Schluss mit Kuckucksvätern und Unterhaltsbetrug!

Die Themen Kuckucksväter und Unterhaltsbetrug sind eng miteinander verknüpft. Dabei werden üblicherweise gleich vier Beteiligte hintergangen und in Mitleidenschaft gezogen:

  1. Der Kuckucksvater zahlt Unterhalt für ein Kind, ggf. auch für die Frau und bringt Emotionen ein, obwohl er nicht der Erzeuger ist.
  2. Der Erzeuger wird um seine Rechte als Vater betrogen, ist allerdings in der Regel auch von jeglichen Verpflichtungen befreit.
  3. Sofern der Kuckucksvater nicht oder nicht ganz den Unterhalt leisten kann, wird dieser durch den Staat übernommen oder aufgestockt (Unterhaltsvorschuss).
  4. Das Kind wird um das Wissen um seine tatsächliche biologische Herkunft und ein Aufwachsen mit dem leiblichen Vater gebracht.

Ich halte dies für einen unhaltbaren Zustand und fordere daher, dass für unmittelbar nach der Geburt folgende Untersuchungen in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen oder über den Etat der Jugendämter zu finanzieren sind:

  1. Durchführung eines für alle Beteiligten verpflichtenden Vaterschaftstests
  2. Bestimmung der Blutgruppe des Kindes unmittelbar nach der Geburt

Die Bestimmung der Blutgruppe dient dabei als zusätzliche Absicherung. Ich denke, vielen Vätern fällt es wesentlich leichter eine dauerhafte Bindung zu dem Kind aufzubauen und das Vertrauen der Partnerin gegenüber auch bei optischen Abweichungen des Kindes zu erhalten, wenn die Vaterschaft eindeutig nachgewiesen ist. Gleichzeitig wird so dem Recht des Kindes auf das Wissen um seine Abstammung Rechnung getragen. Nicht zuletzt dürften diese Maßnahmen zahllose Gerichtsverfahren an den Familiengerichten vermeiden, in denen es um Vaterschaftsklagen und Unterhaltsbetrug geht. Warum die Blutgruppe nicht bei jedem Kind standardmäßig ermittelt und im Personalausweis oder Impfpass eingetragen wird, ist mir ohnehin seit den ersten Unterrichtsstunden in Genetik vor über 16 Jahren ein Rätsel. Im medizinischen Notfall kostet ein entsprechender Test nämlich nur zusätzlich kostbare Zeit.

Ich finde, es steht jeder Frau frei, sich promiskuitiv verhalten oder in chaotischen Beziehungsverhältnissen leben zu dürfen. Diese Freiheit beinhaltet aber nicht das Recht, sich über Verhütung (die selbstverständlich auch durch den Mann erfolgen kann) und Gesundheitsschutz keinerlei Gedanken machen zu müssen, so dass später erst über eine endlose Reihe von Vaterschaftsklagen der Erzeuger festgestellt werden muss und währenddessen die Unterhaltsfrage über Monate oder gar Jahre ungeklärt bleibt.

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