Schweiz: Politiker zweifeln am Sinn von Gender Studies

Nachdem in einem Workshop des Genderstammtischs der Baseler Uni Sextoys gebastelt wurden, stellen dort die ersten Politiker den Sinn von Gender Studies gänzlich in Frage:

Der umstrittene Bastel-Workshop scheint aber nur der Anstoss für eine grundsätzliche Diskussion zu sein, die Fritz und Hafner führen möchten: Sie stellen nicht nur die Gender-Veranstaltung, sondern auch die Disziplin an sich infrage und verweisen auf Norwegen. Dort wurde Ende 2011 die Förderung für das Nordic Gender Institute (NIKK) durch den Nordischen Rat (einer zwischenstaatlichen Institution der Regierungen von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden) eingestellt. Die norwegische Genderforschung verfügte über ein Jahresbudget von 56 Millionen Euro.

Der Nordische Rat begründete seinen Entscheid damit, dass es dem NIKK mit seinen Gender Studies weder gelungen sei, zur wissenschaftlichen Debatte in allen nordischen Ländern beizutragen, noch mit Umsetzung ihrer Ergebnisse die Brücke zur Gesamtgesellschaft zu schlagen. «Es ist nicht auszuschliessen, dass man nach einer Untersuchung der Gender Studies in Basel zum selben Schluss kommt wie in Norwegen», sagt Fritz. Um sich eine Meinung bilden zu können, besuchte die EVP-Landrätin eine Gender-Vorlesung. Dabei sei bei ihr der Eindruck entstanden, dass die Disziplin dazu diene, die Propaganda und die politische Positionierung einer Weltanschauung, eines Menschenbildes und einer Ideologie zu verbreiten, die wenig mit wissenschaftlichem Verständnis zu tun habe.

Vor allem der zuletzt hervorgehobene Textabschnitt ist geradezu herrlich zu lesen. Denn auch in Deutschland werden unter dem Schlagwort Gender Studies fast ausschließlich feministische Themen behandelt und jegliches Frauen-Mimimi wird zur sexistischen Diskriminierung aufgeblasen. Es kommt daneben höchstens noch etwas verschwurbeltes Alibi-Geschwätz über Homo- und Transsexuelle dazu, während heterosexuelle Männer ausschließlich als Feindbild und Sündenbock dienen. Gleiches gilt für Frauen, die sich bewußt für ein klassisches Rollenbild und eine traditionelle Familie entscheiden. Der Rest sind infantile Schwafel-, Kuschel- und Bastelrunden, die weder der Gesellschaft noch der Wissenschaft in irgendeiner Art und Weise zu Fortschritt verhelfen, im Gegenteil. Die pseudo-wissenschaftlich unterlegte Inquisition des Feminismus gegen das Feindbild des weißen Hetero-Mannes unterscheidet sich inhaltlich und moralisch in keinster Weise von der religiös motivierten Inquisition im Mittelalter gegen z.B. rothaarige Frauen, die man als Hexen verbrannte.

Ich würde mir wünschen, dass die Dekane der Hochschulen und Bildungspolitiker regelmäßig Gender Studies-Veranstaltungen besuchten und genauso kritisch hinterfragten wie in der Schweiz. Eine Disziplin, die vorrangig sexistische Hasspropaganda gegen Jungen und Männer auf unterschiedlich pathologischem Level verbreitet und sich ansonsten insbesondere in aufgeblasenem Geschwafel ohne wissenschaftlichen Nutzen hervortut, sollte nun wirklich nicht an staatlichen und staatlich geförderten Hochschulen finanziert werden. Denn meines Erachtens sind die Ideologie und das Menschenbild des heutigen Feminismus durch und durch menschenverachtend und halten jenseits der Form (Zitierregeln etc.) wissenschaftlichen Kriterien trotz aller Aufgeblasenheit der sogenannten Speakerinnen in keinster Weise stand.

Zum Vergleich: An den staatlichen Hochschulen wird auch nur echte Medizin („Schulmedizin“) gelehrt. Wer sich hingegen mit allerlei Schmu zum Heilpraktiker ausbilden lassen will, muss dies auch aus eigener Tasche bezahlen.

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