen solcher Feministinnen sowieso nie verloren.

Wer den Kontext nicht verstehen sollte: Gummibärensaft ist ein Zaubertrank in der Zeichentrick-Serie „Disneys Gummibärenbande“, der die in einer Märchenwelt lebenden Gummibären besonders gut auf ihren Hinterteilen durch die Gegend springen läßt, damit sie zum Beispiel Verfolgern entkommen oder Gefangene befreien konnten. Nun weiß man ja, dass sich manche Berliner Szene-Feministinnen in ihrem Wahn immer und überall verfolgt oder gefangen sehen. Verfolgt von Männern, die ihnen beispielsweise angeblich täglich in den Schritt fassen oder sie beinahe täglich vergewaltigen wollen, wenn man deren Erzählungen glauben mag. Gefangen, weil außerhalb der Wohnung überall penistragende Männer auf sie lauern wie blutrünstige Werwölfe bei Vollmond auf Frischfleisch. Ich habe hier bewußt den Vergleich mit Fantasiewesen gezogen, denn normalerweise würde man solche Wahnwelten schlicht als behandlungsbedürftig bezeichen. Bei den Berliner Szene-Feministinnen gehören die offenbar täglich gegenseitig erzählten oder getwitterten Belästigungs- oder Vergewaltigungsstories aber zum guten Ton. Komisch nur, dass sich solche Vorfälle dann ausgerechnet überproportional häufig in Berlin und dort bei diesen Feministinnen ereignen, während das Gros der Frauen offenbar nur selten oder gar nie betroffen ist.

Auch in meinem Bekanntenkreis, der sich über fast ganz Deutschland und Teile Österreichs und der Schweiz erstreckt, gibt es kaum Frauen, die von vergleichbaren Erlebnissen berichten können. Darunter auch solche in der Gastronomie, wo die Zahl der möglichen Vorfälle ja wegen der vielen Gäste und der nächtlichen Arbeitszeiten besonders hoch sein müßte. Sprüche  im Karneval oder auf dem Oktoberfest mal einen Klaps auf den Hintern, klar. Aber so eindeutig und intim tiefergehende Erlebnisse wie bei den Szene-Feministinnen eben nicht. Und ich behaupte mal, dass die Frauen aus meinem Bekanntenkreis zum größeren Teil von Männern als wesentlich attraktiver befunden werden dürften als beispielsweise das #aufschrei-Kommitee beim Grimme-Preis. Oder sehen zufällig alle anderen Berliner Feministinnen mindestens wie Playmates aus, so dass sie laufend die erotischen Begierden der Männer wecken? Ich glaube nicht.

Männer sind aber keine Hunde. Sie laufen nicht jedem „Stück Fleisch“ hinterher, es muss ihnen auch noch gefallen, bevor sie überhaupt den Kopf erheben und schauen, geschweige denn Interesse bekommen und aufstehen. Und selbst dann vergewaltigt ein Mann noch lange nicht, er spricht an, flirtet und so weiter. Männer funktionieren nicht so wie die testosterongesteuerten Automaten, wie sie dieser Schlag Feministinnen gerne hätte, um sich generell als Opfer fühlen zu können, bloß weil sie Brüste haben, aber selbst auf der Ü30-Party nach Mitternacht noch nicht beachtet oder gar angesprochen würden.

Es wäre meines Erachtens einmal dringend an der Zeit, die vielen Stories und falschen Tränen der Berliner Szene-Feministinnen zu hinterfragen. Mir ist klar, dass das vermutlich entweder in einem weiteren Shitstorm oder neuen falschen Tränen dieser Feministinnen münden würde. Aber wie lange wollen wir uns noch die ganzen Horror-Stories auftischen und den Graben zwischen den Geschlechtern vertiefen lassen? Ein Anfang könnte bereits darin bestehen, keine dieser Stories mehr zu glauben, die nicht zumindest zur Anzeige gebracht werden. Ich frage mich eh, wie weltfremd man sein muss, in einer angeblich bedrohlichen Situation lieber zu twittern als einfach die Polizei anzurufen und solange Menschen in  der Umgebung anzusprechen, die sich solidarisieren. Da würde wohl selbst der Weiße Ring eine Merkbefreiung aussprechen. Es ist nämlich eine Sache, Opfer zu werden. Eine andere Sache ist es, Opfer zu bleiben. Und eine ganz andere, besonders schäbige Sache ist es, sich ohne tatsächlichen Vorfall laufend in einer erfundenen Opferrolle zu suhlen. Damit nimmt man nämlich auch tatsächlichen Opfern die Glaubwürdigkeit. Aber wie man ja am Beispiel der Male Tears sieht, interessieren sich solche Feministinnen sowieso nicht für andere Menschen und schon gar nicht für das Leid anderer Menschen – es sei denn, es sind Mitstreiterinnen aus der eigenen Filterbubble. Es wird Zeit zu erkennen, dass schon lange nicht mehr die Männer die Monster sind, sondern eben solche Feministinnen, die ihre Verachtung und ihren Hass auf Männer – aus welchen Gründen auch immer – unwidersprochen offen zur Schau tragen. Und in mancherlei Hinsicht gebärden sie sich schamloser, erbärmlicher und grausamer als es der durchschnittliche Mann je könnte. Der Anteil von Jasna Strick am #om13gate sei an dieser Stelle nur exemplarisch erwähnt.

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4 Gedanken zu „Männertränen

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