Weiße Hetero-Männer sind so privilegiert

Das wird zumindest von Feministinnen gerne behauptet. Ralf Bönt hat bei der FAZ einmal zusammengefasst, wie diese Privilegien tatsächlich aussehen:

Auf allen Ebenen unseres sozialen Lebens kann man sehen, wie das Patriarchat zur Benachteiligung des Mannes funktioniert: Zwar bekommen Frauen acht Prozent weniger Lohn für dieselbe Arbeit, Männer leisten aber mehr unbezahlte Überstunden. Sie bekommen nur Bruchteile der finanziellen Aufwendungen im Gesundheitswesen, zum Beispiel in der Krebsvorsorge – und das, obwohl sie mehr Krebs haben als Frauen und häufiger daran sterben. Gesetzesinitiativen zur Verbesserung der Lage scheiterten, die Angleichung der Beiträge in der privaten Kranken- und Lebensversicherung waren dagegen erfolgreich. Männer werden vor Gericht für dieselben Delikte härter bestraft als Frauen, vom Diebstahl bis zum Kindsmord. Männer werden vom Jobcenter deutlich früher wegen Erschleichung von Leistungen angegangen als Frauen. Jungen bekommen für dieselben Leistungen in der Schule schlechtere Noten als Mädchen, denen man schon den Willen zur Leistung honoriert. Neun von zehn tödlichen Arbeitsunfällen treffen einen Mann. Obdachlosigkeit ist ein Männerproblem, weil Frauen leichter einen Unterschlupf finden, wenn sie pleite und ungewaschen sind. Die Liste ist sehr lang.

Aber wieso weiterreden, wenn in keiner Sexismusdebatte darüber gesprochen wird, dass sich acht bis zwölf mal mehr Jungen als Mädchen in der Pubertät selbst töten? Ich habe erlebt, wie Frauen die hohe Zahl erfolgloser Selbstmordversuche von Mädchen als Beleg für deren Benachteiligung angeführt haben oder behaupteten, Obdachlosigkeit sei für einen Mann weniger problematisch als für eine Frau.

So sehen also die tollen Privilegien der Männer im Jahre 2013 aus. Die meisten Männer würden darauf wohl gerne verzichten.

Gute Besserung, liebe Feministinnen!

 

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