Archiv für den Monat November 2013

Wie sexistisch ist Alice Schwarzer?

Hinweis: Es ist nicht eindeutig belegt, dass das betreffende Facebook-Profil tatsächlich von Alice Schwarzer ist, da auf Websites von Schwarzer meistens auf die Seite vom Emma-Magazin verwiesen wird.

Eigentlich wollte ich Alice Schwarzer heute bei Facebook fragen, wie sie es persönlich mit Artikel 12 des Grundgesetzes hält, welcher die Freiheit der Berufswahl festschreibt, und wie sich dieser mit Alice Schwarzers merkwürdigem Kampf gegen die Prostitution unter einen Hut bekommen läßt. Leider müßte ich mich dazu erst mit Alice Schwarzer befreunden und das war mir die Sache nicht wert. Gleichzeitig stieß ich auf ein Bild, dessen sexistische Intention bereits ganz offensichtlich ist und es noch mehr würde, wenn man die Rollen der Geschlechter bei dem Motiv umdrehen würde. Aber seht selbst:

Wie sexistisch ist Alice Schwarzer?Eine Frau mit High Heels, die zwei nackte Männer spazieren führt. Natürlich keine durchschnittlichen nackten Männer, sondern nach sexistischem Duktus durchtrainierte und muskelbepackte, damit Frau  – Lookism! Fat-Shaming! – etwas zu gucken hat. Die Köpfe sieht man nur ansatzweise, die Gesichter gar nicht, denn die sind bei dem Bild, welches Alice Schwarzer in ihrem Profil gar als Titelbild eingestellt hat, nicht von Interesse. Da reicht es, wenn Frau die nackten Hinterteile und Oberkörper sieht, Stichwort Objektifizierung. Frauen, die Männer wie Hunde an der Leine halten und Tiere gelten in Deutschland bekanntlich per Gesetz als Sache.  Das soll die feministische Vorkämpferin unseres Landes sein? Und wo bleiben die verdienten Kübel Kritik an diesem Bild?

Mann stelle sich einmal vor, welchen #aufschrei samt Shitstorms, Blog-Gezeter und Talkshows mit Feministinnen es gäbe, wenn ein halbwegs prominenter Mann ein vergleichbares Bild mit umgekehrter Rollenverteilung in seinem Profil verwenden würde, vielleicht gar noch ein Männer- oder Väterrechtler. Hätte beispielsweise Arne Hoffmann, der ja auch einige Bücher über SM geschrieben hat, ein Bild von zwei Frauen an den Leinen eines Mannes in seinem Profil, wäre das Geplärre aus der feministischen Ecke riesig. Auch die lila Pudelchen von Böll & Co. kämen aus ihren Löchern gekrochen und mit dem Nachkläffen der Phrasen ihrer Wortführerinnen nicht mehr nach. Bei Alice Schwarzer äußert sich hingegen lediglich eine Nutzerin verhalten kritisch über das Bild. Nennt man das in feministischem Neusprech nicht Double Standards?

Ein anderer Punkt, der mir immer wieder sauer aufstösst ist der, dass mit Alice Schwarzer ausgerechnet eine lesbische Feministin unserer Gesellschaft diktieren will, wie sie mit heterosexueller Prostitution und heterosexuellen Beziehungen zwischen Mann und Frau umzugehen hat. Damit ist Schwarzer aber nicht die einzige, da gibt es – insbesondere in Berlin – noch einen Haufen ähnlicher Figuren im feministischen Lager.  Was würden diese wohl sagen und wie sehr würden sie sich empören, wenn ausgerechnet heterosexuelle Männer ihnen diktieren wollten, wie sie ihr Sexual- und Beziehungsleben zu gestalten haben? Wie war das noch gleich mit der Toleranz und dem Grundsatz „Leben und leben lassen“? Gilt der nur von der Mehrheit den Minderheiten gegenüber? Haben die Minderheiten gegenüber der Mehrheit keine Toleranz an den Tag zu legen?

Wir Männer sind es ja bereits seit Jahren nicht anders gewöhnt, dass aus der feministischen Ecke vorrangig nur noch geheuchelte Empörung, instrumentalisierte Skandalisierung, hysterisches Gezeter und Gezicke kommen, kombiniert mit Forderungen nach noch mehr Sonder- und Schutzrechten für Frauen. Allerdings sind die Frauen ja gar keine Minderheit, sondern schlicht die Hälfte der Gesellschaft mit gleichen Rechten, aber weniger Pflichten als Männer. Wenn sich die ganzen Minderheiten nun noch das schlechte Benehmen und das schmarotzerhafte einseitige Fordern bei den Feministinnen abschauen, dann gute Nacht. Und diese ganzen lesbischen Feministinnen gehören einmal endlich in ihre Schranken verwiesen, bevor sie weiteren Schaden für die heterosexuellen Beziehungen und traditionellen Familien anrichten können. Denn da ist in meinen Augen schon heute mehr reparaturbedürftig als überhaupt noch zerstörbar. Es ist an der Zeit, Widerstand zu zeigen und eindeutig Position gegen die feministische Hass-Ideologie zu beziehen – für Männer und Frauen, denen ihre Beziehungen und Familien wichtig sind.

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Zitat des Tages

Die Stadt leistet sich auch eine mit einem Millionenbudget ausgestattete fragwürdige Hochschuldisziplin namens „Gender-Studies“ an allen drei Berliner Universitäten (sogar an den Ingenieurwissenschaften der TU), in denen lebenszeitverbeamtete Professorinnen in der kaminwarmen Gemütlichkeit ihrer aus Steuermitteln finanzierten C-Besoldung gemeinsam mit einem aufgeblasenen Hofstaat ihr eigenes Weltbild erforschen, das an der Lebenswirklichkeit aller Frauen und Männer außerhalb von Berliner Twitterblasen komplett vorbeigeht. Zeitgleich kürzt man seit Jahren die Zuwendungen für Obdachloseninitiativen, so dass Einrichtungen geschlossen werden müssen, weil es an einem Bruchteil dieser Summen fehlt. Muss das sein? Wem nützt das? Darf man diese Fragen überhaupt stellen ohne mit dem Knüppel der Frauenfeindlichkeit erschlagen zu werden?

Kiezneurotiker

Männertränen

Über das neue interessante Blog Wortschrank bin ich auf das Thema Male Tears aka Männertränen aufmerksam gemacht worden. Wir erinnern uns alle an die über Jahrzehnte an uns Männer herangetragenen Forderungen der Frauen, wir Männer sollten doch häufiger Gefühle zeigen, auch mal öffentlich weinen und wie der ganze Sermon damals noch ging. Dem Mann wurde geradezu die komplette Abwesenheit eines Gefühlslebens unterstellt, bloß weil er nicht bei jeder noch so schlechten Schnulze oder – was viele Frauen heute optimal beherrschen – ganz ohne Grund zu Manipulationszwecken wie ein Schlosshund heulte. Dass ein heulender Mann zudem niemanden manipulieren kann, da er keine Beschützerinstinkte weckt, steht auf einem anderen Blatt.

Heute ist es für die meisten Männer kein Problem, sich auch mal ein paar oder ein paar mehr Tränen durchs Knopfloch zu drücken, allerdings muss es dann einen echten, tatsächlich schmerzenden Grund dafür geben und nicht bloß, dass bei Zalando irgendein soooo toller Stöckelschuh für das kommende Party-Wochenende nicht in der eigenen Größe verfügbar ist. Letztlich könnte man sagen, dass die heutigen Männer die obigen Forderungen, mehr Gefühle zu zeigen durchaus erfüllen. Und was passiert dann? Genau, dann kommen männerhassende oder zumindest männerverachtende Feministinnen aus ihren Löchern gekrochen. Wenn dann pars pro toto die unter dem Nick Faserpiratin twitternde Piratin Jasna Strick Sprüche wie

Männertränen sind mein Gummibärensaft.

absondert, möchte man ungläubig mit dem Kopf schütteln. Die Männer sollten also mehr Gefühle zeigen und öffentlich weinen, damit sie von feministischen Hasspredigerinnen öffentlich lächerlich gemacht werden können, die offenbar meinen, Männertränen würden ihnen selbst besondere Kräfte oder schon nur ein besonders Wohlfühlerlebnis bescheren? Wie krank ist es eigentlich, sich – unabhängig vom Geschlecht – am Leid anderer Menschen zu ergötzen? Man stelle sich das Gezeter und Geschrei im umgekehrten Fall vor, wenn ein Mann eine Frau als Heulsuse bezeichnen würde. Dann wären in dem obligatorischen Shitstorm aus der feministischen Ecke gleich wieder alle Männer die gefühllosen und kalten Monster von vorgestern, Arschlöcher ja sowieso. Diese Konnotation haben wir in den Augen solcher Feministinnen sowieso nie verloren.

Wer den Kontext nicht verstehen sollte: Gummibärensaft ist ein Zaubertrank in der Zeichentrick-Serie „Disneys Gummibärenbande“, der die in einer Märchenwelt lebenden Gummibären besonders gut auf ihren Hinterteilen durch die Gegend springen läßt, damit sie zum Beispiel Verfolgern entkommen oder Gefangene befreien konnten. Nun weiß man ja, dass sich manche Berliner Szene-Feministinnen in ihrem Wahn immer und überall verfolgt oder gefangen sehen. Verfolgt von Männern, die ihnen beispielsweise angeblich täglich in den Schritt fassen oder sie beinahe täglich vergewaltigen wollen, wenn man deren Erzählungen glauben mag. Gefangen, weil außerhalb der Wohnung überall penistragende Männer auf sie lauern wie blutrünstige Werwölfe bei Vollmond auf Frischfleisch. Ich habe hier bewußt den Vergleich mit Fantasiewesen gezogen, denn normalerweise würde man solche Wahnwelten schlicht als behandlungsbedürftig bezeichen. Bei den Berliner Szene-Feministinnen gehören die offenbar täglich gegenseitig erzählten oder getwitterten Belästigungs- oder Vergewaltigungsstories aber zum guten Ton. Komisch nur, dass sich solche Vorfälle dann ausgerechnet überproportional häufig in Berlin und dort bei diesen Feministinnen ereignen, während das Gros der Frauen offenbar nur selten oder gar nie betroffen ist.

Auch in meinem Bekanntenkreis, der sich über fast ganz Deutschland und Teile Österreichs und der Schweiz erstreckt, gibt es kaum Frauen, die von vergleichbaren Erlebnissen berichten können. Darunter auch solche in der Gastronomie, wo die Zahl der möglichen Vorfälle ja wegen der vielen Gäste und der nächtlichen Arbeitszeiten besonders hoch sein müßte. Sprüche  im Karneval oder auf dem Oktoberfest mal einen Klaps auf den Hintern, klar. Aber so eindeutig und intim tiefergehende Erlebnisse wie bei den Szene-Feministinnen eben nicht. Und ich behaupte mal, dass die Frauen aus meinem Bekanntenkreis zum größeren Teil von Männern als wesentlich attraktiver befunden werden dürften als beispielsweise das #aufschrei-Kommitee beim Grimme-Preis. Oder sehen zufällig alle anderen Berliner Feministinnen mindestens wie Playmates aus, so dass sie laufend die erotischen Begierden der Männer wecken? Ich glaube nicht.

Männer sind aber keine Hunde. Sie laufen nicht jedem „Stück Fleisch“ hinterher, es muss ihnen auch noch gefallen, bevor sie überhaupt den Kopf erheben und schauen, geschweige denn Interesse bekommen und aufstehen. Und selbst dann vergewaltigt ein Mann noch lange nicht, er spricht an, flirtet und so weiter. Männer funktionieren nicht so wie die testosterongesteuerten Automaten, wie sie dieser Schlag Feministinnen gerne hätte, um sich generell als Opfer fühlen zu können, bloß weil sie Brüste haben, aber selbst auf der Ü30-Party nach Mitternacht noch nicht beachtet oder gar angesprochen würden.

Es wäre meines Erachtens einmal dringend an der Zeit, die vielen Stories und falschen Tränen der Berliner Szene-Feministinnen zu hinterfragen. Mir ist klar, dass das vermutlich entweder in einem weiteren Shitstorm oder neuen falschen Tränen dieser Feministinnen münden würde. Aber wie lange wollen wir uns noch die ganzen Horror-Stories auftischen und den Graben zwischen den Geschlechtern vertiefen lassen? Ein Anfang könnte bereits darin bestehen, keine dieser Stories mehr zu glauben, die nicht zumindest zur Anzeige gebracht werden. Ich frage mich eh, wie weltfremd man sein muss, in einer angeblich bedrohlichen Situation lieber zu twittern als einfach die Polizei anzurufen und solange Menschen in  der Umgebung anzusprechen, die sich solidarisieren. Da würde wohl selbst der Weiße Ring eine Merkbefreiung aussprechen. Es ist nämlich eine Sache, Opfer zu werden. Eine andere Sache ist es, Opfer zu bleiben. Und eine ganz andere, besonders schäbige Sache ist es, sich ohne tatsächlichen Vorfall laufend in einer erfundenen Opferrolle zu suhlen. Damit nimmt man nämlich auch tatsächlichen Opfern die Glaubwürdigkeit. Aber wie man ja am Beispiel der Male Tears sieht, interessieren sich solche Feministinnen sowieso nicht für andere Menschen und schon gar nicht für das Leid anderer Menschen – es sei denn, es sind Mitstreiterinnen aus der eigenen Filterbubble. Es wird Zeit zu erkennen, dass schon lange nicht mehr die Männer die Monster sind, sondern eben solche Feministinnen, die ihre Verachtung und ihren Hass auf Männer – aus welchen Gründen auch immer – unwidersprochen offen zur Schau tragen. Und in mancherlei Hinsicht gebärden sie sich schamloser, erbärmlicher und grausamer als es der durchschnittliche Mann je könnte. Der Anteil von Jasna Strick am #om13gate sei an dieser Stelle nur exemplarisch erwähnt.

Antwort auf den offenen Brief von Thomas Fügner

Thomas Fügner von der Männerschmiede richtete vor einiger Zeit einen offenen Brief zum Thema Männerstreik an Arne Hoffmann und mich. Ich komme erst jetzt zu einer Antwort, da ich mich zu diesem Zeitpunkt in den letzten Zügen einer Beziehung befand. Erst wenige Wochen zuvor hatte ich erkennen müssen, dass meine Ex-Partnerin offensichtlich am Borderline-Syndrom leidet, zwar wohl schon länger ohne SVV , aber mit den sonstigen für Familienangehörige und Partner üblichen Belastungen. Vorangegangen war zu diesem Zeitpunkt schon die von mir betriebene Kündigung der gemeinsamen Wohnung, gefolgt von der Suche nach einer neuen Bleibe, Umzug und Renovierung der ehemaligen Wohnung. Das Ganze unter einem seit März diagnostozierten neuen Schub meines Morbus Crohn, der u.a. mit Kortison behandelt wird und auf Grund der vielfältigen Belastungen aus diesen notwendigen Veränderungen bis heute andauert.

Am Borderline-Syndrom leiden übrigens – man spricht von ca. 70% oder auch mehr – größtenteils Frauen. Ich will nicht wissen, wie viele Männer sich zu gerade diesem Zeitpunkt ebenfalls in einer Beziehung zu einer untherapierten Borderlinerin befinden und in dieser Beziehung körperlich, seelisch, emotional und wirtschaftlich mehr oder weniger großen Schaden nehmen. Ich kann nur jedem Mann empfehlen, der Merkmale des Borderline-Syndroms an seiner Partnerin und in seiner Beziehung erkennt, die Partnerin zum Therapeuten zu schicken und bei nachhaltiger Verweigerung unverzüglich das Weite zu suchen – lieber eine Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

Kommen wir nun zu dem offenen Brief:

Danke für Euer Engagement für die Sache der Männer! Das vorneweg. Und ohne Wenn und Aber. Sondern mit einem UND:

UND Wenn ihr ABER streikt- was soll das bringen?!

Ich bin mir sicher, dass diese Frage auch damals zu Beginn der Frauenbewegung gestellt wurde. Was sie gebracht hat, sehen wir heute: Obwohl Frauen schon seit vielen Jahren überprivilegiert sind und im Vergleich zu Männern zahlreiche Vorteile geniessen, ohne die gleichen Verpflichtungen und Belastungen wie Männer hinnehmen zu müssen, wird noch immer die angeblich andauernde Diskriminierung der Frauen beklagt, um weitere Privilegien durchzuboxen. Medien und Politik stehen hier gerne als Steigbügelhalter zur Verfügung, Kritik gibt es nur selten. Der Männerstreik soll zuerst eines bringen: dass Männer über sich und ihre Position in Gesellschaft und Familie nachdenken, Fragen stellen und sich darüber bewußt werden, dass fast alles, was die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten vorangebracht, technischen Fortschritt und Zivilisation ermöglicht hat, von Männern geschaffen wurde. Natürlich gab es dabei auch unerwünsche Nebenerscheinungen, aber wer den Komfort und die längere Lebenserwartung des modernen Lebens haben will, der kommt eben nicht umhin, auch diese Nebenerscheinungen hinnehmen zu müssen. Und seien wir ehrlich: das Streben nach Komfort und Luxus ist seit Urzeiten ein vorrangig weibliches Streben. Das nur als eines von vielen Beispielen.

Streik- das klingt nach früher Arbeiterbewegung, (klar, Arne, bekennend links ist das anschlußfähig, das gefällt, hmm?) das klingt dem Aufstand der Machtlosen, das klingt nach “Rechte einklagen” viel RECHT haben, viel Klagen, viel Be-SCHWERden, das klingt nach Resignation und innerer Kündigung. Eine Sieger- Option beinhaltet diese Haltung nicht.

Schade.

Da irrst du, Thomas.  Der Streik war lange Zeit ein durchaus gewichtiges Instrument im Arbeitskampf, allerdings in Deutschland wegen des fehlenden Grundrechts auf politischen Streik / Generalstreik seit jeher schwächer ausgeprägt als bei unseren europäischen Nachbarn. Auch die Französische Revolution speiste sich aus langwierigem Verdruß über die herrschenden Verhältnisse und begann als Demonstration oder Streik. Die Schwäche des Instruments Streik im Deutschland von heute ist vor allem dem typisch deutschen Untertanengeist zuzurechnen, Gerhard Schröders neoliberale Agenda 2010 verstärkte diesen mittels weiterer Entrechtung der durchschnittlichen Arbeitnehmer noch weiter. Dass die Frauen vermehrt als zusätzlich verfügbare Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt drängen, hat auch nicht gerade zur Stärkung der Position der Arbeitnehmer bei Tarifverhandlungen beigetragen. Einen Streik mit Resignation und innerer Kündigung gleichzusetzen, wird jedenfalls der Sache nicht gerecht, denn ein Streikender sagt ja gerade, dass er das Spiel unter diesen Umständen nicht mehr mitmacht und er ist bereit für seine Positionen und Forderungen zu kämpfen.

Aber Ihr klingt vor allem kindisch- trotzig: “Da spiele ich nicht mehr mit!!” Wie aber wollt Ihr das Spiel lernen, beherrschen, gewinnen vielleicht, wenn Ihr Euch dem entzieht?!

Es geht nicht darum, das miese Spiel, das mit den Männern seit jeher gespielt wird, zu lernen, zu beherrschen oder zu gewinnen. Vielmehr geht es darum, das Spiel und dessen Regeln zu verändern. Genauso haben es die Feministinnen auch gemacht. Dazu ist es aber notwendig, dass man sich dem aktuellen Spiel verweigert oder es nur noch halbherzig unter Protest mitspielt, damit die anderen männlichen Mitspieler erfahren, dass sie mit ihrem Unbehagen und ihrer unbewußten Ablehnung vieler männerfeindlicher Spielchen und Regeln nicht alleine sind. Und auch die Frauen sollen ruhig erfahren, dass unser Einsatz und die Privilegien, die wir ihnen alleine auf Grund ihres Geschlechts gewähren, nicht selbstverständlich sind und der Bogen mittlerweile maßlos überspannt wurde.

Wie soll das auch konkret aussehen- zum Vögeln nur noch in den Puff, Männerkuscheln am Lagerfeuer, Demos…?

Ich bin durchaus auch ein Freund von Polemik und Sarkasmus, halte sie aber in diesem Kontext für unangebracht. Die Männer müssen sich zuerst bewußt werden, dass sie noch immer im urzeitlichen Rollenklischee als austauschbares Arbeitstier und rechtloser Zahlesel, Ernährer und Beschützer gefangen sind, während die Frauen mittels Feminismus zahlreiche andere Möglichkeiten der Lebensgestaltung für sich erobern konnten.

Um gleich die Provokation zu entschärfen: David Schnarch (Psychologie der sexuellen Leidenschaft) hat ziemlich ausführlich gezeigt, dass die persönliche Entwicklung in erster Linie IN, nicht ohne die Beziehung funktioniert

In Beziehung zu wem oder was? Der Mensch lernt und wächst durch Interaktion mit seiner Umwelt, es ist aber keinesfalls so, dass als Beziehung nur die Beziehung zur Mutter oder zu anderen Frauen relevant ist. Gerade für Männer ist neben dem Vater auch der Freundeskreis extrem wichtig, bei vielen auch noch die Fußballmannschaft oder Kontakte aus dem Fitness-Studio. Persönliche Entwicklung ist nicht abhängig von einer amourösen Beziehung, im Gegenteil. Wer sich persönlich weiterentwicklen will, dem wird häufig empfohlen – zumindest temporär – in die Stille und Einsamkeit zu gehen. Kontemplation funktioniert einfach nicht, wenn um einen herum dauernd geplappert und gezerrt wird. Für mich selbst kann ich auch nur sagen, dass ich die größten persönlichen Fortschritte in Zeiten des Alleinseins und der Stille gemacht habe, nicht in Diskussionen und Gezerre innerhalb von Beziehungen. Und ganz ehrlich, lieber Thomas, willst Du Mönchen – vor allem in Klöstern mit asiatischer Philosophie – vorwerfen, sie würden sich persönlich nicht weiterentwickeln?

Auch das persönliche Glück ist doch viel weniger in der Entsagung zu finden, als in der Hingabe!!

Das ist Ansichtssache. Wenn Hingabe bedeutet, dass man sich hingibt, seine Zeit, Kraft, Nerven und sein Einkommen kampflos Dritten überläßt, die selbst nur nehmen und selten geben, dann ist das in meinen Augen eher Dummheit als Glück. In einer Beziehung muss die Hingabe – in jeglicher Hinsicht – auf Gegenseitigkeit beruhen, zu starkes Ungleichgewicht und Einseitigkeit sind aber das, was einen Mann in Beziehungen mit den heutigen Frauen vielfach erwartet. Denn diese schöpfen heute einerseits die Möglichkeiten aus, welche Emanzipation und Feminismus ihnen erkämpft haben, andererseits nehmen sie aber weiterhin alle Privilegien und Möglichkeiten wahr, die mit dem klassischen Rollenbild verknüpft sind. Wer kennt beispielsweise nicht jenen Schlag Frau, der am Wochenende trotz leerem Konto weiter ausgehen möchte und dazu einfach das Dekolletee vergrößert, während sich die Rocklänge / Stoffmenge am Leib verkleinert?

Die Maennerschmie.de ist da konstruktiver: REIN in die Beziehung- UND WENN´s auch (zeitweilig) ein Kampf ist, das ist das Leben, das IHR gewählt habt, auszuleben, anzunehmen, also NEHMT es WAHR! Nehmt die Frau an Eurer Seite wahr, oder die, die Euch im Zug gegenüber sitzt, sondern als Frau, nicht als Feindin, die lieben und geliebt werden will!

Wie viele Männer wohl schon wie oft genau so verfahren sind, gekämpft und am Ende dennoch verloren haben? Viele Frauen sind aber Meisterinnen der Maskerade und des Verstellens, nicht erst vor dem Schminkspiegel. Außerdem gibt es heute genügend Frauen, die eher Karriere machen als eine Beziehung führen und geliebt werden wollen, ja gar selbst gar nicht mehr in der Lage sind zu lieben und eine Beziehung zu führen. Bei diesen Exemplaren ersetzen Job und eigenes Einkommen den Mann, die Bestellung bei Zalando oder der Shopping-Trip nach London den Sex und Orgasmus. Wenn der Feminismus bei einem erfolgreich war, dann beim Einimpfen von Männerhass und Männerfeindlichkeit in die Gesellschaft und insbesondere in die Köpfe und Herzen vieler heutiger Frauen.

Habt MUT, Euch dem Leben zu stellen, Eure Kinder zu sehen, Freunde, kocht für sie, seit kraftvoll, positiv

Auch Männer, die gegen die herrschenden Verhältnisse in Gesellschaft, Beziehung und Familie streiken, stellen sich dem Leben. Nicht nur das, sie stellen sich auch dem Leben von Männern der kommenden Generationen, wenn sie jetzt für Veränderungen eintreten, von denen auch Männer zukünftiger Generationen profitieren. Jenseits des Kinder-Themas sind das alles Dinge, für die man weder eine Frau noch eine amouröse Beziehung zu einer Frau braucht. Ein guter Freundeskreis – unabhängig vom Geschlecht der Freunde – reicht da vollkommen aus.

Lasst die (geistigen), Phantome, Männer- hassende Femen, Emanzen, Lesben, lasst sie in Eurem Leben sterben, lasst sie einsam und in Kälte der Nicht-Achtung vertrocknen – Ihr HABT DIESE Freiheit in EUREN Köpfen, in Euren Herzen: “Don´t feed the Trolls!” (Vielleicht ist DAS der Teil Eures Streik- Aufrufes, den ich Unterstützen mag: töten durch mediale Nicht- Beachtung)

Das Ignorieren eines Problems ist nur selten dessen Lösung. Ich stimme Dir zwar zu, dass die männerhassende Femen-Emanzen-Lesben-Fraktion deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommen sollte, da deren Ideologie sonst weiter Zulauf und Futter erhält, aber die mediale Aufmerksamkeit dieser Leute verringern wir auf diesem Wege nicht. Wenn das nächste Sommerloch oder anderweitig Bedarf an Themen für TV-Magazine, Interviews oder Talkshows besteht, werden – wie schon bei der lächerlichen #aufschrei-Kampagne – die Hetzerinnen wieder in den Studios oder vor den Mikrofonen sitzen und ihre Ideologie verbreiten. Was es dann braucht, das ist ein Gegengewicht. Leute, die die ganze Lächerlichkeit des heutigen Feminismus samt Opferabos, Diskriminerungslügen und Überprivilegierungen der Frauen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und so sukzessive ein Umdenken herbeiführen. Bei mir war einer davon Arne Hoffmann, dessen Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ für mich in vielerlei Hinsicht das bestätigt hat, was ich schon lange unbewußt geahnt und gespürt hatte: dass die Feministinnen zwar am lautesten und häufigsten geifern, jammern und weitere Zuckerl fordern, aber heute eigentlich die Männer das tagtäglich diskriminierte und verachtete Geschlecht sind.

Baut stattdessen etwas Eigenes auf, EURE Vorstellung vom Leben als Männer für und mit Euch, um Euretwillen. Erst in zweiter Linie für die Frauen, oder, noch schlimmer, als Opfer oder Bedürftiger der Frauen.

Genau darum geht es ja, teilweise angelehnt an die MGTOW-Bewegung, aber ohne Rückzug und Passivität davon. Allerdings sehe ich die Frauen nicht einmal in zweiter Linie. In erster Linie sollte man selbst stehen, die eigenen Ansichten und Ideale, dann die eigenen Geschlechtsgenossen und die Gesellschaft als Ganzes. Frühestens danach spielen vielleicht Frauen eine Rolle, müssen es aber nicht. Denn auch wir Männer haben das Recht auf Selbstverwirklichung, bei der wir uns nicht von Frauen ausbremsen oder sabotieren lassen sollten. Es bleibt aber nicht aus, dass Frauen den Weg des Mannes ausgerechnet dann kreuzen, wenn er selbstzufrieden seine Ziele verfolgt und dabei glücklich ist. Offenbar zieht man so die gewisse Frauen an wie das Licht die Motten.

Denn Ihr seid für ganz andere Frauen attraktiv, wenn Ihr in Euren Herzen, in Eurem Geist eine stabile Eigenliebe, einen positiven, gestaltenden (nicht: sich verweigernden!) Selbstwert entwickelt. DAFÜR bin ich für Euch da.

Und da ist sie wieder: Die Fixierung auf die Frauen. Warum? Kann ein Mann ohne Frau nicht glücklich sein oder existieren? Ich kann wahrscheinlich besser kochen (ohne Fix-Tütchen) als geschätzte 80% der heutigen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren (Köchinnen ausgenommen), Ordnung und Reinlichkeit sind für mich ebenso wichtig wie eine gewisse Struktur und Effizienz bei Haushaltsarbeiten einschließlich Bügeln, Nähen und was sonst noch so anfällt. Ich habe schlicht keinen Grund, mir unbedingt eine Frau ans Bein zu binden – schon gar nicht, wenn ich meinen eigenen Weg gehe und dabei glücklich bin. Ausnahmen: Sex und die Gründung einer Familie, sofern man sich das bei der konstant hohen Scheidungsquote und dem heutigen Familienrecht noch antun will.

Dass wir Männer uns einfach nur innerlich und äußerlich aufhübschen sollen, um einen anderen Typ Frau anzuziehen als die durchschnittliche deutsche Frau mit überdurchschnittlichem Scheidungs- und Kuckuckskinder-Risiko, ist nicht Tenor und Ziel des Männerstreiks! Es geht darum, die Problematik der vielfältigen Diskriminierungen der Männer in Beruf, Gesellschaft, Beziehung und Familie ins öffentliche Bewußtsein zu rücken und so auf diesen Gebieten nachhaltig Veränderungen anzustoßen. Denn egal, wie sehr man seinen Weg geht und seine Partnerin oder Frau zum halbwegs funktionierenden Partner „erzieht“, eines bleibt auch bei Deinen Ratschlägen gleich, Thomas: Es ändert sich dadurch nichts am männerfeindlichen gesellschaftlichen Klima und im Falle einer Scheidung von der Ehefrau hat man mit den gleichen Nachteilen und Geld-Streitereien um Unterhalt & Co. zu kämpfen wie jeder andere Mann auch.

Korrekt ist hingegen, dass viele Männer erstmal neu lernen müssen, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn sie sich nur um sich selbst kümmern wollen und auch dann einen Selbstwert haben, wenn sie Single sind und auch kein Interesse an einer Beziehung haben. Eigenliebe und ein Wille zur Gestaltung seines Lebens und der Gesellschaft gehören da natürlich auch dazu. Sich dem Gros der heutigen Frauen zu verweigern oder sie nur für ein paar Stunden oder eine Nacht neben sich zu dulden, halte ich aber trotzdem für einen gangbaren und vernünftigen Weg, wenn jemand schlicht keine Lust auf eine Beziehung hat oder sich nach zahlreichen negativen Erfahrungen bewußt dafür entscheidet.