Der Barilla-Skandal, der keiner ist

Was gab es wieder einen #Aufschrei in den letzten Tagen! Nicht mitbekommen? Gut, dann sind Sie vermutlich nicht bei Twitter, denn dort versammelt sich ja spätestens seit der hirnrissigen #Aufschrei-Kampagne, bei der mit gleichem Empörungslevel Vergewaltigungen mit fehlgeschlagenen Anmachsprüchen in einen Sack geschmissen und allen Männern pauschal als Alltagssexismus angelastet wurden, besonders gerne – bevorzugt aus der Berliner Ecke – allerlei Grüppchen, die meinen, dass ausgerechnet sie und nur sie immer und überall diskriminiert würden. Da läuft manchmal schon fast eine Art Wettbewerb, wer das größere und bemitleidenswertere Opfer ist, das deshalb mit (Medien-)Aufmerksamkeit, Fördergeldern und anderen Geschenken der Allgemeinheit bedacht werden müsse.

Auslöser war ein Interview mit dem Chef des Barilla-Konzerns, Guido Barilla:

„Für uns ist das Konzept der heiligen Familie ein fundamentaler Wert in der Firma“, sagte Barilla dem Sender Radio24. Daher würde er niemals Werbung mit einer homosexuellen Familie machen.

Das Unternehmen, das auch Kekse und Brot herstellt, legt in seinen Werbespots viel Wert auf die Vater-Mutter-Kind-Harmonie. „Unsere Familie ist eine klassische, in der die Frau eine fundamentale Rolle spielt.“

Jeder normale Mensch wird sich da jetzt fragen: Wo ist der Skandal? Der Witz ist: Es gibt gar keinen. Guido Barilla hat seine Meinung zum Bild der Familie geäußert und dass er nicht mit homosexuellen Familien werben würde, da dies offenbar bei seinen traditionell eingestellten Zielgruppen nicht gut ankäme. Das ist sein gutes Recht als Familienmensch und Unternehmer und nicht zuletzt auch eine Frage der gegenseitigen Toleranz und der Meinungsfreiheit.

Das können die hauptberuflichen Twitter-Empörer aber nicht auf sich sitzen lassen, sogleich fühlten sich die ersten Homosexuellen diskriminiert, es wurden Hashtags ausgelotet und ein Shitstorm gegen Barilla veranstaltet. Das ist eine sonderbare Einstellung zu Demokratie und Meinungsfreiheit. Denn man sollte nicht vergessen, dass Minderheiten wie Homosexuelle auf die Toleranz der Mehrheit angewiesen sind, damit sie selbst unbehelligt leben können und eben nicht diskriminiert werden. Da tun die Shitstormer den durchschnittlichen Homosexuellen natürlich einen Bärendienst, wenn sie dafür sorgen, dass sie  gegen dermaßen harmlose Meinungsäußerungen der gesellschaftlichen Mehrheit mindestens so intolerant auftreten wie es früher beispielsweise radikale Schwulenhasser taten.

Wo ist denn das Problem, wenn jemand die traditionelle heterosexuelle Familie mit Mann und Frau der konstruierten homosexuellen Familie vorzieht? Ich bin mir sicher, dass es auch unter Entwicklungspsychologen und Pädagogen mehr als eine Meinung zu homosexuellen Elternpaaren gibt, sicher auch kritische oder gar ablehnende. Und wo ist das Problem, wenn der Frau in der Familie eine fundamentale Rolle zukommen soll? Bloß weil es für Hausfrauen und Mütter keine Vorstandsgehälter und Titelstories in feminstischen Gazetten gibt?

Fazit

Es gab keinen Skandal um Barilla, sondern nur mal wieder das üblich empörungsschwangere Hyperventilieren einiger Grüppchen bei Twitter, die meinen, dass ihre allzeitig verfügbare Instant-Empörung samt inflationärem Shitstorming irgendeinen gesellschaftlichen oder gar moralischen Wert hätte. Real dürften sich aber nur wenige Homosexuelle über die Äußerung von Guido Barilla aufgeregt haben, da sie mit Alltag und anderen Probleme wahrscheinlich vollauf beschäftigt sind. Wem Barillas Meinung nicht passt, der kauft halt andere Nudeln – real und nicht bei Twitter, ganz cool statt mit geheuchelter Empörung. Wo blieben sonst Meinungsfreiheit und Toleranz? Manche Minderheiten scheinen langsam zu vergessen, dass Toleranz auf Gegenseitigkeit beruht.

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5 Gedanken zu „Der Barilla-Skandal, der keiner ist

  1. Michel D.

    „Für uns ist der Islam ein fundamentaler Wert in der Firma. Daher würden wir niemals Werbung mit Christen machen.“
    Die Verteidiger des Nudelmachers wären an vorderster Front bei der Skandalisierung solcher Worte und man könnte glauben, der Petersdom und die Grabeskirche stünden unter Raketenbeschuß aus zwanzig arabischen Städten gleichzeitig.

    1. maennerstreik Autor

      Ganz ehrlich, Hamal, der sich hinter Michel D. versteckt? Es ist ein Unterschied, ob ich für eine Firma eine gesamte Religion oder ein politisches System derartig präferiere oder ob ich innerhalb eines demokratischen Systems mit Meinungsfreiheit von zwei vollkommen legitimen Optionen die eine traditionelle vorziehe. Aber mir ist klar, dass Du mit Deinem unpassenden Vergleich mal wieder Mäbnerrechtler in die rechte Ecke schieben willst, insofern lohnt eine Diskussion da mangels Masse sowieso nicht. Im Übrigen: Barilla ist nicht islamisch und warum arbeiten in Dönerbuden und türkischen Supermärkten eigentlich ausschließlich Türken und in japanischen Geschäften in Düsseldorf ausschließlich Japaner? Sonderbar, oder? Und jetzt troll Dich.

    2. micha

      Wie ciele Menschen hat Mohammed geheilt?

      Wie viele Menschen hat Mohammed getötet?

      Wie viele Menschen werden von Moslems wegen ihrem Glauben an Jesus ermordet?

      1. maennerstreik Autor

        Hier geht es nicht um Mohammed oder Islam, sondern um Männerrechte. Wenn du unbedingt über ein Thema diskutieren willst, das nicht Thema dieses Blogs und auch nicht des Beitrags ist, dann geh bitte dorthin, wo Dein Thema diskutiert wird. Ich werde hier keine Kommentare mehr mit solchem Offtopic-Quatsch freischalten, egal von wem.

  2. Pingback: Das Masku-Blogstöckchen von erzählmirnix | Männerstreik

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